Heute früh hat uns mal nicht das Trommeln des Regens geweckt, sondern die Sonne. Wie herrlich! Nach einem gemütlichen Frühstück wollten wir uns heute die Steilküste östlich von Bonifacio anschauen. Normalerweise kann man mit den Ausflugsbooten entlang der Küste fahren und von unten Staunen. Wann das aufgrund des immer noch anhaltenden Sturms wieder möglich sein wird, steht in den Sternen. Also haben wir die Räder geschnappt und sind losgeradelt. Kaum an der Küste angekommen, war der Sturm wieder unbeschreiblich. Er hat hier wirklich Patagonien-Niveau. Man konnte kaum die Kamera halten, geschweige denn sehen, was man da überhaupt filmt, da die Haare wirr durch die Gegend flogen.

Bonifacio lag wieder wunderschön auf dem Felsen, wir sind aber in die andere Richtung gefahren. Unser Ziel war der Leuchtturm, den wir gestern aus der Ferne gesehen haben, denn dort unterhalb sind die Grotten, die sonst mit dem Boot angefahren werden. Tatsächlich haben wir ein einziges Boot auf dem Meer gesehen, wahrscheinlich waren aber alle Passagiere grün im Gesicht, bis sie wieder festen Boden unter den Füßen hatten.

Am Leuchtturm angekommen, haben wir die Räder festgemacht und es ging zu Fuß weiter bergab ans Meer. Über die Sandsteinfelsen sind wir hinunter geklettert und in einer super schönen Gegend raus gekommen. Man kann über die hellen Sandsteinfelsen überall entlang klettern und bestaunen, welch Kunstwerk Wind und Wetter hier geschaffen haben.

Der Sturm war so heftig, dass wir uns kaum auf den Füßen halten konnten und innerhalb kürzester Zeit gewässert, gesalzen und gesandstrahlt waren. Normalerweise fahren hier die Boote durch eine Öffnung in die Grotte de Saint Antoine.

Heute haben die Wellen die Öffnung in der kompletten Höhe mit Wasser gefüllt. Zwischen zwei Wellen konnte man die Öffnung aber kurz erkennen.

Wir haben zu Fuß alles erkundet und dann auch noch einen Abstecher zum Strand gemacht.

Zurück am Leuchtturm, sind wir noch ein paar Meter an der Küste in die andere Richtung gelaufen. Wir befinden uns hier am südlichsten Ende Korsikas, dem Kap Pertusato.

Dann ging es zurück zum Campingplatz. Der Sturm war so heftig, dass wir uns kaum auf den Rädern halten konnten. Sehr schade war auch, dass wir deshalb die Drohne mal wieder nicht einsetzen konnten.
