Heute war es bis 12.30 Uhr ziemlich neblig. Daher haben wir lange geschlafen und gemütlich gefrühstückt. Andi hat Filme gesichert und ich gelesen. Um 12.30 Uhr kam die Sonne durch und wir haben die Räder ausgepackt. Mit denen ging es zu der ca. 6km entfernten Teufelsschlucht. Zuerst führte der Weg auf der Luxemburger Seite entlang der Sauer. Dann sind wir wieder auf die deutsche Seite gewechselt und ein schmaler Weg führte im Wald bergauf. Vor dem Ort Erzen haben wir am Felsenweiher einen Stop eingelegt. Hier sollten vor vielen Jahren Fische gezüchtet werden, was aber wohl kein Erfolg war. Die Leute aus dem Ort haben den Weiher aber schön angelegt. Bänke laden zum Verweihlen ein.

Wir sind aber weiter, denn wir haben heute ein anderes Ziel: die Teufelsschlucht. Wir sind zum Besucherzentrum geradelt, denn dort startet der Wanderweg, den wir uns für heute ausgeguckt haben, die teuflische 8. Der Weg ist wie eine 8 angelegt, daher der Name. Kurz hinter dem Besucherzentrum geht es ein paar Stufen hinab und schon steht man in der Schlucht.

Hier war heute deutlich mehr los als gestern in der Wolfsschlucht. Wir haben eine Gruppe vorbei gelassen und uns selber Zeit gelassen. Die Gegend hier ist schon anders als gestern und trotzdem wieder total schön. Man wandert durch riesige Felsen und fühlt sich total klein.

Es führen verschiedene Wanderwege hier durch das Gebiet. Die meisten Leute hier laufen nur den kurzen Weg durch die Schlucht und wieder zurück zum Besucherzentrum.

Daher war es dann auch plötzlich viel ruhiger. Der Weg ging bergab und führte zum Flüsschen Prüm. Hier wurde beim Flutwasser in 2021 eine Brücke über den Fluss weg gerissen und eine neue gebaut. Und die sollte genau heute eröffnet werden. Und tatsächlich, als wir den Berg hinunter kamen, haben wir die Hängebrücke gesehen und auf ihr waren ganz viele Menschen. Wir sind natürlich auch mal drüber gelaufen, auch wenn es nicht unser Weg war.

Unser Weg führte entlang des Wassers und nach einiger Zeit wieder in den Wald. Von jetzt an ging es steil bergauf, aber die sich immer wieder wechselnde Landschaft war es wert.

Hinter jeder Kurve tauchte eine neue Überraschung in Form von verschiedenen Felsformationen auf und wir waren echt froh, dass wir den längeren Weg gewählt haben. Auch wenn wir nach der Tour gestern schon unsere Beine ordentlich gespürt haben.

Nach knapp 8 Kilometern sind wir wieder am Besucherzentrum angekommen und haben uns ein leckeres Stück Kuchen gegönnt. Dann ging es mit den Rädern wieder bergab zurück zum Campingplatz, wo eine schöne warme Dusche und anschließend eine Pizza auf uns gewartet haben. So der Plan. In der Realität war in der Pizzeria die Hölle los, die Bedienung total gestresst und wir hatten keinen Bock, ewig zu warten. Also zurück zum Camper, Pfanne und Notfallgnoccis raus und 10 Minuten später war das Essen fertig.
Die Gegend hier ist echt super schön. Um ehrlich zu sein, verstehen wir nicht, warum immer alle an die See oder Bayern fahren. Dass jemand hier her fährt, habe ich bisher selten gehört. Dabei lohnt es sich wirklich. Wir wollen morgen weiter, könnten hier aber auch noch eine Weile bleiben. Wir kommen bestimmt mal wieder.
