Von unserem Fenster aus schauen wir auf die Anzeige einer Tankstelle und so habe ich mich gefragt, was hier wohl gerade ein Liter Benzin kostet. Hier sind die Anzeigen in Gallonen, so dass man den Preis nicht auf den ersten Blick vergleichen kann. Wir fanden den Preis pro Liter aber den Hammer: 0.71 Eurocent. Da können wir daheim nur von träumen… kein Wunder, dass man hier noch weniger E-Autos sieht als daheim und die dicken Kisten nicht weniger geworden sind seit unserem letzten Besuch hier. Auf der anderen Seite sind wir hier noch nicht schneller als 65 Meilen gefahren, was den Spritverbrauch halt auch wieder relativiert…
Wir wollten heute im Hotel frühstücken, allerdings war da so viel los, dass wir auf die Geräuschkulisse und Menschenmassen am Buffet keine Lust hatten. Aber es war total lustig, denn überall sind Familien mit Mickey Maus Ohren und T-Shirts rumgelaufen. Wir haben uns gegenüber beim 7Eleven ein Croissant geholt und im Zimmer einen Kaffee gekocht. Anschließend sind wir ins Auto gestiegen und durch die Disney Gegend gen Norden gefahren. Da ist heute das schönere Wetter gemeldet. Und da wir ja gemütlich schauen wollen, haben wir die Autobahnen im Navi deaktiviert und los ging es. Kaum hatten wir den Großraum Orlando verlassen, wurde es ländlich und Obstbäume haben den Weg gesäumt. Die Gegend hier heißt nicht umsonst Orange County. Rechts am Straßenrand ist der Florida Citrus Tower aufgetaucht und ich glaube, hier waren wir in 2005 schon mal.

Ein paar Kilometer weiter sind wir rechts abgebogen und haben uns im totalen Paradies wiedergefunden. Tolle große Grundstücke an Seen gelegen und riesige Bäume, an denen das hier so typische Geflecht hängt. Wir mussten natürlich erstmal einen ausgiebigen Fotostop einlegen.

Zurück auf der Hauptstraße ging es über unzählige rote Ampeln weiter gen Norden. Rechts haben wir plötzlich riesige Smoker gesehen und da mussten wir natürlich anhalten.

Nach einer fetten Portion Pulled Pork ging es weiter. Wir waren beide so satt, dass wir uns direkt hätten ablegen können. Aber unser Ziel lag noch 30 Meilen entfernt. Leider hat sich in der Zeit, bis wir da waren, der Himmel total zugezogen. Auf den Wetterbericht kann man hier gar nichts geben. Dort, wo wir wegen des toll gemeldeten Wetters hingefahren sind, war es wolkig und in Orlando, wo es regnen sollte, war gutes Wetter.

Und da wir für die Fahrt fast die doppelte Zeit gebraucht haben wie eingeplant, hat das letzte Glasbodenboot leider ohne uns abgelegt.

Wir sind daher zu Fuß ein bisschen herum gelaufen und haben tatsächlich auch ein Manatee im Wasser gesehen.

Da es dann angefangen hat zu regnen, haben wir uns auf den Heimweg gemacht. Das Navi hat ca 2 Stunden Fahrt angegeben, mit 37 roten Ampeln haben wir dann fast 3 Stunden gebraucht.
