Heute morgen war das Wetter nicht besser und so sind wir früh weiter gen Süden gefahren. Wir standen ja direkt an der Schweizer Grenze und hatten 3 Routen zur Auswahl. Die erste durch den Gotthard Tunnel fiel raus, da dort Bauarbeiten waren und der Tunnel immer wieder gesperrt wurde. Wir hatten keine Lust, in so einer Sperrung zu stehen. Die zweite Route führte an Mailand vorbei und da standen wir aufgrund des heftigen Verkehrs die letzten Male immer im Stau. Also haben wir uns für die etwas weitere Route entschieden, die wir auch noch nicht kannten – entlang des Genfer Sees.

Wir waren schon nach wenigen Kilometern über die Entscheidung froh, denn hier waren relativ wenige LKWs unterwegs. Die Berge nach dem Genfer See haben uns irgendwie an den Milford Sound in Neuseeland erinnert, nur dass wir auf einer Autobahn und nicht auf einem Schiff hier durch gefahren sind. Die Berge waren noch schneebedeckt und dicke Wolken hingen darin fest. Die Straße hat sich dann mit dem Hinweis auf Italien in den Bergen hoch geschraubt und wir haben erfahren, warum hier so wenig Verkehr war. Ein Tunnel, durch den wir mussten, hat mal eben 48 Euro Maut kassiert…

Trotzdem waren wir über die schöne Landschaft und den wenigen Verkehr dankbar. Raus aus den Bergen ging es auf die Autobahn in Richtung Genua.

Unterwegs waren total viele Felder komplett überflutet, wahrscheinlich die Folgen der heftigen Regenfälle in den letzten beiden Wochen.

Nachdem wir uns durch Genua gekämpft haben, ging es entlang der Küste durch unzählige Tunnel, bis wir die Abfahrt nach Levanto erreicht haben. Der Ort liegt direkt am Meer und wird für die nächsten 3 Nächte unsere Station sein, um die Cinque Terre von hier aus zu besuchen. Gegen 16 Uhr sind wir ziemlich platt am Campingplatz angekommen und das Highlight schlechthin hat uns begrüßt: die Sonne.

Natürlich haben wir es nicht lange ausgehalten und sind gleich wieder los in den Ort. Levanto hat uns mit richtigem Italien Flair begrüßt. Alte Häuser, Pizzerien und Eisdielen an jeder Ecke und das rauschende Meer.

In einer Pizzeria am Meer haben wir etwas gegessen und die Sonne genossen.

Anschließend sind wir noch an der Strandpromenade entlang gelaufen und dann völlig platt zurück auf den Campingplatz.
