Irgendwie haben wir zur Abwechslung der letzten entspannten Urlaube mal wieder einen Abenteuertrip gebucht. Letzte Nacht hat es geschüttet ohne Ende und heute morgen konnten wir eine Vermutung meiner Eltern von ihrer letzten Reise bestätigen: das Fenster über der Sitzbank ist undicht. Sämtliche Polster, Kissen und Decken, die dort lagen, waren heute früh patschnass. An einer Stelle lief das Wasser lustig die Wand runter. Unser Womo ähnelt gerade einer Trocknungsstation, damit der Kram nicht anfängt zu schimmeln…

Dann wollten wir frühstücken und wir waren am Strom am Campingplatz angeschlossen. Ich habe die Kaffeemaschine und den Toaster gleichzeitig angemacht- schlechte Idee. Auf einen Schlag ging alles aus. Also ist Andi im Regen raus und hat am Stromkasten geschaut – Sicherung raus. Anscheinend ist zu wenig Power für die Maschinen da. Also habe ich unsere interne Batterie angemacht und die Maschinen wieder gestartet – und dann war das ganze Womo tot. Also ist Andi an den Sicherungskasten vom Womo und hat geschaut, ob da irgendwas raus geflogen war, war aber nicht. Wir konnten innen das System einfach wieder starten. Also haben wir den externen Stecker gezogen, haben mit unserer Batterie den Kaffee und Toast gemacht und dann den externen Stecker wieder reingesteckt.
Nach dem Frühstück haben wir uns an das Motoröl gemacht. Wir haben die halbe Flasche rein gekippt und konnten am Messstäbchen keinen Unterschied feststellen. Also haben wir den restlichen halben Liter auch noch rein gekippt mit dem Ergebnis, dass die maximale Anzeige jetzt weit überschritten ist. Hoffentlich gibt das jetzt keine Probleme. Der Witz ist auch, dass die Ford-App angezeigt hat, dass noch 28 % Öl drin sind, das Stäbchen aber weit unter der minimalen Anzeige war. Also lieber nicht auf die App hören…
Gut, dass wir gestern weiter gen Süden gefahren sind. Wo wir gestern noch waren, waren die Regenfälle noch viel heftiger und es gibt zahlreiche Überschwemmungen. So schlimm ist es hier Gott sei Dank nicht. Als es aufgehört hat zu regnen, habe ich den Vorschlag gemacht, am Ufer entlang nach Bolsena zu laufen. Andi hatte erst keine Lust, hat dann aber entschieden, mit zu kommen.

Der Weg war richtig schön. Das Ufer des Sees darf wohl nicht in privaten Besitz, sondern ist der Allgemeinheit überlassen. Andi hat sich unterwegs gefreut, dass er mitgekommen ist weil es so schön war. Als wir im Ort angekommen sind, fing es wieder an zu regnen.

Also haben wir uns in ein Restaurant am See geflüchtet und etwas gegessen – und der Regen wurde immer schlimmer. Das Restaurant hat dann geschlossen und wir sind in strömenden Regen wieder heim gelaufen. Danach hing das Womo mit noch mehr Sachen voll, die trocknen mussten. Zum Fenster lief wieder das Wasser rein und ich habe versucht, es aufzuhalten, bevor es sich am Boden ausbreitet. Um uns aufzuheitern haben wir zwei Folgen LOL geschaut, danach war unsere Stimmung wieder deutlich besser. Wir werden morgen doch schon weiter fahren. Wir haben die Hoffnung, dass es im Süden schneller Sommer wird und wir mehr Glück mit dem Wetter haben. Außerdem haben wir bei unserem Caravan Händler angefragt, wie wir unterwegs das Fenster dicht kriegen und 30 km von hier ist ein Obi, den wir morgen wohl mal überfallen, um ein Abdichtband zu kaufen.

