Gestern Abend hatte ich noch Tickets für eine Bootsfahrt von Sorrent nach Amalfi und Positano gebucht. Direkt nach der Buchung kam der Hinweis, man müsse vor der Tour die Tickets am Ticketoffice abholen, was ja eigentlich gar keinen Sinn macht. Um 9.30 Uhr sollte das Schiff fahren und so sind wir um 8.20 Uhr mit dem Shuttle nach Sorent gefahren. Am Hafen haben schon Massen in einer Schlange gewartet. Alle hatten ihr Handy mit der Bestätigung in der Hand. Warum man mit der Buchung nicht gleich die QR Codes mit den Tickets versendet – keine Ahnung. Gott sei Dank ging es recht schnell und so haben wir uns auf den Weg zur Pier gemacht. Das Schiff kam und wir haben oben auf Deck ein Plätzchen bekommen.

Entlang der Küste ging es wieder bei super Bedingungen in Richtung Amalfi. Unterwegs haben wir in Positano Halt gemacht, was gar nicht so einfach war, da der halbe Hafen Baustelle war und nur an einer kleinen Stelle alle Schiffe anlegen konnten. Daher war Warten angesagt, bis wir an der Reihe waren.

Irgendwann haben wir wieder abgelegt und für uns ging es weiter die tolle Küste entlang nach Amalfi.

Dort sind wir ausgestiegen und haben uns den Ort angeschaut. Doch zuerst haben wir uns wieder so einen leckeren Zitronen-/Orangensaft geholt und ihn genüsslich getrunken, während wir die riesige Kathedrale bestaunt haben. Sie passt so rein größetechnisch irgendwie gar nicht in den kleinen Ort.

Eine super enge, auch mal wieder wegen der Meisterschaft geschmückte Straße ging in den Ort. Eigentlich total voll mit Fußgängern, aber hier mussten auch die Autos durch. Chaos ohne Ende…

Wir sind zurück zum Hafen und sind dort noch etwas lang gelaufen und Andi hat von dort noch die Drohne in die Luft geschickt. Dann war die Zeit auch schon wieder vorbei und wir sind mit dem Schiff nach Positano gefahren, wo wir dieses Mal ausgestiegen sind.

Der Ort ist schon anders. Im Hafen, oder dem, was davon übrig ist, fahren keine Autos. Auf die Straße kommt man erst über viele enge steile Gassen mit vielen Treppenstufen und kleinen Geschäften.

Und wenn man mal auf der Straße angekommen ist, weiß man, warum man hier nicht mit dem Auto lang fahren will. Enge Straßen ohne Ende, die Autos haben echt gerade so aneinander vorbei gepasst. Spaß geht anders.

Wir sind in ein Restaurant und haben etwas gegessen und etwas Schatten genossen. Auch heute ist wieder keine Wolke am Himmel und die Sonne sticht. Ich war froh, meinen Regenschirm dabei zu haben, denn der geht auch als Sonnenschutz.

Was uns immer wieder auffällt ist die Tatsache, dass es hier echt auch schöne Geschäfte gibt, nicht nur den typischen China-Mist. Gegen 17.50 Uhr sollte unser Schiff wieder fahren. Wir haben es auch im Hafen liegen sehen und haben uns beeilt. Es hat aber nur Leute raus und nicht rein gelassen und ist wieder gefahren. Und dann haben wir mit über einer Stunde Verspätung Positano wieder verlassen und waren uns einig, dass es das letzte Mal in diesem Urlaub war, dass wir uns in diesen Wahnsinn begeben haben. Es scheint viele Menschen zu geben, für die das die Art von Urlaub ist, die ihnen gefällt. Uns definitiv nicht. Wir waren schon an vielen Stellen auf der Welt unterwegs, aber was wir hier in Italien erleben, grenzt an Wahnsinn. Zugegeben, die Gegenden und Orte sind wunderschön. Aber was die Touristen mit ihnen machen, hat nichts mit schön zu tun. Wir haken es jedenfalls ab unter: haben wir mal gesehen, brauchen wir nie wieder!!! Und wir konnten uns glücklich schätzen, dass wir die Tage auf dem toll gelegenen Campingplatz verbringen durften, wo wir aus dem Rummel komplett raus waren. Wenn man dann noch in den Orten übernachtet und sein Gepäck mit durch die Gegend schleift – nein danke!

