Gestern Abend und heute früh haben wir uns etwas wie daheim gefühlt, zumindest was die Geräusche draußen angeht. Gestern Abend hat eine Nachtigall Vollgas gegeben – kennen wir, die sitzt sonst vor unserem Schlafzimmerfenster und trällert. Na ja und heute morgen war alles an Vögeln wach, die es so gibt, einschließlich eines Kukucks, den wir ja auch daheim haben. Was wir daheim nicht haben, ist ein See in hohe Berge eingebettet. Und so haben wir die Räder rausgeholt und beschlossen, die Gegend etwas zu erkunden. Der Campingplatz hier ist hat ca. 50 Plätze und mit uns waren noch 4 andere Camper da. Herrlich!!! Am Ausgang haben wir den Besitzer getroffen, der ein echtes Urgestein ist und schon so einiges erlebt hat. Und darüber hat er ein Buch geschrieben, was mittlerweile schon in der 3. Auflage ist und das er einem ständig anpreist. Wir sind mit den Rädern Richtung Ort bergab gerollt und der Ort ist total schön.

Und das coolste daran ist, dass hier das echte Leben statt findet und nicht ein Touristenladen neben dem anderen ist. Wir waren hier die einzigen Touris und das war auch gut so. Am einem Aussichtspunkt waren wir richtig geflascht.

Eine tiefe Schlucht zieht sich in die Berge und natürlich hat Andi sofort die Drohne rausgeholt. Von der Schlucht aus hatte man dann auch nochmal einen schönen Blick auf Barrea.

Wir haben noch 2 weitere Aussichtspunkte besucht und sind dann mit den Rädern bergab zum See gerollt. Hier gibt es tatsächlich an der einen Seite des Sees so etwas wie einen Wander-/ Radweg und der hat durch tolle Natur geführt.

Wir hatten ein bisschen Schiss, denn hier stehen überall Schilder, dass es Wölfe gibt und an der Straße, dass man aufpassen soll, mit dem Auto keinen Bären an zu fahren. Na ja, wäre mit dem Fahrrad für den Bären nicht so schmerzhaft… Wir sind an einer Art Strandbad vorbei gekommen, wo aber alles noch im Winterschlaf lag.

Ziemlich am Ende des Sees kamen wir an eine Brücke, die über den See geführt hat und hier sind auch wieder einige wenige Autos gefahren.

Einen kurzen Abstecher haben wir noch nach Villetta Barrea gemacht, wo tatsächlich ganz gemütlich zwei fette Hirsche unter einem Baum Siesta gemacht haben.

Ein Blick in den Himmel hat uns zur Rückkehr geraten und so waren wir über die Straße schnell wieder am Campingplatz. Und kaum waren wir da, hat es angefangen zu regnen. Wir haben die Markise raus gefahren und mit einer Tasse Kaffee einen Teil der ungesunden Einkäufe von gestern vernichtet. Hier scheint es in letzter Zeit echt viel geregnet zu haben. Der See ist ein Stausee und er hat ziemliches Hochwasser. Überall gluckert das Wasser über die Wege, die Bäche führen ordentlich Wasser. Und auf dem Campingplatz sieht man an den Spuren auf der Wiese, dass nicht jeder wieder so einfach vom Platz wie auf den Platz gekommen ist. Abends haben wir dann noch gegrillt und die Aussicht genossen.

