Die letzten Tage ist bei uns die Vorfreude richtig gewachsen, den tristen November zu Hause zu verlassen und nach Marokko zu reisen. Das Ziel stand schon lange auf unserer Liste und heute früh war es endlich so weit. Durch den Berufsverkehr auf der A5 ging es in Richtung Frankfurter Flughafen. Dort sind Inge und Axel zu uns gestoßen, denn die nächsten 10 Tage werden wir gemeinsam das Land bereisen. Axel haben wir in 2017 in Myanmar kennen gelernt und mit den beiden waren wir letztes Jahr einige Tage in Finnland.

Die Flugzeit nach Marrakesch ist mit 3,5 Stunden echt überschaubar und so ist der Flieger am frühen Nachmittag gelandet. Wir haben einen Fahrer gebucht, der uns durch Marokko fahren soll und der uns auch am Flughafen abgeholt hat. Wir übernachten die nächsten beiden Nächte in einem Riad, das sehr zentral gelegen ist. Auf so ein Riad war ich total gespannt. Hinter unscheinbaren Mauern sollen sich kleine Paradise verstecken und genau die wollen wir sehen und erleben. Tatsächlich hat der Fahrer uns dann an der Mauer zur Medina raus gelassen und unsere Koffer wurden auf einen Karren verladen. Zu Fuß ging es dann weiter und wir waren sofort geflasht von den vielen Eindrücken. Totales Gewusel mit unglaublichen Gerüchen aller Art hat uns umgeben. Von einer engen Gasse ging es links ab und ein paar Meter weiter waren wir am Riad.

Dort wurden wir traditionell mit einem Tee begrüßt.

Nachdem wir durch das verwinkelte Riad zu unseren Zimmern gebracht wurden, haben wir schnell die Klamotten gewechselt, die vielen Gänge des Riads bestaunt und los ging es ins Gewusel.

Der große Platz Djemaa El Fna, übersetzt der Platz der Geköpften war natürlich eines unserer ersten Ziele. Er ist für seine tägliche Verwandlung berühmt. In den Morgenstunden ist es ein großer leerer Platz und am Mittag fängt er an, sich zu füllen. Akrobaten, Schlangenbeschwörer und Geschichtenerzähler treten auf. Gegen Abend füllt sich der Platz mit vielen Ständen, die Essen verkaufen.

Ein Geldautomat hat uns nach einigen Versuchen mit Bargeld versorgt und so ging es in eins der Restaurants mit Dachterrasse. Dort haben wir unsere erste Tajine genossen.

Tajine ist eine Art Schmorhaube, unter der das Essen langsam gegart wird. Und das war genauso lecker wie es aussah.

Gestärkt haben wir uns dann im Dunklen ins Gewühl gestürzt. Durch die Souks haben wir die erste Reizüberflutung durchlebt und einfach nur die Eindrücke genossen.

Die Leute von den Garküchen haben einen überall versucht, in ihren Laden zu ziehen und man musste sich erstmal drauf einlassen, überall angequatscht zu werden.

In einer Bäckerei haben wir ein paar süße Leckereien gekauft, die wir zum Abschluss des Tages auf der Dachterrasse unseres Riads genossen haben.

