Nachdem wir gestern Abend nur noch ins Bett gefallen sind, waren wir heute früh gespannt auf den heutigen Tag, denn heute soll es in die Wüste gehen. Über den hohen schneebedeckten Bergen haben wir aber zuerst einmal den unglaublich blauen Himmel genossen.

Dann hat sich die Straße in die Berge angefangen hoch zu schrauben und es hat nicht lange gedauert, bis wir im Grand Canyon Marokkos gelandet sind. Man fährt durch eine Schlucht und fühlt sich dann aufgrund der vielen roten Felsen und Berge wie in den USA.

Am Ausgang der Schlucht hat Andi plötzlich Stop gerufen, da wir an einem verlassenen Berberdorf vorbei gekommen sind, was ein traumhaftes Bild war.

Der Fluss, der den Canyon hier gebildet hat, hat in dem Bereich Wasser geführt und es standen viele Palmen und Obstbäume in dem Tal.

Dicht an der Grenze zu Algerien ging unsere Route weiter entlang eines riesigen Stausees.

Nach einer kurzen Pause haben wir dann noch ein bisschen Strecke gemacht, da die Dromedare auf uns gewartet haben. Aber trotzdem mussten wir an einem Aussichtspunkt halten, von dem aus man einen genialen Blick auf eine Canyonlandschaft hatte und im Tal mal wieder anhand der vielen Dattelpalmen die Wirkung von Wasser sehen konnte.

Was uns in den ganzen Orten extrem auffällt, sind die vielen Radfahrer, die hier unterwegs sind. Sowohl die vielen Schüler als auch die Erwachsenen fahren damit herum. Im Hintergrund sind die roten Dünen aufgetaucht und Simou ist mit uns von der Straße abgebogen und weiter ging es Offroad.

Vor zwei Wochen hat es hier geregnet und tatsächlich war vor den roten Dünen ein See, in dem einzelne Bäume standen.

Wir haben Merzouga durchfahren und sind in einem kleinen Dorf in ein Haus geführt worden, in dem uns die traditionelle Musik von früher vorgeführt wurde.

Und dann ging es auf die Dromedare. Simou hat uns geholfen, unsere in Fes gekauften Tücher richtig zu binden und los ging es. Wir haben uns der Reihe nach platziert, die Dromedare sind aufgestanden und wir in den Sonnenuntergang geritten.

Kitschiger geht es nicht!!! Unser Ziel war ein Camp inmitten der Sanddünen.

Die Schatten der Dromedare im roten Sand sahen total cool aus und der Sonnenuntergang natürlich auch.

Im Dunkeln sind wir dann hungrig im Camp angekommen und waren sehr gespannt auf das Abendessen. Ein 4-Gängemenu wurde uns serviert und anschließend haben wir den tollen Sternenhimmel genossen.
