Heute früh haben wir nach dem Frühstück noch ein paar Erledigungen gemacht. Ich habe mir als nachträgliches Geburtstagsgeschenk noch eine Ledertasche aussuchen dürfen. Dafür sind wir durch die Souks in ein Geschäft gelaufen, das wir letzte Woche bei der Stadtführung gesehen hatten. Wir haben ein bisschen gehandelt und die Tasche deutlich günstiger bekommen, als sie letzte Woche in Fes gekostet hätte. Natürlich durfte der typische Echtheitsbeweis mit dem Feuerzeug nicht fehlen.

Der Verkäufer wollte dann auch unbedingt noch ein Bild mit uns haben. Wahrscheinlich hat er früh morgens schon das Geschäft des Tages mit uns gemacht…

Dann ging es zurück zum Riad, wo der Kofferträger schon auf uns gewartet und unsere Koffer zur Straße gebracht hat. Dort hat uns Simou aufgegabelt und zum Flughafen gebracht. Und ganz zum Schluß musste noch ein Abschiedsselfie von uns fünf sein.

Wir sind uns einig, dass es eine großartige Reise voller unglaublicher Eindrücke war, die wir erstmal verarbeiten müssen. Die Buchung über „Dein Marokko“ können wir nur empfehlen. Es hat alles super geklappt, die Riads waren super und Simou sowieso. Auch die Jahreszeit war klasse. Auch wenn es abends doch manchmal etwas frisch war, waren die Tagestemperaturen von ca 25 Grad genial für die Besichtigungen.
Marokko selber ist ein absolut spannendes Land. Die fremde Kultur, das Gewusel im Alltag, die Freundlichkeit der Menschen hat uns fasziniert. Und trotz des Islams, der uns schon immer noch sehr fremd ist, fanden wir gut, dass Frauen doch mehr Möglichkeiten haben als in anderen islamischen Ländern.

Wir waren total froh, dass wir die Reise mit Fahrer gebucht haben, denn die Straßen und ständigen Polizeikontrollen sind anfangs schon etwas befremdlich. Letztlich sorgen sie aber dafür, dass die Leute sich an die Regeln halten. Außerdem wären wir an vielen interessanten Dingen wahrscheinlich auch einfach vorbei gefahren.

Und zurück in unserem großen Zuhause wird uns wieder mal bewusst, wie sehr Reisen einem doch die Augen öffnet und demütig werden lässt. Wir sind uns im reichen Deutschland oftmals überhaupt nicht bewusst, wie gut es uns geht und welche Standards bei uns absoluter Reichtum für andere bedeutet. Und das heißt nicht, dass unser Reichtum zufrieden macht, denn andere durchaus ärmere Völker sind oftmals zufriedener als wir. Und da kommt der Spruch unseres einen Guides wieder in den Sinn: „Ihr in Deutschland habt die Uhren, wir in Marokko die Zeit“.

