Letzte Nacht konnte Andi froh sein, dass es geregnet hat. Das gleichmäßige Trommeln des Regens hat meine Hustenattacken überdröhnt. Heute morgen waren wir über den Regen nicht mehr froh, denn wir kamen mal wieder nicht von der nassen Wiese runter. Die Reifen haben durch gedreht und wir mussten Hilfe holen. Daher hatte der Typ gestern beim Einchecken gesagt, wir sollten mit der Schnauze zum Weg parken… Da an der Rezeption so viel los war, meinte der Typ, es könne noch eine halbe Stunde dauern, bis er kommt. Also hatten wir noch eine halbe Stunde, um es selber zu probieren. Mein Vater hatte letztes Jahr Gummifußmatten angeschafft und die haben wir vor die Reifen gelegt, was aber nicht gereicht hat. Also sind wir Stöckchen sammeln gegangen und haben damit noch aufgefüllt und nach einigen Versuchen standen wir wieder auf festem Untergrund. Hier hatte es wohl echt schon einige Tage durch geregnet, so dass alles aufgeweicht war und da hat man keine Chance. Direkt als wir fertig waren kam der Typ und wollte helfen – zu spät 😉 … Weiter gen Süden haben wir dann auch überschwemmte Felder und sehr volle Flüsse gesehen, was uns ein bisschen beruhigt hat. Denn jetzt vor jeder Wiese Angst zu haben ist ja auch nicht die Lösung… Durch Lyon ging es entlang der Rhone zu einem besonderen Ort, der in Tournon-sur-Rhone liegt. Das Örtchen selber war echt schön, ringsherum alles voll mit Weinbergen. Aber wegen denen waren wir nicht hier, sondern wegen der Produktionsstätte der Firma Trigano. Trigano ist der Hersteller, unter dem einige Wohnmobilmarken laufen, unter anderem unser Challenger 337 GA. Und genau hier wurde unser Womo gebaut. Man kann vom Werkseingang nicht viel erkennen, außer riesige Hallen und Zelte. Dahinter allerdings ist ein sehr großer Parkplatz, auf dem Massen von Wohnmobilen aller möglichen Marken stehen. Und hier stand unseres auch mal, bevor es zu uns kam…

Nach einem kurzen Tankstop ging es immer weiter Richtung Süden. Es hat in einer Tour geregnet, bis plötzlich der Himmel heller wurde und uns Hoffnung gemacht hat. Kurz hinter Montpellier konnte man von einem Parkplatz in der Ferne das Meer sehen und die Landschaft wurde echt toll. Und dann kamen die Schilder, wie weit es noch bis Spanien ist.

Und nachdem es einen ordentlichen Berg hoch ging, war oben drauf die Grenze und bergab ging es nach Spanien.

Unser erster Stop ist der Campingplatz Laguna in Empuriabrava. Hier haben wir gestern 3 Nächte in erster Reihe am Meer gebucht. Ab morgen soll das Wetter toll werden und ich brauche dringend Ruhe, um wieder fit zu werden. Vorher haben wir noch einen Supermarkt überfallen und eingekauft, so dass wir jetzt 2 Tage erstmal ausspannen und gesund werden. Der Platz scheint fest in deutscher Hand zu sein. Wir wurden sofort begrüßt und gefragt, wo wir her kommen. Viele Wohnwagen stehen hier anscheinend schon länger und die Leute verbringen hier den Winter/ Frühling. Gibt schlechtere Orte dafür…

