2024 Nordspanien

Von Montserrat gen Westen

Wir hatten hier oben am Berg eine total ruhige Nacht.  Wahrscheinlich waren wir mit unserem Gehuste und Geschniefe das lauteste Geräusch in der Gegend… Tatsächlich war ich auch schon zum Sonnenaufgang wach und habe diese wahnsinnige Aussicht von hier oben genossen.

Um 8 Uhr haben wir auf den schrägen Teil des Parkplatzes umgeparkt,  beim Frühstück alles festgehalten,  dass es nicht wegrutscht und dann beschlossen,  noch zu einem Aussichtspunkt, dem Kreuz des Sant Miquel zu laufen,  der ca 1 km entfernt liegt.  Der erste Bus kam und hat die Touris samt Reiseleiter ausgespuckt.  Aber insgesamt war es hier noch richtig schön ruhig. An dem Aussichtspunkt waren wir alleine. 

Leider hat sich die Sonne etwas versteckt.  Da der Himmel aber laut Wetter App aufreißen sollte,  haben wir uns einfach Zeit gelassen.  Wir sind den Weg noch ein paar Meter weiter zu einer kleinen Kapelle gelaufen, von wo aus man wieder die schneebedeckten Berge sehen konnte. Andi hat die Drohne in die Luft geschickt.

Auf dem Rückweg sind wir noch einmal zu dem Aussichtspunkt gekommen und jetzt waren wir nicht mehr allein. 

Auf dem Weg zurück zum Kloster kamen uns Scharen an Menschen entgegen,  vor allem Chinesen.  Alle wollten das bekannte Bild von Montserrat machen, bevor sie wieder zu ihren Bussen gerannt sind. 

Der Busparkplatz war mittlerweile rappelvoll und nicht mehr vorstellbar,  dass wir hier letzte Nacht alleine waren.  Es macht echt Sinn,  mit dem Womo erst am späten Nachmittag zu kommen und abends und morgens die Stille zu genießen. Insgesamt haben wir dann 22,50 Euro Parkgebühren am Ausgang gezahlt.  Wir sind die kurvige Straße entlang des Berges wieder einen Teil zurück gefahren und dann in Richtung Westen abgebogen. 

Durch traumhafte Landschaften ging es bis nach Balaguer, wo wir unsere Vorräte an Taschentüchern aufgestockt haben.  15 km weiter haben wir den Camping La Noguera entdeckt,  den wir angefahren sind. Andi war ziemlich durch und so wollten wir einen Platz zum Ausruhen finden. Bei der Fahrt dorthin haben wir uns wie in Arizona gefühlt,  da rote Berge im Hintergrund aufgetaucht sind.  Und ich kann nur mal wieder sagen,  welch tolle Zufallstreffer man manchmal hat! Das ist hier echt das Paradies.  Ein aufgestauter Fluss,  im Hintergrund die tollen Berge – wie schön ist die Welt bitte schön???

Andi hat sich ausgeruht und ich bin ein bisschen am Wasser entlang gelaufen. Ein toller Radweg führt am Ufer entlang. 

Irgendwann kommt man zu einer Staumauer, wo ich dann umgekehrt bin. 

Den Rest des Tages haben wir gechillt und abends den Grill rausgeholt und bei angenehmen 24 Grad gegrillt.  Herrlich…