Heute früh war auf dem Stellplatz wieder ein unglaubliches Kommen und Gehen. Direkt hinter dem Stellplatz sind grüne Hügel, auf denen die Kühe grasen und deren Glocken läuten. Heute früh wurden wir aber von dem Geschrei eines Esels geweckt. Ich habe erst gedacht, schlecht geträumt zu haben, aber es war echt. Wir haben unser Dreckwasser abgelassen und los ging es. Als erstes haben wir ein Einkaufszentrum vor den Toren Bilbaos angesteuert, wo Andi nach einem neuen Rucksack schauen wollte, aber ohne Erfolg. Dann sind wir auf dem Weg nach Santander, unserem nächsten Ziel, nochmal in einen Supermarkt und haben Lebensmittel aufgetankt. Auch in Santander ist das Angebot an Camping- oder Stellplätzen sehr überschaubar. Es gibt einen kostenlosen Stellplatz in der Stadt für 24 Mobile und bei dem einzigen Campingplatz standen wir vor verschlossenen Toren. Er öffnet erst am 27.5. … Ohne Worte. Also sind wir zur einzigen Alternative außerhalb der Stadt gefahren und standen plötzlich dicht am Meer auf einem Platz, auf dem auch noch alles für den Sommer vorbereitet wurde. Aber wir haben einen Platz gefunden. Es war schon 15 Uhr und für den Rest des Tages waren immer wieder Schauer gemeldet und so haben wir beschlossen, heute nicht mehr mit den Rädern in die Stadt zu fahren. Und das war auch gut, denn kurze Zeit später hat es angefangen zu regnen und erst gegen 20 Uhr wieder aufgehört. Und dann kam für einen kurzen Moment die Sonne raus.

Wir haben die Chance genutzt und sind die wenigen Meter ans Meer gelaufen und total belohnt worden.

Wir sind am wilden Atlantik angekommen und das hat man sofort gespürt. Die Brandung ist gegen die Felsen geklatscht und meterhoch in die Höhe gespritzt. Toll.

Morgen wollen wir uns Santander anschauen. Am liebsten mit den Rädern. Hoffentlich hält das Wetter.

