Schweren Herzens haben wir diesen tollen Platz heute früh verlassen.

Aber unser Ziel liegt heute in den Bergen und noch einen Tag hier zu bleiben, hat für uns nicht so viel Sinn ergeben. Gestern Abend hatte ich nach den schönsten Routen durch die Picos de Europa geschaut und dafür wieder meinen Atlas aus Papier zu Hilfe genommen, um die besonders schönen Strecken heraus zu bekommen. Was der allerdings nicht anzeigt, ist das, was uns ca. 40 km weiter passiert ist. Eine Straßensperrung. Ein Spanier, der zu Fuß unterwegs war, hat uns auf spanisch und mit Händen und Füßen erklärt, dass wir 2 Orte zurück bis zu einem Hotel fahren und dann links abbiegen sollen. Gesagt, getan. Während die ursprüngliche Straße unten durch das Tal geführt hat, ging die Umleitung hoch in die Berge. Die Aussicht wurde von Kurve zu Kurve schöner. Unser erstes Ziel hieß heute Covadonga.

Der Ort besteht hauptsächlich aus einer riesigen Kathedrale und aufgrund der riesigen Parkflächen ist hier auch oft viel los. Wir hatten Glück und konnten weit nach vorne fahren, da so gut wie nichts los war. Unterhalb der Basilika de Santa Maria La Real de Covadonga war das Sanktuarium, wo König Pelayo begraben liegt.

Von hier aus begann durch ihn die Wiedereroberung Spaniens. Die Basilika wurde Ende des 18. Jahrhunderts gebaut.

Wir haben uns umgeschaut und sind dann weiter in die Picos gefahren. Von Covadonga aus führt eine recht kurvige Straße noch einige Kilometer weiter zu den Seen von Covadonga. Im Sommer ist die Straße gesperrt und kann nur mit Bussen befahren werden. Aktuell war nicht viel los und so konnten wir fahren.

Wir haben uns immer weiter nach oben geschraubt und die Aussicht genossen. An dem ersten See haben wir geparkt und sind zu Fuß weiter, was ein großer Fehler war.

Nach der Hälfte der Strecke zu dem 2. See hat es angefangen zu schütten und wir sind sackenass geworden. Trotzdem sind wir bis zum Aussichtspunkt gelaufen, um festzustellen, dass der Regen immer schlimmer wird und es keinen Sinn macht, hier weiter zu gehen.

Zurück am Womo mussten wir uns komplett trocken legen – alles war nass. Aber das ist der Vorteil am Womo. Man hat alles dabei, kann die nassen Sachen aufhängen und weiter geht’s. Unser heutiges Ziel heißt Riano im Landesinneren. Die Strecke sollte auch sehr schön sein, allerdings hat es geschüttet ohne Ende und wir haben so gut wie nichts gesehen.

Die Straße war eng und kurvig und plötzlich war noch eine Kuhherde vor uns auf der Straße und hat diese dicht gemacht. Am Abend sind wir in Riano angekommen und haben auf dem Campingplatz mit toller Aussicht einen Platz gefunden. Wir haben die Hoffnung, dass vielleicht morgen früh das Wetter etwas besser ist und wir diese grandiose Gegend hier noch etwas besser sehen können. Im Restaurant haben wir noch etwas gegessen und es uns anschließend gemütlich gemacht.

Und dann kam tatsächlich nochmal die Sonne raus und wir konnten diese grandiose Gegend bewundern.

Hinter dem Campingplatz sind auf einem Hügel eine Schaukel und ein ❤️ installiert, die wir natürlich auch nochmal anschauen mussten.

