Trübes Wetter hat uns heute morgen empfangen und so haben wir einfach nur rumgetrödelt. Am frühen Mittag haben wir diese unglaubliche Gegend verlassen, etwas traurig, dass wir aufgrund des vielen Regens und der Wolken nicht wirklich etwas von der Bergwelt der Picos de Europa gesehen haben.

Wir haben uns aber offen gelassen, auf dem Rückweg hier ggf nochmal vorbei zu kommen, sollte das Wetter besser sein. Was wir in diesem Teil Europas nicht erwartet hatten, war die Tatsache, wie einsam es hier ist. Wir haben über Stunden Fahrt keine Tankstelle gesehen und der Haupt- Supermarkt gestern war ein mini kleiner Sparmarkt. Vergleichbar mit unseren Tante Emma Läden. Am Campingplatz habe ich heute früh nach Brot gefragt und der Typ meinte, dass alle 2 Tage ein Bäcker unten in den Ort kommt. Heute evtl gegen 11 Uhr. Wahnsinn, wie abgeschieden Leute hier leben. Für uns ging es zurück an die Küste und wieder mußten wir durch ein dickes Regengebiet durch, dieses Mal aber mit dem Wissen, dass dahinter die Sonne scheint. Und so haben wir die Fahrt wieder für die nötigen Dinge wie Einkaufen und Tanken genutzt und sind dann die an der Nordküste am Meer verlaufende Autobahn der Sonne entgegen gefahren. Die Autobahn hier ist so entspannt zu fahren. Kein Verkehr, total wenig LKWs und so kann man einfach dahin rollen und die Aussicht genießen. Und unterwegs haben wir noch die 40.000 Kilometer voll gemacht. Wahnsinn, da wir unser Womo noch keine 3 Jahre haben. Unser nächstes Ziel ist der Playa de las Catedrales, ein Strand, bei dem bei Ebbe tolle Felsformationen zu sehen sein sollen. Der Strand ist so beliebt, dass man im Sommer ein Ticket erwerben muss, um ihn zu betreten. So will man die Besuchermassen kontrollieren und einschränken. Wir haben Glück und sind noch in der Nebensaison und brauchen kein Ticket. Tatsächlich haben wir hier auch riesige Parkflächen gesehen, die aber nicht wirklich gefüllt waren. Da man am besten bei Ebbe an den Strand geht und die erst heute Abend wieder ist, haben wir uns direkt einen Platz auf dem angrenzenden Campingplatz gesucht. Und wir haben einen richtig großen mit direktem Meerblick bekommen, wie herrlich. Andi bedauert, keinen Aufsitzmäher für die „riesige“ Rasenfläche vor der Haustür dabei zu haben… Natürlich haben wir sofort den Grill rausgeholt und lecker gegrillt und die Sonne genossen.

Wir haben beschlossen, 2 Nächte hier zu bleiben und morgen ein bisschen zu chillen. Heute stand aber noch die Ebbe an und so ging es mit den Kameras bepackt los. Und das hat sich sowas von gelohnt!

Bei Ebbe wird der Strand so freigelegt, dass man zwischen den Felsen entlang laufen kann und es ergeben sich so tolle Perspektiven.

Man kann als nur gucken und muss tatsächlich aufpassen, dass man nicht von der kommenden Flut wieder vom Rückweg abgeschnitten wird. In den Wänden entstehen richtige Höhlen, in die man metertief hinein gehen kann. Die Felsen wirken richtig geschichtet in verschiedenen Farben, super schön.

Am Strand entstehen Spiegelungen, sobald sich das Wasser zurück zieht und man weiß nicht, wo man überall gucken soll.

Ich denke, dass wir morgen hier wohl nochmal vorbei schauen werden…

