Wie cool, dass wir gestern nochmal so einen schönen Sonnenuntergang hatten, denn heute morgen hat es geregnet. Für uns ging es auf die Autobahn gen Norden und nach ca 1 Stunde haben wir beschlossen, noch einen Abstecher zur höchsten Wanderdüne Europas, der Dune du Pilat zu machen. Es war ein Abstecher von ca 2 Stunden und wann ist man schon mal hier. Der Abstecher hat sich echt gelohnt.

Man läuft durch ein Wäldchen und plötzlich taucht dahinter nur total hoher Sand auf.

Die Düne ist ca 110 Meter hoch, knapp 500 Meter tief und ca 2,7 km lang. Es ist wie ein riesiger Sandberg, der hier hingeschüttet wurde. Eine lange Treppe, die jedes Frühjahr neu aufgebaut wird, führt hinauf und wenn man diese mit vielen anderen Menschen erklommen hat, tut sich ein unglaubliches Panorama vor einem auf.

Der feine Sand, das blaue Meer, auf der anderen Seite der steile Abhang und dahinter der Wald.

Vor ein paar Jahren hat es hier gebrannt, was von oben auch heftig aussieht. Wir waren uns einig, dass der Abstecher sich auf jeden Fall gelohnt hat.

Zurück am Womo sind wir gen Norden gestartet. Die Autobahnen in Frankreich kosten Maut und wenn ich es richtig gelesen habe, gar nicht so wenig. Pro Kilometer werden ca 10 Cent aufgerufen. Umso dankbarer waren wir, als unser Navi uns für 190 km auf eine kostenlose Schnellstraße gelotst hat. Hier durften wir statt 130 zwar nur 110 kmh fahren, aber das ist in der Regel sowieso unsere Reisegeschwindigkeit. Daher war die Straße super. Wir sind gut voran gekommen und haben uns dann südlich von Orleans an der Loire einen Campingplatz suchen wollen. Der hatte allerdings schon Feierabend, der Stellplatz am anderen Flussufer voll. 10 km weiter war noch ein Stellplatz, der dann auch schon voll war. Aber auf einem Parkplatz daneben standen schon andere Womos, wo wir uns einfach daneben gestellt haben. Die Plätze hier sind kostenlos und da sie nicht weit von der Autobahn entfernt liegen, ist es klar, dass hier einiges los ist.
