Heute hat es uns weiter gezogen und so haben wir diese traumhafte kleine Insel wieder verlassen. Man kann sich nicht vorstellen, wie es hier im Sommer ist, wenn der Massentourismus einfällt. Auf der anderen Seite kann so ein Campingplatz von 5 Campern pro Nacht auch keine Familie ernähren. Vor allem nicht, wenn im Winter zu ist. Wir haben auf dem Festland eine Vollbremsung an einer Tankstelle gemacht und für 1,26 Euro voll getankt. Leider hat nicht so viel in den Tank gepasst… Aber in Portugal wird es auf jeden Fall teurer sein und vielleicht müssen wir da dann gar nicht tanken. Wir hatten überlegt, ob wir heute eine Stadt anschauen wollen, aber der blaue Himmel und die Temperaturen haben uns ans Wasser gezogen. Und so hieß unser erstes Ziel Baiona, nicht die Stadt selber, aber die Küste. Wir sind zu einem Aussichtspunkt gefahren und haben den Blick genossen.

An der Küste haben wir dann eine Pause zur Stärkung eingelegt und sind dann eine super schöne Straße immer mit Blick aufs Meer gen Süden gefahren. Auch hier kamen uns wieder sehr viele Pilger entgegen, die immer entlang der Straße gelaufen sind. Wir haben dieser Tage erst gelernt, dass es nicht nur den Jakobsweg in Spanien von Ost nach West gibt, sondern noch mehr. Und gefühlt war hier auch noch mehr los als auf dem anderen Weg. Und wieder haben wir uns gefragt, warum man an Hauptstraßen mit LKWs entlang läuft und ob es keine Wege fernab der Hauptverkehrsrouten gibt…

Ja und dann hat sich unsere Spanientour erstmal dem Ende geneigt, denn der Rio Mino, der Grenzfluß zu Portugal kam in Sicht. Er ist die natürliche Grenze hier und man kann sie sich nicht schöner vorstellen. Weiße Sandstrände, dahinter grüne Berge und das Wasser, einfach toll.

Über eine Brücke ging es ein paar Kilometer im Landesinneren über den Fluss und wir sind gleich mal auf den Berg zu einem weiteren Aussichtspunkt gefahren, von dem aus man einen Blick über den Flusslauf hatte.

Und das coole war, dass wir von hier aus auch das heutige Tagesziel an der Flussmündung schon sehen konnten. Und das haben wir dann auch schnell erreicht. Da wir schon wieder Hunger hatten, sind wir an den Strand gegangen und haben in einer Beach Bar etwas gegessen.

Und dann musste natürlich noch ein Strandspaziergang sein. Heute konnten wir endlich mal wieder die kurzen Hosen auspacken.

