Nach einem recht ruhigen, aber auch langen Flug sind wir gestern gegen 18 Uhr gelandet. Aus der Luft konnten wir uns schon einen Eindruck von dem flachen grünen Land machen. Da wir ja nur Handgepäck dabei haben, mussten wir nicht auf die Koffer warten und sind direkt zur Mietwagen-Station gegangen und haben unseren Wagen für die nächsten 11 Tage in Empfang genommen. Warme 30 Grad haben uns in unseren dicken Klamotten empfangen.

Eine SIM-Karte mussten wir uns nicht holen, da wir dieses Mal den Service von Yesim nutzen wollen. Bei dem Anbieter kann man für alle möglichen Länder Datentarife nutzen. Für Mexiko gab es einen Tarif mit unbegrenztem Datenvolumen für 30 Euro. Mit ein paar Gutscheincodes zahlen wir jetzt 20 Euro. Wie gut das Netz dann ist, werden wir feststellen.
Unsere Unterkünfte haben wir schon alle von zuhause aus gebucht, so dass wir direkt unser erstes Hotel in Cancun angesteuern konnten. Das Einchecken hat eine gefühlte Ewigkeit gedauert und um 2.30 Uhr deutscher Zeit waren wir endlich im Zimmer. Wir sind nur noch ins Bett gefallen.

Heute früh waren wir schon recht zeitig wach, haben den Sonnenaufgang angeschaut und nach einem Frühstück sind wir zu unserer Tour aufgebrochen.

Dabei galt es erst einmal ein paar Besorgungen zu machen, um an Bargeld und auch Sonnencreme zu kommen. Wir wollen ein paar Cenoten besuchen und da sind nur ganz spezielle Sonnencremes erlaubt, die ökologisch abbaubar sind und die es hier extra zu kaufen gibt. Im Supermarkt waren wir gleich begeistert von dem riesigen Angebot an Obst und Gemüse, das perfekt reif war und geduftet hat.

Nach dem Einkauf sind wir auf die vorgelagerte Insel gefahren, wegen der Cancun so berühmt ist. Eine Lagune trennt die kilometerlange vorgelagerte Insel vom Festland und erstmal fährt man nur auf einer Straße, von der aus man links nur riesige Hotels und rechts ab und an die Lagune sieht.

Vom Strand sieht man nichts, bis man zum Playa Delphines kommt und dort kommt man aus dem Staunen nicht mehr raus.

Traumhaftes türkisfarbenes Meer liegt vor einem, die Pelikane stürzen sich ins Meer für Futter und es ist einfach nur Karibik pur. Hier findet man auch das Cancun- Zeichen, vor dem die Leute mal wieder Schlange standen für ein Foto.

Wir haben Cancun gen Süden verlassen und sind an Playa del Carmen vorbei gefahren. Diese Touristenhochburg, die von amerikanischen Kreuzfahrttouristen geprägt sein soll, haben wir bewusst ausgelassen. Unterwegs hatten wir Respekt für die vielen Menschen, die bei der Hitze draußen gearbeitet haben und die Grünflächen gemäht oder auf den Baustellen fleißig waren. Unser nächstes Ziel hieß Akkumal, ein kleiner Ort am Meer, den wir uns für ein Mittagessen ausgeguckt haben. Als wir von der Schnellstraße abgefahren sind, saßen am Straßenrand lauter Leute, die einen darauf aufmerksam gemacht haben, langsam zu fahren. Der Grund sind die hier lebenden Schildkröten. Wir haben zwar keine einzige gesehen, aber es werden Unmengen von Touristen aus den naheliegenden Hotelanlagen und Kreuzfahrtschiffen hergebracht, um mit ihnen zu schwimmen.

Wir hatten Hunger, hatten uns vorher schon an ein Restaurant am Strand navigieren lassen und sind im Urlaub pur herausgekommen. Leckeres mexikanisches Essen mit Tamarindenlimonade direkt am Traumstrand – Mexiko gefällt uns schon jetzt.

Nach dem Essen sind wir noch etwas am Strand entlang gelaufen, bevor wir weiter nach Tulum gefahren sind.

Hier bleiben wir zwei Nächte und haben eine Ferienwohnung gebucht, in der man es auch durchaus länger aushalten könnte. Da wir total aufgeheizt waren, sind wir zuerst in den Pool auf dem Dach der Anlage und haben uns etwas abgekühlt. Und das hat sowas von gut getan!!!

Viele kritisieren an Tulum, dass es sich in den letzten Jahren sehr schnell sehr negativ entwickelt habe und nichts mehr mexikanisches an sich habe. Tatsächlich stehen hier viele schicke neue Gebäude, deren Innenhöfe sich allesamt als Instagram-Spots durchgehen. Allerdings sind die Gebäude alle maximal 3 Stockwerke hoch, so dass sie sich sehr gut in die Höhe der Bäume einbinden und keine riesigen Hochhäuser herum stehen.
