Die Sonne gestern hat uns beide ziemlich platt gemacht und so lagen wir recht früh im Bett und haben geschlafen. Dafür waren wir heute morgen ohne Wecker auch recht früh wach, was gar nicht schlimm war, denn wir wollten um 8 Uhr bei den Maja-Ruinen am Meer sein – bevor die Touristenmassen in ihren Bussen auftauchen. Außerdem wollten wir nicht in der Mittagshitze hier herum laufen.

Und so waren wir die 2. an der Kasse und haben den Park betreten. So richtig den Überblick mit den Eintrittsgeldern hatten wir irgendwie nicht. Die ganze Region am Meer ist hier abgegrenzt durch einen Jaguar Park. In dem Park muss man dann nochmal 100 Pesos zahlen, um in den archäologischen Bereich zu kommen. Und da das ja unser Ziel war, haben wir nochmal gezahlt.

Die Maya-Tempel liegen hier traumhaft direkt am Meer und man betritt sie durch eine dicke Mauer.

Vor einem breitet sich eine Ebene mit mehreren Tempeln aus. Seit 1200 war Tulum hier von den Mayas besiedelt, etwas später war es eine der größten Städte auf der Yucatan Halbinsel, bis die Spanier kamen.

Aufgrund der Lage am Meer war die Stadt ein wichtiger Handelspunkt für die Maya. Heute kann man die Gebäude von außen und die grandiose Lage bestaunen.

Die Bewohner bestehen heute aus Leguanen, die sich für das perfekte Foto in Szene setzen.

Wenn man aus dem Bereich der Tempel wieder heraus kommt, versteht man erst das Konzept des Jaguar-Parks außen herum. Kleine Elektrobusse stehen bereit, um einen zu weiteren Sehenswürdigkeiten entlang der Küste zu bringen. Wir haben etwas von einem Leuchtturm gelesen und eine nette Fahrerin hat uns dort abgesetzt.

Von hier hatten wir wieder einen unglaublichen Blick über die Küste, die aufgrund des Sturms ziemlich aufgewühlt war.

Die Challenge besteht heute definitiv darin, nicht unsere Kappen wegfliegen zu sehen und sie trotzdem gegen die Hitze und Sonne zu tragen. Nicht, dass ich mal wieder einen Sonnenstich bekomme… Nach einer kühlen Fanta ging es mit dem Bus weiter zum Playa Paradiso, wo wir uns eine Strandbar ausgeguckt hatten.

Der Strand war wirklich ein Paradies, allerdings wurde man durch den Wind auch ordentlich gesandet. Die Bedienungen haben gefühlt alle 10 Minuten die Tische und Stühle vom Sand befreit. Es gab wieder lecker mexikanisches Essen mit perfekter Aussicht.

Auch hier liegt am perfekten Strand wieder ganz viel Seegras herum, das mit Schubkarren weg gebracht wird. Wir haben mittlerweile die Sonne ganz schön gemerkt und sind mit einem der Shuttle zurück zum Eingang gefahren. Und da haben wir gesehen, wie gut es war, heute schon so früh unterwegs gewesen zu sein. Menschenschlangen standen an der Kasse, haben auf die Busse gewartet und wollten alle noch bei der Hitze die Maya-Stätten besuchen. Wir sind zurück zum Auto und sind auf dem Rückweg in unsere Unterkunft noch in einen großen Supermarkt gefahren. Und hier war wieder eine andere, tolle Welt. Riesige Obstabteilungen, Regale voller verschiedener Chilis, Avocados in einer Größe, die ich noch nie gesehen habe.

Eine Ecke des Marktes bestand aus einer riesigen Bäckerei. Die frischen Backwaren wurden in die Auslagen gebracht, man hat sich ein Tablett genommen und hat sich aufgeladen, was man wollte. Dann ist man an eine Verpackstation, wo einem alles verpackt wurde. Dabei konnte man im Hintergrund den Bäckern bei ihrer Arbeit zusehen. Total irre.

Was uns in den letzten beiden Tagen extrem aufgefallen ist, ist die Freundlichkeit der Mexikaner, die an den Touristen arbeiten. Egal ob in der Gastronomie oder heute die Busfahrer im Park. Alle waren freundlich, haben einen immer angesprochen, ob sie einem helfen können und keiner hat ein mürrisches Gesicht gemacht, weil er keinen Bock hatte.
Zurück im Zimmer haben wir erstmal geduscht und sprichwörtlich den Sand aus der letzten Ritze geholt.
