2025 Mexiko

Uxmal und die Flamingos von Celestun

Heute früh wurden wir von wildem Gezwitscher der Vögel um uns herum geweckt. Und sie haben sich anders angehört als die zuhause.  Nach dem Frühstück haben wir die Straße überquert und standen um 8 Uhr am Eingang der archäologischen Stätte von Uxmal und waren absolut alleine.  Wenn man das mit den Menschenmassen gestern in Chichen Itza vergleicht,  war es ein Traum.  Und ganz ehrlich – uns hat Uxmal viel besser gefallen als Chichen Itza,  sofern man es vergleichen kann. 

Am Eingang begrüßt einen die große Pyramide des Wahrsagers mit ihren runden Ecken.  Man kann teilweise auf und durch die Gebäude laufen,  was einem einen ganz anderen Eindruck vermittelt. 

Tatsächlich wurde schon sehr viel restauriert,  an vielen Stellen liegen aber auch große Steinhaufen von zusammen gefallenen Gebäuden herum.  Hier haben zur Blütezeit bis zu 30.000 Menschen gelebt. 

Teile des Gebietes sind abgesperrt,  da sich überall versteckte Zisternen befinden, in die man stürzen könnte.  Wassermangel war wohl ein Thema,  weshalb die Stadt vermutlich irgendwann aufgegeben wurde.  Als nächstes kamen wir zu dem Nonnenkloster, das aber wohl nie so genutzt wurde. 

Auf einem schönen Platz zwischen den Gebäuden findet man wieder den Ballspielplatz, dieses mal wieder mit schrägen Wänden unterhalb des Ringes.

Am Eingang stand ein Schild,  dass man auf die Klapperschlangen aufpassen soll und ich habe genau geschaut,  wo ich hin trete.  Aber außer unzähligen Leguanen habe ich nichts gesehen.  Wahrscheinlich war alles voll mit ihnen…

Über eine steile Treppe ist man zum La Casa de Las Palomas gekommen,  neben dem direkt die große Pyramide stand. 

Vorbei am Schildkrötenhaus kommt man am Ende des Geländes zum 187 m langen Gouverneurspalast, der auf einem Plateau oberhalb der Stadt thront.

Es war mittlerweile 10.30 Uhr und jetzt kamen so langsam ein paar andere Touristen.  Wir haben die morgendliche Einsamkeit absolut genossen. 

Zurück im Hotel haben wir unsere Badeklamotten angezogen und sind in den Pool gesprungen,  der eine herrliche Abkühlung war. 

Anschließend haben wir ausgecheckt und sind ca 2 Stunden ans Meer gefahren.   Dabei sind wir über absolut leere Straßen gefahren und durch Dörfer,  bei denen der Tourismus so gar keine Rolle spielt.  Unser Ziel war Celestun, am Golf von Mexiko (nicht Amerika!).

Der Ort  ist berühmt für seine Flamingos und hat sich auch ganz pink geschmückt.  Wir sind zuerst ans Meer gefahren und haben in einem Restaurant am Strand lecker zu Mittag gegessen. 

Anschließend sind wir zu einem Unternehmen gefahren,  die Mangroven- Touren zu den Flamingos anbieten. Tatsächlich hatte Andi nicht so richtig Bock, ich habe mich aber durchgesetzt – Gott sei Dank!!!

Ein Boot sollte für 6 Personen 3018 Pesos kosten,  wir konnten es aber mit 4 weiteren Personen teilen.  Also haben wir gewartet,  dass noch jemand kommt.  Und tatsächlich kam noch ein kölner- und ein mexikanisches Pärchen. Zusammen ging es mit ordentlich Speed los übers Wasser.  Und dann kamen wir an 4 Flamingos vorbei und ich habe mich gewundert,  warum wir nicht anhalten. Wir sind ca 10 Minuten weiter entlang der Mangroven gerast und ich habe mich über die bunten Streifen in der Ferne gewundert.  Und dann kamen wir um eine Kurve und aus dem Staunen nicht mehr heraus. 

1000e Flamingos standen vor uns im seichten Wasser,  haben im Wasser nach Fressen gesucht und geschnattert.

Es war ein unglaubliches Bild,  das man gar nicht erfassen konnte.  Wir saßen auf unserem Boot und waren einfach nur sprachlos.

Wir haben unbewusst wohl die beste Zeit des Jahres erwischt,  da die Weibchen hier ihre Kinder kriegen und dann bald weiter ziehen.

Nach einiger Zeit ging es dann leider wieder zurück – dachten wir.  Tatsächlich sind wir entlang der Mangroven zu ganz vielen Nestern von unterschiedlichsten Vögeln gebracht worden und Eduardo, unser Guide, hatte einen absoluten Blick für die Tiere. 

Plötzlich sind wir mitten in die Mangroven abgebogen und auf einem Ast saß ein kleiner Kingfisher.

Wie die Tradition es so will,  habe ich kein scharfes Bild von ihm,  dafür Andi. 

Kaum sind wir aus den Mangroven heraus gekommen,  lag am Strand ein kleines Krokodil und hat geschlafen.

Und dann haben wir noch an einem Steg gehalten und konnten eine Cenote anschauen. 

Perfekter hätte die Tour und der Tag nicht sein können.  In der untergehenden Sonne haben wir uns auf den Weg nach Merida gemacht,  wo wir die nächsten beiden Nächte bleiben.