2025 Seychellen

Umzug nach Mahé

Heute früh bin ich von einem heftigen Regenschauer geweckt worden.  Die Dächer der Häuser hier sind fast alle aus Metall und der Regen hat fast wie im Wohnmobil aufs Dach getrommelt. 10 Minuten später war der Spuk vorbei und die Sonne kam wieder heraus. Andi hat selig geschlafen und nichts davon mit gekriegt.  Wir können heute bis um 11 Uhr in der Unterkunft bleiben,  um 13 Uhr den Mietwagen abgeben und um 14 Uhr fährt die Fähre.  Daher haben wir uns heute früh Zeit gelassen und sind dann nochmal ganz in den Süden der Insel gefahren,  wo wir bisher noch gar nicht waren. Direkt hinter dem Fährterminal ging die Straße in Serpentinen mal wieder so heftig hoch,  dass wir fast schieben mussten.  Hier war überhaupt kein Verkehr und man kam an menschenleeren Stränden vorbei. 

Andi hat die Chance genutzt und ist Drohne geflogen.  In der Nachbarschaft unserer Unterkunft war ein Heliport, wo immer mal Hubschrauber gestartet sind.  Daher ist er dort nicht geflogen. 

Ein paar Kilometer weiter haben wir von der Straße aus richtig alte Bäume gesehen,  die über den Strand ragten. Keine Ahnung,  wie alt die schon waren.  Der riesige liegende Stamm hat Andi um einiges überragt.

Die Straße führte weiter bis zu dem beschaulichen Inselflughafen, wo gerade gar nichts los war. Um 12.30 Uhr sind wir umgekehrt und über den Berg zurück in Richtung Fähre gefahren.  An einer der beiden Tankstellen auf der Insel wurde das Auto nochmal betankt, bevor wir auf den Parkplatz bei der Fähre gefahren sind.  Dort hat schon ein Herr von der Autovermietung gewartet und das Auto übernommen. 

An einem kleinen Take Away am Hafen haben wir uns etwas zu Essen geholt und mir sind fast die Lippen weggepratzelt, weil es so scharf war.  Gott sei Dank war die Sauce nicht überall, so dass ein paar Bissen auch normal waren. 

Nachdem die Koffer eingecheckt waren,  haben wir bei seychellanischer Schlagermusik im Schatten auf die Fähre gewartet. Diese kam kurze Zeit später,  hat die ganz schön viele Menschen geboardet und los ging es. 

Gott sei Dank hielt sich der Wellengang in Grenzen.  Unterwegs haben wir einige Versorgungsschiffe überholt,  die die ganzen Inseln mit allem,  was man so braucht,  versorgen.  Von Benzin über Lebensmittel bis zu Baumaterialien wird alles von Mahé übers Wasser transportiert. Und auch dort landet es erst mal aus der ganzen Welt,  wie die unzähligen Container im Hafen von Victoria verraten.  Nach dem Verlassen der Fähre ging das totale Chaos los.  Alle Passagiere haben sich an die kleine Luke gequetscht,  an der die Koffer ausgegeben wurden – und das waren viele.  Es war ein Gedränge und Geschiebe und selbst wenn man seinen Koffer entdeckt hatte,  hieß das noch lange nicht,  dass man ihn auch erreicht hat. 

Irgendwann hatten wir uns durch gedrängt,  die Koffer in der Hand,  da ging die erneute Suche nach einem Menschen mit Andis Namen auf einer Tafel los.  Dies war aber deutlich leichter und es dauerte nicht lange,  da standen wir mitten im Getümmel auf  einem Parkplatz,  wo eng an eng kleine Mietwagen geparkt waren.  Einer davon war unserer,  6500 km auf der Uhr und einige Schrammen im Lack.  Mittlerweile war es später nachmittag und das Navi hat zu unserer Unterkunft 58 Minuten angezeigt,  durch die Berge 46 Minuten.  Also sind wir direkt über die Berge gefahren und haben schnell festgestellt,  dass der Wagen etwas mehr PS hat,  als der letzte.  Auf der anderen Seite der Insel wurde es deutlich ruhiger vom Verkehr. Traumhafte, menschenleere Strände haben uns empfangen und ein paar Minuten später waren wir an unserer Unterkunft.  Wir sind super nett empfangen worden. Unsere neue Unterkunft ist der Hammer.  Am Berg gelegen,  mit tollem Blick über die Bucht. Und dann musste ich ne Runde heulen,  denn Andi hat in Anbetracht meines 50. Geburtstags übermorgen einen riesigen Strauß mit roten Rosen und toller 50er Deko organisiert.  Der Geburtstag kommt zwar erst,  aber so kann ich mich länger daran erfreuen. 

Wir haben im Laden um die Ecke ein paar Lebensmittel gekauft und dann ging es ab in unseren Pool,  was sooo gut getan hat. 

Um uns herum sind die Flughunde gekreist und wir haben den Tag gemütlich ausklingen lassen.