In Andalsnes gibt es eine Gondel, mit der man auf einen Berg namens Eggen fahren kann. Von dort soll man ein unglaubliches Panorama haben. Montags, also gestern, hat die Gondel Ruhetag. Dienstag soll sie dann um 9.30 Uhr wieder starten. Außer heute. Schilder haben auf einen Start um 11 Uhr hingewiesen, was unseren Zeitplan etwas durcheinander gebracht hat.

Denn eigentlich wollen wir bei dem herrlichen Wetter heute die Atlantikstraße fahren.

Wir sind etwas am Ufer entlang gelaufen und dann an der Gondel vorbei zurück. Ein Mitarbeiter hat das Schild mit der ersten Abfahrt von 11 Uhr auf 10 Uhr geändert und wir haben sofort Tickets geholt und sind eingestiegen. Und wir sind sowas von froh, das gemacht zu haben. Die Gondel ist echt nicht billig, pro Person werden ca. 60 Euro hin und zurück aufgerufen. Aber unserer Meinung ist sie es wert. Man kommt auf 708 m aus der Gondel und hat bei der Auffahrt schon ein traumhaftes Panorama.

Von oben kann man in alle Richtungen schauen. Sowohl in das Tal der Trollstigen,

als auch in die Richtung, in die wir heute weiter fahren werden.

Aber auch, wo wir gestern hergekommen sind, erscheint plötzlich ganz klein von hier oben.

Gut befestigte Wanderwege führen auf dem Berg herum und auch die muss man ja bei dem Ticketpreis berücksichtigen.

Wir waren total begeistert und sind froh, die Fahrt gemacht zu haben.

Um 11.30 Uhr ging es mit der Gondel wieder bergab. Eine Schulklasse ist als Sportunterricht den Berg heute morgen hoch und eben wieder runter gelaufen. Und das in einem Tempo, das einen neidisch macht. Die sind hier echt fit…

Wir haben unsere Sachen gepackt und sind um den Fjord herum gefahren. Unser Ziel ist die Atlantikstraße. Dafür sind wir zuerst durch tolle Landschaften und dann mal wieder Fähre gefahren.

Diese hat gerade angelegt und wir konnten direkt mit fahren. Sie war nicht mal zur Hälfte gefüllt.

Weiter ging es, immer an den Fjorden entlang, die auch mal per Brücke überquert wurden bzw. mit steilen Tunneln unterfahren wurden. Wahnsinn, was hier vom Straßenbau gefordert wird.

Unser Ziel hieß Bud, denn dort startet die berühmte Atlantikstraße. Der erste Teil der Straße war nicht wirklich besonders. Aber: der Bereich der hohen Berge und Fjorde lag hinter uns und der Antlantik vor uns. Ein ganz anderes Landschaftsbild.

Andi hat die Drohne in die Luft geschickt und uns über die berühmten Abschnitte verfolgt.

Einige Brücken verbinden kleine Inseln miteinander, wobei die Storseisundbrücke die größte und die bekannteste ist.

Sie ist 260 m lang und dabei 23 m hoch.

Wir haben sie mehrfach überquert, um das perfekte Bild zu bekommen. Von einem Parkplatz aus ging ein Steg zu einer Stelle, von wo aus man gut Fotos machen konnte.

Wir hatten heute absolutes Glück mit dem Wetter. Besser hätte es nicht sein können.

Nachdem wir uns irgendwann von dem Streckenabschnitt getrennt haben, sind wir noch ca 40 Minuten nach Kristiansund weiter gefahren. Dort sind wir auf den Stellplatz direkt am Wasser und zu Fuß in den Hafen gelaufen. Dabei hat der Weg durch eine Werft geführt, wo ganz alte Holzboote restauriert wurden.

Ein Restaurant hatte die Außenterasse offen und wir haben in der Sonne zu Abend gegessen.

