Im Sommer verliert man hier oben völlig das Zeitgefühl. Wahrscheinlich genauso wie im Winter. Aktuell geht die Sonne halt einfach nicht unter. Um 0 Uhr steht sie immer noch über dem Horizont und steigt einfach wieder, statt ins Meer zu plumpsen. Da sie einige Tage nicht geschienen hat, war es gestern Abend umso schöner, sie genießen zu können. Aber man ist halt auch nicht wirklich müde geworden, weil dunkel ist nicht.

Heute früh hat es wieder geregnet, weshalb wir uns wieder Zeit gelassen haben. Um 11 Uhr mussten wir den Platz verlassen. Und genau da kam die Sonne raus. Am Strand hier steht so ein typisch rotes Häuschen. Gestern Abend war die Sonne auf der falschen Seite und heute früh wurde es perfekt angestrahlt, was ein tolles Motiv ergeben hat.

Aufgrund des tollen Wetters sind wir unserer Route weiter gefolgt. Auf Google maps hat Andi als Vorbereitung die Punkte markiert, die wir unbedingt gesehen haben wollen.

Dabei sind wir von der Hauptroute abgebogen und in Richtung Nusfjord gefahren. Dabei fährt man auf der Straße auf eine sehr markante Felswand zu.

Andi ist plötzlich ins Womo und hat unseren Wasserbehälter geholt. Damit hat er eine Pfütze aufgefüllt, um ein cooles Bild mit Spiegelung machen zu können.

In Nusfjord angekommen muss man pro Nase 150 NOK Eintritt in das Dorf zahlen. Es ist wie eine Art Museum aufgebaut.

Von den tollen Motiven abgesehen ist dies auch sehr interessant. In einem Haus hängt ein Skelett von einem Wal. Dabei wurde die Geschichte Norwegens bezüglich des Walfangs erzählt. Von der fast vollständigen Ausrottung mancher Arten bis zu den heutigen Vorschriften. Und da Wal auf so mancher Speisekarte hier auftaucht, kann man von Verboten nicht sprechen.

Wir haben uns eine ganze Zeit im Dorf aufgehalten, bevor wir zurück zum Womo gegangen sind.

Zurück auf der Hauptroute haben wir am Morpheus Beach eine kleine Pause gemacht.

Als wir den Parkplatz verlassen wollten, war plötzlich so heftiger Verkehr aus einer Richtung, als ob eine Fähre angekommen wäre.

Ein paar Kilometer weiter hatten wir die Antwort. Anscheinend wird hier unter dem Wasser gerade ein Tunnel repariert oder gebaut. Man konnte immer 30 Minuten in die eine Richtung und dann die nächsten 30 Minuten in die andere Richtung einspurig durch den Tunnel fahren. Wir hatten Glück und haben die richtigen 30 Minuten erwischt. In dem Tunnel war es total nass und hat von der Decke geregnet. Da wir unter Wasser waren, ein sehr merkwürdiges Gefühl. In Leknes, dem nächsten Ort, haben wir seit langem mal wieder Ad Blue tanken können. Auf einer Küstenstraße haben wir abseits der Massen dann einen schönen nächsten Campingplatz gefunden.

