Juhu, es gibt sie noch, die Sonne!!! Entlang des Fjords, an dem wir heute übernachtet haben, ging es über eine tolle Brücke auf die Insel Andøya.

Die Sonne hat alles an Farben leuchten lassen, die es so gibt. Man konnte sich nicht satt sehen.

Direkt auf der Insel angekommen, sind wir links der Panoramaroute gefolgt, was sich echt gelohnt hat. Erst ging es durch eine Art Moorlandschaft, bevor die schroffen Felswände wieder ans Meer gerückt sind.

Außer uns war kaum jemand unterwegs. Hinter einer Kurve lag eine kleine Insel mit einem Leuchtturm, zu dem man laufen konnte. Wir waren komplett alleine.

Kurz dahinter folgten ein paar abgesperrte Bereiche des Andøya Spaceport. Es ist ein Weltraumbahnhof, Europas Startrampe für Trägerraketen, die kleine und mittelgroße Satelliten in den Himmel bringen. Beim einfachen Vorbeifahren hätte man dies nicht erkennen können.

Eine geöffnete Schranke hat darauf hingewiesen, dass aktuell kein Start stattfindet. Die Küste entlang ging es bis Kurz vor Andenes, dem nördlichsten Punkt unserer Reise. Auf dem Campingplatz haben wir ein Plätzchen gefunden, Andi hat den Grill aufgebaut und bei eisiger Kälte aber genialem Sonnenschein haben wir vor einer traumhaften Kulisse gegrillt.

Nach dem Essen mussten wir erstmal wieder auftauen. Da das recht schnell ging, sind wir an den Strand und auf einen der Hügel hier geklettert.

Kleine Pfade haben an den nächsten Strand und dann durch ein Wohngebiet an eine Ecke geführt, von wo man aus den Leuchtturm von Andenes sehen konnte.

Von dort aus starten wir morgen eine Tour, bevor uns unsere Route wieder gen Süden führt. An der Hauptstraße entlang sind wir wieder zurück gelaufen. Dabei hat uns ein Radfahrer angesprochen, wo wir herkommen. Als er Deutschland gehört hat, hat er erzählt, wie schnell er bei diversen Videospielen Auto fahren kann. Im echten Leben ist hier meistens bei 80 kmh Schluss… Schon krass, dass sich Leute dann einen „Geschwindigkeitsrausch“ mit ner X-Box holen.

Zurück am Campingplatz haben wir eingecheckt, da vorher keiner da war. Der Mensch hat fließend deutsch gesprochen. Er hat mehrfach zu unseren Fragen gesagt: „entspannt euch mal“. Sollte einem zu denken geben.
