Wie schnell sich doch Meinungen ändern können. Wir hatten ja beschlossen, Trondheim nicht zu besuchen. Gestern Abend haben wir ca. 1 Stunde nördlich der Stadt übernachtet und ich habe doch nochmal nach nem Parkplatz gesucht. Und einen direkt an der Festung gefunden. Den haben wir dann heute problemlos angesteuert, nachdem wir durch gefühlte 60 km Baustelle gefahren sind. Die Zufahrtsstraße war richtig breit und auf dem Platz alles leer, wie cool. Allerdings haben wir dann erstmal mit dem Parkautomaten bzw. der App gekämpft. Der Automat hat zwar ein Gratisticket für eine Stunde ausgespuckt, aber das war uns zu kurz. Die deutsche Apcoa App hat hier nicht funktioniert. Erst die norwegische Version hat dann geklappt. 900 m bergab standen wir dann schon an der alten Stadtbrücke und sogar die Sonne hat sich gezeigt.

Die Brücke führt über die Nidelva und von ihr aus sieht man die berühmten Holzhäuser.

Da wir uns farblich heute irgendwie passend zu den Häusern gekleidet haben, mussten wir erstmal ein Selfie machen.

Trondheim ist nach Oslo und Bergen die 3. größte Stadt Norwegens. Und wenn man auf der E6 um die Stadt den Verkehr und außerhalb die Industrie und Einkaufsmärkte sieht, glaubt man das auch. Im Stadtkern ist es sehr ruhig mit wenig Verkehr. Trotzdem ist es nicht ausgestorben. Viele Leute sind zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs. Es gibt sogar einen Fahrradlift, der aber wegen Bauarbeiten außer Betrieb war.

Ein paar Meter hinter der Brücke findet sich der Nidarosdom.

Hier waren einige Touristen, vor allem Amerikaner unterwegs. Der Marktplatz war riesig, allerdings war die bunte Mischung aus Gebäuden so semischön. Einige Gebäude waren aus den 60er Jahren, während andere in schöner Holzoptik erstrahlten.

Am Wasser entlang sind wir zurück geschlendert.

Als wir bergauf zurück zur Festung gelaufen sind, hat es angefangen zu regnen. Wir haben es perfekt abgepasst.

Andi wollte die Parkapp stoppen und bezahlen, womit das Chaos los ging. Ich bin weiter gefahren und er hat über eine Stunde probiert, online das Ticket zu zahlen. Weder Kreditkarte noch PayPal haben funktioniert. Letztendlich hat er an den Betreiber geschrieben in der Hoffnung, dass jetzt keine teure Mahnung kommt…
Weiter gen Süden sind wir dieses mal auf die E3 abgebogen, die östlich von Lillehammer entlang nach Oslo führt. Auch hier waren die meiste Zeit 80 kmh Höchstgeschwindigkeit angesagt und wir sind langsam durch die Berge voran gekommen.

Riesige Wälder haben unseren Weg begleitet. Je nach Höhe entweder Tannen oder Birken. In Koppang haben wir die heutige Strecke auf einem Campingplatz mitten im Wald beendet. Ob wir hier wohl einen Elch sehen???

