Ein Hoch auf die Erfindung der Ohrenstöpsel. Als es heute früh der Wecker geschafft hat, durchzudringen und wir sie aus den Ohren genommen haben, hat uns die Tierwelt in ihrer vollen Lautstärke empfangen. Schnatternde Vögel in allen Varianten, irgendwo hat etwas gegrunzt und gefühlt waren alle Zelte um uns herum schon wach. Vermutlich hatten sie keine Ohrenstöpsel dabei… Nachdem wir den Reißverschluss unseres Zeltes geöffnet haben, haben wir über dem See einige Heißluftballons gesehen und Vorfreude auf unsere Tour morgen bekommen.

Über dem Restaurantzelt ist gerade die Sonne aufgegangen und im See haben die Nilpferde vor sich hin gegrunzt.

Nach dem Frühstück wurden unsere Koffer geholt. Man kann gar nicht glauben, dass das Camp alle 4 Monate abgebaut und an einem anderen Ort wieder aufgebaut wird. Es zieht quasi mit den Gnus auf ihrer Wanderung mit. Was das für eine Logistik bedeutet mag man sich gar nicht vorstellen.
Kurz hinter dem Camp sind wir auf eine Gruppe von 30 Giraffen gestoßen. So viele auf einmal haben wir noch nie gesehen. Egal, wo man hingeschaut hat, ragten die langen Hälse aus dem Gebüsch.

Heute früh waren unheimlich große Zebraherden unterwegs. Durch den Regen gestern war viel Wasser in den Straßengräben, was eine praktische Tränke für sie ist. Allerdings sind sie mitten auf der Straße nicht immer gut aufgehoben.

Ein kleines totes Zebra lag auf Straße, die Mutter stand tauernd daneben. Schilder am Straßenrand weisen auf die Höhe der Strafen hin, wenn man denn eins der Tiere tötet. Bei einigen muss man den Preis für ein neues Auto wohl noch hinzu rechnen.

Gegen 10 Uhr standen wir am offiziellen Eingang zur Serengeti. Daniel hat wieder das Ticket gelöst und los ging es. Eine weite Ebene hat uns empfangen, weites Grasland so weit das Auge reicht.

In der Serengeti muss man wieder auf den Wegen bleiben und darf nicht kreuz und quer fahren. Daniel hat wieder gefunkt und vorbei an riesigen Herden von Gnus und Zebras ging es durch die Gegend. Einige Hyänen haben sich im Matsch gesuhlt.

In weiter Ferne ist ein Baum aufgetaucht. Darunter lag ein alter Löwe, der sich seine Wunden von der letzten Jagd geleckt hat.

Vor uns sind einige Felsformationen größer geworden, die an König der Löwen erinnert haben. Und tatsächlich lagen 3 Löwinnen auf dem Felsen und haben vor sich hin gedöst.

An Wasserlöchern haben die Hyänen ihr Reich gegen die Zebras und Gnus verteidigt.

In einem Baum saßen Ohrengeier und haben auf ihr Festmahl gewartet.

Gefühlt lag in jedem weiteren Busch ein Löwe.

An einer Wasserstelle lag dann ein ganzes Rudel und hat geschlafen.

Unter einem Baum haben wir im Auto die Mittagspause gemacht, da um uns herum schon einige Löwen lagen.

In der Ferne sind heftig dunkle Wolken aufgezogen und es hat angefangen zu regnen.

Am Anfang fanden wir es lustig, ein bisschen über die Straße zu rutschen. Der Regen wurde aber schnell heftiger und wir waren baff, wie schnell sich die Straßen in ein matschiges Etwas verwandelt haben.

Wir sind mit einem anderen Fahrzeug unseres Anbieters in Kolonne gefahren, was bei dem Wetter nicht die schlechteste Idee war. Ca 3 Kilometer vor dem Camp ist ein anderes Fahrzeug im Schlamm stecken geblieben. Unser Fahrer hat das Abschleppseil heraus geholt und hat ihn heraus gezogen. Offroad-Abenteuer pur. Unglaublich, was diese Fahrzeuge können.

Dann sind wir gut erhalten an unserem Camp für die nächsten drei Tage angekommen.

Nach einer Dusche haben wir die Flasche Martini aus Istanbul gekillt.

Gegen 18 Uhr kam ein Herr, der uns ein Briefing für morgen früh gegeben hat. Wir werden um 5.15 Uhr abgeholt, um eine Ballonfahrt zu machen und freuen uns wie Bolle. Also geht’s heute früh in die Heia…
