Da wir einmal den Sonnenaufgang in der Serengeti fotografieren wollten, haben uns die Wecker heute früh um 5.15 Uhr raus geschmissen. Um kurz nach 6 Uhr hat uns Daniel geholt und wir sind eine Anhöhe hinauf gefahren auf der Suche nach einer schönen Akazie. Nachdem wir diese gefunden haben, hieß es warten.

Und was wir für einen perfekten Platz gefunden hatten, haben wir erst verstanden, nachdem die Sonne langsam aufgegangen ist. Mitten durch sind hintereinander zwei Ballone gefahren, mehr Glück kann man nicht haben.

Die ganzen Begleitfahrzeuge sind an uns vorbei gerauscht auf der Verfolgung der Ballone. Total gechillt stand eine Giraffenherde direkt neben der Straße und hat am Baum gefressen.

Wir sind zu einem Gewässer gefahren, wo weit über hundert Flusspferde im Wasser lagen.

Sie haben sich mit ihren kurzen Stummelschwänzen gegenseitig mit Wasser bespritzt und dabei ihr Geschäft getätigt. Lecker… Man hatte richtig Lust, in dem Gewässer baden zu gehen.

Während wir die Tiere beobachtet haben, haben wir unsere Frühstücksboxen geleert. Es ging weiter und im Laufe des Vormittags haben wir festgestellt, dass heute der Tag der großen Herden ist.

Eine Elefantenherde mit ca 30 Tieren und ganz vielen kleinen Dumbos war unterwegs zu einem Wasserloch. In diesem lagen allerdings unzählige Flusspferde, so dass das Wasser bestimmt nicht lecker war.

Die zwei kleinsten Dumbos haben sich hingeworfen und rumgewälzt. Danach konnten sie alleine nicht mehr aufstehen und die anderen haben mit ihren Rüsseln unterstützt. Total süß.

Einer riesigen Büffelherde folgte eine Herde Zebras wie wir sie bisher noch nicht gesehen haben. Teilweise haben sie geschlafen und dabei ihre Köpfe gegenseitig auf den Rücken abgelegt.

Ein paar Meter weiter lagen ein paar dösende Löwen im Gebüsch. Die Zebras in erster Reihe waren total achtsam und hatten ein paar Aufpasser abgestellt.

Daniel hat ein paarmal gefunkt und wieder Gas gegeben. Unser Ziel war dieser schöne Leberwurstbaum.

Wir wussten erst nicht so recht, warum wir hier sind, bis wir drei Löwen unter dem Baum haben liegen sehen. Es kam aber noch viel besser, denn auf den Ästen lagen weitere vier Exemplare, die vor sich hingeschlummert haben und sich nur bewegt haben, wenn eine ihrer Tatzen runter gefallen ist.

Dass sich diese großen Tiere dort so gut halten können, geschweige denn dort hoch kommen, ist unglaublich.

Wir haben beschlossen, heute zwischendurch mal eine Siesta einzulegen und sind zurück zum Camp. In den Zelten war es allerdings vor Wärme kaum auszuhalten, so dass wir nach der Pause richtig platt waren. Kein Wunder, dass die ganzen großen Tiere in der Mittagshitze faul in der Ecke rum liegen und drauf warten, dass die Sonne ihre Kraft verliert. Um unser Zelt herum sind eine Menge Klippschliefer, die herum getollt sind und uns neugierig beäugt haben.

Gegen 16.30 Uhr sind wir nochmal los gezogen. Am Himmel sind dunkle Wolken aufgezogen und es wurde richtig windig und gleich ein paar Grad kühler, herrlich.

Die Suche nach einem Leoparden war heute leider ergebnislos. Daher wollten wir uns einen schönen Platz zum Sonnenuntergang schauen suchen. Die Wolkenfront ist aber immer dichter geworden und plötzlich haben sich über der Regenfront ganz bunte Wolken gebildet, sogenannte Perlmutwolken.

So etwas haben wir noch nicht gesehen und wir waren super glücklich.

Morgen früh werden wir die Serengeti leider schon wieder verlassen. Es waren anstrengende, aber super tolle Safaritage.
