Dafür, dass wir es gestern Nachmittag in den Zelten vor Wärme kaum ausgehalten haben, waren wir nachts froh, dicke Decken zu haben. Um 6 Uhr haben wir uns zum frühstücken getroffen und um 6.30 Uhr ging es los. In unserem Camp waren zwei Giraffen, die genüßlich die Blätter von den Bäumen gezupft haben.

Kurz nach unserem Start ging die Sonne auf und überall gab es wieder traumhafte Motive.

Wir hatten unglaubliches Glück, denn am Straßenrand lief eine Gepardin mit zwei Jungtieren. Es sind einfach so wahnsinnig schöne Tiere.

Wir sind heute die Hauptstraße zum Parkausgang gefahren. Wir mussten durch richtig tiefe Wasserlöcher, die Straßen werden sich selber überlassen.

Und dann waren wir schon wieder am Parkausgang und haben nach drei wunderschönen und erlebnisreichen Tagen die Serengeti verlassen.

Kaum waren wir aus dem Park raus, standen am Straßenrand wieder die Massai und haben ihre Herden gehütet. Wir sind mit 80 kmh über die Waschbrettpisten gebrettert. Die Autos sind alle GPS überwacht, daher muss man sich an Geschwindigkeitsbegrenzungen halten. Vor uns ist wieder das Massiv des Ngorongoro-Kraters aufgetaucht und die Straße hat sich wieder hinauf gewunden. Wir waren bisher relativ allein auf der Straße unterwegs. Plötzlich ist vor uns eine Autoschlange aufgetaucht. Wir hatten den Eingang in den Ngorongoro Krater erreicht. Auch hier muss man wieder Eintritt zahlen, daher der Stau.

Von einem Aussichtspunkt haben wir in den 610 m tieferen Krater geschaut, bevor es hinab ging.

Nochmal kurz aufs Klo, bevor wir die Rundtour durch den Krater gestartet haben. Der Durchmesser ist zwischen 17 und 21 km, ca. 25.000 Großtiere leben hier.

Der Krater ist vor ca. 2-3 Millionen Jahren entstanden. Er hat auf kleiner Fläche eine extreme Tierdichte und ist UNESCO Welterbe. Gefühlt jedes Fahrzeug hier ist auf der Suche nach einem der ca 50 hier lebenden Nashörnern. Bis mittags haben wir auch sechs Exemplare gesehen, allerdings waren sie so weit weg, dass sie durch das Flimmern der Hitze kaum zu erkennen waren. Der Krater ist auch wirklich anders als die Serengeti oder die anderen Parks. Die Tiere sind recht weit von der Straße entfernt und man kann sie teilweise schlecht erkennen. Allerdings ist dies für die Tiere auch gut, denn so können sie sich vor den vielen Autos zurück ziehen und verstecken, wenn ihnen danach ist. Im See in der Mitte leben viele Flamingos und spiegeln sich schön im Wasser.

Mittags haben wir an einem schönen See mit massenhaft anderen Fahrzeugen Pause gemacht. Pelikane haben gefischt, in der Mitte sind Flusspferde geschwommen. Idylle pur, wären da nicht die vielen Menschen…

Wir sind nochmal zurück zu der Stelle gefahren, an der wir vormittags die beiden Nashörner gesehen haben und tatsächlich sind sie der Straße und somit unseren Kameras etwas näher gekommen.

Am Wegesrand stand eine Gruppe Kronenkraniche, das Wappentier Tansanias.

Auf den Wiesen waren ein paar alte Elefanten. Ihre Zähne sind kaputt, daher benötigen sie das weiche Gras. Die jüngeren Tiere halten sich in den Wäldern auf, da es dort mehr zu fressen gibt.

Eine Horde Wasserbüffel hat friedlich gegrast und der Krater hat sich langsam von den vielen Fahrzeugen geleert.

Die Pelikane und Flamingos haben sich die Bäuche voll gehauen.

Bevor wir den Park verlassen haben, musste natürlich noch ein Beweisfoto her, dass wir auch hier waren.

Der Ausgang führte durch ein Waldstück, in dem noch eine Elefantenherde gegrast hat. Und es war zum Abschluss der kleinste Dumbo dabei, den wir bisher gesehen haben.

Steil bergauf führte uns um 16 Uhr die Straße die 610 Höhenmeter. Oben angekommen, haben wir noch einen kleinen Stopp am Denkmal der Grzimeks eingelegt, bevor wir das Ngorongoro Gebiet wieder verlassen haben.

Und dann: eine geteerte Straße. Nach mehreren Tagen Geschaukel war dies ein Traum. Ca. eine Stunde ging es weiter durch Zivilisation zu unserer Lodge. Die vielen Menschen und der Verkehr waren irgendwie merkwürdig nach den Tagen der Einsamkeit. Dafür sind wir wieder durch diese tolle grüne Gegend mit ihren roten Feldern gefahren. Wir haben heute so viel Staub geschluckt wie den ganzen Urlaub nicht. Völlig eingestaubt sind wir dann in der Manyara Best View Lodge angekommen, im Luxus pur. Die Lodge liegt an der Kante eines Grabenbruchs und bietet eine unglaubliche Aussicht.

Mit kleinen TukTuks sind wir den Berg hinab zu unserem Zimmer gefahren worden, wo wir das nächste Mal baff waren.

Nicht nur, dass man eine unglaubliche Aussicht hat, wir haben sogar einen eigenen Pool mit Sitzecke. Und das Beste: hier bleiben wir morgen den ganzen Tag und lassen es uns gut gehen.
