Heute war endlich das Fieber weg und wir konnten wieder etwas Essen. Nach dem Frühstück haben wir das erste Mal etwas von der Anlage hier gesehen, die echt schön ist. In einen Garten gebaut stehen viele 2stöckige Häuser, in denen je 4 Zimmer sind.

Es gibt viele überdachte Sitzecken, die Sonnenschutz bieten, denn es ist echt heftig warm hier. Vor allem die Luftfeuchtigkeit setzt uns zu. Kurz: es ist nicht das Klima, in dem wir uns wohl fühlen. Wir haben uns auf ein paar Liegen am Strand gelegt und der Blick hinunter war ein bisschen wie Kino. Am Strand standen die Massai und haben die Hotelausgänge beobachtet. Sobald ein Touri an den Strand gegangen ist, sind sie losgelaufen und haben die Leute in Gespräche verstrickt und nicht mehr alleine weiterlaufen lassen. Viele haben sich auch darauf eingelassen, wann und ob sie ihre Portemonnaies geöffnet haben, haben wir aber nicht gesehen. Vermutlich habe ich auch einfach schon zu viele Reportagen darüber gesehen, dass ich so kritisch eingestellt bin.

Am späten Vormittag war Ebbe und wir haben uns auch mal an den Strand gewagt. Als wir die Massai ignoriert haben, haben sie uns beschimpft, wir hätten es nicht verdient, hier zu sein. Wir sind den Strand entlang der Hotelanlagen gelaufen, danach kamen Bretterbuden, die mit Schildern „Kaufland“, „Lidl“ und „IKEA“ gekennzeichnet waren. Dahinter standen die Baukräne und haben weitere Luxushotels gebaut.

Irgendwie eine Welt, in der wir nicht zuhause sind. Wir sind ein bisschen ins Meer hinaus gelaufen, da Holzpflöcke im Wasser unsere Aufmerksamkeit erregt haben. Zwischendrin saßen Frauen und haben das Seegras geerntet, das sich bei Ebbe dort gesammelt hat. Dieses wird wohl für Cremes verwendet.

Außerdem lagen die für hier typischen Holzboote im Wasser und die Eigentümer haben auf die Flut gewartet, damit sie wieder näher ans Ufer und die Touris kommen, um ihre Touren anzubieten.

Am späten Nachmittag hat sich ein komplett anderes Bild aufgetan. Die Flut hat alle Leute verdrängt und man konnte nur noch auf dem Hotelgelände laufen.

Dahinter war ein ganz schmaler Streifen, an dem man den Massai nicht mehr aus dem Weg gehen konnte. Das haben wir uns nicht angetan und haben es uns am Pool gemütlich gemacht.

Den Abend haben wir gemütlich ausklingen lassen, denn unsere Begleiter Inge und Axel haben heute Silberhochzeit. So richtig anstoßen konnten wir aber nicht, da wir abwechselnd aufs Klo geflitzt sind… Trotzdem auch hier nochmal: Herzlichen Glückwunsch auf 25 Jahre.

