2026 Tansania

Das Ndutu Gebiet

Heute wurden wir erst um 9 Uhr abgeholt.  Wir sind nicht weit weg vom Eingang des Ndutu-Gebiets und können mit unserem Ticket um 9.30 Uhr in den Park einfahren.  Es gibt wohl auch andere Eingänge,  die früher öffnen,  zu denen wären wir aber länger unterwegs.  Nach einem super leckeren Frühstück haben wir also unsere Koffer wieder gepackt und weiter ging es.

Der Ort war Montag morgen wieder super geschäftig. Nachts hat es geregnet und so waren die ganzen Felder richtig schön satt rotbraun. 

Und dann war vor uns plötzlich wieder eine Menge von Safarifahrzeugen. Wir sind am Eingang der Ngorongoro Region angekommen.  Hier hieß es wieder Ticket kaufen,  auf die Toilette gehen und ab in den Park. Obwohl die Region direkt an verschiedene Nationalparks angrenzt, ist dies kein Nationalpark.  Der Grund dafür sind die hier lebendenden Massai. Sie leben schon immer hier und wurden teilweise aus der Serengeti vertrieben,  als die zum Nationalpark wurde.

Die Straße war nicht mehr befestigt und führte steil bergauf durch viele Kurven durch Regenwald. Von einem Aussichtspunkt aus hatte man einen tollen Blick auf den Ngorongoro Krater,  der vor ca 2 Mio entstanden ist. 

Es ging weiter bergauf,  bis wir uns auf eine Höhe von 2300 m geschraubt haben.  Die Landschaft hat sich wieder geändert. 

Weite Ebenen sind vor uns auftaucht,  die Kuhherden der Massai haben die holperige Straße gesäumt, immer wieder standen aber auch Zebras, Gnus, Giraffen und Impalas mitten drin.

Schlagartig hat sich die Landschaft wieder geändert,  genau wie die Straße.  Diese wurde sehr uneben und ruckelig. Die Ebene liegt auf 1600 m und hat bei dem Vulkanausbruch viel Asche abbekommen. 

Wenn es regnet wird der Boden steinhart, daher wachsen keine Bäume, sondern nur Gras. Hier liegt auch die Gabelung, an der es geradeaus in die Serengeti und links ab in das Ndutu-Gebiet geht.

Wir haben das Dach geöffnet und sind ins Ndutu-Gebiet abgebogen.  Den Abstecher machen wir,  da es in dieser Region die jährliche große Tierwanderung gibt.  Die Gnus ziehen im Laufe des Jahres in einem Kreis durch ein großes Gebiet,  immer dem Wasser und der Nahrung hinterher.  Im Februar sind sie in der Ndutu-Gebiet, um hier ihre Kleinen zu kriegen und aufzuziehen.  Es befinden sich Millionen von Gnus hier und entsprechend haben wir auch nicht gleich bei den ersten gehalten.  Wir sind zum kleinen Flughafen,  um auf Toilette zu gehen und dann in das Gebiet gefahren.  Daniel hat Gas gegeben,  hat für uns kreuz und quer irgendwelche Wege eingeschlagen und plötzlich haben wir uns vor einer Gruppe Löwinnen wieder gefunden. 

Sie lagen einfach rum und haben gepennt. Durch unsere haben sie sich in keinster Weise gestört gefühlt.  Zwei haben sich gegenseitig abgeleckt und Fellpflege betrieben.  

Das Funkgerät von Daniel lief auf Hochtouren und er ist mitten durch die Gnuherden weiter geheizt. Bis wir in der Ferne mehrere Safariwagen gesehen haben.  Sie alle standen um einen Busch herum,  in dem es sich ein Leopard gemütlich gemacht hat.  Leider hat er sich kaum bewegt und man konnte ihn kaum erkennen. 

Also haben wir auf den nächsten Funkspruch gehört,  der einen Geparden angekündigt hat.  Wieder ging es über Stock und Stein zu einem anderen Busch.  Hier lag ein Gepard mit 3 Kleinen,  die gerade Milch gesaugt haben.  Ohne Guides und deren Netzwerk hätten wir das nie gefunden, so gut versteckt lag er. 

Der Himmel zog sich zu,  der nächste Funkspruch,  der Leopard ist aus dem Baum gekommen.  Also zurück und tatsächlich,  der Leopard ist wegen des Regens aus dem Baum gekommen und lag inmitten der Safarifahrzeuge. 

Er hat sich gemütlich geputzt und überhaupt nicht stören lassen. 

Daniel hat uns erklärt,  wie selten es ist,  ob dieser Gegend Leoparden zu sehen. Weiter ging es,  denn eigentlich waren wir ja wegen der Gnuherden hergekommen.  Riesige Gruppen sind durch die Gegend gezogen,  haben friedlich gegrast und die Kleinen haben herum getollt.

Auf dem Weg zur Lodge haben wir dann noch einen Abstecher zum Lake Masek gemacht und zur Kür des Tages lagen im Wasser ca 20 Nilpferde und haben vor sich hingegähnt.

Perfekter hätte der Tag nicht sein können.  Heute übernachten wir in einem Camp, das direkt am dem See liegt. Es liegt mitten in der Natur,  d.h. hier gibt es alles,  was es heute auch im Park gab.  Daher muss man für alle Wege nach Dunkelheit eine Security beauftragen. Wir haben ein Walkie Talkie bekommen,  um uns bemerkbar zu machen. 

Der Blick auf den See war überragend und ich bin froh,  nachts mit Ohrenstöpseln zu schlafen.  Die Geräusche der Tierwelt sind jetzt schon unglaublich… Aber ein Kilimanjaro hilft immer!

Direkt nach dem Anstoßen wurde es unruhig, da zwei Nilpferde aus dem Wasser den Weg zum Camp hinauf genommen haben. Die Security hat darauf hingewiesen,  heute Nacht vorsichtig zu sein…

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Ab in die Serengeti

Ein Hoch auf die Erfindung der Ohrenstöpsel. Als es heute früh der Wecker geschafft hat,  durchzudringen und wir sie aus den Ohren genommen haben,  hat uns die Tierwelt in ihrer vollen Lautstärke empfangen.  Schnatternde Vögel in allen Varianten,  irgendwo hat etwas gegrunzt und gefühlt waren alle Zelte um uns herum schon wach.  Vermutlich hatten sie keine Ohrenstöpsel dabei… Nachdem wir den Reißverschluss unseres Zeltes geöffnet haben,  haben wir über dem See einige Heißluftballons gesehen und Vorfreude auf unsere Tour morgen bekommen. 

Über dem Restaurantzelt ist gerade die Sonne aufgegangen und im See haben die Nilpferde vor sich hin gegrunzt.

Nach dem Frühstück wurden unsere Koffer geholt. Man kann gar nicht glauben,  dass das Camp alle 4 Monate abgebaut und an einem anderen Ort wieder aufgebaut wird.  Es zieht quasi mit den Gnus auf ihrer Wanderung mit.  Was das für eine Logistik bedeutet mag man sich gar nicht vorstellen. 

Kurz hinter dem Camp sind wir auf eine Gruppe von 30 Giraffen gestoßen.  So viele auf einmal haben wir noch nie gesehen.  Egal,  wo man hingeschaut hat,  ragten die langen Hälse aus dem Gebüsch. 

Heute früh waren unheimlich große Zebraherden unterwegs.  Durch den Regen gestern war viel Wasser in den Straßengräben, was eine praktische Tränke für sie ist.  Allerdings sind sie mitten auf der Straße nicht immer gut aufgehoben. 

Ein kleines totes Zebra lag auf Straße,  die Mutter stand tauernd daneben.  Schilder am Straßenrand weisen auf die Höhe der Strafen hin,  wenn man denn eins der Tiere tötet.  Bei einigen muss man den Preis für ein neues Auto wohl noch hinzu rechnen. 

Gegen 10 Uhr standen wir am offiziellen Eingang zur Serengeti. Daniel hat wieder das Ticket gelöst und los ging es.  Eine weite Ebene hat uns empfangen,  weites Grasland so weit das Auge reicht. 

In der Serengeti muss man wieder auf den Wegen bleiben und darf nicht kreuz und quer fahren.  Daniel hat wieder gefunkt und vorbei an riesigen Herden von Gnus und Zebras ging es durch die Gegend.  Einige Hyänen haben sich im Matsch gesuhlt.

In weiter Ferne ist ein Baum aufgetaucht.  Darunter lag ein alter Löwe, der sich seine Wunden von der letzten Jagd geleckt hat.

Vor uns sind einige Felsformationen größer geworden,   die an König der Löwen erinnert haben.  Und tatsächlich lagen 3 Löwinnen auf dem Felsen und haben vor sich hin gedöst.

An Wasserlöchern haben die Hyänen ihr Reich gegen die Zebras und Gnus verteidigt.

In einem Baum saßen Ohrengeier und haben auf ihr Festmahl gewartet. 

Gefühlt lag in jedem weiteren Busch ein Löwe. 

An einer Wasserstelle lag dann ein ganzes Rudel und hat geschlafen. 

Unter einem Baum haben wir im Auto die Mittagspause gemacht,  da um uns herum schon einige Löwen lagen.

In der Ferne sind heftig dunkle Wolken aufgezogen und es hat angefangen zu regnen. 

Am Anfang fanden wir es lustig, ein bisschen über die Straße zu rutschen. Der Regen wurde aber schnell heftiger und wir waren baff,  wie schnell sich die Straßen in ein matschiges Etwas verwandelt haben. 

Wir sind mit einem anderen Fahrzeug unseres Anbieters in Kolonne gefahren,  was bei dem Wetter nicht die schlechteste Idee war.  Ca 3 Kilometer vor dem Camp ist ein anderes Fahrzeug im Schlamm stecken geblieben. Unser Fahrer hat das Abschleppseil heraus geholt und hat ihn heraus gezogen.  Offroad-Abenteuer pur.  Unglaublich,  was diese Fahrzeuge können. 

Dann sind wir gut erhalten an unserem Camp für die nächsten drei Tage angekommen.

Nach einer Dusche haben wir die Flasche Martini aus Istanbul gekillt. 

Gegen 18 Uhr kam ein Herr,  der uns ein Briefing für morgen früh gegeben hat. Wir werden um 5.15 Uhr abgeholt, um eine Ballonfahrt zu machen und freuen uns wie Bolle. Also geht’s heute früh in die Heia…

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Ballonfahrt über die Serengeti

Um 4.30 Uhr hat uns der Wecker heute aus dem Bett geklingelt.  Um 5.15 Uhr sollten wir abgeholt und zum Startplatz der Heißluftballone gebracht werden.  Wir haben die ganze Woche schon gebibbert, ob das Wetter mitspielt, da es bisher ja sehr wechselhaft war.  Da Andi gestern Abend aber das erste Mal tolle Aufnahmen vom Sternenhimmel machen konnte,  waren wir positiv gestimmt. Auch heute morgen sah es immer noch gut aus.

Unser Abholservice kam dann um 5.45 Uhr, da er sich im Schlamm festgefahren hatte.  Wir sind über schlammige Straßen durch die Dunkelheit gerutscht, bis wir am Straßenrand die Ballone haben liegen sehen.  Für einen Kaffee waren wir zu spät,  daher haben wir Sicherheitsgurte angelegt und sind zu den Ballonen gelaufen.

Von unserem Piloten John haben wir die Sicherheitseinweisung bekommen und sind auf abenteuerliche Art in den Korb eingestiegen.  Dann wurde es warm,  der Ballon ist aufgestiegen und der Korb hat sich aufgerichtet.  Und dann waren wir in der Luft.  Wir durften aufstehen und waren sofort begeistert von der Landschaft.

Der Ballon ist geräuschlos über die Wiesen geschwebt.

Die Sonne war gerade aufgegangen und hat alles in ein saftiges Grün verwandelt. 

Wir waren der letzte Ballon,  was einen tollen  Blick auf die anderen gegeben hat. 

Unser Pilot war Klasse. Er spricht mehrere Sprachen und macht 200 Ballontouren pro Jahr.  Er war mit dem Ballon schon in allen Ländern der Welt unterwegs. 

Nach ca. einer Stunde sind wir sanft auf einer Wiese gelandet und waren glücklich, da es einfach nur toll war.  Wir haben zwar keine Massen an Tieren gesehen,  trotzdem war es ein geniales Erlebnis.  

Wie es Tradition ist,  gab es ein Glas Sekt nach der Fahrt.  Unser Fahrzeug von morgens war inzwischen da,  bei einem weiteren wurde schnell der Reifen gewechselt und dann wurden wir zum Frühstück gefahren.  Wir waren davon ausgegangen,  dass wir ein Brötchen auf die Hand kriegen.  Erwartet hat uns eine festlich gedeckte Tafel mit allem,  was das Herz begehrt.  

Sogar die Toiletten waren ein Foto wert.  So einen Ausblick hat man selten…

Der Fahrer hat uns nach Seronera gebracht,  dem Zentrum der Serengeti.  Dort hat uns Daniel mit einem frisch gewaschenen Auto erwartet.  Er hat noch getankt und dann ging es wieder auf Safari.  Direkt um die Ecke war ein Tümpel,  in dem zwei Nilpferde und ein Krokodil Siesta gehalten haben.

Dann ist plötzlich eine Gruppe Giraffen über die Straße gerannt und ist in eine Richtung starrend stehen geblieben.  Ca 200 m entfernt ist eine Löwin durchs Dickicht geschlichen. Bei den Giraffen waren ein paar junge Tiere dabei. Der Giraffenbulle ist dem Löwen entgegen gelaufen und hat ihn verscheucht. 

Links neben der Straße war ein brauner, ca 50 cm hoher Erdhaufen,  den keiner von uns beachtet hat.  Es war das Zuhause von ein paar Mangusten, die neugierig aus ihrem  Bau geschaut haben.

Durch endlose grüne Wiesen ging es weiter gen Norden.  Wir haben ein Schild gesehen, auf dem gezeigt wurde,  dass die Serengeti so groß wie Belgien ist, was einem ein Gefühl für die Größe dieser unglaublichen Natur gibt. 

Wir haben uns irgendwann gefragt,  wie lange wir noch durch die Gegend fahren.  Bis wir mitten im Nichts plötzlich auf eine Wiese gefahren und auf einen Baum zugesteuert sind.  Darunter lagen 12 Löwen und haben friedlich geschlafen. 

Ab und zu ist mal einer aufgestanden und hat sich einen neuen Platz gesucht.

100m weiter lagen zwei Junge und wieder 100 m weiter zwei Löwen.  Sie sahen alle gut genährt aus.

Nach einer Pause haben wir uns auf den Rückweg gemacht.  Wir sind allerdings nicht wirklich weit gekommen,  da am Wegesrand eine riesige Büffelherde gegrast hat. 

In einem Baum haben wir einen Leoparden entdeckt.  Bis wir ihn mit den Kameras geortet haben,  ist er unglaublich schnell in die Baumkrone geklettert und nur noch schemenhaft zu erkennen gewesen.  Wir sind weiter gefahren und uns kamen zig Safarifahrzeuge entgegen.  Alle wollten den Leoparden sehen.  Was ein Glück,  dass wir die Tage schon so ein tolles Tier so lange bestaunen durften.  Zurück am Camp standen einige Leute mit Ferngläsern da.  Angeblich soll sich eine größere Gruppe Löwen in der Nähe aufhalten.  

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Das Zentrum der Serengeti

Da wir einmal den Sonnenaufgang in der Serengeti fotografieren wollten,  haben uns die Wecker heute früh um 5.15 Uhr raus geschmissen.  Um kurz nach 6 Uhr hat uns Daniel geholt und wir sind eine Anhöhe hinauf gefahren auf der Suche nach einer schönen Akazie.  Nachdem wir diese gefunden haben,  hieß es warten. 

Und was wir für einen perfekten Platz gefunden hatten,  haben wir erst verstanden,  nachdem die Sonne langsam aufgegangen ist.  Mitten durch sind hintereinander zwei Ballone gefahren,  mehr Glück kann man nicht haben. 

Die ganzen Begleitfahrzeuge sind an uns vorbei gerauscht auf der Verfolgung der Ballone. Total gechillt stand eine Giraffenherde direkt neben der Straße und hat am Baum gefressen. 

Wir sind zu einem Gewässer gefahren,  wo weit über hundert Flusspferde im Wasser lagen. 

Sie haben sich mit ihren kurzen Stummelschwänzen gegenseitig mit Wasser bespritzt und dabei ihr Geschäft getätigt.  Lecker… Man hatte richtig Lust,  in dem Gewässer baden zu gehen. 

Während wir die Tiere beobachtet haben,  haben wir unsere Frühstücksboxen geleert. Es ging weiter und im Laufe des Vormittags haben wir festgestellt,  dass heute der Tag der großen Herden ist. 

Eine Elefantenherde mit ca 30 Tieren und ganz vielen kleinen Dumbos war unterwegs zu einem Wasserloch. In diesem lagen allerdings unzählige Flusspferde, so dass das Wasser bestimmt nicht lecker war. 

Die zwei kleinsten Dumbos haben sich hingeworfen und rumgewälzt. Danach konnten sie alleine nicht mehr aufstehen und die anderen haben mit ihren Rüsseln unterstützt.  Total süß.  

Einer riesigen Büffelherde folgte eine Herde Zebras wie wir sie bisher noch nicht gesehen haben.  Teilweise haben sie geschlafen und dabei ihre Köpfe gegenseitig auf den Rücken abgelegt. 

Ein paar Meter weiter lagen ein paar dösende Löwen im Gebüsch. Die Zebras in erster Reihe waren total achtsam und hatten ein paar Aufpasser abgestellt. 

Daniel hat ein paarmal gefunkt und wieder Gas gegeben.  Unser Ziel war dieser schöne Leberwurstbaum.

Wir wussten erst nicht so recht,  warum wir hier sind,  bis wir drei Löwen unter dem Baum haben liegen sehen.  Es kam aber noch viel besser,  denn auf den Ästen lagen weitere vier Exemplare,  die vor sich hingeschlummert haben und sich nur bewegt haben,  wenn eine ihrer Tatzen runter gefallen ist.

Dass sich diese großen Tiere dort so gut halten können, geschweige denn dort hoch kommen, ist unglaublich. 

Wir haben beschlossen,  heute zwischendurch mal eine Siesta einzulegen und sind zurück zum Camp. In den Zelten war es allerdings vor Wärme kaum auszuhalten, so dass wir nach der Pause richtig platt waren.  Kein Wunder,  dass die ganzen großen Tiere in der Mittagshitze faul in der Ecke rum liegen und drauf warten,  dass die Sonne ihre Kraft verliert. Um unser Zelt herum sind eine Menge Klippschliefer, die herum getollt sind und uns neugierig beäugt haben.

Gegen 16.30 Uhr sind wir nochmal los gezogen. Am Himmel sind dunkle Wolken aufgezogen und es wurde richtig windig und gleich ein paar Grad kühler,  herrlich.

Die Suche nach einem Leoparden war heute leider ergebnislos.  Daher wollten wir uns einen schönen Platz zum Sonnenuntergang schauen suchen.  Die Wolkenfront ist aber immer dichter geworden und plötzlich haben sich über der Regenfront ganz bunte Wolken gebildet,  sogenannte  Perlmutwolken.

So etwas haben wir noch nicht gesehen und wir waren super glücklich.

Morgen früh werden wir die Serengeti leider schon wieder verlassen.  Es waren anstrengende,  aber super tolle Safaritage.

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Der Ngorongoro-Krater

Dafür,  dass wir es gestern Nachmittag in den Zelten vor Wärme kaum ausgehalten haben,  waren wir nachts froh,  dicke Decken zu haben.  Um 6 Uhr haben wir uns zum frühstücken getroffen und um 6.30 Uhr ging es los. In unserem Camp waren zwei Giraffen,  die genüßlich die Blätter von den Bäumen gezupft haben.   

Kurz nach unserem Start ging die Sonne auf und überall gab es wieder traumhafte Motive. 

Wir hatten unglaubliches Glück,  denn am Straßenrand lief eine Gepardin mit zwei Jungtieren.  Es sind einfach so wahnsinnig schöne Tiere. 

Wir sind heute die Hauptstraße zum Parkausgang gefahren.  Wir mussten durch richtig tiefe Wasserlöcher, die Straßen werden sich selber überlassen.

Und dann waren wir schon wieder am Parkausgang und haben nach drei wunderschönen und erlebnisreichen Tagen die Serengeti verlassen. 

Kaum waren wir aus dem Park raus,  standen am Straßenrand wieder die Massai und haben ihre Herden gehütet. Wir sind mit 80 kmh über die Waschbrettpisten gebrettert. Die Autos sind alle GPS überwacht,  daher muss man sich an Geschwindigkeitsbegrenzungen halten.  Vor uns ist wieder das Massiv des Ngorongoro-Kraters aufgetaucht und die Straße hat sich wieder hinauf gewunden. Wir waren bisher relativ allein auf der Straße unterwegs. Plötzlich ist vor uns eine Autoschlange aufgetaucht.  Wir hatten den Eingang in den Ngorongoro Krater erreicht.  Auch hier muss man wieder Eintritt zahlen,  daher der Stau.

Von einem Aussichtspunkt haben wir in den 610 m tieferen Krater geschaut, bevor es hinab ging. 

Nochmal kurz aufs Klo,  bevor wir die Rundtour durch den Krater gestartet haben. Der Durchmesser ist zwischen 17 und 21 km,  ca.  25.000 Großtiere leben hier. 

Der Krater  ist vor ca. 2-3 Millionen Jahren entstanden.  Er hat auf kleiner Fläche eine extreme Tierdichte und ist UNESCO Welterbe. Gefühlt jedes Fahrzeug hier ist auf der Suche nach einem der ca 50 hier lebenden Nashörnern. Bis mittags haben wir auch sechs Exemplare gesehen,  allerdings waren sie so weit weg,  dass sie durch das Flimmern der Hitze kaum zu erkennen waren.  Der Krater ist auch wirklich anders als die Serengeti oder die anderen Parks.  Die Tiere sind recht weit von der Straße entfernt und man kann sie teilweise schlecht erkennen. Allerdings ist dies für die Tiere auch gut,  denn so können sie sich vor den vielen Autos  zurück ziehen und verstecken,  wenn ihnen danach ist.  Im See in der Mitte leben viele Flamingos und spiegeln sich schön im Wasser. 

Mittags haben wir an einem schönen See mit massenhaft anderen Fahrzeugen Pause gemacht.  Pelikane haben gefischt,  in der Mitte sind Flusspferde geschwommen.  Idylle pur, wären da nicht die vielen Menschen…

Wir sind nochmal zurück zu der Stelle gefahren,  an der wir vormittags die beiden Nashörner gesehen haben und tatsächlich sind sie der Straße und somit unseren Kameras etwas näher gekommen.

Am Wegesrand stand eine Gruppe Kronenkraniche, das Wappentier Tansanias. 

Auf den Wiesen waren ein paar alte Elefanten.  Ihre Zähne sind kaputt,  daher benötigen sie das weiche Gras.  Die jüngeren Tiere halten sich in den Wäldern auf,  da es dort mehr zu fressen gibt. 

Eine Horde Wasserbüffel hat friedlich gegrast und der Krater hat sich langsam von den vielen Fahrzeugen geleert.

Die Pelikane und Flamingos haben sich die Bäuche voll gehauen.

Bevor wir den Park verlassen haben,  musste natürlich noch ein Beweisfoto her,  dass wir auch hier waren. 

Der Ausgang führte durch ein Waldstück, in dem noch eine Elefantenherde gegrast hat.  Und es war zum Abschluss der kleinste Dumbo dabei,  den wir bisher gesehen haben. 

Steil bergauf führte uns um 16 Uhr die Straße die 610 Höhenmeter.  Oben angekommen,  haben wir noch einen kleinen Stopp am Denkmal der Grzimeks eingelegt,  bevor wir das Ngorongoro Gebiet wieder verlassen haben.

Und dann: eine geteerte Straße.  Nach mehreren Tagen Geschaukel war dies ein Traum.  Ca.  eine Stunde ging es weiter durch Zivilisation zu unserer Lodge.  Die vielen Menschen und der Verkehr waren irgendwie merkwürdig nach den Tagen der Einsamkeit.  Dafür sind wir wieder durch diese tolle grüne Gegend mit ihren roten Feldern gefahren.  Wir haben heute so viel Staub geschluckt wie den ganzen Urlaub nicht. Völlig eingestaubt sind wir dann in der Manyara Best View Lodge angekommen,  im Luxus pur.  Die Lodge liegt an der Kante eines Grabenbruchs und bietet eine unglaubliche Aussicht. 

Mit kleinen TukTuks sind wir den Berg hinab zu unserem Zimmer gefahren worden,  wo wir das nächste Mal baff waren.

Nicht nur,  dass man eine unglaubliche Aussicht hat,  wir haben sogar einen eigenen Pool mit Sitzecke. Und das Beste: hier bleiben wir morgen den ganzen Tag und lassen es uns gut gehen.