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Gestrandet in Abu Dhabi

Unser Heimflug hat leider mal so gar nicht funktioniert… Wir hätten in Abu Dhabi 1:40 Stunden Zeit zum Umsteigen gehabt. Unser Flieger von den Seychellen ist mit über 2 Stunden Verspätung gestartet.  Dann haben wir in Abu Dhabi im Außenbereich geparkt  und wurden mit Bussen zum Terminal gebracht.  Gegen 2:40 Uhr waren wir da,  um 2:10 Uhr ist unser Flieger weg geflogen.  Wir standen bei Etihad am Schalter und wurden auf den nächsten Tag umgebucht, d. h. genau 24 Stunden später.  Wir mussten in Abu Dhabi einreisen,  durch den ganzen Flughafen laufen,  bis wir an einem Schalter einen Hotelgutschein bis zum nächsten Abend bekommen haben.  Vor der Tür stand ein Bus,  der uns ins Hotel bringen sollte.  Leider war der Busfahrer nicht auffindbar.  Irgendwann haben sie ihn erreicht,  er ist in Seelenruhe durch den Bus und hat die Tickets kontrolliert.  Mittlerweile war es 4 Uhr morgens und wir nur platt. Allerdings wurden wir dann noch über 50 Minuten mit einem eisig klimatisierten Bus durchs nächtliche Abu Dhabi kutschiert, bis wir schließlich beim Marriot Hotel wieder in der Schlange zum Einchecken standen.  Um 5.30 Uhr waren wir dann endlich auf dem Zimmer, so aufgedreht und ich leider auch krank,  dass an Schlaf erstmal gar nicht zu denken war. 

Gegen 13.30 Uhr hat uns der Hunger ins Restaurant getrieben,  das uns mit einem tollen Buffet empfangen hat. 

Nachdem wir wieder etwas im Bauch hatten, ich mich mit Ibuprofen gedopt hatte,  sind wir mal vor die Tür gegangen.  Bis wir heute Abend um 23 Uhr abgeholt werden,  ist es noch lange hin.  Und da kann man die Chance ja nutzen und ein bisschen die Umgebung erkunden. Zuerst sind wir aber mal in den 12. Stock unseres Hotels gefahren und haben von dort die Aussicht genossen. 

Durch die Hochhausschluchten ging es bei durchaus angenehmen Temperaturen. Direkt vor unserem Hotel war ein Park mit coolen Skulpturen.

Direkt daneben ist das World Trade Center mit riesiger Mall und einem total modernen klimatisierten Souk, der an einen in Marrakesch erinnert hatte,  aber viel ordentlicher und sauberer war.

Die Leute waren hier anders als erwartet.  Kaum verschleiert,  dafür war den ganzen nachmittag der Anteil der Männer bei ca.  98 %. Man hat kaum Frauen gesehen,  ab und zu nur mal mit kleinen Kindern unterwegs.  Andi war der Meinung,  dass das hier das totale Männerparadies sei.  Ich als Frau kam mir komisch vor.  Was aber lustig war,  ich habe Andi immer überall erkannt.  Obwohl er auch dunkle Haare hat,  war er meistens der Größte, bei 1,72m…

Im Capital Park, der einen coolen Eingang hatte,   haben die Männer Basketball gespielt.

Da wir heute Nacht ja fast bis ans Meer gekarrt wurden,  wollten wir das natürlich auch sehen. 

Durch eine Unterführung ging es an eine Promenade,  die kilometerlang am Wasser entlang führte.  Im Hintergrund konnten wir die berühmten 5 Sterne Hotels erkennen.

Der breite Strand war,  warum auch immer,  gesperrt und einsame Wachleute saßen da und haben aufgepasst,  dass ihn niemand betritt.

Die Sonne ist im Dunst verschwunden und die Lichter der Stadt gingen an. 

Heute morgen bei der Busfahrt ist uns schon die Deko an den Straßen aufgefallen,  immer mit einer 54 versehen.  Morgen ist wohl der 54. Unabhängigkeitstag der Vereinigten Arabischen Emirate, was jedes Jahr groß gefeiert wird. 

Im Dunkeln ist dann die richtige Pracht der Stadt heraus gekommen,  denn die tagsüber teilweise unscheinbaren Gebäude haben ihre Beleuchtung ausgepackt.

Gegen 19 Uhr waren wir wieder im Hotel,  haben noch etwas gegessen,  uns noch etwas ausgeruht,  bevor wir um 23 Uhr von einem Shuttle die 35 km zurück zum Flughafen gebracht werden sollten. Die erste Info war dann,  dass der Bus erst um 23.30 Uhr kommt.  Er kam dann um 23.40 Uhr und war zu klein für die vielen Leute,  die gewartet haben.  Und dann ging die Warterei mit Blick auf die Uhr nervös weiter.  Um 0 Uhr sind wir dann endlich losgefahren.  Ein 2. Bus hat die überschüssigen Leute aufgenommen.  Irgendwie fällt es einem schwer zu verstehen,  dass man jetzt fast 23 Stunden gewartet hat und man dann wegen des Transfers zum Flughafen nochmal nervös wird… Um 1 Uhr waren wir dann am Flughafen, wo wir aber echt schnell durch die Pass- und Sicherheitskontrollen waren.  Und jetzt: ab nach Hause,  gute Nacht!

2025 Seychellen

Victoria und Eden Island

Die Zeit bis zum Auschecken haben wir heute komplett ausgereizt. Es hat leicht genieselt und unser Flieger geht erst heute Abend gegen 20 Uhr.  Als wir dann losgefahren sind,  hat es richtig angefangen zu regnen und uns ist bewusst geworden,  was für ein Glück wir mit dem Wetter während unseres Aufenthaltes hatten.  Von einem der wenigen Aussichtspunkte, die an der Straße liegen,  konnten wir Eden Island erkennen, allerdings heute nicht mit türkisblauem Wasser.

Wir haben auf der künstlichen Insel Eden Island ein Einkaufszentrum angesteuert. Die Insel wurde Anfang der 2000er neu aufgebaut nach Vorbild der künstlichen Inseln in Dubai.  Ein großer Yachthafen, viele Wohnungen und Restaurants und Geschäfte bilden hier eine eigene Ortschaft. Die Geschäfte hatten heute am Sonntag allerdings alle außer dem Sparmarkt zu.  Dieser ist der größte Supermarkt der Seychellen und trotzdem recht übersichtlich.  Außerdem ist er recht teuer.  Viele Einheimische kaufen hier bestimmt nicht ein… In der letzten Unterkunft waren einige Teile von Ikea und wir haben uns gewundert,  wie die auf die Insel kommen. Im Sparmarkt hat Ikea tatsächlich einige Regale angemietet und verkauft hauptsächlich Geschirr und Küchenzubehör. Aber auch das Billy-Regal hat es hierher geschafft. 

Das Einkaufszentrum hat nicht so viel hergegeben und so haben wir uns an der Marina auf eine Bank gesetzt und dem regnerischen Treiben zugeschaut. Dabei sind die ersten Maschinen von Air Seychelles an uns vorbei geflogen. 

Der Hunger hat sich gemeldet,  Andi hat zum 7.  und letzten Mal im Urlaub Fish&Chips gegessen und wir sind nochmal nach Victoria,  der Hauptstadt aufgebrochen.  Auch dem Sonntag geschuldet hatte hier viel geschlossen. Einen kleinen Halt war uns aber der Arul Mihu Navashakti Vinayakar Tempel, der einzige Hindutempel auf den sonst sehr christlichen Inseln,  wert.  Auch er war geschlossen und nicht sehr groß,  so dass wir schnell fertig waren. 

Leider hat das Wetter so gar nicht zum Strandbesuch eingeladen. Trotzdem sind wir zum berühmten Anse Beau Vallon gefahren,  der ganz im Norden liegt.  Normalerweise ist das Wasser wie überall türkisblau, heute leider nicht.  Wir haben direkt am Strand geparkt und einfach aufs Meer geschaut. Am Meer entlang führt hier eine Promenade,  was wir sonst noch nirgends hier gesehen haben.  Die Leute aus den Hotels liegen auf ihren Liegen,  die Einheimischen sitzen mit ihren Kühltaschen und Töpfen voller Essen dazwischen. 

Entlang der Nordspitze ging es zurück nach Victoria und wir waren froh,  dass unsere Unterkunft im Südwesten war und nicht hier oben.  Die Küste war ziemlich zugebaut und man hat kaum das Meer gesehen.  Das Wetter hatte etwas aufgeklart und daher sind wir nochmal auf den Aussichtspunkt gefahren.  

Von hieraus ging es zur Tankstelle und dann zum Flughafen,  wo wir unseren Mietwagen abgegeben und uns unsere Deutschland Klamotten angezogen haben.

Das Einchecken hat eine gefühlte Ewigkeit gedauert.  Da der Flieger aber eh Verspätung hatte,  war es egal,  wie wir die Zeit verbummeln.  Hoffentlich schaffen wir es heute Nacht in Abu Dhabi,  den Anschlussflug zu kriegen…

2025 Seychellen

Port Launay

Als wir heute früh wach geworden sind,  waren unsere kompletten riesigen Scheiben total angelaufen.  Draußen kam ein Schauer runter und man konnte sich vorstellen,  was für eine Luftfeuchtigkeit draußen sein muss.  Leider hatten wir kein Brot mehr,  so dass einer in den sauren Apfel beißen musste und in die Schwüle raus musste.  Bei dem kleinen Supermarkt um die Ecke gibt es Gott sei Dank Brot.  Der Markt wird – wie viele andere Märkte hier auch – von einem Inder geführt.  Unsere Managerin hier hat die Theorie,  dass kein Einheimischer Bock auf diese langen Arbeitszeiten hat und deshalb die Inder diese betreiben.  Sie sind lange heftige Arbeitszeiten gewöhnt.  Der Laden hier öffnet offiziell um 8.30 Uhr und schließt wieder um 17 Uhr.  Tatsächlich waren wir gestern aber um 18.30 Uhr noch in dem Laden…

Auf den Inseln spielt zwar Tourismus eine große Rolle, aber es ist schön zu sehen,  dass dabei die Ursprünglichkeit bisher erhalten bleibt.  Einen Aussichtspunkt muss man sich erwandern und er liegt nicht gut ausgebaut am Straßenrand.  Außer am Flughafen haben wir noch keine Burger- oder Kaffeekette  gesehen. An den Stränden kann man sich auf sein Handtuch legen,  niemand stellt Liegen hin und kassiert dafür ab. 

Wir haben uns spontan gegen Brot und für ein Café um die Ecke entschieden,  in dem es Pancakes gibt.  Da wollten wir eigentlich an meinem Geburtstag hin,  da hatte es aber zu. Und so gab es für jeden eine Portion,  die wir beide nicht geschafft haben.  

Am Nachmittag sind wir dann nochmal in den Norden aufgebrochen.  Dort soll am Port Launay Beach ein Korallenriff sein,  wo man gut schnorcheln kann. 

Heute ist Samstag und unterwegs haben wir an den Stränden viele Familien und Einheimische gesehen,  die ihr Lager am Strand aufgebaut haben.  Es wurde gegrillt,  die Musik lief und die Kids haben im Wasser gespielt.  Es schien auch irgendein Lauf zu sein,  denn uns sind immer mal wieder Leute mit Startnummern und hoch roten Köpfen entgegen gekommen.  Wahnsinn bei der Hitze…

Am Strand angekommen,  haben wir uns ein schattiges Plätzchen gesucht und Andi ist schnorcheln gegangen. 

Er hat auch einiges gesehen,  allerdings war unter Wasser durch den aufgewühlten Sand schlechte Sicht. 

Für uns ging es zurück, aber nicht,  ohne noch ein paarmal zu halten.  In einem Ort haben die  Leute aufgeregt ein Spiel gespielt,  das wir nicht kannten. 

Durch die Ebbe konnte man weit in die Bucht laufen.

Wir hatten die Hoffnung,  den Sonnenuntergang von einer der Bergstraßen zu sehen,  mussten aber erfahren,  dass es echt gar keine Haltebuchten für so etwas gibt.

An einem Takeaway haben wir uns noch Abendessen mitgenommen und dann war der Tag auch schon wieder vorbei. 

Morgen Abend geht es nach Hause…

2025 Seychellen

Morne Seychelles Nationalpark

Heute haben wir die Westseite der Insel erkundet.  Je mehr wir in den Norden gekommen sind,  umso ruhiger wurde es. Aber die Landschaft wurde immer spektakulärer, da im Hintergrund die Berge des Morne Seychelles Nationalpark aufgetaucht sind.  Unterwegs haben wir wieder unglaublich tolle Fotomotive gefunden.

Ziemlich weit im Norden sind wir dann der Straße in die Berge gefolgt und naturgemäß ging es ordentlich bergauf. Hier im Park gibt es verschiedene Wanderwege. Gemeinsam haben sie fast alle, dass sie recht steil sind. Andi hatte den Morne Blanc Trail ausgewählt. 

Wir haben am Straßenrand geparkt, die Wanderschuhe angezogen und los ging es.

Der Weg ist eigentlich nur 800 m lang, überwindet dabei aber 315 Höhenmeter. Und das bei 30 Grad und heftiger Luftfeuchtigkeit.

Nach ca 200 m waren unsere Klamotten komplett nass, uns ist die Brühe überall gelaufen.  Nach 350 m hat sich mein Kreislauf angefangen zu verabschieden und ich bin nach einer Pause umgekehrt. Das Klima macht mir allgemein schon zu schaffen,  aber das war zu viel.

Andi ist weiter gegangen und wurde mit einer tollen Aussicht vom 675 m hohen Morne Blanc belohnt. 

Er kam völlig verschwitzt und fertig zurück zum Anfang des Weges, wo ich gewartet habe.

Ich habe in der Zeit die Geräusche des Waldes unglaublich erlebt.  Das Rauschen der Blätter,  das Summen der Insekten, das Geschimpfe und Getrillere mancher Vögel,  die kleinen Geckos, die durchs Unterholz streifen.

Für uns ging es zurück zur Unterkunft,  denn die Dusche hat sowas von dringend gerufen.  Gleich danach sind wir an die Baie Lazare gefahren,  um etwas zu essen und den Sonnenuntergangzu erleben.  Man kann ihn hier echt jeden Tag an einem anderen Strand mit anderem Panorama genießen.

2025 Seychellen

Takamaka Rum Distillery

Heute früh waren wir richtig schön frühstücken, um eine Grundlage für unseren nächsten Besuch zu schaffen.  Auf der Insel gibt es die Takamaka Rum Distillery, bei der man eine Verkostung machen kann.  Da ja einer,  in dem Fall Andi,  fahren muss,  haben wir uns eine Verkostung geteilt und sechs verschiedene Rumsorten probiert.  Dabei hat man mit den milden Sorten angefangen, bis man beim 69 %igen Rum gelandet ist. 

Der hatte es ganz schön in sich und wir sind anschließend erst noch etwas über die tolle Anlage gelaufen, um den Alkohol zu verdauen.  Man hätte auch eine kostenlose Führung machen können,  dafür war es uns aber zu warm.

Nicht weit entfernt ist ein Kulturerbe der Seychellen,  in dem verschiedene Handwerker ihre Waren anbieten.  In alle Häuser kann man hinein spazieren und den Flair der alten Zeit erleben. 

Die Anlage ist echt schön,  vor allem die riesigen alten Bäume sind faszinierend. 

In einer kleinen Bäckerei in einer Hintergasse wollten wir uns Kuchen holen und die Dame war total süß und hat uns Früchte und ein Stück Kuchen zusätzlich geschenkt.  Da es wieder heftig warm war,  sind wir zurück zur Unterkunft, wo mich eine totale Überraschung erwartet hat: das Mädel von der Rezeption hat gestern Cupcakes für mich gebacken,  da ich heute Geburtstag habe.  Ich war total geflasht.

Sie hatte für Andi schon die tollen Rosen besorgt, das Bett so toll geschmückt und jetzt hat sie sich gestern in ihrer Freizeit hingestellt und für mich gebacken.  Ich kann es immer noch nicht glauben…

Nach einer Runde im kühlen Pool gab es dann Geburtstagskaffee und einen gemütlichen Nachmittag. 

Gegen 17 Uhr sind wir wieder los gezogen.  Die Temperaturen waren wieder etwas angenehmer und wir sind zu einer Beachbar gefahren,  um den Sonnenuntergang zu schauen. 

Dabei gab es super leckeres Essen,  dessen Zutaten ausschließlich auf der Insel angebaut wurden und leckere  Cocktails. 

Und es war ein unglaublicher Sonnenuntergang,  der schöner nicht hätte sein können.  Was für ein toller Geburtstag…