2026 Tansania

Das Ndutu Gebiet

Heute wurden wir erst um 9 Uhr abgeholt.  Wir sind nicht weit weg vom Eingang des Ndutu-Gebiets und können mit unserem Ticket um 9.30 Uhr in den Park einfahren.  Es gibt wohl auch andere Eingänge,  die früher öffnen,  zu denen wären wir aber länger unterwegs.  Nach einem super leckeren Frühstück haben wir also unsere Koffer wieder gepackt und weiter ging es.

Der Ort war Montag morgen wieder super geschäftig. Nachts hat es geregnet und so waren die ganzen Felder richtig schön satt rotbraun. 

Und dann war vor uns plötzlich wieder eine Menge von Safarifahrzeugen. Wir sind am Eingang der Ngorongoro Region angekommen.  Hier hieß es wieder Ticket kaufen,  auf die Toilette gehen und ab in den Park. Obwohl die Region direkt an verschiedene Nationalparks angrenzt, ist dies kein Nationalpark.  Der Grund dafür sind die hier lebendenden Massai. Sie leben schon immer hier und wurden teilweise aus der Serengeti vertrieben,  als die zum Nationalpark wurde.

Die Straße war nicht mehr befestigt und führte steil bergauf durch viele Kurven durch Regenwald. Von einem Aussichtspunkt aus hatte man einen tollen Blick auf den Ngorongoro Krater,  der vor ca 2 Mio entstanden ist. 

Es ging weiter bergauf,  bis wir uns auf eine Höhe von 2300 m geschraubt haben.  Die Landschaft hat sich wieder geändert. 

Weite Ebenen sind vor uns auftaucht,  die Kuhherden der Massai haben die holperige Straße gesäumt, immer wieder standen aber auch Zebras, Gnus, Giraffen und Impalas mitten drin.

Schlagartig hat sich die Landschaft wieder geändert,  genau wie die Straße.  Diese wurde sehr uneben und ruckelig. Die Ebene liegt auf 1600 m und hat bei dem Vulkanausbruch viel Asche abbekommen. 

Wenn es regnet wird der Boden steinhart, daher wachsen keine Bäume, sondern nur Gras. Hier liegt auch die Gabelung, an der es geradeaus in die Serengeti und links ab in das Ndutu-Gebiet geht.

Wir haben das Dach geöffnet und sind ins Ndutu-Gebiet abgebogen.  Den Abstecher machen wir,  da es in dieser Region die jährliche große Tierwanderung gibt.  Die Gnus ziehen im Laufe des Jahres in einem Kreis durch ein großes Gebiet,  immer dem Wasser und der Nahrung hinterher.  Im Februar sind sie in der Ndutu-Gebiet, um hier ihre Kleinen zu kriegen und aufzuziehen.  Es befinden sich Millionen von Gnus hier und entsprechend haben wir auch nicht gleich bei den ersten gehalten.  Wir sind zum kleinen Flughafen,  um auf Toilette zu gehen und dann in das Gebiet gefahren.  Daniel hat Gas gegeben,  hat für uns kreuz und quer irgendwelche Wege eingeschlagen und plötzlich haben wir uns vor einer Gruppe Löwinnen wieder gefunden. 

Sie lagen einfach rum und haben gepennt. Durch unsere haben sie sich in keinster Weise gestört gefühlt.  Zwei haben sich gegenseitig abgeleckt und Fellpflege betrieben.  

Das Funkgerät von Daniel lief auf Hochtouren und er ist mitten durch die Gnuherden weiter geheizt. Bis wir in der Ferne mehrere Safariwagen gesehen haben.  Sie alle standen um einen Busch herum,  in dem es sich ein Leopard gemütlich gemacht hat.  Leider hat er sich kaum bewegt und man konnte ihn kaum erkennen. 

Also haben wir auf den nächsten Funkspruch gehört,  der einen Geparden angekündigt hat.  Wieder ging es über Stock und Stein zu einem anderen Busch.  Hier lag ein Gepard mit 3 Kleinen,  die gerade Milch gesaugt haben.  Ohne Guides und deren Netzwerk hätten wir das nie gefunden, so gut versteckt lag er. 

Der Himmel zog sich zu,  der nächste Funkspruch,  der Leopard ist aus dem Baum gekommen.  Also zurück und tatsächlich,  der Leopard ist wegen des Regens aus dem Baum gekommen und lag inmitten der Safarifahrzeuge. 

Er hat sich gemütlich geputzt und überhaupt nicht stören lassen. 

Daniel hat uns erklärt,  wie selten es ist,  ob dieser Gegend Leoparden zu sehen. Weiter ging es,  denn eigentlich waren wir ja wegen der Gnuherden hergekommen.  Riesige Gruppen sind durch die Gegend gezogen,  haben friedlich gegrast und die Kleinen haben herum getollt.

Auf dem Weg zur Lodge haben wir dann noch einen Abstecher zum Lake Masek gemacht und zur Kür des Tages lagen im Wasser ca 20 Nilpferde und haben vor sich hingegähnt.

Perfekter hätte der Tag nicht sein können.  Heute übernachten wir in einem Camp, das direkt am dem See liegt. Es liegt mitten in der Natur,  d.h. hier gibt es alles,  was es heute auch im Park gab.  Daher muss man für alle Wege nach Dunkelheit eine Security beauftragen. Wir haben ein Walkie Talkie bekommen,  um uns bemerkbar zu machen. 

Der Blick auf den See war überragend und ich bin froh,  nachts mit Ohrenstöpseln zu schlafen.  Die Geräusche der Tierwelt sind jetzt schon unglaublich… Aber ein Kilimanjaro hilft immer!

Direkt nach dem Anstoßen wurde es unruhig, da zwei Nilpferde aus dem Wasser den Weg zum Camp hinauf genommen haben. Die Security hat darauf hingewiesen,  heute Nacht vorsichtig zu sein…

2026 Tansania

Tarangire Nationalpark

Unser Wecker morgens arbeitet sich langsam zu Weckzeiten, die man im Urlaub eigentlich nicht haben will.  Aber: wir sind nicht hier,  um am Pool zu liegen,  sondern etwas zu sehen. Heute früh hatte Andi keine Wahl,  denn nach dem Frühstück haben wir mit unserem Gepäck unsere Unterkunft verlassen und sind gen Westen gefahren.  Unser Ziel ist der Tarangire Nationalpark,  der für seine Affenbrotbäume und Elefanten bekannt ist. Taran bedeutet Fluss, Gire Warzenschwein. Unser Guide hat uns vor der Abfahrt eine kurze Erklärung des Parks gegeben.

Die Straße war super ausgebaut und wir sind deutlich besser vorangekommen als die letzten Tage durch Arusha.

Das erste Mal haben wir das Volk der Massai gesehen.  Sie bauen auf dem Land kleine zwei Zimmer Hütten. In dem einen Zimmer lebt die Frau mit den Kindern,  in dem anderen der Vater.  Die Männer dürfen mehrere Frauen haben,  jede Frau hat dann ihre eigene Hütte.  Der Mann schläft immer mal woanders. 

Die Kinder werden nicht zur Schule geschickt,  da die Angst besteht,  die eigene Kultur zu verlieren. Die Massai sind gut an ihrer Kleidung zu erkennen, da diese sich große Tücher über werfen. Die Frauen haben rasierte Haare und müssen ihren Männern Respekt zeigen.  Sie haben keinerlei Rechte. Schlimm,  dass es heutzutage noch so etwas gibt. 

Je weiter wir aufs Land gekommen sind,  umso mehr Müll lag am Straßenrand rum.  Seit einigen Jahren versucht die Regierung dies zu reduzieren, indem sie Plastiktüten verboten hat. Vermutlich spielt das Thema Bildung hier aber auch eine Rolle, denn wenn man nicht zur Schule geht kann es nicht besser werden.

Nach einem Stück Schotterstraße sind wir am Parkeingang angekommen,  sind nochmal aufs Klo und Daniel hat das Dach wieder aufgeklappt.

Und los gings. In der Nähe vom Eingang haben sich direkt ein paar Giraffen,  Zebras und Gnus getummelt.

Der Park war traumhaft schön grün.  Große grüne Bäume wohin man geschaut hat.  Die Straßen waren nicht so staubig wie gestern. Und dann stand vor uns eine große Gruppe Elefanten. 

Sie hatten viele Kleine dabei und sind direkt an unserem Auto entlang gelaufen. Die Pfützen auf den Straßen haben sie genutzt und sich mit Wasser voll gespritzt. 

Dabei waren sie total friedlich und haben sich mit ihren Ohren Luft zugefächert.

Wir sind kreuz und quer durch den Park gefahren. Zu der Wahrheit hier gehört auch,  dass die Straßen vor Verkehr überquellen.

Safarifahrzeuge ohne Ende und entsprechend viele Touristen.

Der Park ist ja auch für seine Baobabs, also Affenbrotbäume bekannt und an einem besonderen Exemplar haben wir gehalten und durften in ihn hinein steigen.  Innen war ein richtiger Raum,  total irre, wie groß er war. 

Eine Weile haben wir einer Gruppe Paviane zugeschaut,  wie sie herungetollt sind und aus den Pfützen getrunken haben.  Sie hatten viele Kleine dabei,  was echt süß war. 

Dann ging es in einer langen Schlange von Fahrzeugen zu einer Picknickstelle, von wo aus man einen tollen Blick hatte.  Auch heute gab es wieder leckere Lunchboxen. 

Nach dem Essen sind wir noch ein bisschen durch den Park gefahren,  bevor wir ihn gegen 15 Uhr wieder verlassen haben. 

Der Park hat uns richtig gut gefallen, auch haben wir keine einzige Tsetse-Fliege gesehen,  vor der wir ein bisschen Respekt hatten.. Trotzdem hoffen wir,  dass es sich in der Serengeti etwas mehr verläuft. Weiter ging es in Richtung Westen, vor uns ist der Lake Manyara aufgetaucht und hinter ihm eine hohe Felswand. Diese sind wir über diverse Serpentinen hochgefahren.  Die Landschaft hat sich wieder komplett verändert.  Rote Felder,  Hügel und viele Bäume haben das Bild geprägt.

Nach einem kurzen Stopp ging es weiter zu unserer heutigen Unterkunft. Die Pamoja Farm Villa hat sehr gute Bewertungen und die sind zurecht so gut.  Durch ein Tor kommt man auf einen Hof und wir wurden vom gesamten Personal empfangen.  Drei Massai haben gesungen und getanzt und uns Willkommen geheißen.  Durch die traumhafte Anlage mit unzähligen Bananenbäumen wurden wir auf unser Zimmer gebracht. 

Und auch hier hat uns wieder ein total geschmackvolles Zimmer empfangen.  Tolle Unterkünfte findet man in Afrika echt immer an Stellen,  wo man sie am wenigsten erwartet.  Der Tag war anstrengend und mich hat der Pool gelockt.  Andi ist immer noch krank und war froh,  den Tag so gut überstanden zu haben.  Also bin ich alleine ins schöne kühle Nass. 

Abends haben wir noch lecker gegessen,  bevor wir wieder fleißig Bilder sortiert haben.

2026 Tansania

Arusha Nationalpark

Der Arusha Nationalpark beherbergt, wenn man so manchen Berichten glaubt,  die größte Population an Giraffen weltweit.  Und da wir  diese riesigen anmutigen Tiere lieben,  freuen wir uns entsprechend auf den Tag.  Andi geht es leider nicht gut,  ihn hat eine Erkältung erwischt.  Daher war heute morgen die Überlegung,  ob er einen Tag im Bett bleibt.  Aber wir haben alles aus der Reiseapotheke geholt,  was wir gefunden haben und sind nach einem leckeren Frühstück mit dick gefüllten Lunchboxen gestartet. So früh morgens war es noch angenehm kühl. Mit einem Jambo und Hakuna Matata hat uns unser Guide Daniel für die nächsten Tage empfangen. Wir sind in unser Safarifahrzeug gestiegen und los ging es – zuerst wieder durch den Stadtverkehr von Arusha. Dann sind wir links zum Arusha Nationalpark abgebogen. 

Der Verkehr auf den Straßen wurde dünner, der ca 4500m hohe Mount Meru kam immer näher und 20 Minuten später standen wir am Eingang. Unser Guide hat den Eintritt für uns bezahlt,  pro Person immerhin 45 Dollar.

Das Dach unseres Safari-Fahrzeugs wurde hochgeklappt und dann ging es in den Park. Der Park gehört zu den kleinsten in Tansania und ist für den Anfang daher genau passend.

Kurz hinter dem Eingang hat uns bereits auf einer Ebene eine große Zebraherde empfangen. Direkt daneben im Gebüsch haben sich die ersten Giraffen gezeigt. 

Die Kameras sind das erste Mal heiß gelaufen.

In den Bäumen neben uns haben sich plötzlich die Äste bewegt und eine Herde schwarz-weißer Stummelaffen ist um uns herum getollt. Man konnte sie super gut an ihren weißen dicken Schwänzen erkennen. Dass so etwas in der Natur praktisch sein kann,  fällt einem schwer zu glauben.

Ein paar Meter weiter war dann die nächste Affenbande, die uns neugierig beäugt hat. Hier handelte es sich um blaue Affen,  warum auch immer sie so heißen.

Paviane haben sich dann auch die Ehre gegeben,  bevor wir an einen See gekommen sind, wo Flamingos am Ufer nach Essen gesucht haben. 

In der Ferne haben ein paar Giraffen ihre Hälse in die Höhe gereckt. Wir haben auf dem Flug hierher Jurassic World geschaut und irgendwie wurden wir daran erinnert. An einem Aussichtspunkt haben wir unsere Luchpakete ausgepackt und bei herrlichem Blick das Essen genossen. 

Bei der Weiterfahrt standen auf einer Wiese vor uns plötzlich 10 Giraffen und haben Gras gefressen. 

Sie haben sich von uns in keinster Weise stören lassen,  sondern sind vor uns sogar ganz ruhig über die Straße gelaufen. 

Da es schon nachmittag war,  sind wir zurück zum Parkeingang und waren mit unserer Ausbeute des ersten Tages sehr zufrieden. 

Andi war dann noch sehr mutig und hat ein Selfie mit einem Elefanten gemacht.

Gegen 16 Uhr waren wir zurück in der Lodge,  es hat wieder angefangen zu regnen und wir haben uns ausgeruht. Wir haben heute schon ordentlich das Geschaukel der afrikanischen Massage abbekommen. Außerdem haben sich die Duschen so richtig gefreut. Auf der Veranda haben wir die Zeit genutzt,  Blog geschrieben und Bilder/ Filme sortiert.  Wir haben vor der Flut des Datenmaterials am Ende des Urlaubs etwas Respekt…

Nach einem leckeren Abendessen haben wir den Tag mit unserem Martini ausklingen lassen. 

2026 Tansania

Welcome Arusha

Der Zwischenstop in Istanbul war schon krass. Ein riesiger Flughafen hat uns empfangen mit echt langen Wegen und heftigen Preisen.  Ein belegtes Brötchen wurde mal eben für 18 Euro angeboten.  Für eine Packung Baklava wurden bis zu 50 Euro aufgerufen. Man fragt sich schon,  wer das bezahlt.  Wir haben trotzdem geshoppt und für 10 Euro eine 1l  Flasche Martini erstanden,  was wir als echtes Schnäppchen empfunden haben. 

Der Anschlussflug startete pünktlich und kaum waren wir in der Luft,  wurden wir von heftigen Turbulenzen begrüßt.  Allerdings war das der harmlose Teil des Fluges, denn die kompletten Stunden hat ein Baby geschrien und die Eltern haben es brav den Flugzeuggang hoch und runter getragen,  so dass alle etwas davon hatten.  Warum man sich so etwas als Eltern antut  werde ich nie verstehen… Die Turbulenzen haben wahrscheinlich einen kleinen Vorgeschmack von den Straßen durch die Nationalparks vermittelt. Pünktlich um 2.25 Uhr nachts ist der Flieger am Kilimanjaro Airport gelandet.

Ein Teil der Leute ist sitzen geblieben,  da der Flieger weiter nach Sansibar fliegt.  Wir haben uns mit unserem Online Visum in die Schlange gestellt und waren dann gegen 3.30 Uhr eingereist. Am Ausgang stand wie erwartet der Fahrer mit unserem Namen. 

Da der Flughafen östlich von Arusha liegt,  sich unsere Unterkunft für die nächsten drei Tage aber 30 km westlich von Arusha befindet,  haben 69 km Autofahrt auf uns gewartet.  Dies hieß 90 Minuten Fahrt durch das nächtliche Tansania.  Auch hier herrscht wieder Linksverkehr,  was wir vor kurzem ja erst auf den Seychellen hatten. Von unserer Umgebung haben wir aber außer sehr vielen Querrillen auf der Straße,  die zum langsam Fahren animieren sollten,  leider nichts gesehen.  Da wir wussten,  dass wir um so eine doofe Uhrzeit landen,  haben wir im voraus eine Prenight gebucht. An der Kutoka Lodge hat bereits ein Mann auf uns gewartet und uns nach dem Einchecken auf unsere Zimmer gebracht. 

Und so lagen wir ziemlich genau 24 Stunden nachdem unser Wecker ging, um 5.15 Uhr wieder im Bett. 

Um 10.30 Uhr haben uns der Wecker und eine anschließende Dusche wieder wach gerüttelt. Die Sonne hat uns empfangen: „Herzlich Willkommen in Afrika“ Wir hatten letzte Nacht noch Frühstück bestellt und der Kaffee hat weiter geholfen. Nach dem leckeren Frühstück haben wir uns die Anlage etwas angeschaut und wieder fast ein schlechtes Gewissen bekommen.  Hier springen mehr Angestellte als Gäste herum. 

Seit ca 7 Jahren werden hier mehrere kleine Gästehäuser gebaut,  der Pool scheint recht neu fertig gestellt zu sein.

Wir haben uns und unsere Klamotten etwas sortiert  und uns mit Sonnencreme eingeschmiert. Leider hat sich der Himmel gegen Mittag zugezogen und es hat richtig angefangen zu regnen. Hier können wir unsere WetterApp mal richtig vergessen… Um 14 Uhr wurden wir zu einer halbtägigen Stadtrundfahrt in Arusha abgeholt. Ein Guide und Fahrer haben uns in die Stadt gebracht und ein bisschen über ihren Arbeitgeber erzählt.  Tansania Specialist ist ein holländisches Unternehmen,  hat hier 200 Safarifahrzeuge und über 300 Guides beschäftigt. Der Guide sprach super deutsch,  was er in einem 7monatigen Sprachkurs gelernt hat.  Er ist 23 Jahre alt und darf erst mit 25 auch als Fahrer arbeiten.  So lange darf er nur mitfahren. Sein Ziel ist es,  Safaris leiten zu dürfen. Toll,  solche zielstrebigen junge Leute zu sehen.  Auf der Fahrt in die Stadt hat es geschüttet und trotzdem war es total schön und spannend,  das afrikanische Leben zu sehen,  das so anders als das unsere ist. 

Am Straßenrand wurde alles mögliche verkauft, der Verkehr war chaotisch und wir sind jetzt schon froh,  einen Fahrer zu haben.  Vor allem können wir so das ganze Gewusel auf uns wirken lassen und müssen nicht selber fahren. 

Unser erster Stop war bei der African Art Gallery, wo unzählige Künstler ihre Kunst verkauft haben.  Wahrscheinlich ärgern wir uns später wieder,  hier nichts eingekauft zu haben. 

Hier gab es alles,  was das Herz begehrt und was man nicht braucht.  Vor allem aber kein Chinakram.

Der nächste Stopp war am Frauenmarkt, wo diese Massen an Obst und Gemüse verkauft haben,  authentischer geht es nicht.  Außer Äpfeln wächst hier alles in der Gegend.

Eine Treppe hoch sind wir auf dem Fleischmarkt gelandet,  wo wahrscheinlich jeder Deutsche genau nichts essen würde. 

Die Hühner wurden in Käfigen gehalten und haben auf ihr Ende gewartet ohne es zu wissen.

An einem Stand wurden uns von einem netten Herren seine Gewürze angepriesen und natürlich konnten wir anschließend nicht gehen,  ohne etwas zu kaufen.  Er hat wahrscheinlich das Geschäft seines Lebens gemacht. 

Wir haben am Automaten Geld abgehoben,  400.000 Schilling, ca 130 Euro waren der Höchstbetrag und unsere Portmonaies platzen fast wegen der Menge Scheine. Mit dem Auto ging es vorbei am Clock Tower, der den Mittelpunkt von Tansania,  Kenia und Uganda kennzeichnet.

Kurz danach sind wir noch am Minara Uhuru vorbei gefahren,  dem Denkmal, das für die Unabhängigkeit Tansanias in 1961 steht. Damals hieß das Land noch Tanganjika, nach dem Zusammenschluss mit Sansibar in 1963 hat sich das Land dann in Tansania umbenannt.  Arusha hat mit seinen umliegenden Regionen 2,3 Mio Einwohner.  Townships wie in Südafrika gibt es nicht.  Es gibt zwar durchaus auch arme Menschen,  die leben aber überall in der Stadt verteilt.

Der nächste und letzte Programmpunkt des Tages war die Twiga Brauerei, die einzige Brauerei Tansanias.  Sie wurde in 2015 gegründet und uns wurde die Gründungsgeschichte mit all ihren Hindernissen erzählt, was recht interessant war. Und natürlich haben wir auch ein Biertasting gemacht.

Auf dem Weg zurück zur Lodge sind wir in einem Monsterstau gelandet.  Aus einer 2spurigen Straße wurde eben mal eine 5spurige Straße gemacht und es ging gar nichts mehr.  Die LKWs  sind einfach rechts den Abhang runter und sind auf dem Feld weiter gefahren.  Zwischendurch Mopeds und Fußgänger – was ein Chaos.  Gegen 20 Uhr waren wir zurück in der Lodge,  voller neuer toller Eindrücke und super hungrig. Nach dem Abendessen sind wir ins Bett gefallen,  um für morgen fit zu sein,  denn dann starten wir in die Tierwelt Tansanias.

2026 Tansania

Erster Stopp Istanbul

Durch den frühmorgendlichen Verkehr sind wir ohne Schnee und Eis in Frankfurt angekommen.  Das Einchecken ging problemlos und wir sind pünktlich gestartet.  Der erste Flug geht nach Istanbul,  wo wir nach einem Aufenthalt mit einem längeren Flug weiter zum Flughafen Kilimanjaro in Arusha fliegen werden.

Dort werden wir mitten in der Nacht landen und von unserem Veranstalter Tansania Specialist in unsere erste Unterkunft gebracht,  wo wir uns erstmal aufs Ohr hauen werden.