Heute wurden wir erst um 9 Uhr abgeholt. Wir sind nicht weit weg vom Eingang des Ndutu-Gebiets und können mit unserem Ticket um 9.30 Uhr in den Park einfahren. Es gibt wohl auch andere Eingänge, die früher öffnen, zu denen wären wir aber länger unterwegs. Nach einem super leckeren Frühstück haben wir also unsere Koffer wieder gepackt und weiter ging es.

Der Ort war Montag morgen wieder super geschäftig. Nachts hat es geregnet und so waren die ganzen Felder richtig schön satt rotbraun.

Und dann war vor uns plötzlich wieder eine Menge von Safarifahrzeugen. Wir sind am Eingang der Ngorongoro Region angekommen. Hier hieß es wieder Ticket kaufen, auf die Toilette gehen und ab in den Park. Obwohl die Region direkt an verschiedene Nationalparks angrenzt, ist dies kein Nationalpark. Der Grund dafür sind die hier lebendenden Massai. Sie leben schon immer hier und wurden teilweise aus der Serengeti vertrieben, als die zum Nationalpark wurde.

Die Straße war nicht mehr befestigt und führte steil bergauf durch viele Kurven durch Regenwald. Von einem Aussichtspunkt aus hatte man einen tollen Blick auf den Ngorongoro Krater, der vor ca 2 Mio entstanden ist.

Es ging weiter bergauf, bis wir uns auf eine Höhe von 2300 m geschraubt haben. Die Landschaft hat sich wieder geändert.

Weite Ebenen sind vor uns auftaucht, die Kuhherden der Massai haben die holperige Straße gesäumt, immer wieder standen aber auch Zebras, Gnus, Giraffen und Impalas mitten drin.

Schlagartig hat sich die Landschaft wieder geändert, genau wie die Straße. Diese wurde sehr uneben und ruckelig. Die Ebene liegt auf 1600 m und hat bei dem Vulkanausbruch viel Asche abbekommen.

Wenn es regnet wird der Boden steinhart, daher wachsen keine Bäume, sondern nur Gras. Hier liegt auch die Gabelung, an der es geradeaus in die Serengeti und links ab in das Ndutu-Gebiet geht.

Wir haben das Dach geöffnet und sind ins Ndutu-Gebiet abgebogen. Den Abstecher machen wir, da es in dieser Region die jährliche große Tierwanderung gibt. Die Gnus ziehen im Laufe des Jahres in einem Kreis durch ein großes Gebiet, immer dem Wasser und der Nahrung hinterher. Im Februar sind sie in der Ndutu-Gebiet, um hier ihre Kleinen zu kriegen und aufzuziehen. Es befinden sich Millionen von Gnus hier und entsprechend haben wir auch nicht gleich bei den ersten gehalten. Wir sind zum kleinen Flughafen, um auf Toilette zu gehen und dann in das Gebiet gefahren. Daniel hat Gas gegeben, hat für uns kreuz und quer irgendwelche Wege eingeschlagen und plötzlich haben wir uns vor einer Gruppe Löwinnen wieder gefunden.

Sie lagen einfach rum und haben gepennt. Durch unsere haben sie sich in keinster Weise gestört gefühlt. Zwei haben sich gegenseitig abgeleckt und Fellpflege betrieben.

Das Funkgerät von Daniel lief auf Hochtouren und er ist mitten durch die Gnuherden weiter geheizt. Bis wir in der Ferne mehrere Safariwagen gesehen haben. Sie alle standen um einen Busch herum, in dem es sich ein Leopard gemütlich gemacht hat. Leider hat er sich kaum bewegt und man konnte ihn kaum erkennen.

Also haben wir auf den nächsten Funkspruch gehört, der einen Geparden angekündigt hat. Wieder ging es über Stock und Stein zu einem anderen Busch. Hier lag ein Gepard mit 3 Kleinen, die gerade Milch gesaugt haben. Ohne Guides und deren Netzwerk hätten wir das nie gefunden, so gut versteckt lag er.

Der Himmel zog sich zu, der nächste Funkspruch, der Leopard ist aus dem Baum gekommen. Also zurück und tatsächlich, der Leopard ist wegen des Regens aus dem Baum gekommen und lag inmitten der Safarifahrzeuge.

Er hat sich gemütlich geputzt und überhaupt nicht stören lassen.

Daniel hat uns erklärt, wie selten es ist, ob dieser Gegend Leoparden zu sehen. Weiter ging es, denn eigentlich waren wir ja wegen der Gnuherden hergekommen. Riesige Gruppen sind durch die Gegend gezogen, haben friedlich gegrast und die Kleinen haben herum getollt.

Auf dem Weg zur Lodge haben wir dann noch einen Abstecher zum Lake Masek gemacht und zur Kür des Tages lagen im Wasser ca 20 Nilpferde und haben vor sich hingegähnt.

Perfekter hätte der Tag nicht sein können. Heute übernachten wir in einem Camp, das direkt am dem See liegt. Es liegt mitten in der Natur, d.h. hier gibt es alles, was es heute auch im Park gab. Daher muss man für alle Wege nach Dunkelheit eine Security beauftragen. Wir haben ein Walkie Talkie bekommen, um uns bemerkbar zu machen.

Der Blick auf den See war überragend und ich bin froh, nachts mit Ohrenstöpseln zu schlafen. Die Geräusche der Tierwelt sind jetzt schon unglaublich… Aber ein Kilimanjaro hilft immer!

Direkt nach dem Anstoßen wurde es unruhig, da zwei Nilpferde aus dem Wasser den Weg zum Camp hinauf genommen haben. Die Security hat darauf hingewiesen, heute Nacht vorsichtig zu sein…






















































