2026 Norwegen

Ohne Whalewatchingtour wieder gen Süden

Nachdem wir gestern unseren Kram für unsere heutige Tour gepackt haben,  kam um 22.11 Uhr eine Mail, dass sie aufgrund der Wetterverhältnisse abgesagt wird.  Wir hatten eine Waltour gebucht,  auf die wir uns total gefreut hatten.  Eigentlich wollten wir sie gestern machen,  da für heute das Wetter aber noch besser gemeldet war,  hatten wir uns für heute angemeldet.  Und jetzt findet sie nicht statt.  Erinnert uns an Neuseeland,  wo wir uns so gefreut hatten,  mit Delfinen zu schwimmen und morgens um 5 Uhr abgesagt wurde.  Das Meer ist total ruhig und wir können es echt nicht nachvollziehen.  Es ist Windstärke 1-2 gemeldet und dass da so eine Tour nicht stattfinden soll… Momentan ist die beste Zeit,  hier Wale zu sehen und wir sind echt enttäuscht… Um 23.20 Uhr hat Andi plötzlich ganz aufgeregt gerufen,  dass er Wale gesehen hat.  Wir haben den Schlafanzug von uns geschmissen,  warme Klamotten angezogen,  die Kameras geschnappt und sind raus gerannt.  Tatsächlich waren es aber keine Wale,  sondern Wellen,  die tatsächlich stärker geworden sind.  Heute früh hat uns dann auch ziemlich böiges Wetter empfangen und unser Womo hat ziemlich gewackelt.  Die Enttäuschung war aber immer noch da.  Hier oben auf morgen und weniger Wind warten macht aber auch keinen Sinn,  da der Wind nicht weniger werden soll.  Also sind wir nach dem Frühstück nochmal in den Ort Andenes gefahren.  Dort lag das Schiff,  mit dem wir eigentlich unterwegs sein sollten, im Hafen.

Und ja,  es war eisig und stürmisch.  Einmal quer durch den Ort sind wir am Leuchtturm vorbei. 

Der Ort ist echt irgendwie das Ende der Welt.  Hier war nichts los und wir sind durch ausgestorbene Straßen gefahren. 

Wir haben bei Google maps gesehen, dass es etwas außerhalb einen Ausguck gibt,  von dem aus man Wale beobachten kann.  Da dies nochmal ein Versuch wert war,  sind wir dort nochmal hin gefahren. 

Man hatte auch echt ne tolle Aussicht,  aber leider nicht auf die erhofften Wale.  Also ging es weiter.  Unsere Tour hat uns einen Teil der Strecke zurück geführt und dann in Richtung Lodingen. Von dort fährt die Fähre nach Bognes. Diese Tour dauert knapp eine Stunde und wir hatten noch eine knappe Stunde Zeit,  bis die nächste ablegt. Also haben wir uns etwas zu Essen gemacht und wir hatten gerade fertig gespeist, da hat ein Geräusch die Fähre angekündigt.  Also schnell  zusammen gepackt und dann kamen auch schon die Fahrzeuge von der Fähre gefahren.  Die Schranke war offen,  es war keiner zu sehen,  der einen hätte einweisen können und so sind alle einfach hintereinander auf die Fähre gefahren.  Als die Einweiser irgendwann kamen,  war ihr Schiff schon beladen.  Die restlichen Autos haben sie durch eine Klappe in die untere Etage verfrachtet.

Als wir an Deck gegangen sind,  haben wir gesehen,  dass wir das Personal wohl beim Grillen gestört haben.

Die Überfahrt war fast windstill,  was nach dem starken Wind heute früh merkwürdig war. 

Im Hintergrund sind ein letztes Mal die Lofoten aufgetaucht.

Eine knappe Stunde später haben wir einen tollen Stellplatz in Inhavet gefunden und draußen ohne Jacke in der Sonne gesessen.  Herrlich. 

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Andøya

Juhu,  es gibt sie noch,  die Sonne!!! Entlang des Fjords, an dem wir heute übernachtet haben,  ging es über eine tolle Brücke auf die Insel Andøya.

Die Sonne hat alles an Farben leuchten lassen,  die es so gibt.  Man konnte sich nicht satt sehen. 

Direkt auf der Insel angekommen,  sind wir links der Panoramaroute gefolgt,  was sich echt gelohnt hat.  Erst ging es durch eine Art Moorlandschaft, bevor die schroffen Felswände wieder ans Meer gerückt sind. 

Außer uns war kaum jemand unterwegs.  Hinter einer Kurve lag eine kleine Insel mit einem Leuchtturm,  zu dem man laufen konnte.  Wir waren komplett alleine. 

Kurz dahinter folgten ein paar abgesperrte Bereiche des Andøya Spaceport. Es ist ein Weltraumbahnhof, Europas Startrampe für Trägerraketen, die kleine und mittelgroße Satelliten in den Himmel bringen.  Beim einfachen Vorbeifahren hätte man dies nicht erkennen können. 

Eine geöffnete Schranke hat darauf hingewiesen,  dass aktuell kein Start stattfindet.  Die Küste entlang ging es bis Kurz vor Andenes, dem nördlichsten Punkt unserer Reise.  Auf dem Campingplatz haben wir ein Plätzchen gefunden, Andi hat den Grill aufgebaut und bei eisiger Kälte aber genialem Sonnenschein haben wir vor einer traumhaften Kulisse gegrillt. 

Nach dem Essen mussten wir erstmal wieder auftauen.  Da das recht schnell ging,  sind wir an den Strand und auf einen der Hügel hier geklettert. 

Kleine Pfade haben an den nächsten Strand und dann durch ein Wohngebiet an eine Ecke geführt,  von wo man aus den Leuchtturm von Andenes sehen konnte. 

Von dort aus starten wir morgen eine Tour,  bevor uns unsere Route wieder gen Süden führt. An der Hauptstraße entlang sind wir wieder zurück gelaufen.  Dabei hat uns ein Radfahrer angesprochen,  wo wir herkommen.  Als er Deutschland gehört hat,  hat er erzählt,  wie schnell er bei diversen Videospielen Auto fahren kann.  Im echten Leben ist hier meistens bei 80 kmh Schluss… Schon krass,  dass sich Leute dann einen „Geschwindigkeitsrausch“ mit ner X-Box holen. 

Zurück am Campingplatz haben wir eingecheckt,  da vorher keiner da war.  Der Mensch hat fließend deutsch gesprochen.  Er hat mehrfach zu unseren Fragen gesagt: „entspannt euch mal“.  Sollte einem zu denken geben. 

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Die Vesterålen

Heute früh sind wir bei trockenem Wetter gestartet.

Der Himmel war voller Wolken,  aber immerhin kein Regen.  Wir sind direkt auf eine Nebenstrecke abgebogen und waren über Kilometer alleine auf den Straßen.  Dies mussten wir natürlich nutzen und haben uns einige Zeit von der Drohne verfolgen lassen. 

Mit der Fähre ging es weiter auf die Vesterålen. Diese Inselkette liegt direkt neben den Lofoten,  ist aber touristisch deutlich entspannter.  Während auf den Lofoten sehr viele Asiaten in Mietwagen und Europäer in Wohnmobilen unterwegs sind,  gibt hier nur noch die Wohnmobile. Auf den Lofoten fahren auch sehr viele gemietete Womos von Indie Camper herum.  Diese haben wir heute gar nicht mehr gesehen.  Bei Instagram sind nur die Lofoten cool,  links und rechts gibt es nichts.  Unser Vorteil.  Letzte Nacht scheint es geschneit zu haben,  denn die Berggipfel waren frisch gezuckert.

In Stokmarknes haben wir eine Pause eingelegt und wollten eigentlich das neu  eröffnete Hurtigrutenmuseum besuchen.  Allerdings ist mit uns zeitgleich ein solches Schiff angekommen und das Museum hat 45 Minuten später geschlossen.  Daher haben wir uns gegen den Besuch entschieden und es nur von außen beguckt.

Eine knappe Stunde ging es noch weiter gen Norden,  bevor wir uns einen Platz für die Nacht gesucht haben.  Morgen soll die Sonne rauskommen und dann: soll es unglaubliches Wetter geben.  24 Stunden Sonne haben wir noch nie erlebt.  Die Temperaturen sind zwar trotzdem nach wie vor winterlich, aber was solls…

Außerdem haben wir für übermorgen etwas besonderes geplant,  bevor wir wieder gen Süden abbiegen.

Ich musste mich noch ne Runde bewegen und bin hinter dem Campingplatz einem Weg gefolgt.  Dabei bin ich fast Slalom gelaufen zwischen verschiedenen Kacke-Nestern. Und dank der heutigen Technik kann man ganz ganz einfach fragen,  wer der Übeltäter war.  Und tatsächlich ist es Elchkacke. Gesehen habe ich leider keinen,  aber hier muss es so einige geben…

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Svolvaer

Letzte Nacht hat sich die Sonne wieder von ihrer guten Seite gezeigt und uns nicht ins Bett gelassen,  da es einfach so schön war. 

Heute früh hat es auch nicht geregnet und so sind wir ein paar Kilometer weiter nach Svolvaer gefahren.  Svolvaer ist der größte Ort auf den Lofoten und daher hatten wir ein hübsches Örtchen erwartet.  Allerdings haben einen am Ortseingang schon große Industrieanlagen begrüßt.  Es gibt einen Stellplatz,  der für einen geschotterten Parkplatz ohne schöne Aussicht mal eben 500 NOK aufruft.  Daher haben wir bei einem Einkaufszentrum zwei Stunden kostenlos geparkt. Dabei haben wir festgestellt,  wie klein unser 7,20 m langes Womo ist…

In den zwei Stunden ist uns klar geworden,   dass der Ort der uninteressanteste bisher auf unserer Reise ist. 

Wir haben eine Runde durch das Shoppingcenter gedreht und als wir raus kamen hat es: geregnet.  Was eine Überraschung… Da sich das den ganzen Tag nicht ändern sollte,  sind wir 15 km weiter auf einen Campingplatz  gefahren.  Dort haben wir die Waschmaschine und Trockner genutzt und dafür gesorgt,  dass unsere Kleiderschränke wieder gefüllt sind.  Zwischendurch kam immer mal ganz kurz die Sonne raus. 

Morgen Nachmittag soll das Wetter endlich besser werden,  was auch echt Zeit wird.  Der viele Regen zwingt einen zwar auch mal zum Ausruhen,  auf Dauer nervt er aber einfach nur.  Wir haben unterwegs Leute getroffen,  die das 3. Mal mit dem Womo auf den Lofoten sind und das 3. Mal Dauerregen.  Das braucht nach der Strecke echt kein Mensch…

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Gimsøymyrene und Henningsvaer

Überraschung: heute Morgen hat es geregnet… Allerdings nur in der Bucht, in der der Campingplatz war.  Kaum,  dass wir diese verlassen haben,  wurde es trocken und kurze Zeit später war sogar die Sonne zu erahnen.  Über eine Brücke ging es auf die nächste Lofoteninsel Gimsøymyrene.

Dort war es auf einen Schlag wieder total ruhig und wir waren fast alleine. 

Auf vor allem einspurigen Straßen haben wir einmal die kleine Insel umrundet. 

Dabei sind wir an einem interessant bemalten Haus vorbei gekommen,  dass rundherum abgesperrt war mit ganz vielen Warnschildern.

Vorbei an einem riesigen Golfplatz kamen wir dann zur Kirche von Gimsøy.

Von da aus führte die nächste Brücke auf die Insel Austvågøy.

Dort haben wir das kleine Örtchen Henningsvaer besucht,  dass durch seine zwei Inselteile und Sportplatz bekannt ist.

Am besten sieht man dies aus der Luft.  Der ganze Ort besteht aber gleichzeitig aus Hinweisen, dass Drohne fliegen nicht überall erlaubt ist und ordentliche Strafen drohen. Daher sind wir auf ein paar Hügel geklettert und haben die Aussicht von dort genossen.

Dann ging es zurück zum Parkplatz. 

Da im Hintergrund schon wieder dicke Wolken aufgezogen sind,  haben wir uns den nächsten Campingplatz gesucht und den Rest des Tages gechillt.

Vom Platz aus hatte man einen wahnsinnigen Blick auf die vorgelagerten Inseln der Bucht. Sehr selten hat sich die Sonne blicken lassen.  Sobald sie uns die Ehre gegeben hat,  ist das Wasser vor uns türkis aufgeleuchtet.