2012 Südafrika

Im Krüger Nationalpark vom Camp Olifants nach Skukuza

Oh Mann, war das ne Nacht. Hatte ja schon erwähnt, dass es gestern etwas warm war, war aber ja eigentlich glücklich, dass wir ne Klimaanlage haben. Was wir aber anfangs nicht gehört haben, war die Lautstärke dieser Klimaanlage. Na ja, wir haben beide Ohrenstöpsel reingemacht und nach einer halben Stunde Hitzeschlacht beschlossen, dass wir auch noch den Ventilator anmachen. Entsprechend wurde es noch lauter. Irgendwann sind wir dann eingeschlafen und ich bin mitten in der Nacht wach geworden, da ich das Gefühl hatte, wir fliegen gleich weg. Irgendwie kam es mir noch lauter vor als vorher. Zudem hat ständig unsere Tür geklappert. Um 05.30 Uhr hat unser Wecker geklingelt, da wir den Sonnenaufgang bei so nem coolen Panorama sehen wollten und als wir die Tür aufgemacht haben, wusste ich, was ich nachts gehört habe. Draußen war heftiger Sturm und da wir ja eine Hütte direkt am Abhang hatten, haben wir ihn natürlich auch als erste abbekommen. Unsere Außenküche lag voller Blätter und angeflogenem Müll. Da es leicht wolkig war, war der Sonnenaufgang nicht sooo spektakulär und so haben wir uns noch eine Runde aufs Ohr gehauen. Eine Stunde später haben wir dann gemütlich auf unserer umwehten Terrasse gefrühstückt und anschließend die Sachen zusammen gepackt. Wir fanden es schade, dass im Flusslauf unten keine Tiere zu sehen waren. Ich habe mich nochmal auf die Terrasse gesetzt und plötzlich ist unten im Fluss ne ganze Nilpferdherde aufgetaucht und auf die Sandbank zum Sonnen gegangen. Das war der Hammer.

P1020550Nachdem wir uns satt gesehen haben, sind wir zu unserer Tagestour aufgebrochen und waren wieder richtig erfolgreich. Wir haben wieder Elefanten und zwei Giraffen gesehen, Wasserbüffel in Hülle und Fülle und waren ganz traurig, dass uns noch keine Zebras über den Weg gelaufen sind. Kaum gedacht, stand eine ganze Herde am Seitenstreifen. Davor sind lauter Warzenschweine rumgelaufen. Wir haben danach festgestellt, dass man sich ein Tier nur ganz doll wünschen muss und schon steht es vor einem. Andi meinte, er wünsche sich, Löwen zu sehen. Aber das sei sehr unwahrscheinlich, da sie sich der Umgebung sehr gut anpassen und extrem scheu sind.  Wir haben im Camp Satara Mittag gemacht und uns ein bisschen die Füße vertreten. Es ist schon anstrengend, in einem so langsamen Tempo mehrere Stunden durch den Park zu fahren und ständig nach Wild Ausschau zu halten.

P1020608Tja, ein paar km weiter standen ganz viele Autos und die Leute haben mit Ferngläsern auf eine Wiese geschaut – und da lagen sie unter einem Baum – 8 Löwenweibchen!!! Da es Mittag war, haben sie sich immer nur bewegt, wenn die Sonne weitergewandert ist und ihnen diese aufs Fell brannte. Nach und nach sind sie aufgestanden, in den Schatten gegangen und haben sich wieder fallen lassen. Wir sind irgendwann weitergefahren und haben noch ein Nashorn in einem See plantschen sehen. Je weiter wir südlich gekommen sind, umso grüner ist es geworden. Irgendwann war alles grün und wir haben nur noch sehr schwer Wild sehen können. Da war der karge und verbrannt Norden doch besser, auch wenn es hier landschaftlich schöner ist. Kurz vor unserem Ziel Skukuza ging rechts noch eine Straße ab und da wir noch etwas Zeit hatten, haben wir den Abstecher gemacht und dies wurde richtig belohnt, denn hier lagen direkt neben der Straße zwei Löwen-Männer im Schatten und haben geschlafen. Genialer ging es nicht. Am Camp Skukuza geht direkt ein Fluss vorbei, den wir noch überqueren mussten und da lief dann im Sonnenuntergang noch ne Elefantenherde lang. Das ist hier echt wie im Film – unglaublich.

In Skukuza angekommen, haben wir in einem stillgelegten Bahnhof noch lecker zu Abend gegessen (Gabi, danke für den Tipp – hat sich echt gelohnt). Jetzt schmieren wir uns wieder moskitosicher ein und dann schlafen wir heute Nacht hoffentlich besser!

2012 Südafrika

Im Krüger Nationalpark von Skukuza nach Süden

Juhu, endlich haben wir mal wieder eine Nacht durch geschlafen. Gut ausgeschlafen haben wir in unserer eigenen Küche gefrühstückt und sind dann aufgebrochen. Die ersten km waren wir enttäuscht, da wir kein Wild gesehen haben. Wir haben uns dann eingeredet, dass der gestrige Tag auch kaum zu toppen sei und heute alles nur noch Beigabe sei. Die Vegetation war nach wie vor sehr üppig und daher war es sehr schwierig, überhaupt Wild zu sehen. P1020881Glücklicherweise ist uns aber kurz danach ein Spitzmaulnashorn vor die Linse gelaufen, was wir aus der Entfernung noch nicht zu sehen bekommen haben. In einer Senke hat eine Elefantenfamilie unseren Weg gekreuzt. Das Männchen hat wieder ganz schön aufgepasst, dass wir seiner Familie nicht zu nah kommen. Viele km weiter sind wir von unserer Schotterpiste wieder auf die Hauptstraße gekommen und parallel zum Fluss Sabie gefahren. Dort ist im Flussbett plötzlich eine ganze Elefantenherde gelaufen, bestimmt 15 Tiere. Im Camp Lower Sabie haben wir zu Mittag gegessen. Hier gibt es eine tolle Aussichtsterrasse, von der man auf den Fluss schauen kann. Allerdings ist das Camp auch viel mehr überlaufen als z. B. das Olifants. Dort war viel weniger los als hier – hier erinnert die Mittagspause an absoluten Massentourismus. Während einem im nördlichen Teil vom Park sehr selten andere Autos entgegen kamen, ist hier echt viel los. Allerdings ist heute auch Sonntag, so dass da vielleicht auch viele Wochenendausflügler unterwegs sind.

P1020776Nach der Mittagspause sind wir zu einem kleinen See, der in unmittelbarer Nähe zum Camp liegt und haben dort richtig viele Nilpferde im Wasser liegen gesehen. Das Highlight war allerdings, dass direkt dahinter eine Giraffe stand, die getrunken hat. Irgendwann ist sie wieder im Wald verschwunden. Ihren Kopf hat man aber noch eine ganze Weile gesehen.

Als wir uns auf den Rückweg gemacht haben, hat Andi plötzlich laut “Stopp” geschrieben – links von unserem Auto war eine Gruppe von Löwen, die mal nicht faul im Schatten lagen, sondern durch die Gegend gelaufen sind. Und mit dieser Sichtung haben wir heute den Stau schlechthin im Krüger Park verursacht, denn irgendwann standen alle Autos kreuz und quer und keiner kam mehr durchSmiley. Da wir mittlerweile mehr Löwen als Giraffen gesehen haben!!! haben diese gleich danach wieder aufgeholt, denn vor uns stand eine Familie mit einer Baby-Giraffe – total süß. Nachdem wir dann noch zwei Nashörner vor die Linse bekommen haben, waren wir total glücklich und haben den Park in Crocodile Bridge verlassen. Als wir über die Brücke fahren wollten, hat vor uns eine Horde Paviane diese überquert.

Unsere heutige Lodge ist wieder der absolute Wahnsinn. Wir sind im Buckler’s Afrika, direkt am Fluss gelegen mit toller Terrasse und Blick auf den Vollmond über dem Fluss. Mal wieder schade, dass wir hier nur eine Nacht sind. Mit uns haben Deutsche eingecheckt – die ersten deutschen Stimmen seitdem wir hier sind. So ein B&B zu besitzen wäre mein absoluter Traum. Da Träume aber immer wieder platzen, checken wir morgen wieder aus und fahren ins Swaziland…

2012 Südafrika · Swaziland

Im Swaziland bis nach Mbabane

Ist das hier eine traumhafte Lodge. Heute morgen haben wir mit dem Deutschen und seiner Mutter zusammen auf der Terrasse gefrühstückt. Er ist in Afrika echt schon weit rumgekommen und hatte gute Tipps. Als sie aufgebrochen sind, hat sich ein Paar aus Johannesburg zu uns gesetzt und noch ein bisschen gefachsimpelt, ob es Südafrika in ein paar Jahren besser gehen und ob der Unterschied zwischen Arm und Reich schwinden wird. Gegen 9 Uhr konnten wir uns loseisen und haben uns in Richtung Swaziland aufgemacht. Wir sind durch riesige Bananenplantagen und Zuckerrohrfelder gefahren und die Landschaft wurde immer hügeliger.

Dann kam wir an die Grenze bei Jeppe`s Rief. So einen Grenzübergang mit Auto sind wir bei uns echt nicht mehr gewohnt. Vor uns war eine Busladung Leute, so dass wir uns immer abgucken konnten, wo wir als nächstes hinmüssen. Zuerst haben wir einen Schnipsel für unser Auto gekriegt. Dann mussten wir aussteigen, in ein Grenzhaus und uns einen Ausreisestempel für Südafrika holen. Der schwarze Typ dort meine “Wiedersehen” und hat nur gegrinst. Dann sind wir durch eine Schranke gefahren und waren wohl im “Niemandsland”. Also mussten wir wieder aussteigen und in das Häuschen für die Einreise ins Swaziland. Auch hier wurden unsere Pässe wieder gestempelt und wir mussten eine Gebühr für unser Auto zahlen (umgerechnet 4 EUR). Dafür haben wir wieder einen Schnipsel in doppelter Ausführung gekriegt, den wir einmal am Schlagbaum und dann wohl wieder bei der Ausreise abgeben müssen. Unsere Erlaubnis für unseren Mietwagen, die wir von Hertz bekommen haben, wollte irgendwie keiner sehen. Na ja, was wir haben, haben wir.

P1000565Und dann waren wir nach dem nächsten Schlagbaum im Swaziland. Eigentlich kommt man sich hier vor wie in Bayern oder Österreich. Überall ist es hügelig, man fährt bergauf und bergab und überall stehen Kühe rum. Ok, bei uns wären sie eingezäunt – hier stehen sie auf der Straße rum.

P1000584Irgendwie hatten wir uns beide das Swaziland wenig besiedelt vorgestellt, aber hier sieht man – soweit das Auge reicht – überall Hütten rumstehen. Wir sind an einem großen Stausee vorbeigefahren und es ging als weiter bergauf. Auf den Straßen ist eigentlich recht wenig los, man muss nur auf die rumlaufenden Leute und Kinder aufpassen. Autos scheinen die hier echt wenige zu haben. In Südafrika war schon wenig los, aber das toppt es noch.

P1020960Ca. 40 km nach der Grenze ging es zu einem Nature Reserve rechts ab, wo ein Wasserfall sein sollte. Wir sind ewig lang auf einer Schotterpiste durch den Wald gefahren bis wir nach einer super steilen Straße bergab plötzlich vor einer traumhaften Lodge standen. Einzelne Hütten standen auf dem riesigen Grundstück und man hat als das Wasser im Hintergrund gehört. Tagesbesucher konnten durch den Wald zu dem Wasserfall, was wir getan haben. Urlauber können hier in völliger Abgeschiedenheit einen traumhaften Urlaub verbringen. Hier ist halt nichts – nicht so wie in Deutschland, sondern wirklich nichts! Das nächste Geschäft liegt ca. 30 km entfernt. Eine kleine Affenbande hat uns begrüßt sind aber hektisch weggelaufen, als wir sie beobachtet haben. Nachdem wir uns die Wasserfälle angeschaut hatten, haben wir dieses Paradies wieder verlassen und sind in Richtung Mbabane, der Hauptstadt gefahren. Wir waren plötzlich auf einer 2spurigen Autobahn, auf der aber mehr Fußgänger als Autos unterwegs waren. Gegen 15 Uhr waren wir in unserem Hotel und haben überlegt nochmal in die Stadt zu fahren. Da hier aber ein super Pool, Liegen und tolle Sonne war, haben wir beschlossen, den Nachmittag mal zu relaxen und haben uns in die Sonne gehauen. Das muss auch mal sein!

2012 Südafrika · Swaziland

Vom Swaziland in den Hluhluwe-Umfolozi-Nationalpark

Nachdem wir heute morgen in unserem Hotel ein super Frühstück bekommen haben, sind wir gen Süden aufgebrochen. Wir wollten eine vorher ausgeguckte Tour in Richtung Grenze fahren, um wieder nach Südafrika einzureisen. Andi hat das Navi programmiert, da es laut Reiseführer und Straßenkarte aber nur einen Weg gibt, habe ich die Strecke auch nicht überprüft. Nachdem wir nach ca. 2 Stunden Fahrt zwar durch traumhafte Landschaft, nicht aber durch die Orte gekommen sind, durch die wir hätten kommen sollen, haben wir angehalten und die Route überprüft – und da hat das Navi tatsächlich noch ne Straße entdeckt, die auf keiner Karte angegeben war. Da es zu zeitaufwendig gewesen wäre umzudrehen, sind wir weitergefahren und haben halt nicht das angeschaut, was wir wollten.

Gegen Mittag sind wir an der Grenze angekommen, die einer Großbaustelle geglichen hat. Man musste über eine Erdpiste, um dorthin zu kommen. Irgendwo haben wir wieder unsere Pässe vorgelegt, Ausreisestempel bekommen, dann sind wir durchs Niemandsland auf die Südafrikanische Seite gefahren, mussten uns dort auch wieder drei Stempel abholen und sind dann noch von einer Polizistin kontrolliert worden, was für Gepäck wir dabei haben. War aber ganz harmlos. Ja, und dann waren wir wieder in Südafrika. Direkt hinter der Grenze standen wieder die ganzen Burschen, die auf Kundschaft gewartet haben. Auf einen Schlag war das Landschaftsbild auch wieder ein ganz anderes. Hier war überhaupt keine Besiedelung, nur private Safari-Game-Lodges, die ihr Gebiet großflächig abgezäunt hatten.

Einige km weiter haben wir wieder einen Kulturschock bekommen. An der Straße war eine Tankstelle mit Back-Shop und einem Wimpy-Burgerladen. Hier haben wir volltanken lassen und uns was zu Essen und zu Trinken geholt. Da der Geldautomat leer war und unsere Geldvorräte auch, sind wir weiter in den Ort gefahren und da war wieder unglaubliches Menschengewusel. Leute, die auf der Straße ihr Obst und Klamotten verkauft haben, überall kleine Buden. Wir haben beschlossen, hier doch kein Geld zu holen, sondern noch weiter zu fahren bis Hluhluwe, das direkt vor unserem Park liegt. Hier wieder das gleiche Bild – am Ortseingang die Hightech-Raststätte, ein paar Meter weiter das totale Chaos.P1020996 Wie muss dieser Unterschied nur auf die Leute wirken, die weitere 5 km in ihren altertümlichen Hütten leben und sich nichts von der Tanke leisten können!? Vor der tollen Tankstelle standen auch dicke BMWs, aus denen Schwarze ausgestiegen sind, manche haben es also wohl auch geschafft (wahrscheinlich die Besitzer der Tanke).

P1000654Nachdem wir Geld aufgetankt hatten, sind wir in den Nationalpark gefahren. Wir dachten eigentlich, dass der weltberühmte Krüger N.P. nicht mehr zu toppen sei – aber hier fühlt man sich wie bei Jurassic Park. Kurz hinter dem Eingang ganz viele Berge, grünes frisches Gras, tolle Bäume und ein Tümpel, in dem ein Elefant gerade sein Revier gegenüber drei Nashörnern verteidigt hat. Auf den ersten 2 km haben wir 2 Elefanten, 5 Zebras und vier Nashörner gesehen – und zwei lustige Pillendreher, die Elefantenkacke über die Straße gerollt haben, die locker doppelt so groß war wie sie selber. Total lustig. Wir sind langsam in Richtung des Hill Top Camps gefahren, wo wir die nächsten zwei Tage nächtigen werden. Das Camp liegt, wie der Name schon sagt, auf einem Berg und man hat einen genialen Blick. Was sehr interessant ist, ist die Tatsache, dass man an der Rezeption vor den Affen gewarnt wird, aber keine Schlüssel für die Häuser bekommt. Diese kann man von innen verschließen, von außen sind sie aber – wenn keiner da ist – immer offen. Sehr merkwürdiges Gefühl. Wir haben aber zweimal nachgefragt und immer die Antwort bekommen, wir sollen lieber auf die Affen achten. Die wären gefährlicher als die Menschen…Frierend Was auch unglaublich ist, ist die Tatsache, dass wir hier vor 5 Monaten gebucht haben und die letzte freie Hütte bekommen haben. Sie ist für Behinderte ausgelegt und somit sehr geräumig, mit separaten Schlaf- und Wohn-/Essbereich.

P1030132Da wir hier in der totalen Wildnis sind und seitdem wir hier sind kaum eine Wolke gesehen haben, macht Andi gerade total begeistert Bilder von unserer Milchstraße. So dunkel ist es zuhause nie durch die vielen Lichter. Die Bilder sind echt genial.

2012 Südafrika

Im Hluhluwe-Umfolozi-National Park

Hallo, ja wir leben noch. Hatten im Swaziland kein Internet und hier geht es auch nur manchmal.

P1000695Heute morgen sind wir um 5 Uhr aufgestanden und haben von unserem tollen Balkon den Sonnenaufgang geschaut. Als um 6 Uhr die Camptore geöffnet haben, sind wir bis ganz ans Ende vom Park gefahren, da dort gestern Leoparden und Löwen gesichtet wurden (angeblich). Wir waren gegen 7.30 Uhr am Camp am anderen Ende des Parks und haben dort gefrühstückt. Unterwegs ist eine Giraffe ein Stück Straße mit uns Autos gelaufen, war echt lustig.P1000698 Dann haben wir uns auf die Schotterpiste gemacht und sind kräftig durchgeschüttelt worden. Die Straßen im Park sind allgemein eine Katastrophe. Selbst die geteerten Wege sind so voller Schlaglöcher,dass man ständig nur durch die Gegend fliegt. Tiere gucken ist da als Fahrer nicht – eher Schlagloch-Slalom-Fahren! Mir ist jetzt noch schlecht von dem Rumgeschuckel. P1000723Wir haben zwar ein paar Tiere zu Gesicht bekommen, leider aber nicht die von uns erhofften Löwen oder gar Geparden/Leoparden. Daher sind wir am frühen Nachmittag wieder zurück in unser Hilltop Camp, haben uns im Mini-Supermarkt hier ein paar Spaghettis und Ketchup gekauft und uns was zu Essen gemacht. Den Nachmittag verbringen wir auf unserem traumhaften Balkon. Von überall hört man die Affen schreien, ist echt ein Paradies hier. Während ich hier sitze springen sie unterhalb als von Baum zu Baum Smiley.

Da der Bericht heute sonst ja sehr kurz ausfallen würde, habe ich die Tage noch ein paar allgemeine Dinge über Land und Leute gesammelt, die uns so aufgefallen sind.

Allgemeines zu Südafrika: Generell sollte man sich hier vor einer Fahrt immer Gedanken über den Stand des Autotanks machen, denn Tankstellen sind hier teilweise echt selten. Interessanterweise steht an den Tankstellen auch kein Preis, unsere Vermieterin in Sabie hat uns gesagt, das hängt damit zusammen, dass es überall gleich viel kostet.

Entlang der Straßen sieht man immer wieder Müllsammler, die km-weit mit ihren Säcken die Straßengräben ablaufen und alles einsammeln. Eigentlich waren auch nur die Außenbezirke von Johannesburg dreckig, ansonsten lag auf unserer bisherigen Tour kaum Müll rum. Hätte ich auch anders erwartet.

Dass unterwegs überall Leute rumstehen, die auf die kleinen Busse warten, hatte ich schon erwähnt. Interessant ist es, wenn man auf Kreuzungen von großen Straßen kommt. Da sind wahre Umschlagplätze von Leuten rechts und links der Fahrbahn – was ein Gewusel!

Wenn man auf der Straße unterwegs ist, interessieren die Geschwindigkeitsbegrenzungen auch nicht wirklich jemanden. Die meisten Straßen haben einen breiten Seitenstreifen. Es ist total üblich, die schnelleren einfach vorbei zu lassen, in dem man links auf den Seitenstreifen fährt. Durchgezogene Linien auf der Mitte – sprich Überholverbot interessiert keinen. Ausnahme: Im Swaziland haben sie uns alle gewarnt, wir sollten ja auf die Geschwindigkeitsbegrenzungen achten, da die Polizei ganz viel blitzt. Ich bin dann 10 km auf ner Landstraße 60 km/h gefahren, da kein Aufhebungsschild nach ner Ortschaft kam. Hinter mir hing einer 10 km auf meiner Stoßstange, bis er endlich überholt hat – und es war die Polizei! Mann, war ich froh, dass ich den Tempomat drin hatte und ein dickes Fell!

Was uns auch bisher überall aufgefallen ist, ist die Tatsache, dass die Afrikaner überhaupt keine Geschäftsleute sind. Wenn man wo hinkommt und was kaufen will, kriegt man immer erst mal erklärt, was nicht geht oder was z. Zt. nicht da ist. Dem Kunden dann eine Alternative anzubieten ist nicht. Man muss durch mühsames Fragen sich so lange durchhangeln, bis man irgendetwas anderes bekommt und herausgefunden hat, was überhaupt verfügbar ist. Man ist fast geneigt, wieder zu gehen ohne was gekauft zu haben. Aber das ist halt bestimmt deren Mentalität.