2013 Südamerika · Brasilien

Von Rio nach Hause

Um unseren Reisebericht nochmal zu vervollständigen, hier noch die letzten Erlebnisse unserer Heimreise.

Morgens sind wir mit Frank und Katrin nochmal entlang der Copacabana nach Ipanema, dem zweitberühmtesten Strand in Rio gelaufen. Hier war es erstaunlich ruhig, da nicht eine 6spurige Straße am Strand entlang führt wie an der Copacabana. Im Meer war alles schwarz von den ganzen Surfern, die auf die perfekte Welle gewartet haben. Wir saßen eine Weile auf den Felsen und haben ihnen zugesehen bevor wir den Rückweg angetreten haben.P1050993_1280

Zurück im Hotel haben wir uns mit den anderen getroffen und sind zu unserem Abschlussessen aufgebrochen. Unser Reiseleiter hat uns in ein Restaurant geführt, wo es ein Buffet gab. Da wir aber ja eine lange Rückreise vor uns hatten, waren wir vorsichtig und haben nicht wirklich zugelangt. Anschließend sind wir noch ein bisschen durch die Tourigeschäfte geshoppt, bevor es zum Flughafen ging. Da Andi sein Stativ nicht mit in den Flieger nehmen durfte, musste ich kurzerhand meinen Rucksack ausräumen, damit wir es noch als Gepäck aufgeben konnten. Schließlich hätte er damit jemandem eins über den Schädel ziehen können, so wie bei den Flügen vorher auch Zwinkerndes Smiley… Ich hatte über den Flug dann eine ganz schicke Tüte als Handgepäck Trauriges Smiley. Wir hatten uns den Flughafen von Rio de Janeiro recht groß mit vielen Geschäften vorgestellt, wurden aber eines besseren belehrt. Ich habe keine neue Tasche bekommen, aber einen Abschluss-Caipirinha gab es wenigstens. Für einen Nachtflug genau das Richtige!

10 Stunden später sind wir in Madrid gelandet, von wo es weitere 5 Stunden später weiter nach Frankfurt ging. Da wir dort unser Auto geparkt hatten, konnten wir ausnahmsweise mal nicht mehr mit öffentlichen Verkehrsmitteln, sondern mit dem eigenen Auto durch den Stau auf der A5 heimfahren.

Abschließend müssen wir sagen, dass wir total froh sind, die Reise mit Viventura gemacht zu haben, dass wir eine tolle “Mama” in Form von Karol hatten und dass die Länder sehr sehenswert sind. Wer kein Spanisch oder Portugiesisch kann, sollte sich so etwas alleine nicht antun, denn Englisch hilft dort kaum weiter. Für uns war es insofern entspannend, als dass wir uns mal um nichts kümmern mussten. Dass man jede Nacht in einem anderen Hotel verbringt, sind wir von unseren anderen Urlauben gewohnt. Erstaunlich für die Länder fand ich, dass alle Minibusse immer bereits auf uns und wir nicht auf sie gewartet haben. Die Mentalität ist nämlich ansonsten nicht so Deutsch-pünktlich Zwinkerndes Smiley.

2013 Südamerika · Brasilien

Rio de Janeiro

P1100963_1280Nach dem Frühstück habe wir heute unseren nächsten Reiseleiter (Mike) bekommen. Er ist um halb acht Uhr morgens mit uns zur Jesus-Statue hochgefahren. Da wir mit einem Bus gefahren und die offizielle Bahn erst um halb neun angekommen ist, waren wir da oben unglaublicher Weise fast alleine! Wir haben ein paar Gruppenbilder gemacht, was kurz danach so ungestört nicht mehr möglich gewesen wäre. Die Statue ist 38 m hoch und die Arme haben eine Spannweite von 28 m, echt beeindruckend. Sehr schön ist auch der Blick, da man auf 700 m Höhe ist. Für uns Höhenerfahrene natürlich nichts besonderes, aber für einen schönen Blick auf jeden Fall toll. Als die Massen den Berg gestürmt haben, waren wir schon wieder auf dem Weg nach unten.

P1100939_1280Quer durch die Stadt ging es zum berühmten Fußballstadion, wo im nächsten Jahr das Endspiel der Fußball-WM stattfinden wird. Leider kann man es nur schwer besichtigen, daher haben wir uns mit ein paar Bildern von außen begnügt. Unser nächster Anlaufpunkt war das Sambadrom vom Rio, dem bekannten Stadion, wo zu Karneval die ganzen Wagen durchfahren und die 12 großen Sambaschulen im Wettbewerb miteinander tanzen.P1110014_B_1280 Pro Schule tanzen dann bis zu 5.000 Menschen und sie haben 1,5 Stunden Zeit für die Durchquerung.  So eine Karte für den Zuschauerrang kann leicht bis zu 500 Dollar kosten. Klü und ich haben uns kurzerhand ein Sambakostüm anziehen lassen und uns für die anderen eine Runde zum Clown gemacht. Es ist heftig, wie schwer die Kopfbedeckungen sind. Eine wahre Kunst, dass die beim Tanzen nicht runterfliegen.

Nach einer kurzen Fahrt durch die Altstadt kam der interessanteste Punkt, denn Mike hat sich mit einem Freund verabredet, der in einer Favela wohnt und der hat uns dort hindurch geführt und uns sehr viel auf Englisch dazu erzählt. Zwei Straßen hinter dem Strand ging zwischen zwei Häusern ein sehr schmaler Gang durch und man stand vor einer riesigen Treppe, die einen in eine ganz andere Welt geführt hat.P1110041_1280 Die Einheimischen sind die Treppe geradezu hochgerannt, während wir ganz schön geschnauft haben. Sie ist einer der Hauptzugänge in diese Favela. Früher standen oberhalb der Treppe die Wachposten der Drogenbosse, die so schon von Weitem die Polizei gesehen haben und den Rest durch Feuerwerk warnen konnte. Heute steht dort keiner mehr und es werden Touristen hindurch geführt.P1110042_1280 Durch die “Eintrittsgelder” der Touristen und ein paar Spenden wurde eine Schule gebaut, daher schienen wir auch willkommen zu sein. Vorher hatten wir wohl alle ein bisschen Schiss, was sich aber echt schnell gegeben hat. Die Häuser sind regelrecht in den Fels gebaut und überall sind Leute zu Fuß unterwegs. Jeder kennt jeden, wobei die Favela eine kleine mit 8.500 Einwohnern ist. Es gibt andere, in denen über 100.000 Leute leben. Was uns schnell auffiel ist, dass es relativ sauber ist. Das kommt daher, dass die Einwohner neuerdings für Strom zahlen müssen. Sie können sich aber ihre Kosten selber reduzieren, indem sie Flaschen, Papier usw. zu Sammelstellen bringen. Dies wird anscheinend auch gut genutzt. Der Staat baut mittlerweile auch richtige Betontreppen, Straßen für Notärzte oder Feuerwehr usw.P1100722_1280 Es gibt auch eine richtige Bar, in der wir sehr lecker zu Mittag gegessen haben. Der Besitzer war schon mehrfach unter den besten Favela-Bars und hat schon ein paar Preise abgesahnt und das zu Recht. Es haben sich auch Hostels mit mittlerweile 42 Betten angesiedelt. Was merkwürdig war, war die schwer bewaffnete Friedenspolizei, die für Recht und Ordnung sorgt. Unser Guide hat sie grundsätzlich als positiv dargestellt, da es jetzt keine Schießereien mehr gibt. Er meinte aber, er kenne die Polizisten aber nicht persönlich und traue ihnen daher auch nicht. Bei den Drogenbossen früher war es so, dass man die Familien kannte und sich daher sicher gefühlt hat. Es habe – wie alles – Vor- und Nachteile.

Nachdem unsere Favela-Tour beendet war, hat sich Andi ein paar Hawaiianer (Flip-Flops) gekauft. Wir sind anschließend direkt an die Copacabana, wo er sie gleich angezogen und gefühlte drei Minuten später einen davon in einer rieseigen Welle ans Meer verloren hat. Er war patschnass und ich hätte ausflippen können. Witziger Weise konnte das Meer wohl auch nichts damit anfangen und hat ihn ein paar Minuten später ca. 50 Meter von uns entfernt wieder ausgespuckt Smiley. Nach der Aktion sind wir an eine Strandbar und haben uns zwei Caipirinha gegönnt. Leider war es für hier relativ kalt (22 Grad). Da es aber in den letzten Wochen wohl noch schlechter war, müssen wir zufrieden sein. Morgen geht es leider schon wieder heim Trauriges Smiley.

2013 Südamerika · Brasilien

Von Iguazu nach Rio de Janeiro

Mann, hatten wir heute einen erlebnisreichen Tag. Nach den langen Fahrtagen überschlagen sich z. Zt. wieder die Ereignisse!P1100673_1280 Heute morgen waren wir um halb neun in Iguazu im Vogelpark, um nochmal einen Tukan zu sehen. Wir sind mehr oder weniger durch den Park gehetzt, denn wir wollten zu 6. einen Hubschrauberflug über die Wasserfälle machen. Karol haben wir den Flug als Dankeschön für die tolle Reiseleitung geschenkt und sie wurde vorher als ruhiger, da sie schon auch Schiss hatte – wie wir alle! Um 9 Uhr hat gegenüber vom Vogelpark der Helikopterflugplatz geöffnet und wir sind als erste gleich drangekommen.P1100714_1280 Oh Mann, was ne Achterbahnfahrt, das war der absolute Hammer. Innerhalb von 2 Minuten waren wir über den Wasserfällen und der Pilot hat mehrere Runden gedreht, was sich aber wie Achterbahnfahren angefühlt hat. Teilweise haben wir alle gleichzeitig losgeschrien, weil er solch krasse Kurven gedreht hat. Leider war das ganze viel zu schnell wieder rum – und wir voller Adrenalin! Uns haben die Beine geschlackert und wir waren alle nur begeistert. So einen Flug können wir nur weiterempfehlen!

P1100785_1280Anschließend ging es mit dem Bus wieder in den Nationalpark – dieses Mal auf der brasilianischen Seite. Von hier aus hat man einen super Blick auf die Fälle. Während man in Argentinien mehr oder weniger über oder neben den Wassermassen ist, hat man von hier einen schönen Überblick über dieses Schauspiel. Wir sind den Aussichtsweg langgelaufen, mussten dann aber relativ schnell aufbrechen, da unser Flug nach Rio anstand.

Am Flughafen hieß es Abschied nehmen von Karol, was nicht ohne die eine oder andere Träne vonstatten ging. Sie ist echt eine sehr angenehme Type und hatte immer alles gut im Griff. Sie fährt jetzt 2 Tage mit dem Bus zurück nach Lima, hat dann 4 Tage frei, um dann die nächste Gruppe quer durch die Länder zu führen.

P1100894_1280Wir sind direkt in den Flieger und sind bereits 1,5 Stunden später in Rio gelandet. Hier hat uns eine neue Reiseleiterin abgeholt, die mit uns direkt auf den Zuckerhut gefahren ist. Morgens hat es wohl geregnet, als wir da waren, war es wieder sonnig, aber sehr windig. Rio macht echt einen tollen Eindruck auf den ersten Blick. Mehr sehen wir morgen, wenn wir die Stadtrundfahrt machen. Wir sind gespannt! Nach einem Abendessen fallen wir nur noch ins Bett und wollen nach so vielen Erlebnissen an einem Tag nur noch schlafen!

2013 Südamerika · Argentinien

Die Wasserfälle von Iguazu

Was ein schöner und entspannter Tag! Heute früh wurden wir von einem Bus abgeholt und in den Nationalpark der Iguazu-Wasserfälle gebracht. P1100357_1280Nach dem Eingang sind wir mit einer kleinen Bahn durch wunderschöne Parkanalagen gefahren und haben von Weitem schon das ohrenbetäubende Donnern der Wassermassen gehört. Nach ein paar Metern zu Fuß waren wir auch echt beeindruckt, was wir zu sehen bekommen haben – die Wasserfälle sind riesig. Wir waren zwar noch nie an den Niagarafällen, aber ich glaube, die können bei weitem nicht mithalten. 275 einzelne Wasserfälle rauschen mit Massen 80 Meter in die Tiefe.P1100385_1280 Man kann auf Stegen oberhalb des Wassers langlaufen, was wir auch ausgiebig getan haben. Anschließend sind wir über viele Treppen abgestiegen vor die Fälle und haben uns unsere Portion Wasser abgeholt. Das Wetter spielt Gott sei Dank perfekt mit. Während es letzte Nacht noch geschüttet hat, strahlt heute die Sonne vom Himmel.

Nach einer kurzen Mittagspause sind wir mit der Bahn noch weiter ins Teufelstal gefahren und sind dort auch über viele Stege direkt über das Wasser zum Getöse gelaufen. Einfach nur faszinierend und beeindruckend!

Irgendwann mussten wir uns nachmittags nach 1000 Bildern mit Wasserfällen leider verabschieden. Unser Bus hat uns ein paar km zur brasilianischen Grenze gebracht, wo wir kurz danach im Hotel eingecheckt haben. Karol hat uns wieder in ein gutes Restaurant entführt – und ganz brasilianisch eine Runde Caipirinha springen lassen. Bei der einen Runde ist es natürlich nicht geblieben Smiley. Nachdem wir noch eine Tankstelle überfallen haben, haben wir den wunderschönen Tag am Pool ausklingen lassen. Leider unser letzter Abend mit Karol – morgen muss sie uns schon wieder verlassen, da wir ohne sie nach Rio fliegen Trauriges Smiley.

2013 Südamerika · Argentinien

Im Nachtbus nach Iguazu

P1100351_1280Unglaublich, aber sogar ich habe heute Nacht in dem Bus schlafen können – und die, die mich kennen wissen, was das heißt! Nach dem Aufwachen wurden wir von unserer Bedienung mit einem Kaffee/Tee und ein paar Keksen als Frühstück begrüßt. Da wir nochmal in einen 2. Bus umsteigen mussten, sollten wir eigentlich eine Stunde Aufenthalt haben – in der Theorie. In der Praxis sind wir um 10.13 Uhr angekommen und um 10.15 Uhr in dem anderen Bus weitergefahren, was echt stressig war. Zähneputzen oder ein Klogang wären nochmal ein Traum gewesen, aber wir sind hier ja auf keinem Wunschkonzert! Der 2. Bus war auch viel stressiger, da er überbucht war und wieder ein normaler Reisebus (was gegenüber unseren daheim immer noch Luxus ist). Hiermit ging es nochmal 5 Stunden weiter in Richtung Iguazu, wo wir nach insgesamt gut 24 Stunden endlich im Busbahnhof und schließlich im Hotel angekommen sind. Die Landschaft hat sich während der Fahrt auch drastisch verändert, was wir bei der Ankunft auch deutlich an den Temperaturen gemerkt haben. Früh morgens sind wir durch teilweise überflutetes Weideland gefahren, hier muss es in den letzten Tagen ordentlich geregnet haben. Mit dem 2. Bus ging es durch dichte Wälder, die eindeutig tropisch waren. Die Erde wurde rot und alles war saftig grün. Ein ganz anderes Bild.

P1100354_1280Wir haben unsere Koffer aus dem Bus geholt und leider hat Klü ziemlich Pech gehabt, denn ihr Koffer muss irgendwo unter dem Ablauf der Klimaanlage gestanden haben. Er war durch und durch nass – und das bei den tropischen Temperaturen hier Trauriges Smiley. Bei der Luftfeuchtigkeit trocknet kaum etwas und da wir morgen schon weiter müssen, können wir die Sachen auch nicht in eine Wäscherei geben. Teilweise sind die Sachen verfärbt und sie ist echt frustriert, was jeder hier verstehen kann. Durch die anstrengende Fahrt kommt der Frust natürlich auch noch mehr durch.

Abends waren wir noch ein echtes argentinisches Steak essen und sind anschließend ins Bett gefallen!