2013 Südamerika · Argentinien · Bolivien · Brasilien · Peru

Bald geht’s wieder los!

Und diesmal ist alles etwas anders als sonst:

    • Erstens – Nix mit Eigenplanung! Wir schließen uns einer geführten Tour an!
    • Zweitens – Wir sind nicht nur zu zweit (2), sondern Klü kommt auch mit (+1)!

Wow, so viele Änderungen auf einmal… mal sehen, ob das klappt Zwinkerndes Smiley

Die Tour ist eine so genannte “viExplorer”-Rundreise des Südamerika-Spezialisten “viventura” und läuft unter dem Titel “Best of Südamerika”.

Hier die Reise im Überblick:

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Wir freuen uns jedenfalls schon sehr!

Mehr gibt’s bald wieder hier an gleicher Stelle – also bleibt dran Smiley

2013 Südamerika · Peru

Flug nach Lima

Unglaublich – aber wahr. Endlich wieder Urlaub und ein neues Abenteuer!!!

Heute morgen um 3 Uhr ging es los. Wir haben Klü Zuhause abgeholt, da wir dieses Jahr zu dritt eine Tour machen. Zu dritt stimmt nicht ganz, denn wir haben uns erstmalig einer geführten Tour quer durch Südamerika angeschlossen und sind insgesamt zu elft. Wir fliegen einen Tag früher und haben noch einen zusätzlichen Tag in Lima zur Verfügung.

Die Straßen zum Flughafen Frankfurt waren heute morgen um die Zeit noch sehr frei, so dass wir gut durchgekommen sind. Kaum am Check-In angekommen, haben wir etwas von einem Fluglotsenstreik in Frankreich mitbekommen. Wir sollten pünktlich am Gate sein, da sie versuchen wollten, für unsere Maschine eine Starterlaubnis zu bekommen. Klü musste sich mit ihrem eBook-Reader an der Sicherheitskontrolle einer Sprengstoffprüfung unterziehen, keine Ahnung, was für explosive Bücher sie da drauf hat.

Am Gate angekommen, sind wir ins Flugzeug und mit 90minütiger Verspätung gestartet in Richtung Madrid, wo wir eigentlich einen 2stündigen Zwischenstopp haben sollten. Aufgrund der Verspätung haben wir unterwegs aber sehr gezweifelt, ob wir den Anschlussflug nach Lima überhaupt noch kriegen. In den Prospekten im Flugzeug stand überall, dass wir von Terminal 4 (wo wir gelandet sind) bis Terminal 4s (wo wir abfliegen sollten) ca. 65 Minuten einplanen sollen. Wir haben es in schweißtreibenden 15 Minuten geschafft und sind mit dem Flieger mitgekommen, allerdings waren wir uns bis Lima nicht sicher, ob unser Gepäck das auch geschafft hat. Der Jubel war nach 12stündigem Flug dementsprechend groß, als unsere Taschen auf dem Gepäckband ankamen.

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Wir hatten über den Reiseveranstalter einen Shuttleservice zum Hotel organisieren lassen und darüber waren wir auch heilfroh. Es ist wie jedes Jahr – man macht sich seine Gedanken, wir bestimmte Teile der Welt wohl aussehen – und wird dann eines besseren belehrt. Der Weg durch die Millionenstadt war gesäumt von riesigen Werbetafeln, vielen Spielcasinos, Fitnessstudios, Einkaufszentren, Restaurants und massenhaftem Verkehr. Hier selber zu fahren hätte uns beide bzw. alle drei völlig überfordert. Überall standen Polizisten, die den Verkehr geleitet und die Ampeln außer Kraft gesetzt haben. Ich hätte überhaupt nicht gewusst, worauf man zuerst achten soll.

Kaum im Hotel angekommen, wurden wir wegen einer Feueralarmübung auch schon wieder rausgebeten. Die Hotelangestellten haben lauter Bilder von uns gemacht, wie wir auf der Straße rumgestanden haben und dann konnten wir wieder rein. Lustige Übung.

Jetzt ist es nach Deutscher Zeit 03:56 Uhr, wir sind nur noch platt und wollen schlafen. Morgen erkunden wir vor der Gruppe schon mal auf eigene Faust die Stadt. Abends werden wir dann die Reiseleiterin und den Rest der Gruppe kennen lernen.

2013 Südamerika · Peru

Lima

Nach einer ruhigen Nacht haben wir heute morgen gemütlich gefrühstückt. Es gab Coca-Tee und Minibrötchen, die man mit ein wenig Ehrgeiz mit einem Bissen hätte verdrücken können. Es war aber echt lecker und wir sind so eine halbe Stunde später auf unsere erste Erkundungstour gestartet. Leider war es ziemlich bedeckt, was hier den Winter/Frühling darstellt und bis Dezember geht. Dann erst kommt wieder so richtig die Sonne durch.

P1090134_1280Wir sind im Stadtteil Miraflores in Richtung Meer gelaufen. Unterwegs haben wir Geld am Automaten geholt bzw. in einer Bank getauscht. Wir sind wohl in der Peruanischen Volksbank gelandet, aber so viele Automaten und Schalter (18 Schalter zum Geldabheben) habe ich in Deutschland noch nie gesehen. Anschließend ging es weiter durch die vollen Straßen.P1070876_1280 Am Meer angekommen, sind wir oberhalb eines riesigen Felskliffs rausgekommen. Unterhalb war ein Einkaufszentrum in die Steilwand gebaut mit tollen Restaurants und Geschäften. Wir sind oberhalb des Kliffs entlang spaziert und irgendwann eine ziemlich steile Straße zum Strand gelaufen.P1090158_1280 Unten angekommen, haben wir uns an den Kiesstrand gesetzt und einige Surfer beobachtet. Nachdem wir eine andere steile Straße wieder hochgelaufen sind, haben wir in einem Restaurant lecker gegessen und jeder einen Caipi getrunken. Es war interessant, wie viel Servicepersonal dort arbeitet.

Anschließend sind wir zurück zu unserem Hotel. Unterwegs wollten wir uns in einem Supermarkt noch etwas zu trinken holen und es ist der Hammer, wie modern der war. An den Regalen standen Mitarbeiter rum und haben einem Verkostungen  der Produkte angeboten. Nachdem wir über 25 km gelaufen sind, sind wir nur noch platt.

Wir dachten eigentlich, dass das Wetter nicht so toll gewesen wäre, Andi hat aber voll die rote Birne und verbrannte Hände. Unglaublich, was die Sonne trotz der Nebeldecke für eine Kraft hat.

Gegen 8 Uhr abends ist der Rest der Reisegruppe (8 Personen) und die Reiseleiterin Karol im Hotel eingetroffen. Alle sahen so fertig aus, wie wir gestern. Wir hatten noch kurz Gelegenheit mit Karol zu sprechen und sie meinte spaßhalber, dass wir morgen nochmal ausschlafen können und uns gegen 8:30 Uhr treffen. Und das der Urlaub keine Erholung und sehr anstrengend werden würde. Wir sind gespannt, wie stark der Unterschied zu  unseren bisher gewohnten Touren sein wird…

2013 Südamerika · Peru

Lima – Zweiter Tag

Um halb neun sind wir heute morgen mit einem kleinen Bus durch das Verkehrschaos von Lima in die Altstadt zum Larco-Museum gefahren.P1070933_1280 Hier haben wir von einem extra Reiseführer eine erste Einführung in die peruanische Kultur bekommen. Er hat uns erklärt, dass das Inkareich nur ca. 100 Jahre existiert hat. In dem Museum waren sehr viele gut erhaltene Gefäße, Bilder und Schmuckstücke aus verschiedenen Kulturen zu sehen.

Anschließend ging es mit dem Bus weiter zu der Plaza de Armes, wo die Regierungsgebäude und Kathedrale zu sehen sind.P1070968_1280 Der Platz ist kurz nachdem wir aus dem Bus ausgestiegen sind abgesperrt worden, nicht wegen uns, sondern wegen einer Sportveranstaltung. Von dem Platz aus sind wir vorbei an einem der ältesten und bekanntesten Restaurants Limas zum Konvent San Francisco gelaufen. Hier haben wir uns die Katakomben mit unzähligen Knochen und Schädeln angeschaut.

Passenderweise ging es direkt danach quer durch die Stadt zu unserem Willkommensessen.P1070984_1280 Wir sind in ein Restaurant gegangen, in das keiner von uns von sich aus gegangen wäre. Ich glaube, wir waren die einzigen Touristen und es gab kaum noch einen freien Platz. Wir konnten am Buffet alle möglichen peruanischen Gerichte kosten. Karol hat uns die Gerichte erklärt und wir haben uns an den leckeren Sachen satt gegessen. Es war alles ziemlich scharf und mit viel Reis dabei. Dazu gab es leckere peruanische Cocktails.

Nach dem Essen waren wir leicht angeheitert und sind zum Strand gefahren, wo wir gestern schon mal waren. Heute waren bedeutend mehr Surfer, aber für einen Samstag ja auch logisch. Wir sind zum Placa Kennedy zurück gelaufen,wo heute ein riesiger Menschenauflauf war. Aus großen Lautsprechern kam lateinamerikanische Musik und Alt und Jung hat dazu getanzt – in Deutschland kaum vorstellbar. Nachdem wir den Supermarkt nochmal geplündert haben, sind wir mit einem öffentlichen Bus zurück ins Hotel. Morgen früh geht es um halb sechs zum Flughafen. Von dort aus fliegen wir in das 3.300m hohe Cuzco, einer der schönsten südamerikanischen Städte.

2013 Südamerika · Peru

Von Lima nach Cuzco in die Anden

Ganz schön früh ging es heute morgen mit dem Bus durch die ausnahmsweise leeren Straßen durch Lima in Richtung Flughafen. Wir mussten um halb sechs aufbrechen, da kurz nach uns unsere Straße für Autos gesperrt worden ist. Sonntags wird dies getan, damit die Anwohner dort Sport betreiben können. Auf dem Weg zum Flughafen haben wir beobachten können, wie die letzten Besucher aus den Discos und Spielcasinos gekehrt wurden. Abschließend können wir zu Lima nur sagen, dass wir uns zu keinem Zeitpunkt unwohl gefühlt haben und es eine sehr saubere Stadt ist – zumindest die Ecken, wo wir waren.

Am Flughafen haben wir gefrühstückt und hatten dann einen sehr unruhigen Flug nach Cuzco, das auf 3.300 m liegt. Als wir gelandet sind, hat es geschüttet und war eisig kalt. Der Mitarbeiter von Viventura, der uns abgeholt hat, meinte aber, das ändere sich ständig. Wir sind ins Hotel gebracht worden und sollten um 13 Uhr wieder dort sein zur Stadtrundfahrt. Karol, unsere Reiseleiterin, musste einen anderen Flug nehmen und kam erst nachmittags an, da ihr Flieger erst Verspätung hatte und dann in Cuzco nicht landen konnte aufgrund des Wetters.P1080185_1280 Wir haben die Zimmer bezogen, einen Coca-Tee gegen die Höhe getrunken und sind in die echt tolle Altstadt gelaufen, was nicht weit war. Was wir aber sehr schnell gemerkt haben, war die Höhe. Jeder Schritt ist aufgrund des Sauerstoffmangels anstrengend und man muss langsam machen. Der Kreislauf spielt sonst nicht wirklich mit. Wir sind langsam durch die Stadt geschlendert, haben etwas gegessen und sind pünktlich wieder im Hotel gewesen.

P1080072_1280Mit dem Bus sind wir bis auf 3.800 m gefahren und haben den Mauerbau der Inkas bewundert. Sie bauten riesige Steinbrocken so aufeinander, dass man kaum Ritzen dazwischen erkennen kann. Wirklich faszinierend wenn man bedenkt, dass sie kaum Mittel zur Verfügung hatten. Wir sind mit dem Bus vier verschiedene Inkaanlagen abgefahren. Eine Anlage wurde von 3.000 Menschen 30 Jahre lang erbaut. Zurück in der Stadt haben wir den Sonnentempel besichtigt und sind – P1090373_1280nachdem wir den berühmten zwölfeckigen Stein angeschaut haben – noch etwas Essen gegangen. Wir waren alle völlig platt, hatten Kopfschmerzen und wollten eigentlich nur noch ins Bett. Morgen früh geht es um halb sieben mit dem Zug in Richtung Machu Picchu, das wir übermorgen besichtigen werden. Hoffentlich spielt das Wetter mit. Normal geht die Regenzeit noch nicht los, dieses Jahr scheint sie aber etwas früher zu sein…