Unglaublich – aber wahr. Endlich wieder Urlaub und ein neues Abenteuer!!!
Heute morgen um 3 Uhr ging es los. Wir haben Klü Zuhause abgeholt, da wir dieses Jahr zu dritt eine Tour machen. Zu dritt stimmt nicht ganz, denn wir haben uns erstmalig einer geführten Tour quer durch Südamerika angeschlossen und sind insgesamt zu elft. Wir fliegen einen Tag früher und haben noch einen zusätzlichen Tag in Lima zur Verfügung.
Die Straßen zum Flughafen Frankfurt waren heute morgen um die Zeit noch sehr frei, so dass wir gut durchgekommen sind. Kaum am Check-In angekommen, haben wir etwas von einem Fluglotsenstreik in Frankreich mitbekommen. Wir sollten pünktlich am Gate sein, da sie versuchen wollten, für unsere Maschine eine Starterlaubnis zu bekommen. Klü musste sich mit ihrem eBook-Reader an der Sicherheitskontrolle einer Sprengstoffprüfung unterziehen, keine Ahnung, was für explosive Bücher sie da drauf hat.
Am Gate angekommen, sind wir ins Flugzeug und mit 90minütiger Verspätung gestartet in Richtung Madrid, wo wir eigentlich einen 2stündigen Zwischenstopp haben sollten. Aufgrund der Verspätung haben wir unterwegs aber sehr gezweifelt, ob wir den Anschlussflug nach Lima überhaupt noch kriegen. In den Prospekten im Flugzeug stand überall, dass wir von Terminal 4 (wo wir gelandet sind) bis Terminal 4s (wo wir abfliegen sollten) ca. 65 Minuten einplanen sollen. Wir haben es in schweißtreibenden 15 Minuten geschafft und sind mit dem Flieger mitgekommen, allerdings waren wir uns bis Lima nicht sicher, ob unser Gepäck das auch geschafft hat. Der Jubel war nach 12stündigem Flug dementsprechend groß, als unsere Taschen auf dem Gepäckband ankamen.

Wir hatten über den Reiseveranstalter einen Shuttleservice zum Hotel organisieren lassen und darüber waren wir auch heilfroh. Es ist wie jedes Jahr – man macht sich seine Gedanken, wir bestimmte Teile der Welt wohl aussehen – und wird dann eines besseren belehrt. Der Weg durch die Millionenstadt war gesäumt von riesigen Werbetafeln, vielen Spielcasinos, Fitnessstudios, Einkaufszentren, Restaurants und massenhaftem Verkehr. Hier selber zu fahren hätte uns beide bzw. alle drei völlig überfordert. Überall standen Polizisten, die den Verkehr geleitet und die Ampeln außer Kraft gesetzt haben. Ich hätte überhaupt nicht gewusst, worauf man zuerst achten soll.
Kaum im Hotel angekommen, wurden wir wegen einer Feueralarmübung auch schon wieder rausgebeten. Die Hotelangestellten haben lauter Bilder von uns gemacht, wie wir auf der Straße rumgestanden haben und dann konnten wir wieder rein. Lustige Übung.
Jetzt ist es nach Deutscher Zeit 03:56 Uhr, wir sind nur noch platt und wollen schlafen. Morgen erkunden wir vor der Gruppe schon mal auf eigene Faust die Stadt. Abends werden wir dann die Reiseleiterin und den Rest der Gruppe kennen lernen.