2017 Myanmar

Juhu! Bald geht’s los nach Myanmar!

Nachdem wir 2016 keine Fernreise unternommen haben, dauert es nun nicht mehr lange und es geht endlich wieder los – nach Myanmar/Burma!

Diesmal ist es eine geführte 15-tägige Fotoreise in einer Gruppe. Fotoreise? Ja, der GEO-Fotograf Malte Clavin nimmt uns mit in sein „Herzensland“, wie er es nennt. Wir sind total gespannt!

Hier schon einmal der Reiseverlauf im Überblick:

  • 07.01. 14:30 Abflug in Frankfurt über Dubai (Flug EK46 mit dem Airbus A380 – absolute Premiere für uns!) nach Yangon (Flug EK388 mit der Boeing 777) – Dauer: gute 14h
  • 08.01. 11:15 Ankunft in Yangon (Hotel Parkroyal)
  • 09.01. Yangon (Bogyoke Markt, koloniale Altstadt, Shwedagon-Pagode, Begrüßungsdinner durch den Reiseveranstalter Dr. Axel Bruns)
  • 10.01. Flug nach Bagan (die Sehenswürdigkeit mit über 3.000 sakralen Gebäuden, Hotel Tharabar Gate)
  • 11.01. Bagan (Ballonfahrt und Fototour mit Maung Maung, einem der bedeutendsten Fotografen des Landes)
  • 12.01. Bagan (zu einem der schönsten Tempelfestivals in Myanmar an der Ananda Pagode)
  • 13.01. Busfahrt nach Mandalay (die letzte Hauptstadt des alten burmesischen Königreichs, Mandalay Hill, Hotel Mandalay Hill Resort)
  • 14.01. Mandalay (U-Bein-Brücke, Mahamuni-Buddha, Goldschläger, Marmorbildhauer und Bronzegießer, Klosterbesuch)
  • 15.01. Flug nach Heho (einzigartiges Holzkloster Shwe Yaunghwe) zum Inle See (Bootsfahrt auf dem Inle See, Hotel Golden Island Cottage II mitten auf dem See)
  • 16.01. Inle See („Five Day Market“, schwimmende Gärten, romantische Wasserklöster, berühmte Einbeinruderer, Webereien, Zigarren-Manufakturen, Padaung „Giraffenhals-Frauen“)
  • 17.01. Inle See und Rückflug nach Yangon
  • 18.01. Fahrt nach Bago (liegender Shwethalyaung Buddha), Bayin-Nyi-Höhle und Hpa-An (Hotel Zwe Ka Bin)
  • 19.01. Hpa-An (Reifelder mit Karstbergen und -felsen, buddhistische Höhlen, Dorfbesuch)
  • 20.01. Auf dem Salween River nach Mawlamyaing und weiter zum Goldenen Fels (Hotel Golden Rock)
  • 21.01. Rückfahrt nach Yangon (Abschiedsdinner)
  • 22.01. 01:50 Rückflug von Yangon über Dubai (Flug EK389) nach Frankfurt (Flug EK45) – Dauer: ca. 16,5h
  • 22.01. 12:45 Ankunft in Frankfurt
2017 Myanmar

Ab nach Myanmar

Oh jeh, so wenig aufgeregt vor einem Urlaub waren wir selten. Uns beide hat seit Mittwoch eine fette Erkältung fest im Griff und wir waren die letzten Tage mehr mit uns als mit unserer Reise beschäftigt – was wir am Flughafen auch gleich feststellen mussten. Wir haben beide irgendwas in unsere Koffer gepackt und am Flughafen ist Andi schon eingefallen, dass er das Ladekabel für den Laptop daheim vergessen hat – und auf dem Laptop schreibe ich immer die Beiträge und Andi speichert die Bilder…  In Frankfurt am Flughafen gab es schon mal kein Ladekabel zu kaufen. Jetzt sitzen wir im A380 und hoffen, dass wir im Shopping Paradies Dubai so etwas bekommen. Ich tippe den Reisebericht gerade am Handy, das wird aber dauerhaft keinen Spaß machen…. Damen drücken…

Nach einem super ruhigen Flug mit dem A380 sind wir gut in Dubai gelandet. Hier gibt es am Flughafen auch eine Menge zu kaufen, nur leider nicht das, was wir brauchen.  Werde mich wohl ans Handy gewöhnen müssen. 

Nach einem Aufenthalt von ca 3 Stunden ging es weiter nach Rangun. Wir haben beide versucht, etwas zu schlafen- leider ohne Erfolg. Ziemlich geschafft sind wir dann planmäßig in Rangun gelandet, wo wir nach der Einreise von Nicolas, einem einheimischen Guide, empfangen wurden. Wir haben noch schnell Geld gewechselt und dann ging es durch den Sonntagnachmittag-Stau ins Hotel. Zuhause hatte ich mir schon angeschaut, was man nachmittags auf eigene Faust schon alles erkunden  kann, allerdings sind wir einfach nur tot ins Bett gefallen und haben den Nachmittag verpennt und versucht, unsere Erkältung zu kurieren.

Gegen 17 Uhr hat sich dann aber doch der Hunger gemeldet und wir haben uns im Sonnenuntergang in das asiatische Gewusel auf gemacht. Es war immer noch total warm und die Eindrücke 

faszinierend. Was extrem auffällt ist die ständige security. Sobald man in ein Gebäude will, wird das Gepäck und man selber überprüft.  Gibt einem einerseits ein sicheres Gefühl, auf der anderen Seite machen die das ja nicht ohne Grund. Ansonsten freuen wir uns morgen darauf, das Chaos ein bißchen zu ergründen. Zurück im Hotel haben wir den Rest der Reisegruppe kennen gelernt und sind dann nur noch tot ins Bett gefallen. 

2017 Myanmar

Yangon

Juhu, der Tag ging heute gut los, denn ein Mitreisender hat zufällig fast den gleichen Laptop wie Andi mit und das Kabel passt!!! Was ein Zufall. Trotzdem schreibe ich heute über das Handy, da es heute abend spät werden wird. 

Heute war erst mal ausschlafen angesagt, danach gab es ein fürstliches Frühstück. So ein Angebot haben wir selten gesehen. Um 11 Uhr haben wir uns in der Lobby getroffen und sind eine kurze Strecke mit dem Bus bis zu einem Markt gefahren. Malte, der Fotograf mit dem wir unterwegs sind, hat uns eine Tagesaufgabe gegeben: Farbe zu fotografieren. Und die gab es in den engen Gassen der Hallen in Hülle und Fülle.

 Unsere Kameras sind heiß gelaufen.  Wir haben uns treiben lassen und viele tolle Motive vor die Linse bekommen.


Hier ist alles total wuselig bei heftigen Temperaturen, woran die einheimischen deutlich besser gewöhnt sind als wir. 

Nachdem wir genug hatten, sind wir in das neu renovierte Strand-Hotel und haben uns erfrischt. Mit dem Bus ging es dann nachmittags weiter zum Highlight in Yangon – der Shwedagon Pagode. Bevor man rein darf, wird geprüft, ob man richtig angezogen ist und die Knie und Schultern bedeckt sind. Seine Schuhe lässt man am Eingang zurück und barfuß weiter. 

Die Pagode liegt am höchsten Punkt der Stadt und ist einer der 3 wichtigsten Glaubensorte des Landes.  Sie ist komplett vergoldet und einfach nur riesig.  Um die Pagode gibt es 8 Ecken für die 8 Wochentage: Montag, Dienstag, Mittwoch vormittag, Mittwoch nachmittag, Donnerstag, Freitag, Samstag und Sonntag. 

Man geht zu der Ecke des Wochentages, an dem man geboren wurde und gibt pro Lebensjahr eine Tasse Wasser über eine Figur und eine weitere für die Zukunft. Ein Mönch liest den ganzen Tag Gebete und die Leute beten.  Es herrscht eine total friedliche Stimmung.  Wir waren bis nach dem Sonnenuntergang da und konnten beobachten, wie immer mehr Leute kamen, um Opfergaben abzuliefern. 

Nachdem wir uns von der Pagode wieder getrennt haben, sind wir an den Stadtrand von Yangon gefahren, um bei dem Veranstalter Dr. Axel Bruns zu abend zu essen. Es gab original burmesisches Essen, was sehr lecker war.  Zu später Stunde sind wir zurück ins Hotel. Morgen früh geht es ab zum Flughafen und weiter nach Bagan.

Gott sei dank geht es uns deutlich besser – nur an die Hitze müssen wir uns gewöhnen!!!

2017 Myanmar

Von Yangon nach Bagan

Heute ging es nach einer ziemlich schlaflosen Nacht recht früh zum Flughafen. Der Verkehr auf den Straßen ist echt heftig hier, obwohl durch die ganze Stadt 3-spurige Straßen gehen. Selber fahren braucht man hier nicht wirklich. Was merkwürdig ist, dass die Lenkräder bei den Autos rechts sind, aber auch rechts gefahren wird. Früher fuhr man wohl links, bis wohl irgendein General entschieden hat, dass links fahren Unglück bringt und den Verkehr kurzerhand nach rechts verlegt hat. Ob das aber wirklich so ist, kann einem keiner sagen. Was man hier auf den Straßen vermisst, sind Motorroller. Die sind wohl innerhalb der Stadt verboten. Die Autos haben verschieden farbige Nummernschilder, schwarz ist ein privates Fahrzeug, rot sind Taxen und weiß Diplomatenfahrzeuge. Was hier auch auffällt, sind die typischen Geräusche einer Großstadt – Krankenwagen, Polizei usw.

Am Flughafen angekommen, haben wir an einem ganz neuen Inlandsterminal eingecheckt und auf den Abflug gewartet. In ca. 1,5 Stunden ging es dann nach Bagan, wo wir von einem neuen Reiseleiter und Bus empfangen wurden und ins Hotel gebracht wurden. Das Hotel ist richtig klasse, mit tollen Außenanlagen und toll gelegen. Malte versucht wohl seit drei Jahren hier mit der Reisegruppe unter zu kommen und wir sind die ersten, die es geschafft haben. Hier ist es immer noch warm, aber die Luftfeuchtigkeit ist um einiges geringer – also mehr unser Klima als in Yangon.

In Bagan findet dieser Tage das Ananda Annual Festival statt, was seinen Höhepunkt zum Vollmond hat. Zwischen unserem Hotel und der Ananda Pagode befindet sich wohl normalerweise ein riesiger Parkplatz bzw. eine freie Fläche. Das war P1150430einmal. Kaum aus dem Hotel gekommen, ist hier Jahrmarkt pur. Das Festival dauert mehrere Wochen und ganz viele Familien kommen mit Sack und Pack (heißt auf Burmesich: mit Ochsen, Karren und allem, was man zum notdürftigen Zelten braucht) hierher. Überall sind Ochsen an Bäumen angebunden, es stehen die Karren rum und die Familien haben sich notdürftig ein Dach über dem Kopf aus irgendwelchen Planen gebaut. Ein riesiger Jahrmarkt ist entstanden, wo man von Möbeln über Klamotten, EP1150466_Psssen, Handwerkerbedarf usw. alles bekommt. Die Leute haben rund um die Pagode ihr Heim aufgeschlagen, es spielt laute Musik, und es herrscht eine entspannte Stimmung. Zauberer führen vor faszinierten Kindern Kunststücke vor, aus Zuckerrohr wird Saft gepresst, der in Tüten an die Kinder verkauft wird – ein riesen Spektakel. Wir hatten den Nachmittag zur freien Verfügung und konnten uns gar nicht satt sehen. Die Leute sind total freundlich und wir haben uns einfach treiben lassen.

Um 16.45 Uhr haben wir uns am Hotel getroffen und sind mit dem Bus zu einer Pagode gefahren, von wo aus wir den Sonnenuntergang genossen haben. Da die Pagode recht hoch war, haben wir hier einen ersten Eindruck über die Größe des Areals bekommen – echt beeindruckend.

P1150503Als wir ins Hotel zurück kamen, war dieses total schön mit Kerzen und Lichtern dekoriert und wir haben ein ganz leckeres Abendessen bei sommerlichen Temperaturen genossen und uns angeregt unterhalten. Die Reisegruppe ist echt richtig harmonisch und es sind sehr nette Leute mit uns unterwegs.

2017 Myanmar

Bagan

Als wir heute morgen aufgestanden sind, war gegenüber auf dem Festival immer noch laute Musik zu hören. Die Einheimischen haben die ganze Nacht durch gefeiert! Wir sind um 5.20 Uhr mit einem alten Bus zum Ballonstartplatz gebracht worden. Fast alle aus unserer Gruppe waren dabei, die meisten sind noch nie Ballon gefahren. Wir sind kurz vor Sonnenaufgang mit 21 Ballonen aufgestiegen, was ein wahnsinnig tolles Bild war. Mehr als 21 Ballone dürfen aus Sicherheitsgründen auch nicht gleichzeitig starten, da es sonst zu eng werden würde.

Das Wetter war perfekt, keine Wolke am Himmel und die Kameras haben angefangen zu glühen.  Wir hatten die perfekte Windrichtung  und sind genau über die Pagoden getrieben worden. Auf einigen Pagoden sind Gerüste aus Bambus, da sie im letzten Jahr durch ein Erdbeben beschädigt wurden und erneuert werden. 

Im Korb war absolute Stille, so berührt war jeder von der Schönheit der Gegend. Nach einiger Zeit sind wir leider wieder sanft gelandet und haben mit einem Glas Sekt auf das tolle Erlebnis angestoßen. 

Wir sind zurück in das Hotel, haben gefrühstückt und sind kurz danach von unserem heutigen Fotografen abgeholt worden.  Bagan Maung Maung ist der bedeutendste Fotograf hier und hat zahlreiche Auszeichnungen bekommen. Er hat uns zu ein paar speziellen Locations gebracht, wo wir tolle Aufnahmen machen konnten und die wir nie selber gefunden bzw gesehen hätten. Außerdem hat er uns auf der Straße die nötigen Motive in Form von Mönchen bzw. Novizen aufgetrieben und so die Bilder natürlich nochmal verbessert. 

Mittags ging es nach vielen tollen Erlebnissen erst mal ins Hotel zurück, wo wir etwas die Eindrücke verarbeiten konnten. Nachmittags haben wir den Fotografen an seinem Verkaufsstand in der Pagode abgeholt und sind von ihm zu Fuß und per Bus zu ein paar weiteren schönen Locations gebracht worden.

Vor unserem Hotel ist mittlerweile eine komplett neue Stadt entstanden. Es kommen ständig neue Leute an und alles putzt sich raus für den Vollmond morgen. Es liegen riesige Staubwolken in der Luft, da überall Bewegung ist und kein Wind geht, der den Staub weg wehen könnte.  

An jeder Ecke spielen Kinder, Mopeds mit ganzen Familien drauf düsen durch die Gegend. Wir Touristen mit unseren Kameras gehen hier komplett unter. Andi ist total glücklich wegen den tollen Motiven und strahlt nur noch. Vor allem sind lauter Leute um ihn, die das genau so toll finden😉.

Zum Abendessen sind wir nach Neu-Bagan gefahren, wo die meisten Hotels liegen. Hier war es gegenüber unserem Ortsteil wie ausgestorben. Wir haben lecker gegessen und sind zurück ins Hotel, da es morgen wieder früh raus geht. Vorher steht uns aber noch eine musikalische Nacht bevor…