2017 USA Ostküste

White Mountains 

Heute sind wir früh aufgestanden, denn der Wetterbericht hat für morgens starken  Regen und nachmittags Sonne gemeldet. Wir haben in Bar Harbor nochmal im Hafen vorbei geschaut und es dann verlassen. 

Wir hatten Strecke zu überbrücken, was wir dann im Regen getan haben.  Wir sind einen Teil Autobahn durch einfach nur total bunte Wälder gefahren und je mehr wir in Richtung der White Mountains gekommen sind, umso mehr hat sich der Himmel aufgelockert. 

Es war total stürmisch und plötzlich richtig warm. Anscheinend sind das Ausläufer des Hurricanes, der gestern über Florida gezogen ist.  Wir sind auf die Panoramastrasse in die White Mountains abgebogen und hatten eigentlich vor, auf den Mount Washington zu fahren. Leider war das aber nicht möglich, da die Straße aufgrund des Sturms gesperrt war.  

Also haben wir umgekehrt und haben ein paar Panoramapunkte abgefahren.  Hier ist es noch viel bunter als im Acadia Nationalpark die letzten Tage.  Wo man hin guckt, einfach nur krasse bunte Farben.  

An den Lookouts kamen wir uns vor wie in Bollywood- wo man hin geschaut hat waren nur Inder unterwegs. Überall standen sie und haben sich vor den bunten Bäumen fotografiert.  Das scheint hier das Ziel schlechthin für sie zu sein.  Wir haben super schöne Aufnahmen gemacht und  sogar noch eine überdachte Brücke gefunden. 

Wir sind spät abends in unser nächstes Hotel gekommen.  Hier bleiben wir drei Nächte und es ist total schön hier – direkt an einem See gelegen. Hier könnten wir auch viel länger bleiben…

2017 USA Ostküste

Acadia Nationalpark

Da für heute morgen wolkiges Wetter gemeldet war, haben wir etwas länger geschlafen.  Als wir dann den Blick aus dem Fenster geworfen haben, waren wir überrascht, dass die Sonne scheint.  Also haben wir uns fertig gemacht und sind in Richtung Nationalpark gefahren. Hier war die Hölle los.  Die Parkplätze waren bereits überfüllt, Menschenmassen haben sich an den ersten Spots gedrängelt. Wir hatten nicht wirklich Lust, uns  in das Gewühl zu stürzen, denn eigentlich suchen wir ja die Natur.  Je weiter wir gefahren sind umso ruhiger wurde es aber und wir haben doch ab und zu mal gehalten.  

Gegen Mittag haben wir in einem Restaurant gehalten. Heute ist der letzte Tag an der Küste und wir wollten unbedingt Hummer probieren. Die Gegend hier ist berühmt dafür und daher gehört es dazu. An allen möglichen Ecken sieht man die Hummertöpfe vor sich hin brodeln. Also haben wir uns eine Lobster-Roll bestellt und gekostet.  Andi hat es richtig gut geschmeckt, ich fand es okay.  

Wir sind den Rest des Tages über die Insel gefahren und haben versucht, die Natur ohne Massen von Menschen zu genießen, was aber nicht immer so geklappt hat.  Da wir in der Hauptsaison hier sind, wäre das auch unrealistisch… hoffentlich wird es die nächsten Tage in den White Mountains etwas besser, da die Fläche einfach größer ist und sich hoffentlich alles etwas besser verteilt. 

Am Bass Harbor Leuchtturm haben wir uns noch länger aufgehalten. Hier war nicht ganz so viel los, da es nur begrenzte Parkmöglichkeiten gibt und man konnte gemütlich auf den Felsen sitzen und aufs Meer hinaus schauen. 

Gegen Abend kamen lauter Nebelfelder vom Meer her gezogen. Heute hätten wir auf dem Cadillac Mountain nicht einen so tollen Sonnenuntergang wie gestern Abend gesehen – Glück gehabt!

2017 USA Ostküste

An der Küste entlang nach Bar Harbor in den Acadia Nationalpark 

Da wir gestern Abend nichts mehr von Portland gesehen haben, sind wir heute früh nochmal in die Stadt gefahren.  Über der Stadt lag ein total unangenehmer Abgas-Gestank. Im Hafen lag ein großes Kreuzfahrtschiff und da es sehr windstill war,  haben wir vermutet, dass der Gestank daher kam.  Wir hatten wenig Lust, uns hier länger aufzuhalten und so haben wir kurz getankt und sind weiter gen Norden gefahren. 

Direkt nach Verlassen der Stadt hat es angefangen zu regnen.  Wir sind durch wunderschön bunte Wälder und tolle Buchten gefahren, aber bei dem Regen hat es keinen Spaß gemacht anzuhalten.  

Unser erstes Etappenziel hieß Camden, ein kleiner nobler Ort an der Küste.  Wir haben das Auto abgestellt und wie auf Kommando kam die Sonne raus. Wir sind etwas durch den süßen Ort geschlendert und haben dann mit Blick auf die Wettervorhersage beschlossen, weiter gen Norden zu fahren. Unser heutiges Ziel ist der Acadia Nationalpark, der durch seine vielen bunten Bäume auf kleinen Inseln in dieser Jahreszeit besonders interessant ist.  Wir haben uns im Visitorcenter unseren Parkpass geholt und 10 Minuten später kam die Sonne raus.  

Alles hat in tollen Farben geleuchtet und wir sind auf der Jagd nach tollen Bildern durch den Park geeilt.  

Morgen soll es wieder schlechtes Wetter geben und so wollten wir so viele schöne Bilder wie möglich haben. 

Zum Sonnenuntergang sind wir auf den höchsten Punkt, den Cadillac Mountain gefahren. Er ist mit seinen 466 m der höchste Punkt an der Ostküste der USA.  

Man konnte auf die ganze Umgebung runter schauen – einfach nur schön! 

Nach Sonnenuntergang sind wir in den Ort Bar Harbor runter gefahren und haben ins Motel für zwei Nächte eingecheckt.  Im dem Ort war die Hölle los. Indian Summer ist hier echt die Hauptsaison. Ich habe vor ca. 4 Wochen hier noch versucht, ein Zimmer zu kriegen und habe eins der letzten erwischt….

Andi ist total glücklich. Er hat einen Nationalpark und kann fotografieren.  Er ist total in seinem Element…

2017 USA Ostküste

Über Cape Ann bis Portland

Nach dem anstrengenden Tag gestern haben wir heute etwas länger geschlafen und sind dann gen Cape Ann aufgebrochen.  Wir haben Boston hinter uns gelassen und sind vor Gloucester von der Autobahn abgebogen und der Assusschilderung des Scenic Byways gefolgt.

In Gloucester steht das Wahrzeichen von Massachusetts, die Statue eines Seemanns in Gedenken an alle Seeleute, die ihr Leben auf dem Meer verloren haben.

Im Urlaub mussten wir schon immer mal an Bahnübergängen oder wegen diverser Events halten. Heute mussten wir warten, weil eine Brücke hoch gezogen war, damit ein Segelboot passieren konnte.  

An vielen süßen kleinen Buchten vorbei ging es weiter in Richtung Rockport, wo wir eine kleine Pause eingelegt haben und durch die Ortschaft geschlendert sind.  Wie viele andere Ortschaften ist hier auch wieder alles total liebevoll angelegt. 

Wir haben immer mal wieder gehalten und es war echt gemütlich.  Je mehr wir in Richtung Norden kommen, umso bunter wird das Laub. Viele Bäume sind noch grün, aber viele leuchten schon richtig bunt.  

Bevor wir unser heutiges Ziel Portland angesteuert haben, sind wir nochmal abgebogen, denn in der Nähe steht eine der für die Gegend typischen überdachten Brücken.  

Da heute wieder tolles Wetter ist, wollten wir uns so eine Brücke gerne schon mal anschauen und sie war echt schön. 

Wir sind noch ein paar km durch den Wald weiter gefahren und an einem tollen See gelandet.  Ein Steg führte ins Wasser – Idylle pur! 

Da es langsam dunkel wurde, sind wir in Richtung Portland aufgebrochen und in unserem Lieblingsladen Denny’s eingekehrt.  

2017 USA Ostküste

Boston

Heute früh sind wir sehr cool in die Stadt gefahren – für 3,50 $ mit der Fähre an der Skyline entlang. 

Am Aquarium sind wir ausgestiegen und haben uns einen Kaffee und etwas zum Frühstück geholt und es in der Sonne auf einer Bank am Hafen genossen.  Total schön. 

Anschließend haben wir uns Tickets für die Duck-Tours geholt und haben mit einem Amphibienfahrzeug erst die Straßen und dann das Wasser um Boston unsicher gemacht.  Der Guide war total cool und  es hat richtig Spaß gemacht. 

Vor allem die integrierte Bootstour war echt lustig. Durch die Tour haben wir einen guten Überblick über die Innenstadt bekommen. 

Anschließend ging es zu Fuß weiter. Nachdem wir gestern Abend nur volle Straßen gesehen haben, sehen wir gefühlt jetzt nur noch riesige Parks, verkehrsberuhigte Gegenden und total viele Möglichkeiten, sich draußen hin zu setzen.  Vor dem Rathaus stehen Unmengen von Stühlen und Bänken und bei dem tollen Wetter sitzt alles voll. 

Die Leute holen sich an den Food-Trucks in der Mittagspause Essen und geniessen die Sonne beim Essen. Letzte Woche war hier wohl bescheidenes Wetter, heute ist wieder keine Wolke zu sehen und wir haben 25 Grad.  

Wir haben uns in einem Park auf eine Bank gesetzt und die Leute beobachtet: ein älterer Mann hat gemalt, ein Hundesitter ist mit mehreren Hunden Gassi gegangen, ein paar Leute haben einen Film gedreht und zwischendurch sind überall die kleinen Hörnchen gehüpft.  

Wir hatten von Boston ein Bild im Kopf mit vielen Segelbooten vor der Skyline und so sind wir zum Wasser zwischen Boston und Cambridge gelaufen und da waren sie: lauter kleine Segelboote. Es war total windig und hat total Spaß gemacht, zuzugucken. Ein Boot ist gekentert und die zwei Mädels mussten kämpfen, es wieder umzudrehen.  

Am späten Abend sind wir in den 50. Stock des Prudential Towers gefahren, von wo aus man einen spektakulären Blick auf die Stadt von oben beim Sonnenuntergang hatte. 

Zum tollen Blick gab es noch viele interessante Informationen über Boston durch einen Audio Guide. Was ich echt beeindruckend fand ist, dass hier neben den bekannten Universitäten Harvard und MIT ca. 60 weitere Colleges und Universitäten sind. Jährlich kommen im September über 250.000 neue Studenten in die Stadt. Die Stadt hat auch ein ganz untypisches Bild für eine amerikanische Stadt, da die meisten Häuser dunkelrote Backsteinhäuser sind, teilweise mit geschwungenen Fassaden – total schön. So wenig Lust wir gestern auf noch eine Stadt hatten, umso begeisterter sind wir nach dem Tag. 

Auf dem Rückweg haben wir noch einen Abstecher zur Bücherei gemacht.  Wir waren nachmittags im neuen Teil und hatten vom Turm aus gesehen, dass es auch einen alten Teil gibt. Der war echt beeindruckend. Ein richtig altes Gemäuer mit Hallen wie im Film: die Wände voller Bücher und auf den Tischen die grünen alten Lampen. 

Gegen 21 Uhr waren wir wieder im Hotel und völlig platt.