2017 USA Ostküste

Cape Cod

Heute morgen wurden wir wieder mal von der Sonne wach gekitzelt.  Wir sind noch einige Zeit in Newport geblieben und sind die Ocean Avenue lang gefahren. Wenn wir gestern auf Long Island dachten, wir hätten große Villen gesehen – denkste! Hier stehen Schlösser mit riesigen gepflegten Anwesen. Einige stehen zum Verkauf, leider ohne Preisschilder… Was alleine die Unterhaltung von so einem Kasten kostet… Kein Wunder, dass der Hafen mit dicken Schiffen gepflastert ist. 

Wir haben uns für die Fahrt einen Kaffee geholt, da hat ein Herr neben uns 81 $ für sein Frühstück bezahlt und er war alleine! Geld spielt hier echt keine Rolle und das sieht man dem Ort auch an.

Wir haben Newport hinter uns gelassen und sind in Richtung Cape Cod gefahren. Cape Cod wurde vor Jahren von Festland durch einen Kanal getrennt, so dass die Boote und Schiffe nicht immer um den Arm fahren müssen. Große Schiffe können hier dank der hochfahrbaren Brücke passieren.  

Kurz nachdem wir über die Brücke gefahren sind, haben wir von der Autobahn aus gesehen, wie ein Feld von Cranberries geflutet wurde zur Ernte. Wir sind abgefahren, haben aber dann das Feld leider nicht mehr gefunden.  Der Highway hieß auch Cranberry Highway. Im Visitor Center auf Cape Cod haben wir erfahren, dass es noch recht früh für die Ernte ist und die gerade erst los geht.  

Was uns bisher überhaupt nicht bewusst war ist die Tatsache, dass Cape Cod ein Nationalpark ist. Wir haben beschlossen, uns wieder einen Jahrespass für 80 $ zu holen, da wir die Nationalparks einfach lieben und immer wieder begeistert sind, wie gepflegt sie sind und wie hilfsbereit jeder einzelne Ranger ist.  

Wir sind an die Küste gefahren und haben den Wahnsinns Strand genossen.  

Am Ende von Provincetown, wo wir heute schlafen, ging ein Weg aus großen Felsen  ins Meer zu zwei Leuchttürmen und wir sind ca 45 Minuten über die Steine gen Meer geklettet.  

Da Ebbe war, konnten wir total gut beobachten, wie Möwen Muscheln gesammelt, aus der Luft auf die Erde zum Knacken geworfen und dann gefressen haben.  Zurück in Provincetown haben wir im Hotel eingecheckt und sind zu Fuß in den Ort gelaufen. Hier ist es traumhaft schön. Kleine gemütliche Häuser stehen direkt am Meer, kein Lärm und kein Stress stört irgend etwas.  Viele Häuser sind wegen Halloween sehr cool geschmückt. 

Da wir seit dem Frühstück nichts mehr gegessen hatten, hatten wir riesigen Hunger. In einem netten kleinen Restaurant direkt am Strand haben wir sehr lecker gegessen und zwei heftig gute Cocktails getrunken.  
Wir sind gemütlich durch die Gassen zurück gelaufen und haben den Tag ausklingen lassen – das war heute Urlaub pur!

2017 USA Ostküste

Von Cape Cod nach Boston

Leider gehen uns die Superlativen für Cape Cod aus. Man kann echt nur sagen, dass es hier wunder- wunderschön ist! Heute früh sind wir mit dem Auto nochmal durch Provincetown gefahren und jedes einzelne Haus ist total liebevoll gepflegt und in Schuss. Mit Bildern kann man das Gesamtbild gar nicht einfangen. Wir sind wieder ein paar km zurück gefahren und haben dort noch eine Wanderung gemacht, was total entspannt war. 

Erst ging es entlang eines Sees, zurück am Strand entlang – und wir waren mal wieder total alleine.  

Wir sind von der Hauptroute abgefahren und die Nebenstrecke 6a weiter gefahren und wir haben nur noch gegrinst, so schön war alles.  Uns ist irgendwann aufgefallen, dass wir seit gestern keine Burger-Kette mehr gesehen haben und auch sonst nur sehr viele kleine geschmackvolle Geschäfte zu finden sind.  Total schön. 

Nachmittags haben wir Cape Cod leider verlassen müssen, da unser nächstes Ziel Boston heißt. Wir haben beide eigentlich momentan keinen Bock auf Stadt, daher reicht es völlig, wenn wir erst heute Abend da sind.  Wir haben morgen den ganzen Tag, das sollte reichen. 

Eigentlich wollten wir einen größeren Stopp in Plymouth einlegen, da dort normalerweise die Mayflower II liegt, mit der die ersten Europäer in 1620 hier angekommen sind.  Aber ähnlich wie das LOVE Zeichen in Philadelphia befindet sind auch das Schiff z. Zt. in der Werft um restauriert zu werden… Trotzdem haben wir den Abstecher gemacht und zumindest den Liegeplatz von dem Schiff gesehen.  Schon ein sehr geschichtsträchtiger Platz hier.  

Gegen Abend sind wir gen Boston aufgebrochen.  Wir haben sofort festgestellt, dass die Bäume hier schon mehr gefärbt sind als in der bisherigen Gegend und hoffen, dass es gen Norden noch schöner wird. 

Boston hat uns mit Stau empfangen, allerdings ging es in die Stadt aufgrund der Uhrzeit besser als stadtauswärts. Dort war ca. 20 Meilen Chaos. Im Hotel angekommen sind wir gleich wieder los, um zu gucken, von wo aus morgen früh die Fähre in die Stadt fährt. Das Hotel ist nicht das beste, aber man kann für 10$ parken und ist quasi schon in der Stadt. Von dem Fährterminal hatten wir einen super Blick auf die Stadt. 

2017 USA Ostküste

Boston

Heute früh sind wir sehr cool in die Stadt gefahren – für 3,50 $ mit der Fähre an der Skyline entlang. 

Am Aquarium sind wir ausgestiegen und haben uns einen Kaffee und etwas zum Frühstück geholt und es in der Sonne auf einer Bank am Hafen genossen.  Total schön. 

Anschließend haben wir uns Tickets für die Duck-Tours geholt und haben mit einem Amphibienfahrzeug erst die Straßen und dann das Wasser um Boston unsicher gemacht.  Der Guide war total cool und  es hat richtig Spaß gemacht. 

Vor allem die integrierte Bootstour war echt lustig. Durch die Tour haben wir einen guten Überblick über die Innenstadt bekommen. 

Anschließend ging es zu Fuß weiter. Nachdem wir gestern Abend nur volle Straßen gesehen haben, sehen wir gefühlt jetzt nur noch riesige Parks, verkehrsberuhigte Gegenden und total viele Möglichkeiten, sich draußen hin zu setzen.  Vor dem Rathaus stehen Unmengen von Stühlen und Bänken und bei dem tollen Wetter sitzt alles voll. 

Die Leute holen sich an den Food-Trucks in der Mittagspause Essen und geniessen die Sonne beim Essen. Letzte Woche war hier wohl bescheidenes Wetter, heute ist wieder keine Wolke zu sehen und wir haben 25 Grad.  

Wir haben uns in einem Park auf eine Bank gesetzt und die Leute beobachtet: ein älterer Mann hat gemalt, ein Hundesitter ist mit mehreren Hunden Gassi gegangen, ein paar Leute haben einen Film gedreht und zwischendurch sind überall die kleinen Hörnchen gehüpft.  

Wir hatten von Boston ein Bild im Kopf mit vielen Segelbooten vor der Skyline und so sind wir zum Wasser zwischen Boston und Cambridge gelaufen und da waren sie: lauter kleine Segelboote. Es war total windig und hat total Spaß gemacht, zuzugucken. Ein Boot ist gekentert und die zwei Mädels mussten kämpfen, es wieder umzudrehen.  

Am späten Abend sind wir in den 50. Stock des Prudential Towers gefahren, von wo aus man einen spektakulären Blick auf die Stadt von oben beim Sonnenuntergang hatte. 

Zum tollen Blick gab es noch viele interessante Informationen über Boston durch einen Audio Guide. Was ich echt beeindruckend fand ist, dass hier neben den bekannten Universitäten Harvard und MIT ca. 60 weitere Colleges und Universitäten sind. Jährlich kommen im September über 250.000 neue Studenten in die Stadt. Die Stadt hat auch ein ganz untypisches Bild für eine amerikanische Stadt, da die meisten Häuser dunkelrote Backsteinhäuser sind, teilweise mit geschwungenen Fassaden – total schön. So wenig Lust wir gestern auf noch eine Stadt hatten, umso begeisterter sind wir nach dem Tag. 

Auf dem Rückweg haben wir noch einen Abstecher zur Bücherei gemacht.  Wir waren nachmittags im neuen Teil und hatten vom Turm aus gesehen, dass es auch einen alten Teil gibt. Der war echt beeindruckend. Ein richtig altes Gemäuer mit Hallen wie im Film: die Wände voller Bücher und auf den Tischen die grünen alten Lampen. 

Gegen 21 Uhr waren wir wieder im Hotel und völlig platt. 

2017 USA Ostküste

Über Cape Ann bis Portland

Nach dem anstrengenden Tag gestern haben wir heute etwas länger geschlafen und sind dann gen Cape Ann aufgebrochen.  Wir haben Boston hinter uns gelassen und sind vor Gloucester von der Autobahn abgebogen und der Assusschilderung des Scenic Byways gefolgt.

In Gloucester steht das Wahrzeichen von Massachusetts, die Statue eines Seemanns in Gedenken an alle Seeleute, die ihr Leben auf dem Meer verloren haben.

Im Urlaub mussten wir schon immer mal an Bahnübergängen oder wegen diverser Events halten. Heute mussten wir warten, weil eine Brücke hoch gezogen war, damit ein Segelboot passieren konnte.  

An vielen süßen kleinen Buchten vorbei ging es weiter in Richtung Rockport, wo wir eine kleine Pause eingelegt haben und durch die Ortschaft geschlendert sind.  Wie viele andere Ortschaften ist hier auch wieder alles total liebevoll angelegt. 

Wir haben immer mal wieder gehalten und es war echt gemütlich.  Je mehr wir in Richtung Norden kommen, umso bunter wird das Laub. Viele Bäume sind noch grün, aber viele leuchten schon richtig bunt.  

Bevor wir unser heutiges Ziel Portland angesteuert haben, sind wir nochmal abgebogen, denn in der Nähe steht eine der für die Gegend typischen überdachten Brücken.  

Da heute wieder tolles Wetter ist, wollten wir uns so eine Brücke gerne schon mal anschauen und sie war echt schön. 

Wir sind noch ein paar km durch den Wald weiter gefahren und an einem tollen See gelandet.  Ein Steg führte ins Wasser – Idylle pur! 

Da es langsam dunkel wurde, sind wir in Richtung Portland aufgebrochen und in unserem Lieblingsladen Denny’s eingekehrt.  

2017 USA Ostküste

An der Küste entlang nach Bar Harbor in den Acadia Nationalpark 

Da wir gestern Abend nichts mehr von Portland gesehen haben, sind wir heute früh nochmal in die Stadt gefahren.  Über der Stadt lag ein total unangenehmer Abgas-Gestank. Im Hafen lag ein großes Kreuzfahrtschiff und da es sehr windstill war,  haben wir vermutet, dass der Gestank daher kam.  Wir hatten wenig Lust, uns hier länger aufzuhalten und so haben wir kurz getankt und sind weiter gen Norden gefahren. 

Direkt nach Verlassen der Stadt hat es angefangen zu regnen.  Wir sind durch wunderschön bunte Wälder und tolle Buchten gefahren, aber bei dem Regen hat es keinen Spaß gemacht anzuhalten.  

Unser erstes Etappenziel hieß Camden, ein kleiner nobler Ort an der Küste.  Wir haben das Auto abgestellt und wie auf Kommando kam die Sonne raus. Wir sind etwas durch den süßen Ort geschlendert und haben dann mit Blick auf die Wettervorhersage beschlossen, weiter gen Norden zu fahren. Unser heutiges Ziel ist der Acadia Nationalpark, der durch seine vielen bunten Bäume auf kleinen Inseln in dieser Jahreszeit besonders interessant ist.  Wir haben uns im Visitorcenter unseren Parkpass geholt und 10 Minuten später kam die Sonne raus.  

Alles hat in tollen Farben geleuchtet und wir sind auf der Jagd nach tollen Bildern durch den Park geeilt.  

Morgen soll es wieder schlechtes Wetter geben und so wollten wir so viele schöne Bilder wie möglich haben. 

Zum Sonnenuntergang sind wir auf den höchsten Punkt, den Cadillac Mountain gefahren. Er ist mit seinen 466 m der höchste Punkt an der Ostküste der USA.  

Man konnte auf die ganze Umgebung runter schauen – einfach nur schön! 

Nach Sonnenuntergang sind wir in den Ort Bar Harbor runter gefahren und haben ins Motel für zwei Nächte eingecheckt.  Im dem Ort war die Hölle los. Indian Summer ist hier echt die Hauptsaison. Ich habe vor ca. 4 Wochen hier noch versucht, ein Zimmer zu kriegen und habe eins der letzten erwischt….

Andi ist total glücklich. Er hat einen Nationalpark und kann fotografieren.  Er ist total in seinem Element…