Heute morgen haben wir uns für 8 Uhr den Wecker gestellt und mit zuhause Weihnachtstelefonate geführt, schließlich haben wir 12 Stunden Zeitverschiebung und daheim saßen alle ohne uns unter dem Weihnachtsbaum. Anschließend haben wir gefrühstückt und sind zum Fährterminal aufgebrochen. Wir wollten mit der Fähre nach Devonport fahren. Zwischen den Häuserblocks war es noch nicht so warm, daher haben wir uns für lange Hosen entschieden.

Kurze Zeit später ging die Fähre und 10 Minuten später sind wir in Devonport angekommen. Hier hat die Sonne geschienen und es war total warm. Die Leute waren am Strand, sind schwimmen gegangen und manche hatten Taschen mit Weihnachtsgeschenken dabei.

Hier gibt es die Geschenke am 25.12. vormittags. Wir sind am Ufer entlang geschlendert und auf einen Hügel geklettert, von dem aus man einen traumhaften Blick über die Stadt hatte. Wir haben uns einfach auf die Wiese gelegt und die Leute beobachtet – wie entspannt!

Am Strand unten haben wir gesehen, dass gerade Ebbe ist und die Leute durchs Watt wandern. Also sind wir den Hügel wieder hinunter geklettert, haben unsere Schuhe ausgezogen und sind auch ins Watt gegangen. Das Wasser war total schön warm, allerdings liegen hier nicht so viele Würmer rum wie an der Nordsee.

Am Strand waren viele Familien, die gegrillt und gepicknickt haben. So kann man auch Weihnachten feiern… Langsam haben wir Hunger bekommen, sodass wir nach einem Restaurant Ausschau gehalten haben. Am Fährterminal war ein Restaurant das auf hatte und wir haben gemütlich etwas zu Mittag gegessen. Devonport ist so eine richtig gemütliche Ortschaft, sehr gepflegt, überall blüht es, die Häuser sind total schön. Hier kann man es gut aushalten.


Anschließend haben wir die nächste Fähre zurück nach Auckland genommen und sind zurück in unsere Wohnung gegangen.

Wir haben heute ordentlich Sonne getankt, was wir nach dem dunklen deutschen Wetter die letzten Wochen gar nicht mehr gewohnt sind. Die Stadt ist heute viel ruhiger als gestern. Man hört die Stille des Feiertags, was sich morgen wahrscheinlich ordentlich ändern wird. Morgen ist hier boxing day, wohl DER Shopping Tag des Jahres. Die Geschäfte sind schon alle mit Werbung und Schildern mit Preisnachlässen bis 50 % tapeziert. Wir sind gespannt. Ich freue mich außerdem gerade wie ein kleines Kind, denn ich habe entdeckt, dass es in der Nachbarschaft eine Filiale unserer amerikanischen Lieblingskette „denny’s“ gibt, wo wir morgen unbedingt Pancakes essen gehen müssen!!!





















Weiter ging es gen Norden, wo wir recht schnell auf der rechten Seite die strahlend weißen Dünen gefunden haben, die wir bei Google Maps schon gesehen haben. Leider sieht man sie nur aus der Ferne und kann nicht wirklich hin. Ca 20 km vor dem Cape Reinga, dem nördlichsten Punkt Neuseelands, sieht man links die wahnsinnig hohen gelben Dünen, die das Ende des 90 Mile Beach anzeigen. Hier gibt es den nördlichen Ausgang vom Strand, der durch ein Flussbett führt. Wir sind zuerst gerade aus Richtung Cape Reinga und sind irgendwann auf einem Bergkamm gefahren, so dass an beiden Seiten das Meer zu sehen war. Von einem Parkplatz aus sind wir die letzten Meter zu Fuß zum Leuchtturm gelaufen.
Es waren ziemlich viele Menschen da, da gerade ein Bus gekommen ist. Wir haben etwas gewartet, bis die Leute alle weg waren und dann war es wieder relativ ruhig. Die Sonne hat ohne Ende vom Himmel gestochen und es war ziemlich stürmisch, so dass wir unsere angefangene Wanderung relativ schnell wieder abgebrochen haben.
Zurück am Auto waren wir beide relativ platt, wir sind aber trotzdem 20 km später noch mal rechts abgebogen zu den riesengroßen hellen Dünen. Hier kann man bis zu einem Parkplatz fahren, der noch fest geschottert ist und anschließend zu Fuß weiter. Eigentlich hatten wir nicht vor, weit in die Dünenlandschaft zu laufen, Andi hat es aber am Eingang gleich wieder gepackt und er musste unbedingt auf den Gipfel laufen. Von dort oben hatte er eine grandiose Aussicht.
Ich bin zurück zum Parkplatz gelaufen und habe es mir im Schatten unter einem Baum gemütlich gemacht.
Durch meine Kamera habe ich ihn beobachtet wie er auf die Dühne rauf und wieder runter ist. Unten angekommen, war er fertig und hat gestrahlt ohne Ende. 50 Minuten gen Süden in Pukenui haben wir unsere nächste Unterkunft bezogen. Wir haben nicht wirklich etwas Tolles erwartet, waren aber sehr positiv überrascht. Die Bilder im Internet sahen schlechter aus als die Realität und das Motel hatte eine traumhafte Lage am Meer.
Wir haben uns gegenüber im takeaway etwas zu Essen geholt, was wir leider nicht geschafft haben und haben den anstrengenden Tag ausklingen lassen…