2019/2020 Neuseeland

Auckland

Heute morgen haben wir uns für 8 Uhr den Wecker gestellt und mit zuhause Weihnachtstelefonate geführt, schließlich haben wir 12 Stunden Zeitverschiebung und daheim saßen alle ohne uns unter dem Weihnachtsbaum. Anschließend haben wir gefrühstückt und sind zum Fährterminal aufgebrochen. Wir wollten mit der Fähre nach Devonport fahren. Zwischen den Häuserblocks war es noch nicht so warm, daher haben wir uns für lange Hosen entschieden.

Kurze Zeit später ging die Fähre und 10 Minuten später sind wir in Devonport angekommen. Hier hat die Sonne geschienen und es war total warm. Die Leute waren am Strand, sind schwimmen gegangen und manche hatten Taschen mit Weihnachtsgeschenken dabei.

Hier gibt es die Geschenke am 25.12. vormittags. Wir sind am Ufer entlang geschlendert und auf einen Hügel geklettert, von dem aus man einen traumhaften Blick über die Stadt hatte. Wir haben uns einfach auf die Wiese gelegt und die Leute beobachtet – wie entspannt!

Am Strand unten haben wir gesehen, dass gerade Ebbe ist und die Leute durchs Watt wandern. Also sind wir den Hügel wieder hinunter geklettert, haben unsere Schuhe ausgezogen und sind auch ins Watt gegangen. Das Wasser war total schön warm, allerdings liegen hier nicht so viele Würmer rum wie an der Nordsee.

Am Strand waren viele Familien, die gegrillt und gepicknickt haben. So kann man auch Weihnachten feiern… Langsam haben wir Hunger bekommen, sodass wir nach einem Restaurant Ausschau gehalten haben. Am Fährterminal war ein Restaurant das auf hatte und wir haben gemütlich etwas zu Mittag gegessen. Devonport ist so eine richtig gemütliche Ortschaft, sehr gepflegt, überall blüht es, die Häuser sind total schön. Hier kann man es gut aushalten.

Anschließend haben wir die nächste Fähre zurück nach Auckland genommen und sind zurück in unsere Wohnung gegangen.

Wir haben heute ordentlich Sonne getankt, was wir nach dem dunklen deutschen Wetter die letzten Wochen gar nicht mehr gewohnt sind. Die Stadt ist heute viel ruhiger als gestern. Man hört die Stille des Feiertags, was sich morgen wahrscheinlich ordentlich ändern wird. Morgen ist hier boxing day, wohl DER Shopping Tag des Jahres. Die Geschäfte sind schon alle mit Werbung und Schildern mit Preisnachlässen bis 50 % tapeziert. Wir sind gespannt. Ich freue mich außerdem gerade wie ein kleines Kind, denn ich habe entdeckt, dass es in der Nachbarschaft eine Filiale unserer amerikanischen Lieblingskette „denny’s“ gibt, wo wir morgen unbedingt Pancakes essen gehen müssen!!!

2019/2020 Neuseeland

Auckland – Boxing Day

Heute morgen habe ich mich erst Mal richtig über Andi lustig gemacht. Wenn man ihn an die Straße stellen würde, würde er mit seinem roten Kopf direkt als Ampelmännchen durchgehen🤣.

Wir sind zu Denny’s frühstücken gegangen. Das Angebot hier ist aber schon sehr anders als in den USA. Hier ist die Frühstückskarte sehr fleischlastig, wir haben aber trotzdem die Pancakes entdeckt und waren kurze Zeit später kurz vorm Platzen – lecker!!!

Anschließend sind wir wieder in die Wohnung gegangen, denn ich habe heute schon mal ausgenutzt, dass wir eine Waschmaschine haben. Wer weiß, wann das wieder der Fall ist. Und das coolste, es war noch ein Trockner dabei. Also schnell umladen und dann ab in die City, Boxing Day erleben.

Heute ist in der Stadt wieder richtig viel los. Die Geschäfte haben teilweise schon seit 7.30 Uhr statt ab 10 Uhr wie sonst geöffnet und alle geben Preisnachlässe. Selbst in der Apotheke, wo sich Andi etwas gegen den Sonnenbrand geholt hat, gab es 20 %. Wir sind gemütlich durch die Geschäfte geschlendert, mussten aber feststellen, dass hier das Preisniveau doch um einiges höher ist als bei uns. Das habe ich vorgestern im Supermarkt schon festgestellt, gilt aber auch für alles andere. Andi hat nach Elektronik geguckt, trotz der Nachlässe war aber alles um einiges teurer. Wir wissen es gar nicht zu schätzen, wie günstig wir in Deutschland an Lebensmittel, Kleidung und alle möglichen anderen Dinge kommen. Am Ende der Queen Street, der Einkaufsstrasse hier, sind die teuren Läden: Gucci, Dior, Louis Vuitton usw. Vor den Geschäften gab es Schlangen, der Einlass wurde von Security geregelt, unglaublich. Fast alles waren Chinesen, die dort gewartet haben und wahrscheinlich auf ein „Schnäppchen“ gehofft haben. Vor den Geschäften war allerdings keine Info bezüglich Preisnachlass…

Gegen Abend sind wir in die Nachbarschaft gegangen und auf den höchsten Turm der Südhalbkugel gefahren, der 328m hohe Skytower.

Man konnte bis in den 60. Stock fahren (220 m) und hatte eine wahnsinnige Aussicht.

Wir haben es uns mit einem Cocktail gemütlich gemacht und den Sonnenuntergang angeschaut. Ein sehr schöner Abschluss von Auckland.

Insgesamt waren die drei Nächte hier zum Ankommen super. Da wir in der Stadt gewohnt haben, hatten wir super kurze Wege und konnten uns auch mal ablegen, wenn uns die Müdigkeit wegen der Zeitumstellung überkommen hat. Morgen bekommen wir unseren Mietwagen und dann geht es weiter gen Norden in Richtung Bay of Islands.

2019/2020 Neuseeland

Von Auckland gen Norden zu den Bay of Islands

Juhu, letzte Nacht haben wir beide das erste Mal richtig durchgeschlafen!!! Wir haben gefrühstückt, zusammengepackt und die Wohnung verlassen. Zu Fuß sind wir mit unserem ganzen Gepäck zur AVIS-Vermietstation hier in der City. Dort haben wir den fettesten Mietwagen bekommen, den wir jemals hatten.

Wir haben unser Gepäck verladen und los ging es. Über die Harbour Bridge haben wir Auckland gen Norden verlassen. Heute war bedeutend mehr Verkehr als das, was wir gestern von dem Turm aus gesehen haben und innerhalb kurzer Zeit standen wir im ersten Stau in Neuseeland. Die Autobahn hatte eine fette Baustelle und wir eine nicht geplante Verzögerung. Je mehr wir gen Norden kamen, umso weniger wurde der Verkehr und wir haben an einem Lookout gehalten und einen Hotdog an einem Foodtruck gegessen.

Die Landschaft erinnert schon voll an „Herr der Ringe“ – hügeliges Land voller Wälder – und nebenan Strände (okay, die spielen in den Filmen keine Rolle😉). Wir verstehen auch jetzt schon, warum hier der Farn überall auf Wappen ist.

Wir haben noch nie Bäume aus Farn gesehen, die mehrere Meter hoch sind. Am Straßenrand stehen hier massenhaft lila und weiße Blumen und es gibt riesige blühende Hecken aus Hortensien. Wunderschön! Nach der Pause haben wir unser erstes Ziel angesteuert: die Waipu Caves. Man parkt an einem Parkplatz und läuft einen kurzen Weg über eine Wiese und steht dann schon vor dem Höhleneingang.

Ein steiler glitschiger Weg führt in den Berg hinein und man muss über oder barfuß durch einen Wasserlauf, um tiefer in die Höhle zu kommen. Ohne Taschenlampe geht hier nichts. Man sieht direkt am Eingang schon Stalaktiten. Wir sind tiefer in die Höhle geklettert und haben unseren Augen nicht getraut: an der Decke hingen tausende von Glühwürmchen.

Am besten konnte man sie sehen, wenn die Lichter aus waren. Man hat sich wie in einer tiefen schwarzen Nacht unter einem Sternenhimmel gefühlt – nur, dass es hier von der Decke getropft hat. Ob das die Würmchen oder einfach nur Wasser war, sei dahin gestellt… An einer Stelle ging es nur weiter, wenn man durch tieferes Wasser gewatet wäre, daher sind wir umgekehrt. Uns ist in den letzten Tagen schon aufgefallen, wie entspannt hier alles ist. Beim Turm gestern gab es keine Taschenkontrollen, bei den Höhlen war nichts präpariert, z. B. mit irgendwelchen Treppen, es stand nicht mal ein Hinweisschild, dass es glitschig sein könnte… Hier ist einfach eine Dusche, dass man sich wieder sauber machen kann wenn man dreckig ist…

Weiter ging es nach Whangarei zu einem Wasserfall, der 26 m in die Tiefe fällt.

Ein schöner Weg ist außen rum gebaut und unten kann man in einem Pool baden, wenn man will…

Wir haben ein paar Aufnahmen gemacht und unser heutiges Ziel, Opua, angesteuert. Unterwegs haben wir noch eingekauft und sind dann an unserer neuen Unterkunft angekommen. Opua liegt in der Bay of Islands und von unserem Balkon haben wir einen traumhaften Blick auf das Wasser. Andi ist auf das Bett gefallen und hat kurz gepooft, ich habe etwas zu Essen gemacht, das wir dann auf der schönen Terrasse zu uns genommen haben.

2019/2020 Neuseeland

Bay of Islands

Was ein wunderschöner Tag!!! Heute morgen sind wir recht früh aufgestanden und in den Nachbarort Paihia gefahren, um dort um 9 Uhr eine Bootstour in die Bay of Islands zu machen. Kaum, dass wir uns auf dem Boot einen Platz gesucht haben, hat uns ein Mädel neben uns angesprochen. Es hat sich herausgestellt, dass es eine Deutsche ist und Alina heißt. Wir sind recht schnell ins Gespräch gekommen und haben uns super verstanden. Sie hat ihren Job gekündigt und reist gerade 6 Monate durch die Welt.

Das Boot hat abgelegt und wir sind aufs Meer hinaus gefahren. Ziel war das hole in the rock, ein großes Loch mitten im Felsen, durch das man bei sehr gutem Wetter mit dem Boot durchfahren kann. Leider war heute ziemlicher Wellengang, so dass wir nur von außen in das Loch rein gucken konnten.

Da ein kleines Kind auf dem Schiff sehr seekrank geworden ist, sind wir irgendwann wieder in ruhigeres Gewässer umgekehrt und durch die ganzen Inseln zurück gefahren. Auf dem Wasser war die Hölle los mit allen möglichen Booten. Hier ist gerade Ferienzeit und die verbringen die Neuseeländer gefühlt auf dem Wasser. Ich hatte die Tour von Deutschland aus schon gebucht, aber das Schiff war kaum halbvoll. Die Einheimischen haben ihre eigenen Boote.

Wir sind in Russel ausgestiegen und haben in einer Pizzeria gemeinsam mit Alina etwas gegessenen. Anschließend sind wir einmal quer über die Halbinsel gelaufen, um auf der anderen Seite am Strand etwas Zeit verbringen zu können.

Wieder zurück an der Pier haben wir uns in einen Biergarten gesetzt und so den Nachmittag ganz gechillt verbracht und uns unterhalten.

Gegen 18 Uhr sind wir mit der Fähre zurück nach Paihia gefahren und haben uns von Alina verabschiedet. Da wir gar nicht vorhatten, so lange unterwegs zu sein, haben wir prompt einen Strafzettel bekommen, da wir unser Parkticket zu kurz gelöst hatten…

Die Gegend hier ist echt wunderschön. Ob die Einwohner hier wissen, wie toll sie leben?

2019/2020 Neuseeland

Gen Norden zum Cape Reinga

Leider mussten wir heute morgen unsere traumhafte Unterkunft in Opua verlassen. Wir haben das Auto wieder beladen und sind gen Norden gefahren. Stahlblauer Himmel hat uns begleitet. Das erste Ziel war der 90 Mile Beach, ein endloser Strand, an dem man bei Ebbe mit dem Auto fahren kann. Da gerade Flut war und wir mit unserem Mietwagen auch nicht hier fahren dürfen, sind wir zu Fuß an den Strand. Es waren kaum Menschen da und so haben wir die Drohne das erste Mal in die Luft geschickt, um einen Eindruck zu bekommen. Der Strand ist tatsächlich kürzer als die 90 Meilen (55 Meilen), aber absolut faszinierend und nach den wenigen Zufahrten fast menschenleer.Weiter ging es gen Norden, wo wir recht schnell auf der rechten Seite die strahlend weißen Dünen gefunden haben, die wir bei Google Maps schon gesehen haben. Leider sieht man sie nur aus der Ferne und kann nicht wirklich hin. Ca 20 km vor dem Cape Reinga, dem nördlichsten Punkt Neuseelands, sieht man links die wahnsinnig hohen gelben Dünen, die das Ende des 90 Mile Beach anzeigen. Hier gibt es den nördlichen Ausgang vom Strand, der durch ein Flussbett führt. Wir sind zuerst gerade aus Richtung Cape Reinga und sind irgendwann auf einem Bergkamm gefahren, so dass an beiden Seiten das Meer zu sehen war. Von einem Parkplatz aus sind wir die letzten Meter zu Fuß zum Leuchtturm gelaufen.Es waren ziemlich viele Menschen da, da gerade ein Bus gekommen ist. Wir haben etwas gewartet, bis die Leute alle weg waren und dann war es wieder relativ ruhig. Die Sonne hat ohne Ende vom Himmel gestochen und es war ziemlich stürmisch, so dass wir unsere angefangene Wanderung relativ schnell wieder abgebrochen haben.Zurück am Auto waren wir beide relativ platt, wir sind aber trotzdem 20 km später noch mal rechts abgebogen zu den riesengroßen hellen Dünen. Hier kann man bis zu einem Parkplatz fahren, der noch fest geschottert ist und anschließend zu Fuß weiter. Eigentlich hatten wir nicht vor, weit in die Dünenlandschaft zu laufen, Andi hat es aber am Eingang gleich wieder gepackt und er musste unbedingt auf den Gipfel laufen. Von dort oben hatte er eine grandiose Aussicht.Ich bin zurück zum Parkplatz gelaufen und habe es mir im Schatten unter einem Baum gemütlich gemacht.Durch meine Kamera habe ich ihn beobachtet wie er auf die Dühne rauf und wieder runter ist. Unten angekommen, war er fertig und hat gestrahlt ohne Ende. 50 Minuten gen Süden in Pukenui haben wir unsere nächste Unterkunft bezogen. Wir haben nicht wirklich etwas Tolles erwartet, waren aber sehr positiv überrascht. Die Bilder im Internet sahen schlechter aus als die Realität und das Motel hatte eine traumhafte Lage am Meer.Wir haben uns gegenüber im takeaway etwas zu Essen geholt, was wir leider nicht geschafft haben und haben den anstrengenden Tag ausklingen lassen…