2019 Nepal

Pashupati-Verbrennungsanlage und Fahrt nach Nagarkot

Heute morgen haben wir den heiligsten hinduistischen Pilgerort in Nepal besucht, Pashupatinath. Vor dem Besuch hatten wir Respekt, da hier die Leichen der Verstorbenen verbrannt werden. Am Fluss, der der heiligste in Nepal ist und später in den Ganges fließt, werden die Toten gebracht, auf eine Trage aus Bambus umgelagert und dann mit dem Flusswasser gewaschen.

Die Angehörigen haben dabei das Gesicht und die Füße gewaschen und geküsst. Dann werden die Leichen am Ufer entlang zu den Verbrennungsplattformen gebracht.

Hier ist schon Holz gestapelt, die Leichen werden darauf gelegt und mit nassem Stroh bedeckt. Anschließend werden sie angezündet und die Familien schauen zu.

Auf der anderen Uferseite sitzen Heilige und halten verschiedene Opferzeremonien ab, z. B. für den Todestag eines Familienmitglieds.

Nachdem wir eine ganze Weile das Geschehen beobachtet haben und tief beeindruckt waren, sind wir auf die andere Seite des Flusses und sind zu dem heiligsten Tempel im Hinduismus gelaufen.

Die Gläubigen haben am Eingang ihre Schuhe ausgezogen, wir als Nichtgläubige haben Eintritt gezahlt und durften die Schuhe anbehalten. Dafür durften wir auch nicht in den Tempel rein. Wir konnten durch den Eingang die Rückseite eines riesigen Stieres erkennen.

Hierher kommen jeden Tag tausende Gläubige aus ganz Nepal und Indien.

Wir sind wieder in den Bus gestiegen und haben Kathmandu verlassen. Es ging nach Changu Narayan. Hier befindet sich ein Weltkulturerbe, der älteste Tempel Nepals.

Man findet Kunstwerke, die mehrere hundert Jahre alt sind. Ein Teil der Anlage wurde 2015 zerstört, befindet sich aber wieder im Aufbau. Zu Mittag wurde in einer kleinen Bude für uns ein leckeres vegetarisches Curry gekocht.

Unser Guide hat vorgeschlagen, von hier aus eine 2stündige Wanderung zu machen, wo wir gerne eingewilligt haben. Mit ihm haben wir einen echten Glückstreffer gemacht. So sind wir auf einem Bergkamm durch Dörfer und Wälder gelaufen und haben die Aussicht genossen.

Leider ist es gegen Nachmittag wieder diesig geworden, so dass wir nicht sehr weit in die Ferne gucken konnten. Was interessant und gut zu erkennen war, dass im Tal sehr viele Ziegeleien sind. Die Grundstückseigentümer bekommen für die Vermietung mehr Geld als sie mit Landwirtschaft verdienen können.

Wir waren erstaunt zu hören, dass im Kathmandutal ein 300 m2 großes Grundstück ca. 200.000 Euro kostet. Es werden kaum Grundstücke und Immobilien verkauft, da es sich keiner leisten kann. Wer ein Grundstück hat, bewohnt es selber und vermietet ggf. die anderen Etagen.

Nach unserer Wanderung hat uns unser Fahrer wieder eingesammelt und uns über abenteuerliche Straßen nach Nagarkot gefahren. Hier haben wir in einem Hotel mit traumhafter Aussicht eingecheckt. Leider war es wieder sehr diesig, so dass wir die eigentliche Aussicht nicht genießen konnten. Wir haben uns ins Cafe gesetzt und haben entspannt etwas gegessen.

Morgen früh ist es bestimmt klarer und sonniger…

2019 Nepal

Bhaktapur

Gestern Abend hat eine Horde Chinesen unser Hotel überrollt. Sie sind überall entlang gewuselt und haben Selfies gemacht und das ist einer Lautstärke – unglaublich!!!

Klü und ich haben uns gestern Abend im Hotel einen Tee mit Milch bestellt. Anscheinend war das nicht eine ganz so tolle Idee, denn wir haben beide eine ätzende Nacht hinter uns, in der uns unser Magen gezeigt hat, wo die Grenzen sind…

Leider konnten wir auch heute morgen nicht den tollen Sonnenaufgang sehen, den wir erhofft haben. Es war immer noch alles total diesig. Erahnen konnten wir aber das großartige Panorama.

Um 8 Uhr sind wir die 19 km bergab nach Bhaktapur gefahren, für die wir eine Stunde gebraucht haben. Die Straße hat unsere geschundenen Mägen ordentlich durch geschüttelt.

In Bhaktapur angekommen, hat uns unser Fahrer am Straßenrand raus gelassen und wir haben uns wohl alle gefragt, was an dem Ort so besonders sein soll. Durch eine kleine Seitenstraße ging es in den Bereich der alten Königsstadt und langsam haben wir eine Ahnung von dem bekommen, wovon die Leute so schwärmen.

Mit Schnitzereien reich verzierte Häuser und enge Gassen haben uns in den Kern geführt. Überall wurde gebaut, da auch hier in 2015 einiges zerstört wurde.

Toll ist, dass alles wieder im alten Stil aufgebaut wird und nicht irgendwelche modernen Gebäude dazwischen gestellt werden.

Im Zentrum dürfen keine Autos fahren, nur die Geschäfte werden beliefert.

Wir haben uns verschiedene Handwerkskünste angeschaut – Schnitzer, Töpfer, Papierhersteller und haben vorgeführt bekommen, was Klangschalen alles können. Überall sind kleine Geschäfte, wo man keine importierte Ware aus China, sondern hier gefertigte Kunst kaufen kann. Richtig schön.

Bhola, unser Guide hat gemerkt, dass es uns heute nicht so gut geht und hat uns daher im Zentrum alles erklärt und uns dann ins Hotel gebracht. Wir haben uns etwas ausgeruht und sind am frühen Nachmittag wieder los gezogen. Das Hotel liegt sehr zentral und ist erst 6 Monate alt und bisher das beste, das wir hatten.

Wir sind wieder in das Zentrum gelaufen, das direkt um die Ecke liegt. Touristen müssen ca. 13 Euro Eintritt zahlen.

Wir sind auf eine Dachterrasse gestiegen und haben dort in einem Restaurant bei tollem Sonnenschein etwas gegessen – allerdings haben wir heute keine Experimente mit heimischen Essen gemacht.

Anschließend haben wir Bhaktapur zu Fuß erkundet und in Ruhe unsere Fotos gemacht, bis es am späten Nachmittag angefangen hat zu regnen und zu donnern.

Abends haben wir beschlossen, zu einem Supermarkt zu gehen, der laut Google Maps in der Nähe sein sollte. In einem Keller haben wir ihn irgendwann gefunden und für unsere kaputten Mägen Chips und Cracker geholt – und zum desinfizieren noch ein bisschen Bier.

Damit haben wir es in unserem Wohnzimmer gemütlich gemacht und eine Runde Bollywood Film geguckt – die Sprache spielt dabei keine Rolle…

2019 Nepal

Fahrt nach Pokhara

Nach einer ruhigen Nacht in unserem neuen Hotel sind wir um 7.30 Uhr abgeholt worden. Wir wollen heute nach Pokhara, das etwas über 200 km entfernt liegt. Mit Pause sind für die Strecke ca. 8 Stunden eingeplant, was einen Hinweis auf die Straße gibt… Das gestrige Gewitter ist abgezogen und wir sind gespannt, ob mit ihm der Dunst abgezogen ist und wir eine etwas bessere Sicht auf die Berge haben. Ist hier in dem Häusermeer schwer zu beurteilen.

Wir haben uns wieder auf die verstopften Straßen von Kathmandu begeben und haben uns durch den unglaublichen Verkehr gequält. Es gibt eine Straße, über die der gesamte Verkehr von Indien hierher kommt und sie ist verstopft mit unzähligen LKWs, die aber wunderschön aussehen, da jeder individuell gestaltet ist.

Man kriegt kaum Luft, da sie Dreck ausstoßen ohne Ende, aber direkt neben der Straße werden trotzdem die Tiere geschlachtet und verkauft und Obst und Gemüse angeboten.

Irgendwann nach einem Pass verlässt man das Kathmandu Tal und die Straße nach Indien biegt nach links ab. Wir sind rechts weitergefahren und der Verkehr hat etwas nachgelassen. Ca. 2 Stunden ging die Strecke bergab entlang eines Flusses, der in regelmäßigen Abständen von Hängebrücken überzogen war. Die Orte wurden kleiner, das Tal immer enger. Wir haben an einer Brücke gehalten und konnten zusehen, wie die Bauern zu Fuß ihre Gurkenernte auf die andere Seite transportiert haben. Dort hat ein LKW gewartet und die Ernte verladen, um sie nach Kathmandu zu bringen. Für Autos haben wir auf der Strecke keine Brücke über den Fluss gesehen.

Mittags haben wir in einem Restaurant am Fluss gehalten. In einem tollen Garten standen Tische unter riesigen Obstbäumen und wir haben eine kurze Pause gemacht. Man hatte einen schönen Blick auf die unter uns liegenden Flüsse.

Die Landschaft hat sich nach und nach verändert, es wurde immer grüner und man hat immer mehr Bauern auf ihren Feldern gesehen.

An einer Stelle haben wir gehalten, da hier 4 Männer mit ihrem Wasserbüffeln ein Feld für die Reissaat vorbereitet haben. Es war eine Schlammschlacht ohne Ende, die Büffel wurden mit richtig Tempo über das Feld gejagt.

Auf einem fertig vorbereiteten Feld haben die Frauen die Setzlinge ins Wasser gesteckt. Man kriegt hier richtig Respekt vor der Arbeit, denn es gibt hier keine Maschinen, alles wird durch die reine Muskelkraft angebaut. Die Vielfalt des Anbaus ist auch faszinierend; neben allen möglichen Früchten, Salat und Gemüse werden auch Reis, Weizen und Kartoffeln angebaut. Dabei kann teilweise 3x jährlich geerntet werden. Das Klima ist optimal und der Boden sehr fruchtbar.

Die Straße wurde wieder voller und wir sind Pokhara, unserem heutigen Ziel immer näher gekommen. Über Feinstaub redet hier übrigens niemand…

Was uns an dem Ort gleich gefallen hat ist, dass er geteert ist und man hier nicht ständig den ganzen Staub abbekommt. Es hat angefangen zu regnen, was uns aber wieder die Hoffnung gibt, dass wir ab morgen die Berge sehen können, die sich ständig im Dunst verstecken. Bhola hat dem Fahrer in der Stadt gesagt, er soll vor einem Geschäft halten und hat uns angewiesen, mitzukommen. Er hat mit uns die wichtigsten Utensilien für den morgigen Tag gekauft: eine Spritzpistole und Farbe, denn morgen ist hier das jährliche Holi- Festival!!! Wir sind total gespannt, da wir nur die nachgemachten Feste aus Deutschland kennen. Neu für uns war schon, dass man die Farben nicht nur in die Luft wirft, sondern sie mit Wasser mischt und aufeinander schießt. Also musste noch ein Eimer her, damit wir die Mischung auch mixen können. Der Portier im Hotel hat etwas komisch geguckt, als wir kurze Zeit später mit Eimer und Pistolen eingecheckt haben😂. Wahrscheinlich kriegen wir morgen Hausverbot, wenn wir knallebunt hier wieder ankommen😆….

Wir sind Richtung Ufer gelaufen und haben uns in eine der unzähligen Restaurants gesetzt und gemütlich etwas gegessen und getrunken.

Relativ früh sind wir ins Bett gefallen, da wir morgen früh um 5.15 Uhr abgeholt werden, um den Sonnenaufgang zu sehen…..

2019 Nepal

Happy Holi-Festival in Pokhara

Sehr früh ging heute morgen der Wecker: um 4.45 Uhr. Um 5.15 Uhr wurden wir abgeholt und durch die dunkle Nacht bergauf gefahren.

Anschließend ging es noch ca. 15 Minuten zu Fuß weiter und wir standen in der Morgendämmerung vor der World Peace Pagode, an der sich ein traumhaftes Panorama vor uns aufgetan hat.

Die Pagode liegt auf einer Höhe von 1.100 Meter und wir haben zugeschaut wie hinter den ganzen 8000ern die Sonne aufgegangen ist.

Unter uns lag Pokhara und es war ein traumhaftes Bild. Nach und nach wurden die ganzen Bergspitzen beleuchtet. Die Sonne ist hinter den Bergen hoch gekommen, so dass man die ganzen Zacken erkennen konnte.

Nach dem tollen Erlebnis ging es wieder bergab und wir sind am Ufer des Sees entlang gelaufen.

Die Berge haben sich im Wasser gespiegelt und wir haben unzählige Bilder gemacht.

Voller vieler Eindrücke sind wir zurück ins Hotel und wurden dort beim Frühstück vom Personal mit „Happy Holi“ begrüßt und bevor wir uns umgucken konnten, waren wir voller bunter Farben.

Wir haben gemütlich gefrühstückt und haben uns kurz ausgeruht. Das hinduistische Fest wird hier und in Indien gefeiert, um den Frühling willkommen zu heißen. Heute ist laut nepalesischen Kalender der 6.12.2075 – ich bin also vor einer Woche 100 Jahre alt geworden😂….

Am frühen Mittag haben wir uns unsere Klamotten angezogen, die wir extra für heute mitgebracht haben: weiße Bluse, alte Hose. Und das war auch gut so.

In der Lobby wurden wir schon mit Farbe geschmückt und kaum auf der Straße angekommen waren wir schon bunt ohne Ende. Jeder hat einem Farbe ins Gesicht geschmiert bzw. über einen geworfen. Auf der Hauptstraße waren richtig viele Gruppen unterwegs und alle haben „Happy Holi“ gerufen.

Auf einem Platz wurde coole Musik gespielt und wir haben bei geiler Stimmung abgetanzt und sind ständig bunter geworden. Es hat total Spaß gemacht. Irgendwann sind wir zum Ufer weiter gezogen und hier war fast noch mehr los.

Wir haben am See erstmal ein paar coole Aufnahmen gemacht und ständig kamen Leute dazu, die mit aufs Bild wollten.

Von einer Strandbar aus haben wir bei cooler Musik entspannt etwas getrunken und die vorbeiziehenden Leute beobachtet. Es war besser wie Kino. Irgendwann sind wir zurück ins Hotel, mit etwas Angst davor, ob unsere Farbe auch wieder abgeht.

Im Hotel saß eine Gruppe Japaner in der Lobby und die Angestellten wollten sie auch etwas schmücken, die saßen aber relativ teilnahmslos da – bis sie uns sahen… Wir hatten hinterher ein etwas schlechtes Gewissen, denn plötzlich sind die Japaner aufgesprungen und haben sich mitten in der Lobby angefangen mit Farbpulver zu bewerfen und haben sich weggeschmissen vor lachen. Jetzt haben die Angestellten etwas überrascht geguckt. Wir wollten im Garten eigentlich mit der richtigen Kamera noch ein paar Bilder von uns machen, da wir heute nur ein Handy dabei hatten. Leider sind wir kaum dazu gekommen, denn wir waren plötzlich von den Japanern umringt, die alle Bilder mit uns haben wollten… Es war zum weg schmeißen.

Richtig cool war, dass tausende Menschen verschiedener Kulturen mitten am Tag miteinander gefeiert haben und völlig nüchtern waren… wirklich!


Nach einer ewig langen Dusche haben wir uns nicht mehr aus dem Hotel getraut, da wir Angst hatten, dass wir gleich wieder so aussehen. Das Wetter hat plötzlich umgeschlagen und es hat angefangen zu hageln. Daher haben wir im Hotelrestaurant etwas gegessen.

2019 Nepal

Himalaya und Pokhara

Was ein Tag!!! In Kathmandu hat uns vor ein paar Tagen ein Deutscher erzählt, dass er von Pokhara aus einen Flug ins Basislager vom Himalaya gemacht hat und er es als wunderschönes Erlebnis in Erinnerung hat. Also haben wir beschlossen, das auch zu machen. Bhola hat alles für uns organisiert. Wir sollten morgens um 8 Uhr abgeholt werden. Tatsächlich kam der Bus um 9 Uhr und wir wurden zum Flughafen gebracht. Dort ging es weiter mit Warten und irgendwann kam jemand, der uns durch die Security gebracht hat. Um 11.30 Uhr sind wir dann endlich gestartet. Der Pilot hatte wohl verschlafen… Wir hatten schon überlegt, einfach zu gehen, waren aber sofort nach dem Start froh, dass wir es nicht getan haben…

Wir sind ganz dicht über die Bergdörfer, Rhododendronwälder und terrassenförmigen Felder geflogen. Irgendwann haben wir die höheren Ebenen erreicht und der pure schneebedeckte Fels kam zum Vorschein. Vom Tal aus hatten wir Angst, dass alles in Wolken liegt, vor uns hat sich aber das unberührte sonnige weiße Panorama aufgetan und wir waren absolut geflasht. Wir sind im Basecamp auf 4.130 m gelandet und um uns standen direkt die imposanten 8000er.

Eine Felswand vor uns war 4000m hoch. Das Gefühl war unbeschreiblich! Wir waren erstaunt, wie viele Leute hier wirklich zu Fuß hoch kommen.

Die Hütten vom Basecamp waren teilweise eingestürzt, wahrscheinlich wegen der Schneemassen. Die Sherpas haben das Gepäck der Leute geschleppt und haben die Schlafplätze vorbereitet. Wir wussten nicht wirklich, wie viel Zeit wir haben, daher sind wir noch etwas bergauf gelaufen und haben mit unseren mitgebrachten Gebetsflaggen Bilder gemacht.

Der Hubschrauber, der inzwischen wieder im Tal war, kam zurück und hat uns angetrieben, zurück zu kommen und einzusteigen. Wir haben uns beeilt und sind direkt los geflogen. Allerdings hat der Flug nicht wirklich lang gedauert, denn nach ca. 2 Minuten hat der Pilot abgedreht und ist auf einen Felsvorsprung zugeflogen und dort gelandet.

Aufgrund des Schnees und unseren Gewichts sind wir ziemlich eingesackt und hatten kurz ein etwas mulmiges Gefühl. Neben uns war eine Hütte und die Sherpas dort waren sichtlich überrascht, dass wir dort landen. Wir mussten alle aussteigen und der Hubschrauber ist sofort wieder gen Basislager bergauf geflogen.

Wir waren ziemlich planlos und keiner hat uns gesagt, was los ist und warum wir mitten in den Bergen gestrandet sind. Andi hat überlegt, aus über 3000 m abzusteigen, hat uns gedanklich aber auch dort übernachten sehen. Wir waren innerhalb kürzester Zeit von dicken Wolken umgeben und es hat geregnet. Der Hubschrauber kam von oben zurück und ist ins Tal geflogen – wir haben gewartet. In der Zwischenzeit kamen mehrere Sherpas an der Hütte an, etwas später die Wanderer. Nach ca. 30 Minuten haben wir den Hubschrauber wieder aus dem Tal kommen hören und er ist bei uns gelandet und hat uns sicher ins Tal zurück gebracht. Unten angekommen waren wir voller Adrenalin aufgrund des tollen, aber gleichzeitig aufregenden Erlebnisses.

Wir wurden zurück ins Hotel gebracht, wo Bhola schon seit Stunden auf uns gewartet hat. Wir haben uns schnell dünne sommerliche Klamotten angezogen und weiter ging es im Programm, da wir ja heute eigentlich hier den ganzen Tag Programm hatten.

Wir sind ans Ufer gebracht worden und haben dort ein Boot gemietet, mit dem wir über den See gefahren sind und an einer kleinen Insel mit einem Tempel gehalten haben.

Leider habe ich davon wenig mit bekommen, da ich, kaum auf der Insel angekommen, von einer Taube vollgekackt wurde. Ein grüner Glücksbringer auf dem Shirt und der Kameratasche – danke auch!

Am Ufer wieder angekommen, wurden wir in ein ehemaliges tibetanisches Flüchtlingslager gebracht, wo gerade die abendliche Zeremonie stattgefunden hat. Wir haben eine Zeitlang zugesehen und gehört und sind dann weiter.

Am Flussufer konnten wir sehen, wie eine Leiche verbrannt wurde. Mittlerweile kommt es einem gar nicht mehr so schlimm vor.

An einem Tempel hatten wir eine traumhafte Aussicht auf die Stadt und konnten eine Zeremonie beobachten.

Wenn man hier 84 wird, dann gibt es ein Fest. Ein solcher 84 jähriger wurde von Musik und vielen Menschen durch den Ort bis zu dem Tempel begleitet. Er hat dort den Segen bekommen und seine Frau wollte währenddessen schnell ein Bild mit mir machen. Total lustig. Er hat uns währenddessen erzählt, dass er 1991 geboren wurde….

Der nächste Stop war an einem kleinen Wasserfall, der in eine unterirdische Höhle geflossen ist. Die Höhle haben wir auch noch durchlaufen, um den Wasserfall von unten zu sehen.

Nachdem wir das Tagesprogramm in wenigen Stunden abgespult haben, hat uns Bhola am Seeufer abgesetzt, wo wir noch einer Zeremonie beiwohnen durften.

Nachdem wir völlig platt und ausgehungert waren, sind wir noch etwas Essen gegangen und voller krasser Eindrücke ins Bett gefallen.