2020 Norwegen

Weiter bis Stavanger

Als wir heute früh wach geworden sind, hat sich unsere Entscheidung, auf besseres Wetter zu warten gelohnt. Die Sonne hat wieder geschienen und so sind wir weiter gefahren. Über sehr enge kurvige Straßen durch die Bergwelt sind wir nach Helleren bekommen. Unter einem krassen überhängenden Felsen stehen zwei alte Häuser.Die Leute waren damals durch den Vorsprung vor Wind und Wetter geschützt. Allerdings wirkt es auch etwas bedrohlich. In der Bucht davor war eine riesige Baustelle und wir haben gelesen, dass hier gerade ein Besucherzentrum gebaut wird, da aktuell jährlich 35.000 Menschen die Gegend besuchen. Wir waren Gott sei Dank total alleine hier.Hinter den Häusern ging es wieder sehr steil bergauf durch Tunnel zu einem Aussichtspunkt. Den nächsten Stop haben wir am Ruggestein eingelegt. Vom Parkplatz läuft man 700 m zu einem gekennzeichneten 80 Tonnen schweren Stein.Durch ruckeln soll man ihn bewegen können, da er nur auf einer kleinen Stelle aufliegt und tatsächlich kann man ihn zum wackeln bringen. Was wir uns nur gefragt haben: Wer bitte schön entdeckt in einem Meer von solchen Felsen mitten im Wald genau den und merkt, dass er sich Millimeter bewegt, wenn man ihn an einer bestimmten Stelle bewegt? Ohne Worte…Ein paar Kilometer weiter haben wir an einem Parkplatz mit Blick aufs Meer gehalten und Hot dogs zu Mittag gegessen. Sehr lecker und entspannt mit der Aussicht. Weiter ging es bis Brusand, wo wir zum Strand gelaufen sind. Hier waren wir wieder fast alleine, was bei uns bei so einem Strand definitiv nicht der Fall wäre!Am frühen Nachmittag haben wir beschlossen, Stavanger anzusteuern. Es gibt einen Campingplatz mitten in der Stadt an einem See und wir wollten gucken, ob wir da einen Platz kriegen. Je mehr wir in die Richtung gekommen sind, umso mehr hat sich die Landschaft verändert. Plötzlich waren wir von offenem Farmland umgeben, von den Bergen war nichts mehr zu sehen. Links das Meer dahinter Felder mit Bauernhöfen und krass zunehmender Verkehr. Waren wir nachts noch in einem ausgestorbenen Ort, sind wir jetzt wieder mitten in der Zivilisation gelandet. Auf dem Campingplatz haben wir einen Platz gefunden und nicht lange gezögert, unsere Räder ausgeladen und ab in die Stadt. Von hier sind es ca. 3 km und ich hatte ein bisschen Bammel vor dem vielen Verkehr – und war dafür umso begeisterter. Die komplette Stadt ist mit richtigen Fahrradstraßen durchzogen mit perfekter Ausschilderung. Wenn man doch mal eine normale Straße nutzen muss, gehen die durch beruhigte Gegenden, nie über Hauptstraßen – total cool. Und die Norweger nutzen ihre Räder auch.Ratz fatz waren wir im Zentrum und haben es kreuz und quer abgefahren. Die Fußgängerzone ist komplett gepflastert und führt in vielen Gassen auf einen Berg.Erinnert ein bisschen an Marburg, nur dass es etwas größer ist. Trotzdem ist es total gemütlich. Keine riesigen Gebäude, sondern alles im typisch norwegischen Stil gebaut.Andi hatte schon wieder Hunger und hat uns eine fette Pizza geholt, die wir auf einer Bank am Hafen teilweise verspeist haben. Der Rest wurde ordentlich verpackt und mitgenommen. Auf dem Rückweg hat uns der einzige Regenschauer des Tages erwischt, aber wir sind einfach unter dem Regen durchgefahren. Zurück am Campingplatz haben wir die Räder wieder in der Garage verstaut und es uns im Womo gemütlich gemacht. Und wieder geht ein toller Tag zu Ende…

2020 Norwegen

Preikestolen

Heute früh bin ich wieder von der Sonne geweckt worden. Da für nachmittags Regen voraus gesagt war, habe ich Andi rausgeschmissen, wir haben zusammen gepackt und los ging’s. Zuerst sind wir durch das neue Tunnelsystem nach Tau gefahren. 19,8 km führen sie 290 m unter dem Meer entlang und der Tunnel ist somit der tiefste Unterwasserstraßentunnel der Welt. Irgendwann kommt man auf der anderen Seite raus und man hat von der Besonderheit nicht viel mitbekommen außer, dass man mal steil bergab und wieder bergauf in einer Röhre gefahren ist. Weiter ging es in Richtung Preikestolen. Eine krass abfallende Felswand ragt über den Lysefjord und will erwandert werden. Vor einigen Wochen, als die Grenzen wieder geöffnet wurden, kam die Attraktion sogar in den deutschen Nachrichten, da auf einen Schlag so viele Leute her wollten, dass alles verstopft war und die Zugangsstraßen gesperrt wurden. Heute war deutlich weniger los und wir haben bequem einen Parkplatz bekommen. Nachdem wir die Wanderschuhe angezogen haben ging es los – und ich hätte nach genau 4 Minuten umdrehen können. Wer mich kennt weiß, dass ich Frühsport hasse und es ging gleich so steil bergauf, dass ich gepustet habe wie ein Maikäfer… Na ja, aufgeben gilt nicht, daher ging es weiter und es war gut, dass wir nicht wussten, was uns noch erwartet.

Über tausende Steine und Felsen ging es fast 4 km bergauf durch Wälder, Sümpfe und die pralle Sonne.

Die Oberschenkel wollten irgendwann echt nicht mehr und wir wurden wieder mal bestätigt, dass man mit so Reisen nicht warten sollte, bis nix mehr geht.

Die Landschaft um uns wurde immer spektakulärer und irgendwann haben wir ihn vor uns gesehen – den Preikestolen.

Tatsächlich war die steile Felswand schon extrem höher, als man es von Bildern einzuschätzen wusste. Die Felswand fällt senkrecht 604 m in den Fjord ab. Da wir geschwitzt waren und es hier oben echt stürmisch war, waren wir froh, unsere Jacken dabei zu haben. Nach einer Stärkung sind unsere Kameras heiß gelaufen.

Andi ist noch ein Stück weiter hoch geklettert und hat noch tolle Aufnahmen gemacht.

Der Wetterbericht hatte für nachmittags Regen vorhergesagt und um uns rum ist es schon sehr dunkel geworden. Daher habe ich zum Rückzug geblasen, denn ich hatte Schiss, dass die ganzen Steine und Felsen glitschig werden und wir nicht mehr wirklich zurück kommen. Kurz nach Beginn des Rückweges hat es dann auch angefangen und wir haben Gas gegeben. Die Steine wurden tatsächlich total glitschig und wir sind ab und zu ordentlich ins Rutschen geraten. Kurz vorm Parkplatz hat es angefangen zu schütten und wir fanden heftig, wie viele Leute jetzt erst aufgebrochen sind in Regenklamotten. Da hätte uns keiner motivieren können!!! Da wir auf dem Parkplatz total schief standen und das für die Benutzung eines Womos nicht von Vorteil ist, sind wir zurück gefahren. Unterwegs hatten wir einen Parkplatz gesehen und da haben wir uns erstmal trocken gelegt, einen Kaffee gekocht und Kriegsrat gehalten, wie es weiter geht auf unserer Tour. Da wir ausnahmsweise echt mal nix geplant haben (aktuell sehr komisches Gefühl), haben wir Google Maps und den Reiseführer rausgeholt und geguckt, wo wir hin wollen. Auf dem Parkplatz gab es wieder eine komplette Entsorgung und Frischwasser und so haben wir unser Brackwasser abgelassen und 40 Liter frisches Wasser aufgeladen. Und dann ging es weiter in Richtung Berge. Gott sei Dank hatte es aufgehört zu regnen.

Auf einer ganz toll ausgebauten Straße sind wir durch die Bergwelt vorbei an unzähligen Seen bis zur Fähre nach Hjelmelandsvagen. Wir haben an der Fähre geguckt wie oft sie fährt und sind dann noch einen Kilometer weiter zu einem Stellplatz. Und der war der Traum schlechthin.

Mit Blick direkt auf das Wasser stehen wir heute Nacht, außer uns nur ein weiteres deutsches Pärchen, die auch eine Drohne im Gepäck haben… Wir haben ein paar Eier in die Pfanne gehauen und uns gestärkt. Anschließend sind die Kameras zur Höchstform aufgelaufen. Der Himmel war abwechselnd schwarz und blau, die Fähren kreuzen ständig die Bucht, ein tolles Schauspiel.

Wir haben mit dem anderen Pärchen noch etwas gequatscht und sind dann todmüde ins Bett gefallen.

2020 Norwegen

Weiter nach Roldal

„Aua“, gefolgt von „Ach du Scheiße“ waren heute morgen die ersten Gedanken und Gefühle, die uns beim Aufwachen durch den Kopf geschossen sind. Uns hat einfach nur alles weh getan und wir haben jeden einzelnen Muskel gespürt. Die Wanderung gestern war doch etwas heftig für unsere ungeübten Knochen. Beim Frühstück haben wir einen Blick auf den Wetterbericht geworfen und ein dickes Regenband auf uns zukommen sehen. Wir haben beschlossen, bei dem Wetter nicht weiter zu fahren, sondern noch zu bleiben. Andi hat den Laptop und ich mein Buch ausgepackt und dann ging das Unwetter auch schon los. Es hat gewittert und geschüttet ohne Ende und wir waren froh, nicht auf der Straße unterwegs zu sein. Mittags hat es aufgeklart und so sind wir gegen 14 Uhr aufgebrochen. Die Fähre kam gerade und wir sind in erster Reihe mitgefahren. Wir mussten im verschlossenen Innenraum sitzen bleiben, was schon ein komisches Gefühl war. Direkt vor uns hat sich dann die Klappe geöffnet und uns am anderen Ufer wieder ausgespuckt.Gott sei Dank hat der Einweiser erst die Autos raus gelassen und uns zum Schluss. So konnten wir in aller Ruhe weiter fahren. Gestern hatten wir ja schon sehr wenig Verkehr, heute sind uns noch viel weniger Autos entgegen gekommen.Wir sind eine schmale Straße entlang gefahren, die sich in Serpentinen den Berg hoch geschlengelt hat. Unterwegs gab es ein paar einsame Bauernhöfe und oben am Berg so eine Art Ferienhaussiedlung – nur dass keiner da war. Die Dächer waren alle grün bewachsen, bestimmt gegen den Sturm, denn man ist hier fast weggeflogen.Auch die Temperaturen waren um einiges kühler als noch im Tal. Über viele enge Serpentinen ging es wieder bergab und auf eine etwas breitere Straße.Wir sind an unzähligen Seen, Flüssen und durch Tunnel ohne Ende gefahren und konnten uns nicht satt sehen.Rechts und links der Straße kamen immer mehr Wasserfälle ins Tal gestürzt.Und dann hat es wieder angefangen zu regnen – aus irgendeinem Grund muss es hier ja soviel Wasser geben… Wir haben beschlossen, nicht mal unser Tagesziel, sondern den nächsten Stellplatz anzusteuern und haben einen am See gefunden mit Blick auf noch einige Schneereste am Berg vor uns. Generell haben wir heute einige Stellen zum wild stehen gefunden, allerdings sind wir verwöhnten Elektrikmenschen schon über einen Stromanschluss dankbar – vor allem bei solchem Wetter… Wenn man sich den Wetterbericht der nächsten Tage so anschaut, werden wir weiter so spontan Regenpausen nutzen, denn das Wetter wird uns wohl weiter so begleiten… Insofern war das Womo absolut das richtige Fortbewegungsmittel für den Urlaub. Wenn ich hier sehe, wie viele mit dem Fahrrad und Zelt unterwegs sind und im strömenden Regen die Zelte aufbauen… da sind wir echt raus. Da ist doch alles nass und dann hockt man die ganze Zeit auf dem Boden. Die Leute tun mir echt leid, aber Andi hat Recht: die haben sich das ausgesucht… Wir haben abends einen Film geguckt und unsere trockene Unterkunft genossen.

2020 Norwegen

Tag des Wassers

Heute morgen hat immer noch der Regen auf unser Dach geprasselt. Anscheinend ist unser Glück mit dem guten Wetter im Urlaub dieses Mal daheim geblieben… Meine Stimmung war daher nicht die beste… Trotz des Regens sind wir aufgebrochen, heute standen Wasserfälle auf dem Programm. Andi hat mich zuerst zu den Langfossen gelotst. Durch viele Tunnel ging es bergauf und -ab. Das Tal wurde immer enger und abseits der Straße waren immer mehr Wasserfälle, die ihre Massen ins Tal beförderten. Ein bisschen haben wir uns wie in Patagonien gefühlt. Und dann hat man an der Gischt in der Luft erkennen können, dass da was Großes kommt. Der Langfossen stürzt direkt hinter der Straße hinab und man fährt direkt durch die Gischt.Genau als wir angekommen sind, hat es aufgehört zu regnen, dafür waren wir durch die Gischt nass. Andi war ganz mutig und ist mitten rein gelaufen, um Videoaufnahmen mit dem Handy zu machen. Er musste sich danach einmal komplett umziehen, weil er bis auf die Haut durchnässt war. Ein Stück ging es die Straße wieder zurück, bevor wir zu den nächsten Wasserfällen abgebogen sind: den Latefossen. Leider haben wir von denen nur die Gischt wahrgenommen, da auf dem Parkplatz gerade Chaos war und der Durchgangsverkehr weiter wollte. Drehen war auf den nächsten 10 km nicht möglich und so sind die ins Wasser gefallen. Entlang des Sorfjords ging es durch traumhafte Landschaft. Gott sei Dank hat sich doch ab und zu die Sonne blicken lassen und so konnten wir links am anderen Ufer Gletscher bestaunen, während unten drunter Obst angebaut wurde.War irgendwie komisch, so dicht beieinander. Am Straßenrand konnte man alle Arten von Obst kaufen, das gerade geerntet wurde.Die Straße wurde entlang des Ufers wieder schmaler und die Anzahl der Tunnel hat wieder zugenommen. Auf der linken Seite tauchte irgendwann eine riesige Hängebrücke über den Eidfjord auf.Auf und von der Brücke kam man nur durch Tunnel und hier haben wir unseren ersten Kreisel im Berg im Tunnel erlebt.Unglaublich, was die hier für Straßen bauen. Das ganze wurde kurz danach noch übertrumpft, als wir im Berg bergauf eine 8 gefahren sind und noch andere Gebilde.Manche Straßen kosten hier Maut, was angesichts dieser Meisterleistungen auch echt kein Wunder ist. Die Maut wird wohl aber immer nur so lange verlangt, bis die Baumassnahme bezahlt ist. Sie und Fährfahrten werden hier auch nicht einzeln gezahlt, sondern das Kennzeichen wird erfasst und man bekommt dann irgendwann eine Rechnung. Bin mal gespannt, wie viel das dann sein wird. Die vielen Tunnel haben uns gegen Abend an unserem Tagesziel ausgespuckt: den Voringfossen. Wir hätten es nicht besser timen können, denn es kam tatsächlich die Sonne raus. Und die war ob der Schönheit der Wasserfälle auch mehr als angebracht!!!183 m fallen sie ins Tal, eine abenteuerliche Brücke führt hinüber und die Blicke sind einfach unbeschreiblich. Im Hintergrund die schneebedeckten Berge und Wasser ohne Ende!!!Wir konnten uns gar nicht satt sehen uns waren so dankbar für diesen tollen Tagesabschluss.Der Hunger hat uns irgendwann zurück und zu einem 5 km entfernten Campingplatz direkt am Wasser geführt. Andi hat den Strom angeschlossen und ich die Pfanne heiß gemacht. Und so war der Tag ob der nicht vorhandenen Erwartung zum Schluss echt toll. Der Regen kann aber trotzdem bald mal die Fliege machen. Eigentlich wollten wir von hier aus weiter nach Bergen. Da sind die nächsten Tage aber auch nur Regen gemeldet, daher werden wir wahrscheinlich mehr in Richtung Osten fahren, da ist es besser gemeldet.

2020 Norwegen

Über die Hochebenen

Hatten wir gestern Abend ein Glück mit dem Wetter an den Wasserfällen!!! Da es nachts echt kalt ist, habe ich gestern Abend noch eine zusätzliche Decke über die Bettdecke gemacht und die war echt gut. Heute morgen haben wir dann erstmalig die Heizung angemacht, weil wir nur noch gefroren haben. Am späten Vormittag wollten wir aufbrechen, als wir die Meldung vom Womo bekommen haben, dass wir Öl nachfüllen sollen. Nächste Tankstelle ist in 48 km, also weiter. Hinter dem Ort, wo wir übernachtet haben, sind wir in einer Art Hochebene vom Hardangervidda Nationalpark gelandet. Bäume sind nicht mehr gewachsen, es lagen immer mehr Schneereste rum und die Straße war gesäumt von Latten, die im Winter die Schneehöhe anzeigen. Das Thermometer hat noch ganze 7 Grad angezeigt und es fing wieder an zu regnen. Kurz vorher hat Andi nochmal die Drohne in die Luft geschickt und tolle Aufnahmen machen können.

Auf einem Bergsee sind 2 Kytesurfer gesurft, sah vor den Schneeresten irgendwie unreal aus.

Dann ging es wieder bergab und wir sind gefühlt aus den schottischen Highlands in den österreichischen Alpen gelandet. Grüne Wiesen mit Kühen zwischen kleinen Wäldern. An einer Tankstelle hat uns ein netter Herr Öl verkauft, was wir erst einmal eingefüllt haben und ich habe in einem Supermarkt 1,5 kg Kartoffeln für 4 Euro gekauft. Immerhin waren sie im Kühlregal, was ich bei uns auch noch nie gesehen habe. Nachdem die Strecke wieder bergauf ging, sind wir durch ein Skigebiet gefahren, was aktuell ausgestorben aussah, kein Wunder ohne Schnee. Lauter kleine Hütten standen am Berg verteilt, die meisten Dächer wieder bewachsen. Das Wetter hat immer mehr aufgelockert, die Sonne hat geschienen und wir waren froh, dass wir unsere Route abgeändert haben.

In Gol haben wir die Stabkirche fotografiert und anschliessend ging es auf den nächsten Berg. Hier sind wir anscheinend in einem Langlaufgebiet gelandet, das landschaftlich wieder einfach nur toll war.

Schafe standen an der Straße rum und haben sich an der Leitplanke ihr Fell geschubbert und sich an den Autos nicht gestört.

Weiter ging es in eine Landschaft, in der man einfach nur staunen konnte. Wir hatten mittlerweile puren Sonnenschein und haben alle 100m gehalten, weil die Motive so toll waren. Andi hatte heute 7x seine Drohne im Einsatz und wir konnten uns nicht satt sehen. Ich war so froh, denn die Route hatte ich ja nur wegen des besseren Wetterberichts ausgewählt und hatte schon Panik, dass wir landschaftlich enttäuscht werden.

Die Sorgen waren aber komplett unbegründet und wir haben mittlerweile die Vermutung, dass es total egal ist, wo man hier lang fährt. Wenn man Natur und Landschaften mag ist man überall richtig. Auf einer Ebene lagen überall Felsen, dazwischen kleine Seen, in denen sich die Berge gespiegelt haben.

Und dann kann noch das Highlight des Tages: eine riesige Herde Rentiere. Sie haben friedlich gegrast und für uns Motiv gestanden.

Mittlerweile war es 19 Uhr, wir hatten die Hälfte der geplanten Strecke absolviert und beschlossen, hier über Nacht zu bleiben. Das ist halt so herrlich, dass man spontan sein kann und keine geplanten Routen abfahren muss bei dem Wetter.

Wir sind auf einem Campingplatz am Fluss gelandet und haben die letzten Sonnenstrahlen genossen.

In den Bergen hat man schon die dunklen Wolken kommen sehen. Aber wenn es heute Nacht regnet, ist es egal. Hauptsache morgen ist es wieder schön!!! Wir sind heute übrigens durch keinen einzigen Tunnel gefahren…