2021 Dänemark · 2021 Schweden

Stürmische Rückreise

Heute Nacht haben wir uns gefühlt wie ein Baby im Kinderwagen, das ständig rumgeschuggelt wird. Es war die ganze Nacht stürmisch und hat das Wohnmobil durchgeschaukelt. Da das Wetter in den nächsten Tagen nicht besser werden soll, haben wir beschlossen, die Heimreise anzutreten. Insgeheim hatte ich bei dem Sturm auch ein bißchen Schiss, dass die 2 großen Brücken nach und innerhalb von Dänemark geschlossen werden. Am Stellplatz haben wir noch das Grauwasser abgelassen, um etwas leichter zu sein und los ging es. Und was ne krasse Fahrerei! Es hat anfangs geschüttet ohne Ende und der Wind hat mit einem Ping Pong gespielt.

An Malmö vorbei ging es dann auf die Öresundbrücke, wo der Himmel auf riss und ich war glücklich, als wir nach der Brücke endlich den Tunnel erreicht hatten und es ein paar Minuten windstill war. Eine Grenzkontrolle hat dieses Mal gar nicht stattgefunden. Mit einer Reichweite von noch knapp 20 km sind wir zur nächst gelegenen Tankstelle gefahren. Hier in Dänemark kostet der Liter Diesel aktuell 1,38 Euro, in Schweden 1,68 Euro. Daher wollten wir es gerne bis Dänemark mit der Tankfüllung schaffen. Sehr auffällig war die Tatsache, dass wir ab der Brücke als Wohnmobil fast noch alleine unterwegs waren. Das hat die Empfindung bestätigt, dass wirklich sehr wenige Ausländer in Schweden Urlaub gemacht haben. Durch Dänemark hindurch war echt heftiger Verkehr und so sind wir nach der Insel Fünen rechts abgebogen nach Fredericia. Auch hier war ich vor vielen Jahren mit meinen Eltern bei dem Segeltörn. Direkt am Hafen liegt auch hier wieder ein Stellplatz und den haben wir angesteuert.

Hier war kaum etwas los und wir haben direkt mit Blick aufs Meer eingeparkt. Am Hafenbüro haben wir am Automaten für eine Nacht gezahlt und waren wieder glücklich, dass wir einen so großen Akku an Bord haben, der sich bei Fahrt alleine auflädt und keinen externen Strom brauchen. Überhaupt können wir eigentlich tagelang ohne externe Energie auskommen. Nur Wasser ist jetzt immer mal knapp gewesen, da wir auch hier drin geduscht haben und 100 Liter dann auch endlich sind. Allerdings hatten wir den Tank auch nie richtig voll gemacht.

Gegen Abend hatten wir nochmal Kitsch pur, denn genau vor unserem Fenster sind zwei Delphine in die Luft gesprungen. Leider war die Kamera zu langsam…

Gott sei Dank ist fast kein Wind mehr, wir werden wohl nicht nochmal so eine Schaukelnacht vor uns haben…

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Über 2 Brücken musst du fahren…

Die erste Nacht im Wohnmobil war super.  Wir haben beide tief und fest geschlafen,  waren aber auch gestern einfach nur fertig.  Die Betten sind viel viel besser als in dem Mietfahrzeug letztes Jahr und der Rücken bricht einem nicht nach 2 Stunden durch. Gestern hatten wir echt überlegt, hier zu bleiben, aber wir wollen ja nach Schweden. Daher haben wir mit tollem Blick auf den Hafen gefrühstückt und sind dann aufgebrochen.

Über Landstraßen ging es zurück zur Autobahn und dann auf die imposante 18 km lange Storebeltbrücke, die aber pro Fahrt auch stolze 82 Euro kostet.

Weiter ging es in Richtung Kopenhagen, das wir links liegen gelassen haben, da ja Schweden unser Ziel ist. Über die Öresundbrücke ging es dann auch in Richtung Grenze und tatsächlich hat unsere erfolgte Kennzeichenregistrierung funktioniert und die Ampel an der Mautstation hat auf grün geschaltet, als sie uns gesehen hat. Dann wollte eine Dame an der Grenze noch unsere Ausweise sehen, aber keinerlei Impfnachweise. Und schneller als gedacht waren wir in Schweden. Da wir uns – total entgegen unserer sonstigen Reiseplanungen – bisher so gut wie gar nicht mit der Route auseinander gesetzt haben, waren wir auch plötzlich ziemlich planlos, wohin wir wollen. Also sind wir gen Süden nach Trelleborg abgebogen und an der Südküste entlang nach Osten gefahren.

Ja und da haben wir so das Gegenteil von dem gefunden, was wir gesucht haben. Viele Menschen, die ihren Urlaub am Strand verbringen wollen. Vor Ystad haben wir nachmittags einen Stellplatz gefunden, der nicht besonders toll ist, aber wir hatten keine Lust mehr, weiter zu fahren und wollten einfach mal entspannen. Und kaum hatten wir eingeparkt, kam ein fettes Gewitter und es hat angefangen zu schütten. Und schon war es total egal, wie es draußen aussieht. Andi hat den neuen Fernseher eingerichtet, ich habe Blog geschrieben und wir haben erstmalig unseren Camper richtig genutzt. Und es war total gemütlich. Gegen Abend ist dann auch die Sonne wieder raus gekommen und bleibt hoffentlich auch.

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Ab nach Schweden

Endlich ist es soweit! Nach gefühlten ewigen Wochen haben wir gestern endlich! unser Wohnmobil bekommen.  Dafür,  dass wir ja gar keins kaufen wollten, bestellte Mobile gerade kaum ausgeliefert werden,  weil irgendwelche Teile fehlen und wir ja auch gar keinen Urlaub hatten,  wo wir es hätten nutzen können… Ja,  echte Luxusprobleme! Bei strömenden Regen haben wir dann gestern die Übergabe gemacht und wir waren beide echt aufgeregt.  Mein Vater hat uns vorher nach Bad Wildungen gefahren,  so dass wir gemeinsam heim fahren konnten.  Ja,  und dann hieß es putzen und die Unmengen an Dingen,  die sich in den letzten Wochen in unserem Keller gesammelt haben,  verstauen. Lustigerweise waren noch einige Schränke leer,  nachdem alles drin war und wir doch erleichtert.

Und dann ging es heute morgen los gen Norden.  Wir nehmen sonst nie in den Ferien Urlaub,  aber da dieses Jahr alles anders ist,  wollten wir zumindest vor dem Hauptreiseverkehr starten,  der garantiert am Samstag bei Ferienbeginn herrscht.  Und wir sind echt gut durch gekommen.  Die dänische Grenze war überhaupt kein Problem,  nicht mal meinen gestern noch schnell gemachten Coronatest wollte jemand sehen.  Unser heutiges Ziel war die Insel Fünen, um die ich vor vielen Jahren mit meinen Eltern gesegelt bin. Unter anderem waren wir damals in Assens und das haben wir auch angesteuert,  da es etwas abseits der Hauptroute über die Insel liegt.  Und wir hatten absolutes Glück,  denn in der Marina waren noch 2 Plätze in erster Reihe frei.

Wir haben an einem Automaten 150 Kronen, ca. 20 Euro gezahlt und waren erstmal total platt.  Aber dann hat doch wieder der Erkundungsdrang gesiegt und wir haben den Hafen und Strand erkundet. 

Am Ende des Tages gab es noch das Beste: ein Stück Käsekuchen von meiner Mutti am Hafen. Endlich Urlaub!!!

Und dann haben wir noch den Sonnenuntergang am Strand genossen – herrlich!