2026 China

China-Fazit

China wird in Norden und Süden aufgeteilt.  Der Norden versteht sich als die Wurzel der Kultur,  der Süden ist günstiger und innovativ,  daher wandern viele vom Norden in den Süden ab.

Die Menschen sind Fremden gegenüber freundlich und zurückhaltend. Es ist uns öfters passiert,  dass Eltern ihre Kinder geschickt haben,  um Englisch mit uns zu reden und zu üben. Generell hat man mit Englisch aktuell aber keine Chancen, sich im Alltag zu verständigen.

Drängeln ist normal,  jede Lücke wird genutzt, dabei sind die Leute aber nicht unfreundlich.  Jeder versucht einfach,  ans Ziel zu kommen.

Die Chinesen essen 3x am Tag warm und das für unsere Verhältnisse in großen Mengen. Wir haben oft Kopfschütteln geerntet, da wir in den Augen der Guides zu wenig bestellt und es dann auch nicht geschafft haben.   Gegessen wird mit Stäbchen, wobei oft ein Chaos am Tisch und Kleidung hinterlassen wird. Nicht selten ist schicke Kleidung mit Sojasauce geziert. 90 % sind herzhaftes Essen und es wird geschlürft und geschmatzt.  In vielen Restaurants steht in Folie verpacktes Geschirr auf den Tischen. Es gibt einen Service zum Waschen, das dreckige  Geschirr wird geholt und sauber eingeschweißt wieder gebracht.  Serviceroboter bringen in Hotels das Essen auf das Zimmer. Sie fahren selber Fahrstuhl und Klingeln. In der Öffentlichkeit spielt Alkohol spielt keine Rolle,  auch Softgetränke aus dem Westen nicht. Die Leute trinken fast nur Tee oder Säfte.  In den Geschäften wird Reiswein verkauft, aber Bier muss man suchen.

Rotzen, Furzen und Spucken in der Öffentlichkeit gehört zum guten Ton, vor allem von älteren Männern.  Husten und Niesen ohne Hand vor Mund ist ebenfalls normal, was nach Corona für uns bei den vielen Menschen echt manchmal eine Herausforderung war. Auch lieben es ältere Männer mit dicken Bäuchen, ihre T-Shirts hochzuziehen und bauchfrei durch die Stadt zu laufen.  

Der Verkehr ist chaotisch.  Cool ist,  dass es relativ still ist,  da viele E-Autos unterwegs sind und ausschließlich Elektroroller. Andere kann man nicht mehr kaufen,  weil es von der Regierung so vorgegeben ist. In den Städten sind viele Leute auf Leihfahrrädern unterwegs. 

China hat definitiv einen höheren Grad der Digitalisierung,  alles geht über das Handy. Der Ausweis muss immer dabei sein, Tickets werden darauf gebucht.  Wir haben ihn noch nie so oft gebraucht. Dabei kommt auch das Thema Sicherheit versus Überwachung auf. Wir fanden die vielen Kameras anfangs komisch,  sie bieten aber auch Sicherheit bei den vielen Menschen.  Handys und Taschen liegen am Tisch,  während Leute weggehen und niemand Angst hat,  dass etwas geklaut wird.  Wir werden in unserer westlichen Welt genauso überwacht,  nur nicht so offen und auffällig.   Instagram,  Facebook und Google sind genauso große Datenkraken. In China wird es halt offen praktiziert. Wir haben anfangs nicht verstanden,  warum wir so viele Apps installieren müssen und nicht auf unsere App-Welt zurückgreifen können.  Aber es sind echt zwei Welten und man muss ehrlich sagen,  dass unsere nicht die bessere ist. Warum wir noch kein Pendant zu Alipay haben,  ist nicht verständlich,  denn es funktioniert super.  Auch AMAP als Navi ist unglaublich gut, da kann Google maps nicht mithalten.

Jedes Kaff ist größer als Frankfurt. Dabei werden die Menschen oft in Hochhäusern übereinander gestapelt.  Vor allem in Shanghai, aber auch in anderen Städten haben sich diese in den letzten Jahren komplett verändert. Von kleinen dunklen Häusern ohne Toiletten sind die Menschen in die Hochhäuser umgesiedelt worden. Bei öffentliche Toiletten findet man viele Stehklos, während in allen Neubauten westliche Toiletten zu finden sind. 

Es gibt viele langweilige Jobs, da noch genug Menschenmasse da ist.  Aber auch die Chinesen werden älter und es kommen nicht genug Kinder nach.  Daher sollen in Zukunft Serviceroboter viele Jobs übernehmen. 

Viele haben China nie verlassen, das Gehalt müsste hier 7x mehr Wert sein,  um Reisen nach Deutschland finanzen zu können. Wir haben in den 4 Wochen mehr vom Land gesehen,  als es die meisten unserer Guides je sehen werden.

Insgesamt war es eine richtig coole Reise.  Wir haben sehr viele neue Eindrücke gewonnen und waren wieder froh,  diese selber gesammelt zu haben.  Die 4 Wochen waren sehr abwechslungsreich, wir können eine Reise dorthin wärmstens empfehlen. 

2026 China

Zurück nach Hause

Um 7 Uhr wurden wir heute morgen in der Lobby abgeholt und zur einzigen Transrapid-Strecke der Welt gebracht.  In Shanghai existiert eine 30 km lange Strecke aus der Stadt zum Flughafen,  der außerhalb liegt.  Ehrlicherweise waren wir aufgeregt vor der Fahrt,  denn er soll ja über 400 kmh fahren können. 

Der Zug war nicht wirklich voll, wir sind gestartet und das war im Vergleich zu den Hochgeschwindigkeitszügen, mit denen wir die letzten Wochen unterwegs waren,  eine sehr ruckelige Angelegenheit.  Wir sind nur 300 kmh gefahren,  so dass wir das ganz schnelle Erlebnis gar nicht hatten.  Bei den anderen Zügen hat man das Anfahren und Bremsen überhaupt nicht gemerkt, hier schon.  Am Flughafen angekommen,  haben wir eingecheckt,  sind durch die Sicherheitskontrollen und schon wieder haben sie uns auf der Suche nach angeblichen Feuerzeugen auseinander genommen.  Und wie immer haben sie keins gefunden.  In einer der Loungen,  in die wir ja durch die AMEX-Karte Zugang haben,  gab es für uns erstmal ein Frühstück.  In Frankfurt die Lounge neulich war ätzend,  total voll und laut.  Hier war es ruhig und angenehm. Auch der Flieger war total leer und wir hatten eine 3er Reihe für uns. 

Eine tolle Reise geht zu Ende.  Wir haben verdammt viel gesehen und können das Land nur empfehlen.  Auch die Buchung über China Highlights Travel war die beste Entscheidung.  Vielen Dank besonders an Tutu,  die immer für uns erreichbar war und für Andi die Drohne in die Luft gekriegt hat.

Und dann sind wir 40 Minuten zu früh in Frankfurt gelandet und es war kein Terminal für uns frei….

An alle Blog-Leser: wir machen eine kurze Reisepause und nehmen euch gerne ab 1.11. mit nach Kambodscha und Thailand…

2026 China

Der letzte Tag China…

An unserem letzten Tag in China sind wir in das 50 km entfernte Wasserdorf Zhujiajiao gefahren. Dabei haben wir uns durch den Verkehr von Shanghai gekämpft,  denn in das Dorf wollten viele.  Auch hier gab es wieder einen Eingang,  wir mussten aber mal nicht unsere Ausweise zeigen und es hat auch keinen Eintritt gekostet. 

Zhujiajiao ist ein historisches, rund 1.700 Jahre altes Wasserdorf im Stadtbezirk Qingpu am Rande von Shanghai.

Es wird aufgrund seiner malerischen Kanäle, historischen Brücken und alten Gebäude aus der Ming- und Qing-Dynastie oft als das „Venedig von Shanghai“ bezeichnet. Tatsächlich kann man sich auch in einer Art Gondel durch die Kanäle fahren lassen. 



Viele Steinbrücken führen dabei über das Wasser. Die berühmteste und größte davon ist die Fangsheng-Brücke, die einen herrlichen Ausblick auf die belebten Wasserstraßen bietet.

Wir sind durch den Ort geschlendert, haben etwas zu Mittag gegessen und sind dann zurück nach Shanghai gefahren.  Unterwegs hat der Guide eine Nachricht erhalten,  dass er heute eine neue Gruppe am Flughafen abholen soll und wir morgen von jemand anderem an den Flughafen gebracht werden.  Die Verabschiedung am Hotel fiel sehr schnell aus und wahrscheinlich waren beide Seiten darüber froh. Nicht immer stimmt die Chemie der Menschen und das ist auch in Ordnung. 

Wir haben uns den Garten des Hotels angeschaut und sind dann nochmal in die nahe gelegenen Einkaufszentren gelaufen.  Heute,  ohne Regen und Schirm, sah alles noch glamuröser aus,  aber irgendwie hatten wir keinen Bock mehr zu shoppen. 

Und so haben wir unsere Koffer gepackt,  denn morgen früh geht es zum Flughafen. 

2026 China

Shanghai

Mit dem Jade Tempel sind wir heute in unser Programm gestartet.  Der Jadebuddha-Tempel (chinesisch: Yufo Chan Si) ist einer der bekanntesten und vor allem aktiven buddhistischen Klöster in Shanghai. Gegründet im Jahr 1882, verdankt die Tempelanlage ihren Namen zwei kostbaren, aus jeweils einem einzigen Block weißer Jade geschnitzten Buddhastatuen, die ein Mönch per Seeweg aus Myanmar mitbrachte. Fotografieren  durfte man sie aber nicht.  Da wir aber in so vielen Tempeln waren,  haben wir diesem nur einen kurzen Besuch abgestattet.

Weiter ging es in ein altes Viertel,  in dem die Straßen abgesperrt waren und wo man sich ein bisschen wie in einem amerikanischen Einkaufszentrum gefühlt hat.  Hier stehen viele Hotels,  weshalb viele Restaurants und Clubs in den alten Gebäuden zu finden waren. 

Das nächste Ziel war ein Wunsch von uns,  denn wir hatten gelesen,  dass nächste Woche die neue Oper in Shanghai eröffnet.  Das Gebäude sah auf den Bildern total cool aus und unser Guide wusste selber gar nichts davon. 

Auf dem ehemaligen Expo-Gelände wurde dieses futuristische Gebäude erbaut. Die Außentreppe soll dabei an einen chinesischen geöffneten Fächer erinnern. 

Weiter ging es zu einem Highlight,  dem Shanghai Tower. Der Shanghai Tower ist mit einer weithin sichtbaren Höhe von 632 Metern und insgesamt 128 Stockwerken das höchste Gebäude im gesamten Staatsgebiet von China.

Weltweit belegt der futuristisch anmutende Wolkenkratzer, der sich im geschäftigen Finanzbezirk Lujiazui im Stadtteil Pudong befindet, den dritten Platz auf der Liste der höchsten Bauwerke.

Ein besonderes architektonisches Merkmal ist die in sich gedrehte Glasfassade, die den Winddruck auf die Konstruktion erheblich mindert.


Die wichtigste Attraktion für Touristen ist die Aussichtsplattform mit dem Namen Top of Shanghai Observatory, die sich im 118. Stockwerk auf einer Höhe von 546 Metern befindet.

Von dort oben bietet sich Besuchern ein weiter Rundumblick über die gesamte Metropole und den gewundenen Fluss Huangpu. Erreicht wird diese Plattform über extrem schnelle Aufzüge, die zu den schnellsten ihrer Art weltweit gehören und die Passagiere mit 18 m/Sekunde in die Höhe befördern.


Neben der Aussicht gibt es im Gebäude eine interaktive Ausstellung im Untergeschoss, die sich mit der nachhaltigen Architektur dieses modernen Turms befasst.

Wir hatten irgendwie mit mehr Menschen gerechnet,  aber wirklich lange angestanden haben wir nicht und oben war auch nicht so viel los wie befürchtet.  Das war die letzten Tage bestimmt anders.  Aber es ist schon komisch,  von so weit oben auf die nicht wirklich kleinen anderen Wolkenkratzer zu schauen.  Und dann sind wir auch schon wieder runter gefahren. 

Unten gab es einen höher gelegten Fußweg, von dem aus man einen guten Blick auf den Fernsehturm hatte. 

Mit dem Auto ging es durch den Tunnel unter dem BUND durch auf die andere Seite,  wo wir etwas gegessen und uns von unserem Guide verabschiedet haben.  Wir wollten alleine hier Zeit verbringen und ihn nicht als im Nacken haben.  Und so sind wir ans Ufer gelaufen,  wo einiges an Menschen unterwegs war. 

Der erste Blick auf die Skyline hat uns echt geflasht. Man kennt das Bild zwar,  aber trotzdem war es sehr imposant.  In der Verlängerung der Einkaufsstraße Nanjing Road war uns zu viel los und so sind wir entlang des Ufers gelaufen,  bis wir eine Stelle gefunden haben,  wo nicht zu viele Menschen waren. 

Am Ufer war ein Paulaner Biergarten,  wo wir uns etwas ausgeruht haben,  bevor wir uns ein Plätzchen für den Sonnenuntergang gesucht haben. Und dann ging um kurz vor 18 Uhr die Lichtershow los.

Andi hatte vorher schon sein Handy für eine Timelapse aufgestellt und die ist toll geworden.

Es war echt beeindruckend,  das ganze mal in Echt zu erleben. 

Wir sind am Ufer zurück in Richtung der Nanjing Road gelaufen,  der Fußgängerzone von Shanghai.  Allerdings waren dort solche Menschenmassen unterwegs,  dass wir die Parallelstraße gelaufen sind.  Dort ist man wenigstens voran gekommen. Das letzte Stück mußten wir dann doch in die Fußgängerzone,  da es von dort in den People’s Park ging, wo die Metrostation war.

Mit Amap haben wir uns navigieren lassen und das ging super.  Es waren ganz viele Eingänge in den Untergrund,  wir haben Nr.19 genommen.  In Shanghai funktioniert auch das System,  dass man die Kreditkarte einfach an den Eingang hält und beim Verlassen wieder.  Das Navi hat uns selbst während der Fahrt angezeigt,  wo wir uns befinden und wann wir aussteigen müssen.

Gegen 21 Uhr waren wir nach einem langen Tag zurück im Hotel und haben uns auf die Dusche gefreut…

2026 China

Shanghai Französisches Viertel

Um 9.30 Uhr wurden wir heute von unserem Guide abgeholt.  Mit dem Auto ging es durch die Straßen von Shanghai zum Yuyuan Garden.

Er ist ist eine der bedeutendsten klassischen Gartenanlagen Chinas und liegt im Nordosten der historischen Altstadt von Shanghai im Stadtbezirk Huangpu.

Der im Jahr 1577 während der Ming-Dynastie fertiggestellte, rund zwei Hektar große Garten gilt als Paradebeispiel für die traditionelle Jiangnan-Gartenkunst und besticht durch kunstvolle Pavillons, ruhige Teiche, Zickzack-Brücken und drachenverzierte Mauern.

Erwartungsgemäß war recht viel los, was hier aber wohl immer der Fall ist.  Direkt am Ausgang ist man durch eine Verkaufsstraße gekommen,  bevor es daneben in den Tempel der Stadtgötter ging. Hier konnte man wieder toll die Drachen sehen,  die die chinesischen Dächer zusammen halten sollen.

Die Tempelanlage blickt auf eine über 600-jährige Geschichte zurück und wurde im 15. Jahrhundert während der Ming-Dynastie erbaut.

Sie ist drei bedeutenden Persönlichkeiten gewidmet, die als Schutzgötter der Stadt Shanghai verehrt werden.

Aus dem Tempel kommend, hat uns Wolfgang zu einem Teeladen geführt,  wo wir eine kleine Pause machen wollten. Leider hat sich das als echte Touristenfalle herausgestellt,  was wir nach der Verkostung erst gemerkt haben. 

Ein Tee hat sehr gut geschmeckt und wir wollten ihn mitnehmen.  Als ich nach der Zahlung auf meine Quittung geschaut habe,  hatte ich 500 g Tee für 96,05 Euro gekauft. Wir waren echt stinkig,  dass er uns in so einen Laden  gebracht hat.  Alle restlichen Reiseleiter haben nie auch nur den Versuch gemacht,  uns in solche Läden zu schleppen,  weshalb wir es auch nicht mehr vermutet haben.  Andi hat dem Guide ziemlich die Meinung gesagt,  wir sind zurück zu dem Laden, haben die Ware zurück gegeben und die Summe der Kreditkarte wieder gutgeschrieben bekommen.  Danach war erstmal Stille seitens Wolfgang. Da wir noch 2 Tage miteinander auskommen müssen,  haben wir keep smiling  gemacht. Er hatte uns vorher erzählt,  dass er erstmalig für die Agentur arbeitet,  die für uns zuständig ist, aber schon sein Leben lang für andere Agenturen gearbeitet hat,  oft mit größeren Gruppen. Die stehen vielleicht auf so etwas… Nach dem Mittagessen sind wir zu einem französischen Viertel gebracht worden,  wo heute noch Leute in den oberen Etagen leben, in den unteren Etagen Souvenirläden sind.  

Es gibt öffentliche Toiletten,  in den Häusern selber keine.  Heute nicht mehr vorstellbar.  Wir sind ein bisschen durch die Gassen geschlendert, bevor wir am Nachmittag zurück ins Hotel gebracht wurden. 

Nach einer kleinen Pause sind wir wieder alleine losgezogen.  Wir sind morgens an einer Stelle vorbei gefahren,  wo unglaublich viele Menschen standen und Bilder gemacht haben.  Also sind wir hin gelaufen,  um zu sehen,  was da besonders ist.  Es waren immer noch Massen an Leuten da, so dass die Polizei den Verkehr auf der 5gliedrigen Kreuzung regeln musste. Die Leute haben das Wukang Gebäude fotografiert.  Das 1924 fertiggestellte Bauwerk wurde vom legendären ungarisch-slowakischen Architekten László Hudec im französischen Renaissance-Stil entworfen. Aufgrund seiner markanten, schiffsähnlichen Keilform wird es oft als das „Flatiron Building von Shanghai“ bezeichnet und ist eines der beliebtesten Fotomotive der Stadt. Tatsächlich erinnert es an das Flatiron Building in New York. 

Auf dem Weg zurück sind wir durch gemütliche Straßen gelaufen,  die immer noch von den großen Bäumen gesäumt waren.