China wird in Norden und Süden aufgeteilt. Der Norden versteht sich als die Wurzel der Kultur, der Süden ist günstiger und innovativ, daher wandern viele vom Norden in den Süden ab.
Die Menschen sind Fremden gegenüber freundlich und zurückhaltend. Es ist uns öfters passiert, dass Eltern ihre Kinder geschickt haben, um Englisch mit uns zu reden und zu üben. Generell hat man mit Englisch aktuell aber keine Chancen, sich im Alltag zu verständigen.
Drängeln ist normal, jede Lücke wird genutzt, dabei sind die Leute aber nicht unfreundlich. Jeder versucht einfach, ans Ziel zu kommen.
Die Chinesen essen 3x am Tag warm und das für unsere Verhältnisse in großen Mengen. Wir haben oft Kopfschütteln geerntet, da wir in den Augen der Guides zu wenig bestellt und es dann auch nicht geschafft haben. Gegessen wird mit Stäbchen, wobei oft ein Chaos am Tisch und Kleidung hinterlassen wird. Nicht selten ist schicke Kleidung mit Sojasauce geziert. 90 % sind herzhaftes Essen und es wird geschlürft und geschmatzt. In vielen Restaurants steht in Folie verpacktes Geschirr auf den Tischen. Es gibt einen Service zum Waschen, das dreckige Geschirr wird geholt und sauber eingeschweißt wieder gebracht. Serviceroboter bringen in Hotels das Essen auf das Zimmer. Sie fahren selber Fahrstuhl und Klingeln. In der Öffentlichkeit spielt Alkohol spielt keine Rolle, auch Softgetränke aus dem Westen nicht. Die Leute trinken fast nur Tee oder Säfte. In den Geschäften wird Reiswein verkauft, aber Bier muss man suchen.
Rotzen, Furzen und Spucken in der Öffentlichkeit gehört zum guten Ton, vor allem von älteren Männern. Husten und Niesen ohne Hand vor Mund ist ebenfalls normal, was nach Corona für uns bei den vielen Menschen echt manchmal eine Herausforderung war. Auch lieben es ältere Männer mit dicken Bäuchen, ihre T-Shirts hochzuziehen und bauchfrei durch die Stadt zu laufen.
Der Verkehr ist chaotisch. Cool ist, dass es relativ still ist, da viele E-Autos unterwegs sind und ausschließlich Elektroroller. Andere kann man nicht mehr kaufen, weil es von der Regierung so vorgegeben ist. In den Städten sind viele Leute auf Leihfahrrädern unterwegs.
China hat definitiv einen höheren Grad der Digitalisierung, alles geht über das Handy. Der Ausweis muss immer dabei sein, Tickets werden darauf gebucht. Wir haben ihn noch nie so oft gebraucht. Dabei kommt auch das Thema Sicherheit versus Überwachung auf. Wir fanden die vielen Kameras anfangs komisch, sie bieten aber auch Sicherheit bei den vielen Menschen. Handys und Taschen liegen am Tisch, während Leute weggehen und niemand Angst hat, dass etwas geklaut wird. Wir werden in unserer westlichen Welt genauso überwacht, nur nicht so offen und auffällig. Instagram, Facebook und Google sind genauso große Datenkraken. In China wird es halt offen praktiziert. Wir haben anfangs nicht verstanden, warum wir so viele Apps installieren müssen und nicht auf unsere App-Welt zurückgreifen können. Aber es sind echt zwei Welten und man muss ehrlich sagen, dass unsere nicht die bessere ist. Warum wir noch kein Pendant zu Alipay haben, ist nicht verständlich, denn es funktioniert super. Auch AMAP als Navi ist unglaublich gut, da kann Google maps nicht mithalten.
Jedes Kaff ist größer als Frankfurt. Dabei werden die Menschen oft in Hochhäusern übereinander gestapelt. Vor allem in Shanghai, aber auch in anderen Städten haben sich diese in den letzten Jahren komplett verändert. Von kleinen dunklen Häusern ohne Toiletten sind die Menschen in die Hochhäuser umgesiedelt worden. Bei öffentliche Toiletten findet man viele Stehklos, während in allen Neubauten westliche Toiletten zu finden sind.
Es gibt viele langweilige Jobs, da noch genug Menschenmasse da ist. Aber auch die Chinesen werden älter und es kommen nicht genug Kinder nach. Daher sollen in Zukunft Serviceroboter viele Jobs übernehmen.
Viele haben China nie verlassen, das Gehalt müsste hier 7x mehr Wert sein, um Reisen nach Deutschland finanzen zu können. Wir haben in den 4 Wochen mehr vom Land gesehen, als es die meisten unserer Guides je sehen werden.
Insgesamt war es eine richtig coole Reise. Wir haben sehr viele neue Eindrücke gewonnen und waren wieder froh, diese selber gesammelt zu haben. Die 4 Wochen waren sehr abwechslungsreich, wir können eine Reise dorthin wärmstens empfehlen.







































