Heute früh nach dem Frühstück ist Andi vor unserer Unterkunft nochmal geflogen. Die Reisfelder und eine Pagode sahen zu schön aus.

Um 10.45 Uhr ging es für uns zum Bahnhof von Huangshan, von wo aus wir mit dem Zug die letzte Station unserer Reise angesteuert haben.

Wie schon vorher erwähnt, können wir es nur empfehlen, das riesige Land mit dem Zug zu bereisen. Sie sind pünktlich und man gleitet ruhig mit meistens 300-350 kmh durchs Land. Dadurch erhält man nochmal einen ganz anderen Eindruck, als wenn man immer nur mit dem Flugzeug in den Großstädte landen würde. Es ist unglaublich grün und jedes Fleckchen Erde wird für den Anbau von Obst, Gemüse und vor allem Reis genutzt.

Bevor wir eingestiegen sind, haben wir uns noch von Alvin verabschiedet, der die letzten Tage auch ein toller Guide war. In der Region hier haben wir außer einer Gruppe Polen niemanden aus Europa gesehen. Die anderen waren schlauer und sind nicht in der Golden Week unterwegs… Der Zug war anfangs relativ leer und wir haben die Fahrt wieder genutzt, unser Video- und Fotomaterial zu verarbeiten. Auch das geht im Zug echt immer gut. Bis Shanghai hatte sich der Zug komplett gefüllt und wir sind tatsächlich 2 Minuten zu spät angekommen. Der Bahnhof hatte mehrere Ausgänge und wir wussten nicht, welchen wir nehmen sollen. Wir haben uns für den nördlichen entschieden, da hat aber niemand auf uns gewartet. Plötzlich hat ein älterer Mann einen selbstgebastelten Zettel mit Andis Namen hoch gehalten. Wir hatten einen Michael erwartet, vor uns stand aber ein 68jähriger chinesischer Wolfgang. Er ist mit uns durch das Gewirr des Bahnhofs gelaufen und unterwegs hat uns unser Fahrer aufgegabelt und unsere Koffer übernommen. Eine kurze informative Fahrt später durch den Regen von Shanghai waren wir schon am Hotel. Dieses war so groß, dass wir erst an der 3. Rezeption richtig waren. Das Hotel ist total cool im Look der 30er Jahre, aber komplett modern.

Alle Anzeigen sehen total alt aus, dahinter verbirgt sich modernste Technik. Echt klasse.

Uns hat der Hunger in ein Einkaufszentrum getrieben. Dabei sind wir durch einen tollen Park gelaufen, der hier im französischen Viertel liegt. Richtig alte Plantanenbäume stehen hier und durch den Regen waren wir fast alleine.

Der Hunger hat uns weiter getrieben und von weitem hat uns das Zeichen von Pizza Hut angelacht. Wir haben eine leckere Pizza bestellt und verwundert wahrgenommen, dass wir seit 3 Wochen das erste Mal wieder Menschen mit Besteck essen sehen, nicht mit Stäbchen.

Nach dem Essen sind wir in die Mall und haben uns wieder wie in einer anderen Welt gefühlt. Sie war rappelvoll und die Art der Geschäfte echt lustig. Nippesläden ohne Ende. Auch wir sind dem Kaufrausch verfallen und haben ein paar lustige Stehrumsel erstanden.

Als wir wieder raus sind, war es dunkel und die Stadt hat ihren Wolkenkratzer-Charme gezeigt. Moderne Hochhäuser mit toller Beleuchtung. Wir freuen uns auf die nächsten Tage. Morgen soll es leider wieder regnen, aber dann wird es hoffentlich besser.








































