2023 Benelux · Belgien

Brügge sehen und erleben

Unser nächstes Ziel heißt Brügge, das ca. 200 km entfernt liegt. Wir hatten gestern im Buchungssystem des dortigen Campingplatzes gesehen, dass dieser in den nächsten Tagen ausgebucht ist und nur noch von heute auf morgen ein Platz frei ist. Heute vormittag war blödes Wetter gemeldet, aber ab mittags gut. Also haben wir gebucht, sind heute recht früh aufgebrochen und durch ein paar wenige Schauer gen Nordwesten gefahren. Wir sind bewusst nicht an Brüssel vorbei gefahren, da wir keine Lust auf Großstadtverkehr hatten. Die Route führte so durch viel flaches Land. Ab 12 Uhr konnten wir auf den Platz und um kurz nach 12 Uhr waren wir auch da. Hier in Belgien sind die Campingplätze echt schon recht modern. Man bestellt über die Web Seite seine Brötchen für den nächsten morgen, hier in Brügge haben wir per Mail unsere Stellplatznummer bekommen, die Schranke öffnet sich aufgrund unseres Kennzeichens. Gezahlt haben wir bei der Buchung per Kreditkarte. Nach der Ankunft haben wir eine Kleinigkeit gegessen, die Räder rausgeholt und ab ging es in die Stadt. Hier sind überall tolle Fahrradwege und so waren wir in nicht mal 10 Minuten mitten in der City. Wir hatten uns eine Fahrradgarage ausgeguckt und dort die Räder abgestellt.

Und dann ging es dran, unsere toDo Liste abzuarbeiten. Also haben wir uns den großen Platz angesehen mit all den historischen Gebäuden.

Anschließend ging es zu einer lokalen Brauerei

und auf einer Terrasse direkt am Wasser haben wir unser erstes Bier getrunken.

An uns sind ganz viele kleine Boote vorbei gefahren. Wir sind zur Anlegestelle um die Ecke und konnten mit dem nächsten Boot gleich mit fahren.

30 Minuten haben wir auf den Kanälen einen ganz anderen Eindruck als von Land bekommen und man musste unter den Brücken immer mal den Kopf einziehen, so niedrig waren sie.

Zurück an Land hieß die nächste Mission: belgische Pommes essen. An einem gut bewerteten Imbiss gab es dann Pommes mit Spezialsauce. Hieß dann Majo, Ketchup und Zwiebeln drüber – lecker!

Nach der Stärkung haben wir uns die 366 Stufen des Belfort-Turmes vorgenommen.

Mit 15 Euro zwar ganz schön teuer, aber der Blick von oben ist schon schön.

Und als wir wieder unten waren, sind wir zum besten Pralinenladen Brügges gelaufen, denn Schokolade können sie hier auch sehr gut. An jeder Ecke gibt es Schokoladengeschäfte und wir waren echt überfordert, was wir nehmen sollen. Also haben wir die 2023er Gewinner gewählt und waren in dem Laden bei der riesigen Auswahl wieder überfordert.

Tatsächlich haben wir dann so viel Geld für Schokolade ausgegeben wie noch nie zuvor…

Darauf haben wir uns am Großen Markt noch ein Bier gegönnt und sind zum Sonnenuntergang zurück zum Campingplatz geradelt.

Es war wirklich ein wunderschöner Tag und Brügge ist nach Matera dieses Jahr eins der Städtehighlights.

2023 Benelux · Belgien

Bouillon und Dinant

Nach einer super ruhigen Nacht hat uns heute morgen wieder der strahlende Sonnenschein begrüßt. Wir haben daher beschlossen,  unsere Tour fort zu setzen und das schöne Wetter zu nutzen.  Unser erstes Ziel war das Städtchen Bouillon in Belgien.  Heute war deutlich weniger los und so haben wir direkt an der Straße einen Parkplatz gefunden.  Der Ort liegt wieder in einem engen Tal, durch das die Semois fließt.  Das Flüsschen macht hier eine Windung und in der Mitte oben drauf sitzt eine Burg,  was mal wieder wunderschön aussieht. 

Unterhalb der Burg führt ein Tunnel durch den Berg und auf der anderen Seite erwarten einen Wiesen und auch wieder das Flüsschen. 

Von hier aus führt ein Weg direkt hinauf zur Burg,  von wo aus man einen tollen Blick auf den Ort hatte. 

Über einen kleinen Pfad ging es für uns wieder zurück,  denn wir wollten nicht noch eine Burg von innen besichtigen. 

Unser nächstes Ziel hieß Dinant. Auf der Strecke ist uns die besondere Bauart der Häuser aufgefallen. Es gibt hauptsächlich richtige graue Steinhäuser, wodurch die Orte so ganz anders aussehen als bei uns. Wir sind vor vielen Jahren mal nachts durch Belgien gefahren und hatten in Erinnerung, dass alle Straßen in gelbes Licht getaucht sind. Und tatsächlich sind die größeren Straßen alle mit Lampen ausgestattet. Und mit Blick auf die Tankstellen waren wir auch froh, gestern in Luxemburg nochmal für 1,69 Euro Diesel getankt zu haben. Hier kostet es teilweise 2,04 Euro. Gut, dass wir sogar unseren 5 Liter Kanister gefüllt haben… Dann mussten wir natürlich nochmal einen belgischen Supermarkt überfallen und gucken, was es hier so gibt. Die belgischen Waffeln waren schnell entschieden, allerdings hat uns das 10 m lange Bierregal mit gefühlten 1000 unterschiedlichen Sorten überfordert. Und so haben die bunten Bildchen entschieden…

In Dinant angekommen, waren wir erstmal erstaunt, wie groß dieses ist. Wir sind einmal komplett durch gefahren, bis wir einen passenden Parkplatz gefunden haben, wieder einmal gratis. Dann sind wir am Ufer der Maas zurück gelaufen und waren echt begeistert von diesem tollen Ort.

Hoch über der Stadt trohnt auf einem Fels die Burg, darunter die Kirche und der Ort, einfach wunderschön.

Wir sind gemütlich durch den Ort geschlendert, haben noch etwas gegessen und sind dann zurück zum Camper.

Mittlerweile war es später Nachmittag und so haben wir einen 20 km entfernten Campingplatz angesteuert. Hier sind außer Dauercampern nur noch ein weiterer Camper, ansonsten ist nichts los. Davon abgesehen haben wir ganz schön viele tierische Nachbarn…

Und wie unglaublich ist es bitte, am 2. Oktober abends in kurzen Klamotten draußen sitzen zu können. Und wir sind in Belgien, nicht in Spanien…

2023 Benelux · Belgien · Luxemburg

Burg Vianden

Heute früh haben wir zusammen gepackt, denn es geht weiter auf unserer Tour. Es ist Sonntag, herrliches Wetter und wir sind uns bewusst, dass heute einfach alle unterwegs sind. Unser erstes Ziel ist die Burg Vianden, direkt an der deutschen Grenze, aber in Luxemburg liegend. Ich hatte einen Parkplatz ausgeguckt, auf den wir aber nicht konnten, da er mittlerweile für Wohnmobile gesperrt war. Andi hat eine andere Ausschilderung gesehen und so haben wir etwas außerhalb des Örtchens gratis geparkt. Während wir angekommen sind, kamen noch mehr Camper und kurz danach war sicher kein Platz mehr frei. Wir stehen hier direkt unterhalb einer Staumauer, in die beim Säubern die Gesichter von Arbeitern gekärchert wurden. Die dunklen Stellen sind Moose und Flechten. An den hellen Stellen hat Kärcher gezeigt, was es kann.

Wir sind zum einzigen Sessellift in Luxemburg gelaufen und für 6,50 Euro gemütlich den Berg gegenüber der Burg hoch gefahren.

Von oben hatte man einen tollen Blick auf Vianden und die Burg.

Ein kurzer Weg von 600 m führte hinüber zur Burg und wir haben uns entschlossen, diese zu besichtigen.

Die Burg war riesig und auch interessant, aber man muss fairerweise sagen, dass sich viele Burgen innen ähneln und wir sie tatsächlich meistens von außen am schönsten finden. Diese Burg hier wurde im Laufe der Jahrhunderte immer mehr erweitert und umgebaut, was in den Ausstellungen dargestellt wurde.

Trotzdem hat uns der Besuch gefallen und wir haben beschlossen, die Burg noch weiter zu umrunden.

Also sind wir in den Ort Vianden gelaufen, auch weil wir mittlerweile Hunger bekommen haben. Und so haben wir ein schattiges Plätzchen in einem Restaurant am Ufer gefunden und das erste Mal in diesem Urlaub musste ich nicht kochen.

Zurück am Parkplatz haben wir das Navi mit unserem nächsten Ziel gefüttert, hatten aber tatsächlich keine Lust, noch 1,5 Stunden zu fahren. Und so hat Andi das Ardennen Camping Bertrix raus gesucht, in das wir uns spontan mal wieder verliebt haben. Hier ist nichts los, der Platz ist riesig, es geht keine Straße vorbei und man sitzt mitten in der Natur, hört nur die Bäume rauschen. Und schon kommen Gedanken auf, hier könnte man länger als eine Nacht bleiben…