2015 Afrika · Namibia · Zimbabwe

Weiterreise nach Victoria Falls in Zimbabwe

P1070235Heute morgen hatten wir schon ein paar Tränchen in den Augen, als wir unser tolles Quartier verlassen mussten. Wir haben mit einem der beiden Paare noch zusammen gefrühstückt und sind dann die 24 km in die Zivilisation bzw. auf die B1 zurück gefahren. An der Seite lag noch eine Giraffe und hat uns verabschiedet. Die ersten 150 km bin ich gefahren, es war zwar wieder die Raserstrecke, ging aber vom Verkehr. Ab Okahandja ist Andi weitergefahren und ab da war einfach nur eine lange Autoschlange auf der Straße. Die Stadt liegt ca. 60 km nördlich von Windhuk und die Straße zwischen den beiden Städten wird z. Zt. 4-spurig ausgebaut, was auch echt Sinn macht. So viel Verkehr haben wir in dem ganzen Urlaub nicht gehabt. Je näher wir nach Windhuk kamen, umso mehr war los und wir haben durch die Stadt, die uns vor drei Wochen noch wie eine Kleinstadt vorkam, echt lange gebraucht. Da wir damals an einem Samstag angekommen sind und heute Freitag ist, merkt man auch einen deutlichen Unterschied, vielleicht sind wir die Massen auch einfach nicht mehr gewohnt. Irgendwann konnten wir die Stadt hinter uns lassen, mussten durch eine letzte Verkehrskontrolle (insgesamt hatten wir vier Stück auf der Reise) und waren am Flughafen angekommen. P1130389Nachdem wir das Auto nochmal voll getankt hatten und ohne Macken mit nunmehr genau 4.500 selbstgefahrenen Kilometern abgegeben haben, haben wir am Flughafen unseren nächsten Flug nach Victoria Falls eingecheckt. Die vielen Menschen haben uns total gestresst und so waren wir froh, als wir in unserer kleinen Maschine saßen und gestartet sind. Eine gute Stunde später haben wir schon wieder zur Landung angesetzt und sind in Simbabwe gelandet. Hier wird z. Zt. der Flughafen komplett neu gebaut, wir sind aber noch in einem kleinen Nebengebäude empfangen worden. Wieder einmal mussten wir Einreisepapiere ausfüllen und durften 90 USD zahlen, damit wir heute und morgen einreisen dürfen. P1070254Am Flughafen stand schon ein Fahrer bereit, der uns in unser Hotel für die nächsten zwei Nächte gebracht hat, in die A Zambesi River Lodge. Als wir durch die Gegend gefahren sind, hat man auf einen Blick gesehen, dass hier alles deutlich grüner ist als in Namibia. Die Lodge liegt direkt am Fluss, wo die Ausflugsboote vorbei fahren. Wir waren irgendwie total platt, daher haben wir uns noch etwas zu Essen bestellt und sind ins Bett gefallen.

2015 Afrika · Namibia

Im Onkonjima Nature Reserve

P1060911Die Milchstraßenaufnahmen von Andi gestern Abend sind super geworden. Nachdem wir gestern so viel Spaß hatten bei der Suche nach den Geparden und dem Leoparden mit unserem Guide Gideon, haben wir heute morgen gleich die nächste Tour mit ihm gemacht. Um 6 Uhr kam der Weckanruf, um 6.30 Uhr gab es einen Muffin mit einer Tasse Kaffee und um 6.45 Uhr sind wir gestartet, um heute einen weiteren Leoparden, Hyänen und Wildhunde zu finden. P1060925Gleich hinter unserem Camp ist der große Zaun, hinter dem die wilden Tiere sind und direkt an dem Zaun steht ein großer Termitenhügel – und darauf saß ein Gepard! Auf unserer Seite des Zauns standen Oryxe, welche er wohl gerne zum Frühstück verspeist hätte – leider war der Zaun dazwischen. Gideon hat uns zuerst mit dem Auto in den Park gefahren, wo es dann recht schnell zu Fuß weiter ging. Ein paar Meter weiter lag faul unter einem Strauch eine große Hyäne – und wir direkt davor. Irgendwie war es mir unheimlich, da ich die Tiere irgendwie nicht mag. Auch Andi, der sie eigentlich ganz cool findet, hat Abstand gehalten und war mit seiner Kamera zurückhaltend. Nachdem sich die Hyäne gestört gefühlt hat, ist sie abgehauen und wir sind zurück zum Auto gegangen und haben uns auf die Suche nach einem Leoparden gemacht. Da Leoparden gegenüber Geparden ein sehr kurzes Fell haben, halten sie sich mehr im Dickicht auf, während Geparden mit ihrem langen festen Fell meistens in der weiten Fläche zu finden sind. Gideon hat wieder sein Ortungsgerät rausgeholt und kurz darauf haben wir uns in einem versandeten Flussbett wiedergefunden. Wir sind dieses eine ganze Weile langgefahren und die Signale wurden immer stärker, wir haben aber keinen Leoparden entdecken können. Angeblich sind sie morgens aktiver und laut den Signalen hat er sich auch bewegt – aber leider nicht in unsere Richtung Trauriges Smiley. P1130343Da Gideon den Ehrgeiz hatte, den Leoparden zu finden, hat er das Flussbett mit dem Auto verlassen und ist ans “Ufer” gefahren – mitten in den Busch. Da dort kein Weg war, hat er die Strauchschere rausgeholt und wir haben uns eine Straße gebaut. Andi saß vorne neben ihm, hat ihm geholfen und diverse Äste und Stämme von Bäumen abgebrochen und irgendwann sind wir ein paar Meter voran gekommen. Alleine das war schon Abenteuer pur. P1070103Der Leopard musste laut Ortungsgerät ganz in der Nähe sein – und tatsächlich, plötzlich lag er total getarnt unter einem Baum. Alle im Auto wären an ihm vorbei gefahren, aber Gideon hat ihn entdeckt. Der Leopard hat uns erst einige Zeit beobachtet und ist dann aufgesprungen und direkt auf uns zugekommen. Solange man im Auto bleibt, erkennt er einen nicht als Mensch an, sobald man dieses aber verlassen würde, wäre man sein nächstes Fressen. P1130363Als wir uns irgendwann wieder getrennt haben und zurück gefahren sind, haben wir auch noch die vier im Park lebenden Windhunde an der Seite liegen sehen. Der Ausflug war echt der Hammer. Wir haben gemütlich in der Gruppe gefrühstückt und dann den restlichen Tag faul ausgespannt. Morgen geht es weiter nach Windhuk und dann noch für 2 Tage zu den Victoria-Fällen. Heute Abend haben wir uns noch einmal an die Milchstraße gewagt. Diesmal kurz nach Sonnenuntergang (Blaue Stunde) und mit Landschaft im Vordergrund. Also uns hat’s gefallen Smiley.P1070213

2015 Afrika · Namibia

Gen Süden zur AfriCat Foundation

Leider mussten wir heute die Mushara Lodge schon wieder verlassen. Hätten echt länger hier bleiben können. Krass war aber, wie viele Moskitos sich über Nacht plötzlich hier angesammelt haben. Am Frühstück waren alle Platten abgedeckt, da überall welche waren. Wir sind auf die B1 gen Süden gefahren, die Straße, von der wir von Windhuk aus schon gen Süden gefahren waren zu Beginn unserer Reise. Auf der Straße war die Hölle los, massenhaft LKWs, so viel Verkehr sind wir hier überhaupt nicht gewohnt bisher. Wir haben festgestellt, dass in Namibia nur Straße geteert sind, auf denen viele LKWs unterwegs sind. Auf den Dirtroads sind uns sehr selten welche begegnet. Wir sind ca. 200 km auf der B1 gefahren und uns ist noch etwas aufgefallen – hier wird geblitzt. Es gab feste Blitzerkästen, aber an einigen Stellen standen auch Polizisten am Straßenrand und haben mobil geblitzt. In Tsuneb haben wir erst mal wieder einen Supermarkt überfallen, da unsere Vorräte ordentlich zusammen geschrumpft sind und man hier nicht wirklich oft die Möglichkeit hat einzukaufen. Der Ort macht einen sehr guten Eindruck, auch hier scheint die Arbeitslosigkeit relativ gering zu sein.

Unser heutiges Ziel ist das Okonjima Plains Camp von der AfriCat Foundation. So richtig sagt uns das noch nichts und als wir von der B1 auf eine Privatstraße abgebogen sind, hat uns ein Pförtner hinter einem schweren Tor erklärt, dass wir jetzt 24 km auf der Dirtroad bis zum Camp fahren müssen. Einerseits wird es vorerst unsere letzte ungeteerte Straße für diese Reise im eigenen Auto sein, andererseits: 24 km ins Nichts!? Nach einigen km kam ein großes schweres Tor mit einem Leoparden drauf, das geöffnet wurde und ein paar km weiter kam ein weiteres schweres Tor. Irgendwann sind wir dann endlich in dem Camp angekommen und haben nicht schlecht gestaunt. Das Camp hat einen total anderen Stil als alle anderen davor. Hier ist alles aus purem Beton gebaut und total stylish. Wenn man im Bett liegt, schaut man auf eine weite Graslandschaft und man kann einfach als nur gucken. Beim Einchecken hat man uns angeboten, gleich eine Tour zu den Geparden um 16 Uhr zu buchen. Da wir den Tag nichts anderes mehr vor hatten und keine Lust hatten, die 24 km zurück zu fahren und etwas anderes zu unternehmen, haben wir halt zugesagt. Als wir zur Rezeption zurück kamen, standen dort mehrere Safariwagen und es waren recht viele Leute da. Uns hat sich ein Guide vorgestellt und wir wurden in so einen Safariwagen verladen. Mit uns saßen zwei Pärchen in dem Auto, die wir in der Vingerklip-Lodge bzw. im Etosha-Park schon kennen gelernt hatten. Witzig, wie man sich immer wieder über den Weg läuft. Und dann sind wir zurück in den Bereich zwischen den schweren Toren gefahren. Wir kamen uns vor wie bei Jurassic Park. P1130290Das Gebiet hier ist ca. 20.000 ha groß und hier leben viele wilde Tiere. Die meisten davon haben Halsbänder, über die man sie orten kann und so haben uns die beiden Guides zielsicher zu einer Stelle gebracht, wo sich in der Nähe Geparden aufhalten sollten. Wir haben angehalten, haben eine Flasche Wasser in die Hand gedrückt bekommen und weiter ging es zu Fuß. P1130301Es war schon ein merkwürdiges Gefühl, vor allem, weil wir erst mal an einer Giraffe vorbei gelaufen sind, die auf uns runter geschaut hat. Es ist ein riesiger Unterschied, ob man im Etosha im Auto sitzt oder hier zu Fuß unterwegs ist. Nach ein paar Minuten Fußmarsch lagen vor uns plötzlich drei wilde Geparden faul in der Gegend rum. Wir sind bis auf ca. 10 Meter an sie ran gegangen und konnten unser Glück kaum glauben. P1060362Die Kameras sind heiß gelaufen. Die drei leben wohl in einer Gemeinschaft und sind immer zusammen unterwegs. Nach einiger Zeit sind wir zurück zum Auto und waren kaum eingestiegen, da hat das Ortungsgerät schon wieder angeschlagen. Wir sind mit dem Safariwagen in ein ausgetrocknetes Flussbett gefahren und plötzlich lag ein Leopard an der Seite im Schatten. P1060692Unglaublich, was für ein Glück! Zum Sonnenuntergang gab es dann ein Gin Tonic auf einem Berg, perfekter hätte der Tag nicht enden können. Wir haben uns sofort für morgen früh zur nächsten Tour angemeldet bei dem gleichen Guide. Nach dem Abendessen sind wir zurück zu unsere coolen Hütte und haben festgestellt, wie dunkel es hier ist. Die Milchstraße kann man mit den bloßen Augen sehen. Andi ist seit dem mit seiner Kamera  in der Dunkelheit verschwunden Smiley.P1060823

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Relaxen in der Mushara Lodge

P1060100Heute haben wir gezeigt, dass wir in den letzten Tagen in der Tierwelt viel gelernt haben. Wir haben uns zur Futterkrippe (Terrasse des Restaurants) bewegt wenn es was gab und uns wieder in den Schatten zum Relaxen verzogen wenn wir fertig waren Smiley. Ansonsten haben wir die ganzen offenen Berichte fertig gemacht und hochgeladen und die Unmengen an Bildern sortiert und gelöscht, die wir in den letzten Tagen gemacht haben. P1060086Andi hat schon arge Probleme mit den Speicherkapazitäten unseres Notebooks, weil seine neue Kamera so schöne große Aufnahmen macht und er viel in 4K filmt Zwinkerndes Smiley. Die Lodge lädt wirklich zum Ausruhen ein, sie ist sehr weitläufig, man sieht kaum andere Leute und man hat als was zu beobachten, da auch hier die Warzenschweine als Rasenmäher dienen und zwischendurch massenhaft kleine Hörnchen rumlaufen, sich bekriegen, jagen und gegenseitig Fressen klauen, sich aber unheimlich lieb haben. Außerdem fliegen hier sehr coole Papageien rum (nicht der auf dem Foto!), die ganz laut “bäääähhh” schreien, des Jägers größter Feind sind, da sie so andere Tiere vor Gefahr warnen. TP1060069otal lustig zu beobachten und zuzuhören. Heute Abend gibt es Grillbuffet, wo wir uns wohl mal wieder zur Futterkrippe bewegen werden. Einzig blöd ist hier, dass wir noch in der Malaria-Zone sind, d. h. in der Abenddämmerung sollte man sich bei der Hitze durchaus lange Kleidung anziehen. Wir nehmen aber seit 4 Tagen Malarone gegen Malaria und vertragen es recht gut. Und die Wärme fangen wir auch besser an zu vertragen und sind nicht mehr ständig so platt.

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Durch den Etosha National Park bis zum Von-Lindequist-Gate in die Mushara Lodge

P1050224Nach der zweiten Nacht im staatlichen Camp sind wir heute morgen wieder recht früh in den Park aufgebrochen. Nachdem wir gestern in die westliche Richtung gefahren sind, ging es heute gen Osten, da wir da abends den Park verlassen mussten. Drei Tage komplett in einem Nationalpark waren wir auch noch nie, war aber echt gut. P1050428Auf den ersten km haben wir nicht ganz so viel Wild gesehen, ein paar Giraffen haben ihre Kran-Hälse in die Höhe gestreckt, diese Vielfalt an verschiedenen Tieren zusammen haben wir im Ostteil aber nicht mehr gesehen. Je mehr wir in Richtung Osten kamen, umso mehr einzelne Herden haben wir gesehen – Gnus, Zebras, Springböcke, Oryxe usw. Wir haben das nächste staatliche Camp “Halali” besucht. P1050313Dieses kam uns aber nicht so gut in Schuss vor wie Okaukuejo und so sind wir recht schnell weiter gefahren. Am Etosha-Lookout kommt man direkt an die Salzpfanne heran und kann auch direkt mal aussteigen. Mit uns kamen gerade zwei Ehepaare aus Holland bzw. Südafrika, denen wir gleich unsere Kamera in die Hand gedrückt haben, damit sie ein paar Hüpfaufnahmen von uns machen können. P1060018Sie haben plötzlich Spaß bekommen, so dass wir dann ihre Kamera hatten und die Senioren versucht haben, gemeinsam in die Luft zu springen. War echt lustig. Weiter gen Osten haben wir plötzlich mehrere Elefantenherden gesehen und die Artenvielfalt wurde wieder größer. An einem Wasserloch haben wir sogar unsere erste Hyäne gesehen, die gerade ihre Beute verspeist hat. Am späten Nachmittag haben wir den Park verlassen und sind völlig begeistert von den vielen verschiedenen Eindrücken. P1050434Wir waren vor drei Jahren ja im Krüger Nationalpark in Südafrika und haben dort schon viele Tiere gesehen. Durch das flache Land und den wenigen Bewuchs hier sieht man aber doch nochmal deutlich mehr. Außerdem darf man hier die absolute Trockenheit nicht unterschätzen, was die Tiere geradezu zu den wenigen Wasserlöchern treibt. P1050553In der Regenzeit ist dies bestimmt auch nochmal anders. Als wir den Park verlassen haben, wurde unser Auto und unsere Schuhe erst noch desinfiziert, damit keine Krankheiten ins äußere des Parks gelangen können. Kurz hinter dem Park sind wir in unserer nächsten Lodge angekommen – der Mushara Lodge – der absolute Traum!!! In Namibia übersteigt der Luxus der einen Lodge echt den der nächsten. Ich bin immer wieder begeistert, dass ich Sparbrötchen die Unterkünfte hier nicht selber gebucht habe, denn es ist einfach nur toll. Außerdem gibt es seit 3 Tagen endlich wieder eine stabile Internetverbindung – die Berichte warten schließlich darauf, hochgeladen zu werden Zwinkerndes Smiley. Mit einem tollen Dreigang-Abendessen und einem Glas Amarula haben wir den Tag ausklingen lassen. Die Namibier erwähnen bei jeder Gelegenheit, dass der Amarula zwar in Südafrika hergestellt wird, aber trinken tut man ihn hier Smiley.