2012 Südafrika · Swaziland

Vom Swaziland in den Hluhluwe-Umfolozi-Nationalpark

Nachdem wir heute morgen in unserem Hotel ein super Frühstück bekommen haben, sind wir gen Süden aufgebrochen. Wir wollten eine vorher ausgeguckte Tour in Richtung Grenze fahren, um wieder nach Südafrika einzureisen. Andi hat das Navi programmiert, da es laut Reiseführer und Straßenkarte aber nur einen Weg gibt, habe ich die Strecke auch nicht überprüft. Nachdem wir nach ca. 2 Stunden Fahrt zwar durch traumhafte Landschaft, nicht aber durch die Orte gekommen sind, durch die wir hätten kommen sollen, haben wir angehalten und die Route überprüft – und da hat das Navi tatsächlich noch ne Straße entdeckt, die auf keiner Karte angegeben war. Da es zu zeitaufwendig gewesen wäre umzudrehen, sind wir weitergefahren und haben halt nicht das angeschaut, was wir wollten.

Gegen Mittag sind wir an der Grenze angekommen, die einer Großbaustelle geglichen hat. Man musste über eine Erdpiste, um dorthin zu kommen. Irgendwo haben wir wieder unsere Pässe vorgelegt, Ausreisestempel bekommen, dann sind wir durchs Niemandsland auf die Südafrikanische Seite gefahren, mussten uns dort auch wieder drei Stempel abholen und sind dann noch von einer Polizistin kontrolliert worden, was für Gepäck wir dabei haben. War aber ganz harmlos. Ja, und dann waren wir wieder in Südafrika. Direkt hinter der Grenze standen wieder die ganzen Burschen, die auf Kundschaft gewartet haben. Auf einen Schlag war das Landschaftsbild auch wieder ein ganz anderes. Hier war überhaupt keine Besiedelung, nur private Safari-Game-Lodges, die ihr Gebiet großflächig abgezäunt hatten.

Einige km weiter haben wir wieder einen Kulturschock bekommen. An der Straße war eine Tankstelle mit Back-Shop und einem Wimpy-Burgerladen. Hier haben wir volltanken lassen und uns was zu Essen und zu Trinken geholt. Da der Geldautomat leer war und unsere Geldvorräte auch, sind wir weiter in den Ort gefahren und da war wieder unglaubliches Menschengewusel. Leute, die auf der Straße ihr Obst und Klamotten verkauft haben, überall kleine Buden. Wir haben beschlossen, hier doch kein Geld zu holen, sondern noch weiter zu fahren bis Hluhluwe, das direkt vor unserem Park liegt. Hier wieder das gleiche Bild – am Ortseingang die Hightech-Raststätte, ein paar Meter weiter das totale Chaos.P1020996 Wie muss dieser Unterschied nur auf die Leute wirken, die weitere 5 km in ihren altertümlichen Hütten leben und sich nichts von der Tanke leisten können!? Vor der tollen Tankstelle standen auch dicke BMWs, aus denen Schwarze ausgestiegen sind, manche haben es also wohl auch geschafft (wahrscheinlich die Besitzer der Tanke).

P1000654Nachdem wir Geld aufgetankt hatten, sind wir in den Nationalpark gefahren. Wir dachten eigentlich, dass der weltberühmte Krüger N.P. nicht mehr zu toppen sei – aber hier fühlt man sich wie bei Jurassic Park. Kurz hinter dem Eingang ganz viele Berge, grünes frisches Gras, tolle Bäume und ein Tümpel, in dem ein Elefant gerade sein Revier gegenüber drei Nashörnern verteidigt hat. Auf den ersten 2 km haben wir 2 Elefanten, 5 Zebras und vier Nashörner gesehen – und zwei lustige Pillendreher, die Elefantenkacke über die Straße gerollt haben, die locker doppelt so groß war wie sie selber. Total lustig. Wir sind langsam in Richtung des Hill Top Camps gefahren, wo wir die nächsten zwei Tage nächtigen werden. Das Camp liegt, wie der Name schon sagt, auf einem Berg und man hat einen genialen Blick. Was sehr interessant ist, ist die Tatsache, dass man an der Rezeption vor den Affen gewarnt wird, aber keine Schlüssel für die Häuser bekommt. Diese kann man von innen verschließen, von außen sind sie aber – wenn keiner da ist – immer offen. Sehr merkwürdiges Gefühl. Wir haben aber zweimal nachgefragt und immer die Antwort bekommen, wir sollen lieber auf die Affen achten. Die wären gefährlicher als die Menschen…Frierend Was auch unglaublich ist, ist die Tatsache, dass wir hier vor 5 Monaten gebucht haben und die letzte freie Hütte bekommen haben. Sie ist für Behinderte ausgelegt und somit sehr geräumig, mit separaten Schlaf- und Wohn-/Essbereich.

P1030132Da wir hier in der totalen Wildnis sind und seitdem wir hier sind kaum eine Wolke gesehen haben, macht Andi gerade total begeistert Bilder von unserer Milchstraße. So dunkel ist es zuhause nie durch die vielen Lichter. Die Bilder sind echt genial.

2012 Südafrika · Swaziland

Im Swaziland bis nach Mbabane

Ist das hier eine traumhafte Lodge. Heute morgen haben wir mit dem Deutschen und seiner Mutter zusammen auf der Terrasse gefrühstückt. Er ist in Afrika echt schon weit rumgekommen und hatte gute Tipps. Als sie aufgebrochen sind, hat sich ein Paar aus Johannesburg zu uns gesetzt und noch ein bisschen gefachsimpelt, ob es Südafrika in ein paar Jahren besser gehen und ob der Unterschied zwischen Arm und Reich schwinden wird. Gegen 9 Uhr konnten wir uns loseisen und haben uns in Richtung Swaziland aufgemacht. Wir sind durch riesige Bananenplantagen und Zuckerrohrfelder gefahren und die Landschaft wurde immer hügeliger.

Dann kam wir an die Grenze bei Jeppe`s Rief. So einen Grenzübergang mit Auto sind wir bei uns echt nicht mehr gewohnt. Vor uns war eine Busladung Leute, so dass wir uns immer abgucken konnten, wo wir als nächstes hinmüssen. Zuerst haben wir einen Schnipsel für unser Auto gekriegt. Dann mussten wir aussteigen, in ein Grenzhaus und uns einen Ausreisestempel für Südafrika holen. Der schwarze Typ dort meine “Wiedersehen” und hat nur gegrinst. Dann sind wir durch eine Schranke gefahren und waren wohl im “Niemandsland”. Also mussten wir wieder aussteigen und in das Häuschen für die Einreise ins Swaziland. Auch hier wurden unsere Pässe wieder gestempelt und wir mussten eine Gebühr für unser Auto zahlen (umgerechnet 4 EUR). Dafür haben wir wieder einen Schnipsel in doppelter Ausführung gekriegt, den wir einmal am Schlagbaum und dann wohl wieder bei der Ausreise abgeben müssen. Unsere Erlaubnis für unseren Mietwagen, die wir von Hertz bekommen haben, wollte irgendwie keiner sehen. Na ja, was wir haben, haben wir.

P1000565Und dann waren wir nach dem nächsten Schlagbaum im Swaziland. Eigentlich kommt man sich hier vor wie in Bayern oder Österreich. Überall ist es hügelig, man fährt bergauf und bergab und überall stehen Kühe rum. Ok, bei uns wären sie eingezäunt – hier stehen sie auf der Straße rum.

P1000584Irgendwie hatten wir uns beide das Swaziland wenig besiedelt vorgestellt, aber hier sieht man – soweit das Auge reicht – überall Hütten rumstehen. Wir sind an einem großen Stausee vorbeigefahren und es ging als weiter bergauf. Auf den Straßen ist eigentlich recht wenig los, man muss nur auf die rumlaufenden Leute und Kinder aufpassen. Autos scheinen die hier echt wenige zu haben. In Südafrika war schon wenig los, aber das toppt es noch.

P1020960Ca. 40 km nach der Grenze ging es zu einem Nature Reserve rechts ab, wo ein Wasserfall sein sollte. Wir sind ewig lang auf einer Schotterpiste durch den Wald gefahren bis wir nach einer super steilen Straße bergab plötzlich vor einer traumhaften Lodge standen. Einzelne Hütten standen auf dem riesigen Grundstück und man hat als das Wasser im Hintergrund gehört. Tagesbesucher konnten durch den Wald zu dem Wasserfall, was wir getan haben. Urlauber können hier in völliger Abgeschiedenheit einen traumhaften Urlaub verbringen. Hier ist halt nichts – nicht so wie in Deutschland, sondern wirklich nichts! Das nächste Geschäft liegt ca. 30 km entfernt. Eine kleine Affenbande hat uns begrüßt sind aber hektisch weggelaufen, als wir sie beobachtet haben. Nachdem wir uns die Wasserfälle angeschaut hatten, haben wir dieses Paradies wieder verlassen und sind in Richtung Mbabane, der Hauptstadt gefahren. Wir waren plötzlich auf einer 2spurigen Autobahn, auf der aber mehr Fußgänger als Autos unterwegs waren. Gegen 15 Uhr waren wir in unserem Hotel und haben überlegt nochmal in die Stadt zu fahren. Da hier aber ein super Pool, Liegen und tolle Sonne war, haben wir beschlossen, den Nachmittag mal zu relaxen und haben uns in die Sonne gehauen. Das muss auch mal sein!