Die letzte Nacht auf dem vollen Campingplatz war echt ungewohnt. So viele andere Camper haben wir auf keinem Platz in Rumänien gesehen. Der Platz hier hat 40 Stellplätze und ist voller unterschiedlicher Nationalitäten. In Rumänien waren Rumänen mit Wohnwagen oder gemieteten Wohnmobilen und Deutsche mit Wohnmobilen unterwegs. Sehr selten hat man mal einen Österreicher oder Schweizer getroffen. Und die Plätze waren viel kleiner. Meistens 10-15 Stellplätze, auf denen oft noch sehr viel Platz war – herrlich. Aber: wir sind hier mitten in der Stadt und Budapest hat nun mal einen anderen Bekanntheitsgrad als diverse rumänische Städte, die auch wunderschön sind. Einerseits wünscht man den Besitzern der Campingplätze, dass Rumänien bekannter wird und sie mehr Einnahmen generieren. Andererseits geht damit vielleicht der Charme der Einsamkeit und des noch nicht angekommenen Massentourismus verloren. Wir sind froh, dieses tolle Land abseits des Massentourismus kennengelernt zu haben. Ein ausführliches Fazit kommt noch.
Aufgrund der Temperaturen hatten wir keinen Bock, den ganzen Tag zu Fuß durch die Stadt zu laufen. Daher haben wir die Räder raus geholt und sind über die Donau in die Altstadt am Berg gefahren. Es war unglaublich, wie viel hier los war.

Ich glaube, wir waren die einzigen, die einen Fahrradhelm auf bzw dabei hatten und nicht für das perfekte Foto gestylt waren. Die Influencer haben darauf gewartet, dass perfekte Foto machen zu können. Mehrere Busse standen unterhalb des Berges und die Touri-Gruppen sind hier oben ihren Reiseführern hinterher gelaufen.

Mit unseren Rädern haben wir die Straßen hier oben abgefahren und sind dann aus dem Touristentrubel bergab geflüchtet.

Über eine der Donaubrücken haben wir als nächstes Ziel die Margaret-Insel angesteuert, eine Art Erholungsgebiet der Stadt. Gleich am Anfang ist ein großer Brunnen, in dem wir uns in 2012, als ich mit ein paar Mädels hier waren, erfrischt haben. Der Brunnen wurde mittlerweile umgebaut und stündlich finden Fontänenshows zu unterschiedlichen Liedern statt. Nicht zu vergleichen mit Bukarest, trotzdem ganz nett.

Vorbei am Budapest Schriftzug haben wir mit den Rädern die Insel erkundet, die doch recht groß ist. Hier gibt es Wald, tolle Parkanlagen, einen Rosengarten und verschiedene Restaurants. Wir haben im Schatten eine Pause eingelegt und etwas gegessen.

Anschließend sind wir weiter geradelt und haben viele Leute im Park Yoga machen oder Fußball spielen sehen. Das Freibad war bei den Temperaturen über 30 Grad rappelvoll.

Über die Brücke ging es zurück in die Stadt und an ein paar Sehenswürdigkeiten vorbei. Wir waren mittlerweile so voll mit Eindrücken, dass wir das alles kaum noch verarbeiten konnten.

Die ganzen Reisegruppen haben gnadenlos ihr Programm abgezogen und sich mit Regenschirmen gegen die Sonne geschützt.

Mittlerweile war es 17 Uhr und wir haben uns mit dem Fahrradnavi zurück navigieren lassen. Dabei sind wir durch ganz tolle Straßen gekommen. Man hat sich nicht wie in einer Großstadt gefühlt, da es echt ruhig war. Und der ganze Weg wurde durch tolle Gebäude gesäumt, die bewohnt waren und nicht leer standen wie es in Bukarest viel der Fall war.

Der Abend bestand dann wieder aus Brainstorming, wo wir die letzten Tage unseres Urlaubs verbringen…





























