2014 USA Südwesten · Arizona · Nevada · Utah

Vom Lake Powell über den Zion Nationalpark nach Las Vegas

P1150993Heute morgen mussten wir leider unser Resort am Lake Powell verlassen, um zu der Endstation unserer Reise zu fahren. Also haben wir unsere Sachen gepackt und sind in Richtung Las Vegas gefahren. Unterwegs sind wir am Coral Pink Dunes State Park vorbei gekommen. Da es aber wolkig war und nachts geregnet hatte, sind wir in den Park nicht rein gefahren, sondern haben uns die Dünen nur von der Seite aus angeschaut. Normalerweise sind hier wohl Horden an Buggyfahrern in den Dünen unterwegs, heute morgen war kein einziger da. Lag wohl auch am Wetter und an der Zeit.

P1160005Weiter ging es zum Zion Nationalpark, einem der schönsten Parks im Westen der USA. Wir waren schon zweimal hier und sind immer wieder begeistert. Der Park besteht aus riesig hohen Bergen, die einfach nur imposant sind. Bei unserem letzten Besuch war der Park gerade generalüberholt. Die Straße war damals neu und der Eingang auch. Mittlerweile haben sich schon wieder solche Menschenmassen durchgewälzt, dass alles nicht mehr ganz so neu aussieht. Und es war ziemlich krass, wie viele Leute unterwegs waren. Teile des Parks sind nur mit Parkbussen befahrbar, die Blechlawinen parken am Visitorcenter oder sogar außerhalb des Parks. Da es immer noch sehr wolkig war, haben wir gemütlich etwas gegessen und sind dann weiter gefahren. Direkt vor dem Park sind mehrere neue Hotels gebaut worden, was auch den Besucherandrang im Park erklärt. Damals bei unserem ersten Besuch war es noch total schwer, ein Zimmer im Umkreis von 50 km zu kriegen, heute kein Thema mehr.

Nach Las Vegas fährt man auf der Interstate 15 und gefühlt geht es 100 Meilen lang bergab. Es geht durch traumhaft schöne Canyonlandschaften und die Straße schraubt sich immer weiter aus den Bergen hinab ins Tal.

P1160029Wir sind vor Las Vegas nochmal ins Valley of Fire abgebogen. Leider war schon Sonnenuntergang, so dass wir nur noch die letzten Sonnenstrahlen genießen konnten. Auf den roten Felsen sah es aber toll aus. Diesen Park hatten wir auch schon mal bei unserem ersten Besuch in Las Vegas angeschaut. Ja, und dann kamen wir im bereits Dunklen nach Las Vegas. Im Dunklen sind die Dimensionen der Stadt nochmal ganz anders greifbarer als im Hellen. Der Verkehr wurde immer krasser und Andi hat unseren Jeep total super durch die grelle Lichterwelt ins Hotel gesteuert. Mich haben die vielen Autos, die vielen Lichter und Menschen erst mal nur gestresst und ich war froh, als wir endlich unser Zimmer im Treasure Island bezogen haben.

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Vom Bryce Canyon zum Lake Powell

Endlich mal wieder früh aufstehen und Sonnenaufgang schauen

. Als wir rausgekommen sind, sind wir fast erfroren. Die Scheiben von manchen Autos waren gefroren und ein eisiger Wind hat gefegt. -1 Grad. Egal.
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Wir sind zum Sunrise Point gefahren und haben dort gesehen, wie die einzelnen Hoodoos angefangen haben, in der frühen Sonne zu leuchten. Ich habe mich gestern gewundert, warum mir das Laufen hier so schwer fällt, bis wir darauf gekommen sind, dass der Canyon auf einer Höhe von 2.400 m liegt und daher die Luft dünn ist. Kein Vergleich mit Bolivien letztes Jahr, aber trotzdem ist Wandern hier anstrengend, was die Luft betrifft. Nachdem wir fast erfroren waren, sind wir zurück ins Hotel und haben erst mal die Kaffeemaschine angeworfen, um uns wieder aufzuwärmen.

Nach einer Stärkung ging es los zu einem aufregenden Teil unserer Reise, der Cottonwood Road. Wir sind ca. 15 Meilen gefahren, bis wir vor einem “Road closed temporarily”-Schild gestanden haben. Eine Nachfrage im benachbarten State Park hat ergeben, dass Teile der Straße unpassierbar sind und wir hier leider nicht lang fahren können. Der Grund, warum wir einen Allradwagen haben, hatte sich gerade in Luft aufgelöst….Auf einer Karte vom Bryce Canyon haben wir aber gesehen, dass wir entweder einen riesigen Umweg fahren oder eine andere Dirtroad nehmen können. Da wir ja eh eine solche Straße fahren wollten, haben wir stattdessen die Skutumpah Road genommen. Auf den 39 Meilen durch ausgetrocknete Bachbetten und durch Wälder sind uns gerade mal 4 Autos entgegen gekommen und wir konnten doch einige Meilen sparen. Allerdings hatten wir für die andere Straße doch einige Zeit eingeplant, da es landschaftlich hätte toll werden sollen. Na ja, so waren wir gegen Mittag in Page und sind erst mal etwas Essen gegangen.

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Anschließend sind wir zum Horseshoe Bend gefahren, einer imposanten Schleife des Colorado River. Obwohl wir schon zweimal hier in der Gegend waren, war uns dieses Naturschauspiel bisher völlig entgangen. Man schaut vom steil abfallenden Rand hinab auf den Fluß. Andi hat wieder ganz schön Schiss gehabt, da er ja etwas Höhenangst hat. Er hat diesen Urlaub echt einiges zu verdauen – Grand Canyon, Ballon fahren, heute hier das Erlebnis. Welche Ängste man doch für ein gutes Bild überwindet
Smiley
.

Nach vielen Fotos und noch einem Einkaufsstopp in Page sind wir zu unserem Hotel direkt am See gefahren und haben eingecheckt. Wir haben ein Zimmer mit Seeblick und werden hier für 4 Übernachtungen bleiben.

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Bryce Canyon Nationalpark

Unglaublich, aber wir hatten heute einen ganzen Tag für den Nationalpark, den wir vor ein paar Jahren in ganz kurzer Zeit abgeklappert haben. Nachdem wir die letzten Tage ja immer extrem früh aufgestanden sind, wollten wir heute erst mal ausschlafen – das war der Plan. In der Realität hat ein netter Motorradfahrer um 8 Uhr seine Maschine direkt vor unserer Zimmertür warm laufen lassen – danke schön!!! P1150167So sind wir aufgestanden, haben gemütlich unser Standardfrühstück (Weißbrot mit Nutella und eins mit Erdbeermarmelade, O-Saft und Kaffee) genossen und sind dann in den Park. Vom Sunrise-Point sind wir am Rande des Canyons zum Sunset-Point gelaufen und von dort durch die “Wall-Street”, eP1150176inem steilen Abstieg durch enge hohe Wände in den “Queens-Garden” gelangt. Wir sind so durch die Hoodoos aus einer ganz anderen Perspektive gelaufen und haben uns auf die Reste unserer Pizza von gestern gefreut, als wir wieder am Auto angekommen waren. P1150219Danach sind wir den gesamten Scenic-Drive bis zum Ende des Parks gefahren, wo wir eine gemütliche Pause gemacht haben und lustige Erdhörnchen beobachtet haben. Von den Viechern würden wir am liebsten welche mit heim nehmen. Die kann man stundenlang in ihrer hektischen Betriebsamkeit beobachten.

Am späten Nachmittag haben wir uns auf den Rückweg gemacht und haben an den unterschiedlichen Aussichtspunkten gehalten. Am Sunset-Point haben wir uns den P1150277Sonnenuntergang angeschaut und sind dann ins Hotel zurück. Es war ein richtig gemütlicher Tag, den wir beide prompt mit einem Sonnenbrand beendet haben. Uns ist auch absolut positiv aufgefallen, dass der Park relativ leer war und sich nicht solche Menschenmassen durchgequält haben wie im Arches NP. Hier werden auch schon (wie am Grand Canyon) Busse eingesetzt, die aber die meiste Zeit leer durch die Gegend gefahren sind. Wahrscheinlich sieht es hier auch manchmal anders aus was die Massen betrifft.

Was auch extrem auffällt ist, dass die Leute die Parks anders erkunden als noch vor ein paar Jahren. Vor Jahren hat man hier viele dicke Leute in Flip-Flops gesehen, die sich an den Aussichtspunkten mal kurz aus dem Auto gequält haben. Mittlerweile sieht man fast nur noch sportliche Leute, die darauf aus sind zu wandern bzw. auch mit Fahrrädern durch die Parks zu radeln. Der sportliche Aspekt scheint deutlich in den Vordergrund geraten zu sein, was ja sehr positiv ist.

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Von Moab zum Bryce Canyon

P1140986Was ein Tag der Eindrücke!!! Gut, dass wir einen Teil unserer heutigen Strecke schon mal vor ein paar Jahren in umgekehrter Richtung gefahren sind, sonst hätten wir das alles kaum verarbeiten können. Gestartet sind wir heute morgen genauso früh wie gestern natürlich nochmal in den Canyonlands NP, denn heute war 1a Wetter vorhergesagt. P1140992Am Mesa Arch angekommen, haben wir erst mal einen leichten Schrecken bekommen, denn es standen schon ca. 15 Autos, dafür kam heute kein ChinesenbusSmiley. Und alle wurden für das frühe Aufstehen heute mit tollen Bildern belohnt. Die Sonne hat planmäßig den Arch von unten beleuchtet, trotzdem hatten die gestrigen Bilder auch etwas. P1150006Sie waren irgendwie dramatischer als der sanfte Sonnenaufgang heute morgen. Wir sind noch zum Great View gefahren und von dort aus wieder in Richtung Parkausgang, da wir den Park heute eigentlich gar nicht auf dem Plan hatten.

P1150089Gegen 10 Uhr waren wir dann auf der Strecke in Richtung Bryce Canyon. Unterwegs haben wir den Goblin Valley State Park erkundet. Hier ist anscheinend die letzte Stufe der Erosion angesagt und es sieht aus, als würden lauter kleine Goblins rumstehen. Ganz nett anzuschauen, aber auch nicht so das Highlight. Nach einer kurzen Mittagspause ging es weiter. Wir kamen nach Hanksville, wo wir vor ein paar Jahren schon mal vergeblich eine Übernachtungsmöglichkeit gesucht haben. Nach einem kurzen Tankstop ging es weiter in Richtung Capitol Reef Nationalpark, dessen Scenic Drive wir gefahren sind. P1150098Der Park hat einen tollen Campingplatz und wurde auch komplett erweitert. Das Visitor Center ist nagelneu und auch sonst wurde an dem Park einiges gemacht. Damals waren wir alleine in dem Park, heute waren einige Besucher unterwegs. Generell ist es in dieser Region aber wieder viel leerer als in den beiden Parks bei Moab.

P1150154Kaum dass wir den Park verlassen haben, haben wir eine komplett neue Infrastruktur entdeckt. Hier wurden tolle Hotels und Privatunterkünfte auf das grüne Weideland gebaut. Es ist eine traumhafte Gegend, denn aus dem Nationalpark kommt man direkt in den Dixie National Forest. Riesige herbstliche Birkenwälder säumen den Weg. So viele Birken haben wir noch nie gesehen und von dem Berg hat man zudem einen tollen Blick auf den Nationalpark, den wir vorher durchquert haben. Andi konnte mit seiner Kamera gar nicht genug kriegen. Mit einem Blick auf die Uhr und die noch zu fahrenden Kilometer haben wir uns aber weiter gemacht – und sind direkt ins nächste landschaftliche Highlight geraten: die Grand Staircaise Escalante. Man fährt durch eine unwirkliche Felsen- und Bergwelt, die Straße fühlt sich an wie eine Achterbahn. Ein echter Traum für Motorradfans.

Kurz nach Sonnenuntergang sind wir am Bryce Canyon Nationalpark angekommen und auch hier haben wir nicht schlecht gestaunt, wie extrem sich das Hotel, in dem wir schon das letzte Mal übernachtet haben, vergrößert hat. Es ist eine echte Gelddruckmaschine aus Hotel, Restaurants, Shops, Tankstelle und Erlebniswelt. Unglaublich. Wir haben uns eine Pizza geholt und uns den Rest des Abends ausgeruht, damit wir morgen den Bryce Canyon bestaunen können. Auch hier sind wir das letzte Mal nur durchgerauscht, morgen haben wir den ganzen Tag Zeit.

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Canyonlands und Arches Nationalparks

Früh ging es heute morgen los, denn Ziel war es, den im ca. 50 km entfernten Canyonlands Nationalpark gelegenen Mesa Arch bei Sonnenaufgang zu fotografieren. Dieser wird bei Sonnenaufgang von unten beleuchtet und durch ihn hindurch hat man ein tolles Panorama. Also sind wir um 5 Uhr aufgestanden und eine halbe Stunde später haben wir uns auf den Weg gemacht. Andi hatte gelesen, dass es sinnvoll ist, um einiges vor Sonnenaufgang dort zu sein, da der Mesa Arch viele Fotografen anzieht. Nachdem wir ca. 20 km gefahren sind, haben wir am Horizont Blitze gesehen. Nachdem wir am Vortag traumhaftes Wetter hatten und auch für heute das gleiche gemeldet war, dachten wir erst, es wäre Wetterleuchten – bis es angefangen hat zu schütten… Wir haben überlegt, was wir tun sollen – weiterfahren oder umdrehen, haben uns aber für weiterfahren entschieden, da wir die Hälfte des Weges eh schon hinter uns hatten und es ja auch nur eine Wolke sein könnte… P1140658Am Parkplatz standen schon ein paar Autos und Andi hat sich gleich auf den kurzen Trail zum Arch gemacht. Ich bin noch etwas im trockenen Auto geblieben und habe noch etwas gedöst, bis ich von einer ungeheuren Geräuschkulisse geweckt wurde – hinter uns hielt ein Bus mit ca. 50 Chinesen, die den Sonnenaufgang auch sehen wollten. Gott sei Dank hatte sich Andi schon einen guten Platz zum Fotografieren gesichert, nur auf den gewünschten Sonnenaufgang haben wir heute leider vergeblich gewartet. P1140666Stattdessen hat sich aber der Himmel am Horizont ganz gelb verfärbt und hat ein eindrucksvolles Spektakel abgegeben. Nach dem Sonnenaufgang bei Regen sind wir klitschnass zurück zum Auto und haben beschlossen, zurück zum Hotel zu fahren und dort zu frühstücken. Gesagt, getan. Wir haben uns mit warmen Kaffee gewärmt und sind anschließend auf das Zimmer, um uns trocken zu legen.

Gegen Mittag kam die Sonne raus, so dass wir beschlossen haben, nochmals in den Arches Nationalpark zu fahren und dort das Visitor Center zu besuchen. Da es erst 13 Uhr war, sind wir einfach mal in den Park gefahren. Wir hatten im Visitor Center erfahren, dass die Zufahrt zum Delicate Arch, auf den wir es abgesehen hatten, aufgrund von Überschwemmungen gesperrt war. Als wir auf der Höhe der Abfahrt waren, haben wir gesehen, wie sich Ranger mit Bauarbeitern unterhalten haben und kurz danach die Zufahrt wieder geöffnet haben. Also sind wir spontan zur Wolff Ranch, von wo aus der 50minütige Trail bergauf zu dem Arch geht. Der Parkplatz hat sich in rasender Schnelle mit Menschen gefüllt. Ich bin geschockt, wie stark der Andrang in den Jahren seit wir das letzte Mal hier waren zugenommen hat. Als wir das letzte Mal hier waren, war kaum was los und jetzt schlängeln sich Besuchermassen durch den Park. Vor allem der Anteil von Chinesen hat extrem zugenommen. Wenn es so weitergeht, muss sich die Parkverwaltung Gedanken machen, wie sie den Ansturm regeln wollen. Zumal wir momentan nicht in der Hauptsaison hier sind. P1140755Wir sind jedenfalls (gut erholt von der Tour in den Grand Canyon) den Berg hochgelaufen und wurden mit dem tollen Delicate Arch belohnt. Wir hatten ihn vor Jahren mal ganz aus der Ferne gesehen und haben uns anschließend immer geärgert, dass wir keine Zeit zum hoch wandern hatten. Dafür haben wir heute den ganzen Nachmittag bis zum Sonnenuntergang hier verbracht. P1140886Das Licht hat sich toll verändert und aus verschiedenen Perspektiven haben wir tolle Bilder machen können. Den restlichen Park haben wir vor ein paar Jahren erkundet, daher haben wir ihn uns heute nicht erneut angeschaut.