Unser Morgen bestand heute aus einem Frühstückssaal, in dem gefühlte 200 Amerikaner um zwei Kaffeemaschinen herum standen, den ganzen Saal belegt und das Buffet leer gefuttert hatten. Wir haben nach längerem Suchen einen Platz zum Sitzen gefunden, sind aber nach nem trockenen Croissant wieder aufs Zimmer geflüchtet und haben dort noch etwas gegessen. Soweit zu dem super Frühstück, das hier angeboten wird…
Um 8 Uhr sind wir zu unserem heutigen Highlight gestartet: den hier lebenden Riesenpandas. Wir haben uns so auf den Besuch gefreut und total gehofft, dass wir sie auch aktiv und nicht nur schlafend sehen. Wir waren recht früh und es war noch nicht viel los. Und wir hatten riesiges Glück. Da es heute nicht so warm war und es geregnet hatte, waren sie total aktiv. Gleich am Eingang saßen zwei, die vor sich hingemampft haben.

Sie ernähren sich von Bambus und man kann hören, wie saftig er noch ist, wenn sie reinbeißen. Ein Gehege weiter war eine Mutter mit 3 Jungen. Und die sind herumgetollt und geklettert. Total süß.

Wir haben als drauf gewartet, dass einer tollpatschig von einem Gerüst runter fällt, das ist aber nicht passiert.

In einem anderen Gehege sind zwei Jungtiere in die Bäume geklettert und haben sich zum Schlafen abgelegt.

In einem anderen Bereich des Parks waren rote Pandas zu sehen, die mindestens genauso süß waren…

Sie haben erst geschlafen, wurden dann gefüttert und somit aktiv.

Außerdem lebt hier auch eine spezielle Affenart, die blaue Gesichter haben. Sie heißen Goldstumpfnasen und sind eine gefährdete Art. Ein männliches Exemplar hat sich besonders für die Kamera positioniert.

Kurz danach war der Kindergarten der Riesenpandas und drei kleine Geschwister haben miteinander auf einem Gerüst gebalgt.

Man konnte bei den ganzen Wollknäueln manchmal gar nicht erkennen, welche Wolle zu wem gehört. Zum Schluß saß noch ein großes Weibchen an der Seite und hat genüßlich am Bambus geknabbert.

Gegen Mittag haben wir uns von den tollen Tieren getrennt und sind in die Stadt zum Essen gefahren. Hier wurde wieder bestellt, was für 5 Leute mehr gereicht hätte. Irgendwie finden wir es richtig schade, dass es von allem immer so riesige Portionen gibt, die dann weggeschmissen werden. Das Essen ist meistens echt lecker, aber die Portionen einfach viel zu groß. Hier war die Besonderheit der Sichuan Pfeffer, mit dem die Gerichte gewürzt werden, zusätzlich zum Chili. Wir haben nur den Pfeffer gegessen und der hatte schon Power genug…

Weiter ging es zu einem Erlebnis, das leider unsere Ohren zum Bluten gebracht hat, was schade war, denn eigentlich war es sehr interessant. Wir sind zu einem kleinen unscheinbaren Gebäude gelaufen und haben uns in einem kleinen Theater wiedergefunden. Auf Bambusstülen wurden wir zwischen lauter alten Leuten in die 2. Reihe gesetzt und kaum saßen wir, ging es auch schon los.

Die Schauspieler kamen auf die Bühne und haben in den schrillsten Tönen eine Geschichte erzählt, die wir leider nicht verstanden haben. Es war wohl vergleichbar mit einer Oper, denn die Chinesen haben den Text auch nicht verstanden. Die Kostüme waren echt cool, aber die Tonlagen nicht zum Aushalten.

Nach 30 Minuten sind wir mehr oder weniger geflüchtet, da sich unser Kopf angefühlt hat, als würde man mit Nadeln einstechen. Man konnte sich einfach nicht daran gewöhnen.

Nächster Stopp war im People’s Park, wo wir in einem Teehaus eine Pause gemacht haben.

Yolanda hat uns noch etwas über den Park erzählt, worüber ich schon mal einen Bericht gesehen hatte und was ich nicht glauben konnte. Also hat sie es uns gezeigt, denn hier gibt es eine Partnerbörse. Auf blauen Plakaten werben die Männer, auf rosa Plakaten die Frauen um eine Partnerschaft.

Sie stellen sich vor, wie alt und gross sie sind, was sie beruflich machen, welches Einkommen und welchen Besitz sie haben. Ob sie gesund und versichert sind und was die Eltern beruflich machen. Auf Kästchen wird angekreuzt, ob man geschieden ist und schon Kinder hat. Und man glaubt nicht, was da los war. So etwas hätte ich nie erwartet. Manche Eltern saßen sogar mit Plakaten mit Bildern von ihren 30jährigen Söhnen da, um sie an die Frau zu bringen. Unglaublich!!!

Interessant ist aber auch, dass Chengdu die höchste Scheidungsrate in China hat. Scheint also ein nicht allzu erfolgreiches Medium zu sein… Mit dem Auto ging es zurück zum Hotel, wo noch eine spannende Aktion auf Andi gewartet hat. Wir kommen die nächsten Tage nach Peking und dort ist es komplett verboten, eine Drohne im Gepäck zu haben. Also hat er heute die Drohne verpackt und an das Büro unseres Reiseveranstalters im Ort nach Peking versendet. Wir hoffen absolut, dass dies funktioniert. Er hat die Drohne selber inkl. der Akkus und Steuerung ins Paket gemacht, da er es bei Ankunft am Bahnhof sonst abgenommen bekommt. Ich habe vorsichtshalber nochmal ein Bild von allem gemacht… Nach weit über einer Stunde kam Andi fix und fertig zurück. Ohne Drohne, aber mit einem Akku in der Hand, der nicht mitversendet werden durfte. Es war wohl ein längerer Akt, bei dem Tutu wieder total hilfreich im Hintergrund, Yolanda vor Ort zur Seite stand. Ohne die beiden hätten wir keine Chance gehabt. Wir sind gespannt, ob wir in ein paar Tagen die Drohne wieder sehen. Und ob wir den Akku einfach mitnehmen oder hier lassen, müssen wir noch überlegen…






























































